KFF-Übungsbuch · Teil 3

Emotionen regulieren

Lösungen 1–200 · Strategie und Begründung

Stand: 14. Oktober 2026 · Fehler entdeckt? Melde ihn uns.

Aufgaben 1–50

Aufgabe 1Lösung A (Ablenkung)

Harald wartet voller Angst auf seine Knie-Arthroskopie, die in einer halben Stunde beginnt. Er hat einen Krimi dabei, den er gerade mit großer Spannung liest.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Die Situation ist akut: Die Operation beginnt in einer halben Stunde, Haralds Angst steigt gerade jetzt, und er kann bis dahin nichts tun. Da keine Angaben zur Kapazität gemacht werden, gilt sie als hoch; laut Matrix ist bei akuter Situation und hoher Kapazität Ablenkung die beste Strategie. Mit A und D stehen zwei gleichwertige Ablenkungen zur Wahl. Den Ausschlag gibt der Text-Anker: Der Krimi, den er gerade mit großer Spannung liest, wird im Text ausdrücklich genannt und bindet seine Aufmerksamkeit am zuverlässigsten – daher Option A.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

C – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Ablenkung ist grundsätzlich passend, greift aber nicht auf die im Text genannte Ressource (den Krimi) zurück (Schritt 4)

Aufgabe 2Lösung B (Soziale Unterstützung)

Das Team einer Teamleiterin hat nach monatelanger Arbeit eine große Ausschreibung verloren, weil sich der Auftraggeber klar für ein günstigeres Angebot entschieden hat. Alle sind enttäuscht, auch die Teamleiterin.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – unrealistische Neubewertung raus, Mitbetroffene

Begründung: Katharinas ganzes Team ist nach der Absage enttäuscht, und als Leiterin trägt sie Verantwortung; das Ziel ergibt sich implizit aus den Mitbetroffenen. Die Entscheidung ist gefallen, die Situation abgeschlossen, und Katharina ist belastbar. Ein gemeinsames Gespräch (B) lässt alle ihre Enttäuschung aussprechen und macht die Erfahrung für künftige Angebote nutzbar. Option A widerspricht dem Text, denn der Auftraggeber hat sich eindeutig für das deutlich günstigere Angebot entschieden; Unterdrückung (C) lässt das Team mit seiner Enttäuschung allein.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung ist unrealistisch, der Auftraggeber hat sich laut Text eindeutig für das günstigere Angebot entschieden (Schritt 2)

C – Unterdrückung – das mitbetroffene Team bleibt mit seiner Enttäuschung allein (Schritt 3)

D – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 3Lösung A (Neubewertung)

Eine Hausärztin ärgert sich, weil ihr ein langjähriger Patient vorwirft, seine Beschwerden nicht ernst zu nehmen; er hat seit Wochen Angst vor einer ernsten Krankheit. Eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Patienten ist ihr sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Claudia verfolgt ein Beziehungsziel, denn eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Patienten ist ihr sehr wichtig. Die Betreuung geht weiter, die Situation ist also langfristig, und gut erholt hat sie eine hohe Kapazität. Option A ist eine realistische Neubewertung, denn laut Text hat der Patient seit Wochen Angst vor einer ernsten Krankheit – aus dieser Sicht verliert der Vorwurf seine Schärfe, und der Ärger löst sich auf. Option D nennt das Vertrauen zwar wörtlich, doch unterdrückter Ärger bleibt bestehen und belastet die Beziehung.

Warum nicht die anderen:

B – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

C – Ablenkung wirkt nur kurz und trägt nichts zur vertrauensvollen Beziehung bei (Schritt 3)

D – Unterdrückung nennt das Vertrauen nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet die Arzt-Patienten-Beziehung (Schritt 3)

Aufgabe 4Lösung C (Situationsveränderung)

Viktor, der einen kleinen Malerbetrieb führt, kann seinen Ärger nur schlecht verbergen. Eine Kundin wirft ihm Pfusch vor, und er möchte den Konflikt sachlich klären und die Kundin zufriedenstellen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – fehlende Fähigkeit, Handlungsziel

Begründung: Viktors Handlungsziel ist es, den Konflikt sachlich zu klären und die Kundin zufriedenzustellen; eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Laut Text kann er Gefühle nur schlecht verbergen – Option D setzt voraus, dass er seinen Ärger überzeugend unterdrückt, und fällt deshalb im Ausschlussfilter weg. Neubewertung (A) und Ablenkung (B) regulieren nur seinen Ärger und klären den Konflikt nicht. Übrig bleibt Option C: Viktor spricht sein Gefühl offen an, statt es erfolglos zu verbergen, und führt über die gemeinsame Prüfung der Wand zu einer sachlichen Klärung.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung reguliert nur seinen Ärger und klärt den Konflikt nicht (Schritt 3)

B – Ablenkung reguliert nur seinen Ärger und trägt nichts zur Klärung bei (Schritt 3)

D – Situationsveränderung mit Unterdrückung setzt voraus, dass er seinen Ärger verbergen kann, was ihm laut Text nicht gelingt (Schritt 2)

Aufgabe 5Lösung B (Situationsveränderung)

Tanjas Koffer mit ihrem Konferenz-Outfit ist nach dem Flug nicht angekommen, und sie ist müde und erschöpft. Sie möchte eine Soforthilfe und die Lieferung des Koffers ins Hotel erreichen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Tanja ist von der Reise müde und erschöpft (niedrige Kapazität), daher wären Neubewertung (D) und Unterdrückung im Ausschlussfilter ohnehin raus; das Ausagieren (A) ist maladaptiv. Entscheidend ist aber System B: Tanja verfolgt ein klares Handlungsziel (Soforthilfe und Lieferung des Koffers), und bis zur Konferenz morgen bleibt noch Zeit. Nur Option B erreicht dieses Ziel direkt, weil sie den Verlust meldet, ihre Adresse angibt und gezielt nach der Soforthilfe fragt. Die Ablenkung (C) läge laut Matrix bei niedriger Kapazität nahe, doch System B hat Vorrang, und im Hotel erreicht sie keinen ihrer Ansprüche.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv und gefährdet eine sachliche Lösung am Schalter (Schritt 2)

C – Ablenkung entlastet nur kurzfristig und erreicht weder Soforthilfe noch Kofferlieferung (Schritt 3)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 6Lösung C (Akzeptanz)

Eine Ärztin ist nach einem Nachtdienst völlig ausgelaugt, als sie erfährt, dass der Kongress, auf dem sie erstmals ihre Forschung präsentiert hätte, endgültig abgesagt wurde. Sie ist sehr enttäuscht.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Der Kongress wurde endgültig abgesagt, ein Ersatztermin ist nicht vorgesehen – die Situation ist abgeschlossen. Die Ärztin ist nach dem Nachtdienst völlig ausgelaugt (niedrige Kapazität), deshalb scheiden Neubewertung A und Unterdrückung B im Ausschlussfilter aus, weil beide kognitive Ressourcen kosten. Das wiederholte Nachdenken über den nicht gehaltenen Vortrag (D) ist Grübeln und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option C.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 7Lösung A (Neubewertung)

Eine Physiotherapeutin ärgert sich, weil ein Patient mit chronischen Rückenschmerzen die Übungen verweigert und unfreundlich wird. Die Therapie läuft noch Wochen, ein guter Draht zu ihren Patienten ist ihr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Melissa legt großen Wert auf einen guten Draht zu ihren Patienten, ein Beziehungsziel. Die Therapie läuft noch mehrere Wochen, die Situation ist langfristig, und sie ist ausgeruht, also mit hoher Kapazität. Option A ist eine realistische Neubewertung, weil der Patient laut Text seit Jahren unter chronischen Schmerzen leidet; seine abweisende Art wird so verständlich, und der Ärger löst sich auf. Option D nennt den guten Draht wörtlich, lässt den Ärger aber bestehen. Akzeptanz (C) ist bei einer laufenden Therapie fehl am Platz und gibt die Beziehung auf.

Warum nicht die anderen:

B – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Akzeptanz passt nicht, die Therapie ist nicht abgeschlossen und das Abfinden mit der Ablehnung schadet dem guten Draht (Schritt 3)

D – Unterdrückung nennt den guten Draht nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet die Beziehung (Schritt 3)

Aufgabe 8Lösung A (Akzeptanz)

Eine kognitiv ausgelaugte Frau bekommt keine Karte für das Konzert ihrer Lieblingsband, weil es innerhalb weniger Minuten ausverkauft ist; einen Zusatztermin gibt es nicht. Sie ist enttäuscht und verärgert.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Karten sind ausverkauft, es gibt weder einen Zusatztermin noch einen Weiterverkauf – die Situation ist abgeschlossen und nicht mehr änderbar. Die Frau ist nach der anstrengenden Woche kognitiv völlig ausgelaugt (niedrige Kapazität), deshalb fällt die humorvolle Neubewertung B im Ausschlussfilter weg. Das Grübeln über einen schnelleren Klick (D) ist maladaptiv. Ein konkretes Ziel ist nicht genannt, daher entscheidet die Matrix: Bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität ist Akzeptanz die geeignete Strategie – Option A.

Warum nicht die anderen:

B – Humor ist eine Form der Neubewertung, kostet kognitive Ressourcen und ist bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 9Lösung D (Situationsveränderung)

Benedikt ist für seine große Geduld bekannt. Seine Tochter ist bei der Mathe-Hausübung verzweifelt, und er möchte, dass sie die Aufgaben heute selbst lösen kann.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Benedikt verfolgt ein Handlungsziel: Seine Tochter soll die Aufgaben heute noch selbst lösen können. Eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Neubewertung (B) und Ablenkung (C) regulieren nur seinen eigenen Ärger und bringen die Tochter nicht weiter. Die Optionen D und A führen beide zum Ziel, daher entscheidet der Tiebreaker: Benedikt ist für seine große Geduld bekannt, und Option D nutzt genau diese Stärke, indem er in Ruhe erklärt und sie jede Aufgabe selbst rechnen lässt.

Warum nicht die anderen:

A – Situationsveränderung – führt ebenfalls zum Ziel, überlässt die Erklärung aber einem Video und nutzt seine Geduld nicht (Schritt 4)

B – Neubewertung reguliert nur seinen Ärger und hilft der Tochter nicht bei den Aufgaben (Schritt 3)

C – Ablenkung reguliert nur seinen Ärger und bringt die Tochter nicht weiter (Schritt 3)

Aufgabe 10Lösung B (Unterdrückung)

Ein fitter Mann bekommt bei einem Teambuilding-Klettersteig an einer ausgesetzten Stelle Höhenangst. Er möchte vor seinen Kollegen auf keinen Fall feige wirken.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität, Ziel Außenwirkung

Begründung: Die Höhenangst tritt mitten am Klettersteig auf, der Mann muss sofort reagieren – die Situation ist akut. Er ist sportlich und fit (hohe Kapazität), und sein Ziel betrifft die Außenwirkung: Er möchte vor seinen Kollegen auf keinen Fall feige wirken. Laut Matrix ist in genau diesem Fall Unterdrückung die beste Strategie – Option B. Der Abbruch A ist Vermeidung und schadet dem Ziel direkt, während Neubewertung C und Ablenkung D seine Wirkung nach außen nicht unmittelbar sichern.

Warum nicht die anderen:

A – Vermeidung ist maladaptiv und schadet dem Ziel, nicht feige zu wirken (Schritt 2)

C – Neubewertung – in der akuten Situation bleibt keine Zeit zum Verarbeiten, bei Außenwirkungsziel ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

D – Ablenkung – sichert die Außenwirkung nicht und lenkt am Klettersteig gefährlich ab, hier ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

Aufgabe 11Lösung B (Neubewertung)

Veras Chef hat ihren Urlaubsantrag für die Hochzeit ihrer Schwester mit Hinweis auf Personalmangel abgelehnt. Ein gutes Verhältnis zu ihm ist ihr sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – unrealistische Neubewertung raus, Beziehungsziel → keine Unterdrückung

Begründung: Vera ist ein gutes Verhältnis zu ihrem Chef sehr wichtig – ein Beziehungsziel. Option A widerspricht dem Text, denn der Chef hat die Ablehnung persönlich unterschrieben und begründet; diese Neubewertung ist unrealistisch. Unterdrückung in Option D hält nur den Moment, der Ärger bleibt und belastet das Verhältnis langfristig; das wiederholte Nachdenken über Benachteiligung ist Grübeln. Option B ist eine realistische Neubewertung auf Basis der im Text genannten Krankenstände und löst den Ärger auf, sodass das gute Verhältnis erhalten bleibt.

Warum nicht die anderen:

A – Unrealistische Neubewertung – laut Text hat der Chef die Ablehnung persönlich unterschrieben und begründet (Schritt 2)

C – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung – der Ärger bleibt bestehen und schadet dem Beziehungsziel (Schritt 3)

Aufgabe 12Lösung D (Neubewertung)

Ein Vater nimmt seinem 15-jährigen Sohn das Handy ab, worauf dieser ihn anschreit; der Vater ärgert sich. Er möchte, dass das Vertrauensverhältnis zu seinem Sohn nicht leidet.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel, Unterdrückung nie die beste Option

Begründung: Bernhard verfolgt ein ausdrücklich genanntes Beziehungsziel: Das Vertrauensverhältnis zu seinem Sohn soll nicht leiden. Die Situation ist langfristig, zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option D ist eine realistische Neubewertung, denn heftige Reaktionen auf Verbote sind bei einem 15-Jährigen typisch; so löst sich der Ärger auf, und Bernhard kann seinem Sohn danach offen begegnen. Unterdrückung (A) hält den Ärger nur zurück und schafft Distanz, und Akzeptanz (C) findet sich mit dem Nicht-Verstehen ab, obwohl die Beziehung weitergeht.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung lässt den Ärger bestehen, bei einem Beziehungsziel nie die beste Option (Schritt 3)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Akzeptanz passt nicht, die Situation ist nicht abgeschlossen und das Abfinden mit dem Nicht-Verstehen schadet dem Vertrauensziel (Schritt 3)

Aufgabe 13Lösung A (Situationsveränderung)

Hannes ist Trauzeuge und wird kurz vor seiner Hochzeitsrede sehr nervös. Er möchte das Brautpaar mit seiner Rede würdigen.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Hannes hat ein klares Handlungsziel: Er möchte das Brautpaar mit seiner Rede würdigen, und die Rede steht unmittelbar bevor (akut). Eine Kapazitätsangabe fehlt, es gilt der Standard hoch; zudem hat er die Rede gut vorbereitet. Die Vermeidung (D) ist maladaptiv und verhindert genau das, was er erreichen will. Nach System B erreicht nur Option A das Ziel direkt, weil er die vorbereitete Rede tatsächlich hält. Neubewertung (B) und Ablenkung (C) würden nur seine Nervosität verringern, ohne dass dadurch die Rede gehalten wird.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung reguliert nur die Nervosität, die Rede wird dadurch nicht gehalten (Schritt 3)

C – Ablenkung reguliert nur die Nervosität und bringt ihn dem Handlungsziel nicht näher (Schritt 3)

D – Vermeidung ist maladaptiv und verhindert die Rede und damit das Ziel selbst (Schritt 2)

Aufgabe 14Lösung A (Ablenkung)

Eine erschöpfte Krankenpflegerin wird kurz vor Dienstende von der Tochter eines Patienten unfreundlich kritisiert und ärgert sich. Sie kann keinen Perspektivwechsel mehr durchführen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) – fehlender Perspektivwechsel und niedrige Kapazität, akut → Ablenkung

Begründung: Die Pflegerin ist nach dem Doppeldienst völlig erschöpft, ihre Kapazität ist also niedrig. Zudem steht im Text ausdrücklich, dass sie keinen Perspektivwechsel mehr durchführen kann – die Neubewertung aus Sicht der Tochter in Option B ist damit doppelt ausgeschlossen. Auch Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen und scheidet bei niedriger Kapazität aus, die schroffe Antwort ist Ausagieren. Für eine akute Situation mit niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor: Option A lenkt ihre Aufmerksamkeit auf die Dokumentation, an der sie ohnehin gerade arbeitet.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung aus Sicht der Tochter setzt den Perspektivwechsel voraus, den sie laut Text nicht mehr leisten kann; zudem niedrige Kapazität (Schritt 2)

C – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Ausagieren ist maladaptiv und verschärft den Konflikt (Schritt 2)

Aufgabe 15Lösung C (Unterdrückung)

Eine fitte Flugbegleiterin bekommt bei starken Turbulenzen während des Getränkeservices selbst Angst. Ihr ist sehr wichtig, dass die Passagiere ihr nichts anmerken und ruhig bleiben.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität, Ziel Außenwirkung

Begründung: Die Turbulenzen treten mitten im Service auf, sie muss sofort reagieren – die Situation ist akut. Die Flugbegleiterin ist ausgeruht und fit (hohe Kapazität). Ihr Ziel betrifft ausdrücklich die Außenwirkung: Die Passagiere sollen ihr nichts anmerken und ruhig bleiben. Laut Matrix ist in akuten Situationen mit hoher Kapazität genau dann Unterdrückung die beste Strategie, wenn es um die Außenwirkung geht – das leistet Option C, während Ablenkung B und Neubewertung A ihren äußeren Eindruck nicht unmittelbar sichern.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung – in der akuten Situation bleibt keine Zeit zum Verarbeiten, und die Außenwirkung wird nicht gesichert (Schritt 5)

B – Ablenkung – sichert bei akutem Außenwirkungsziel den äußeren Eindruck nicht, hier ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

D – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 16Lösung D (Neubewertung)

Ein Jugendfußballtrainer ärgert sich im Finale über ein verschuldetes Gegentor und kann seinen Ärger nicht verbergen. In der Halbzeitpause möchte er sein Team motivieren.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – Unterdrückung ohne Fähigkeit raus, nur Neubewertung ermöglicht glaubwürdiges Motivieren

Begründung: Das Ziel des Trainers ist, seine Mannschaft für die zweite Halbzeit zu motivieren. Laut Text sieht man ihm seinen Ärger immer sofort an, er kann ihn nicht verbergen – Option C setzt genau diese fehlende Fähigkeit voraus und ist zudem eine Wortlaut-Falle. Die kurze Ablenkung in Option A ändert nichts an seinem Ärger, den die Spieler in der Kabine sofort sehen würden, und die Bloßstellung des Spielers ist Ausagieren. Option D löst den Ärger durch eine realistische Neubewertung auf, sodass er sein Team glaubwürdig motivieren kann.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung lässt den sichtbaren Ärger bestehen und hilft nicht dabei, das Team zu motivieren (Schritt 3)

B – Ausagieren ist maladaptiv und demotiviert die Mannschaft (Schritt 2)

C – Unterdrückung setzt voraus, den Ärger verbergen zu können – das kann er laut Text nicht; nennt das Ziel nur wörtlich (Schritt 2)

Aufgabe 17Lösung A (Ablenkung)

Till ist als Saisonkellner seit Wochen müde und ausgelaugt und ärgert sich über seinen launischen Chef. Die Saison dauert noch drei Monate.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Till ist seit Wochen müde und ausgelaugt (niedrige Kapazität), und die belastende Situation dauert noch drei Monate (langfristig). Im Ausschlussfilter fallen Neubewertung (C) und Unterdrückung (B) weg, weil beide kognitive Ressourcen kosten, und das Ausagieren (D) ist maladaptiv. Sein Ziel, die Saison gut durchzustehen, wird durch keine konkrete Handlung direkt erreicht, daher entscheidet die Matrix. Bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität ist Ablenkung die geeignete Strategie – Option A.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen und wäre über drei Monate zusätzlich erschöpfend, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Ausagieren ist maladaptiv und würde den Konflikt mit dem Chef verschärfen (Schritt 2)

Aufgabe 18Lösung C (Ablenkung)

Eine müde, ausgelaugte Frau kann am Abend vor ihrem Vorstellungsgespräch vor Nervosität nicht einschlafen. Entspannungsübungen machen sie erfahrungsgemäß noch unruhiger.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Entspannungsübung wirkt laut Text nicht, niedrige Kapazität → Ablenkung

Begründung: Die Frau ist nach der anstrengenden Woche müde und ausgelaugt, ihre Kapazität ist niedrig – die Neubewertung in Option A kostet zu viele Ressourcen. Entspannungsübungen machen sie laut Text noch unruhiger, daher wirkt Option B nicht. Das Durchspielen möglicher Fragen ist Grübeln und maladaptiv. Bis zum Gespräch bleibt noch Zeit (langfristig); laut Matrix ist bei niedriger Kapazität Ablenkung richtig, und das Hörbuch in Option C lenkt ihre Aufmerksamkeit auf eine andere Geschichte, bis sie einschläft.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Entspannungsübung – wirkt laut Text nicht, sie wird dadurch noch unruhiger (Schritt 2)

D – Grübeln ist maladaptiv und hält sie wach (Schritt 2)

Aufgabe 19Lösung A (Situationsveränderung)

Ein Internist ist frustriert, weil ein Patient seine Blutdrucktherapie wegen Schwindels abbrechen will. Er möchte, dass die Therapie weitergeht und das Vertrauen des Patienten erhalten bleibt.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – mehrere Ziele, nur eine Handlung erhält Therapie und Vertrauen

Begründung: Der Internist hat zwei ausdrücklich genannte Ziele: Die Therapie soll weitergehen, und das Vertrauen des Patienten soll erhalten bleiben. Die Situation ist langfristig, zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option A erfüllt beide Ziele, weil sie die Beschwerden ernst nimmt und die Therapie in angepasster Form fortführt. Option C übergeht den Schwindel und gefährdet das Vertrauen; Option D nennt das Vertrauen wörtlich, verhindert aber den Therapieabbruch nicht.

Warum nicht die anderen:

B – Ablenkung erreicht keines der beiden Ziele (Schritt 3)

C – Situationsveränderung zielt auf die Therapie, übergeht aber die Beschwerden und gefährdet das Vertrauen, erfüllt also weniger Ziele (Schritt 3)

D – Unterdrückung nennt das Vertrauen nur wörtlich, der Therapieabbruch wird dadurch nicht verhindert (Schritt 3)

Aufgabe 20Lösung A (Ablenkung)

Eine Chirurgin hat zehn Minuten vor einer Routineoperation zunehmend Angst, obwohl sie die geringe Komplikationsrate kennt. Vor jeder Operation hört sie gern ein bestimmtes Album.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Laut Text weiß die Chirurgin, dass die Komplikationsrate äußerst gering ist, und es fällt ihr schwer, sich selbst zu beruhigen – die Neubewertung in Option D ist damit bereits gescheitert. Der Zuspruch der Anästhesistin in Option C wiederholt nur dasselbe Argument und scheidet ebenso aus. Die Situation ist akut, zur Kapazität steht nichts im Text (hoch), daher ist laut Matrix Ablenkung richtig. Zwischen den beiden Ablenkungen entscheidet der Text-Anker: Option A nutzt das im Text genannte Album, Option B nicht.

Warum nicht die anderen:

B – Ablenkung ohne Text-Anker – das im Text genannte Album ist die passendere Ressource (Schritt 4)

C – Soziale Unterstützung mit demselben Argument wie die gescheiterte Neubewertung, wirkt laut Text ebenso wenig (Schritt 2)

D – Neubewertung – sie kennt die geringe Komplikationsrate bereits, die Angst steigt trotzdem, und Selbstberuhigung fällt ihr schwer (Schritt 2)

Aufgabe 21Lösung C (Neubewertung)

Restaurantbesitzer Lukas ist über eine schlechte Zeitungskritik gekränkt. Er möchte sein Restaurant langfristig erfolgreich machen.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – langfristig + hohe Kapazität

Begründung: Lukas ist gekränkt und möchte sein Restaurant langfristig erfolgreich machen, die Situation ist also langfristig. Eine Kapazitätsangabe fehlt, es gilt der Standard hoch. Keine Option verändert die Lage durch eine konkrete Handlung, daher entscheidet die Matrix: Bei langfristiger Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Wahl – Option C deutet die Kritik realistisch als nützliche Rückmeldung für die Weiterentwicklung der Speisekarte. Ablenkung (D) wirkt nur für einen Abend, Unterdrückung (A) lässt die Kränkung bestehen, und mit der Akzeptanz (B) verschenkt er die Chance, aus der Kritik zu lernen.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung – verbirgt die Kränkung nur, laut Matrix bei hoher Kapazität erst die letzte Wahl (Schritt 5)

B – Akzeptanz – nimmt die Kritik nur hin, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Ablenkung – wirkt nur kurzfristig, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 22Lösung C (Ablenkung)

Karl hat kurz vor dem Boarding große Flugangst, obwohl er weiß, dass Fliegen sehr sicher ist. Er möchte ruhiger werden, bevor er einsteigt.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) – Wissen um die Sicherheit hilft laut Text nicht, Zuspruch mit gleichem Inhalt ebenso wenig

Begründung: Laut Text weiß Karl bereits, dass Fliegen sehr sicher ist – seine Angst steigt trotzdem. Eine Neubewertung mit genau diesem Inhalt ist also schon gescheitert und scheidet aus; dasselbe gilt für den Zuspruch seiner Frau, der nur dasselbe Argument wiederholt. Das Ausmalen möglicher Turbulenzen ist Katastrophisieren und damit maladaptiv. Die Situation ist akut (Boarding in zehn Minuten), zur Kapazität steht nichts im Text, daher gilt hoch; laut Matrix ist Ablenkung richtig, und Option C lenkt seine Aufmerksamkeit mit dem Kreuzworträtsel wirksam auf etwas anderes.

Warum nicht die anderen:

A – Katastrophisieren ist maladaptiv und steigert die Angst weiter (Schritt 2)

B – Soziale Unterstützung mit demselben Argument wie die gescheiterte Neubewertung, wirkt laut Text ebenso wenig (Schritt 2)

D – Neubewertung – das Wissen um die Sicherheit des Fliegens hilft laut Text nicht, die Angst steigt trotzdem (Schritt 2)

Aufgabe 23Lösung A (Situationsveränderung)

Ein Apotheker ärgert sich, weil eine Praktikantin die Lieferung zum zweiten Mal falsch ins Lager einsortiert; bis Mittag ist noch Zeit. Er möchte, dass die Praktikantin das Lagersystem versteht.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – selbst erledigen untergräbt Lernziel, Handlungsziel mit Zeit

Begründung: Niklas verfolgt ein klares Handlungsziel: Die Praktikantin soll das Lagersystem verstehen. Bis Mittag bleibt Zeit, und er ist fit, die Kapazität ist also hoch. Option A erreicht das Ziel direkt, weil die Praktikantin das System an einem Beispiel erklärt bekommt und es gleich selbst anwendet. Option D behebt nur den Fehler, untergräbt aber das Lernziel; die Neubewertung (B) dämpft seinen Ärger, bewirkt aber nicht, dass die Praktikantin etwas lernt.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung beruhigt ihn zwar, bewirkt aber nicht, dass die Praktikantin das Lagersystem versteht (Schritt 3)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Situationsveränderung – selbst einsortieren untergräbt das Lernziel, die Praktikantin lernt dabei nichts (Schritt 2)

Aufgabe 24Lösung B (Ablenkung)

Die Juwelierverkäuferin Marlene ärgert sich über einen herablassenden Kunden, und man sieht ihr Ärger sofort an. Es ist ihr sehr wichtig, vor Kunden professionell zu wirken.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Unterdrückung ohne Fähigkeit raus, akut + hohe Kapazität → Ablenkung

Begründung: Marlene ist es sehr wichtig, vor Kunden professionell zu wirken, und die Situation ist akut. Unterdrückung wäre bei diesem Außenwirkungsziel grundsätzlich denkbar, setzt aber voraus, den Ärger verbergen zu können – laut Text sieht man ihr Ärger sofort an, Option D ist daher eine Wortlaut-Falle. Option C lässt den sichtbaren Ärger bestehen, und die Zurechtweisung des Kunden ist Ausagieren. Laut Matrix ist bei akuter Situation und hoher Kapazität Ablenkung richtig: Option B lenkt ihre Aufmerksamkeit auf die Ringe und hilft ihr so, professionell zu bleiben.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv und widerspricht dem professionellen Auftreten (Schritt 2)

C – Akzeptanz lässt den sichtbaren Ärger bestehen und schadet dem Ziel, professionell zu wirken (Schritt 3)

D – Unterdrückung setzt voraus, den Ärger verbergen zu können – laut Text sieht man ihn ihr sofort an; nennt das Ziel nur wörtlich (Schritt 2)

Aufgabe 25Lösung C (Situationsveränderung)

Bei Anästhesist Leon misslingt die Intubation, und die Sauerstoffsättigung des Patienten sinkt. Er möchte den Atemweg rasch und sicher sichern.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Leons Handlungsziel ist es, den Atemweg rasch und sicher zu sichern; die Lage ist akut, eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Das Katastrophisieren (D) ist maladaptiv und würde seine Angst nur steigern. Die Akzeptanz (B) scheidet aus, weil das unveränderte Wiederholen des gescheiterten Versuchs den Atemweg bei sinkender Sättigung nicht sichert. Nach System B führt nur Option C direkt zum Ziel: Die Maskenbeatmung sichert die Sauerstoffversorgung, und Videolaryngoskop und Unterstützung erhöhen die Chance auf eine sichere Intubation. Die Neubewertung (A) reguliert nur seine Angst und kostet in dieser zeitkritischen Lage wertvolle Sekunden.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung reguliert nur seine Angst und sichert den Atemweg nicht (Schritt 3)

B – Akzeptanz – unverändertes Wiederholen des gescheiterten Versuchs sichert den Atemweg bei sinkender Sättigung nicht (Schritt 3)

D – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Angst (Schritt 2)

Aufgabe 26Lösung C (Neubewertung)

Eine Frau ist enttäuscht, weil ihr Mann den Hochzeitstag vergessen hat; er steckt seit Wochen in einem anstrengenden Jobwechsel. Harmonie in ihrer Ehe ist ihr sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Ehe), Unterdrückung nie die beste Option

Begründung: Harmonie in ihrer Ehe ist der Frau sehr wichtig, es liegt also ein Beziehungsziel vor. Die Situation ist langfristig, zur Kapazität gibt es keine Angabe, daher gilt sie als hoch. Option C stützt sich auf den im Text genannten Jobwechsel, der ihren Mann seit Wochen stark beansprucht; diese realistische Neubewertung löst die Enttäuschung auf. Unterdrückung (A) lässt die Enttäuschung bestehen und belastet die Beziehung, und Ablenkung (B) verschiebt das Problem nur.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung lässt die Enttäuschung bestehen, bei einem Beziehungsziel nie die beste Option (Schritt 3)

B – Ablenkung – laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl, die Enttäuschung bleibt ungelöst (Schritt 5)

D – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 27Lösung D (Ablenkung)

Zugbegleiter Georg ist nach einer langen Schicht müde und ausgelaugt und ärgert sich über einen Fahrgast. Er hat fünfzehn Minuten Pause, dann steht noch die letzte Rückfahrt an.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Georg ist nach der zehnstündigen Schicht müde und ausgelaugt (niedrige Kapazität). Deshalb scheiden Neubewertung (A) und Unterdrückung (C) im Ausschlussfilter aus, und das Grübeln (B) ist maladaptiv und hält den Ärger am Leben. Der Vorfall ist zwar vorbei, doch in fünfzehn Minuten steht noch die Rückfahrt an – die Situation ist also nicht abgeschlossen, sondern akut. Laut Matrix ist bei akuter Situation und niedriger Kapazität Ablenkung die geeignete Strategie – Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Grübeln ist maladaptiv und hält den Ärger aufrecht (Schritt 2)

C – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 28Lösung A (Situationsveränderung)

Der Reisebus von Reiseleiter Andreas bleibt mit einem Motorschaden liegen, und die Gruppe wird unruhig. Er möchte so schnell wie möglich die Weiterreise organisieren.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Andreas hat ein klares Handlungsziel: Die Weiterreise der Gruppe soll so schnell wie möglich organisiert werden. Eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch), die Situation ist akut. Das Katastrophisieren (C) ist maladaptiv und steigert nur seine Anspannung. Nach System B führt allein Option A direkt zum Ziel, weil Andreas sofort einen Ersatzbus organisiert und die Gruppe informiert. Die Neubewertung (B) reguliert nur seine Anspannung, und mit der Akzeptanz (D) gibt er die Verantwortung ab und verzögert die Weiterreise.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung reguliert nur seine Anspannung und organisiert keine Weiterreise (Schritt 3)

C – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Anspannung (Schritt 2)

D – Akzeptanz – er wartet ab und gibt die Verantwortung ab, wodurch sich die Weiterreise verzögert (Schritt 3)

Aufgabe 29Lösung D (Situationsveränderung)

Julian ist nach einem Nachtdienst kognitiv ausgelaugt und ärgert sich, weil sein dreijähriger Sohn sich nicht anziehen will. Er möchte pünktlich und ohne Streit im Kindergarten sein.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – niedrige Kapazität, Handlungsziel → Situationsveränderung

Begründung: Julian ist nach dem Nachtdienst kognitiv ausgelaugt, seine Kapazität ist niedrig – Neubewertung und Unterdrückung kosten kognitive Ressourcen und scheiden aus. Schimpfen und Zwang sind Ausagieren und führen genau zu dem Streit, den er vermeiden will. Sein Ziel ist konkret: pünktlich und ohne Streit in den Kindergarten zu kommen. Option D erreicht dieses Handlungsziel direkt, weil die Wahlmöglichkeit und das kleine Spiel den Sohn zum Mitmachen bewegen, ohne dass Julian dafür viel Kraft aufwenden muss.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Ausagieren ist maladaptiv und führt genau zu dem Streit, den er vermeiden möchte (Schritt 2)

C – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 30Lösung D (Neubewertung)

Johannes ist enttäuscht, weil die Chorleiterin das Solo endgültig einem anderen Sänger gibt. Ihm vertraut sie dafür die anspruchsvolle Mittelstimme an, weil er sie am sichersten singt.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + hohe Kapazität

Begründung: Die Entscheidung der Chorleiterin ist endgültig – die Situation ist abgeschlossen. Johannes ist ausgeschlafen und gut gelaunt (hohe Kapazität). Da kein Ziel genannt ist, das eine der Optionen direkt erreicht, entscheidet die Matrix: Bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Strategie. Option D ist realistisch, weil sie sich auf eine Tatsache aus dem Text stützt: Die Chorleiterin hat ihm die anspruchsvolle Mittelstimme anvertraut, weil er sie am sichersten singt.

Warum nicht die anderen:

A – Vermeidung ist maladaptiv (Schritt 2)

B – Unterdrückung – laut Matrix bei hoher Kapazität die letzte Wahl, die Enttäuschung bleibt innerlich bestehen (Schritt 5)

C – Akzeptanz – laut Matrix bei abgeschlossener Situation nur bei niedriger Kapazität die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 31Lösung B (Neubewertung)

Ein Assistenzarzt schämt und ärgert sich, weil ihn die Oberärztin vor einer Patientin korrigiert; die Patientin schaut irritiert. Die Oberärztin ist für ihre gründliche Ausbildung bekannt, ein guter Draht zu ihr ist ihm wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – unrealistische Neubewertung raus, Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Ein guter Draht zur Oberärztin, die ihn noch lange ausbilden wird, ist dem Assistenzarzt wichtig; es geht um ein Beziehungsziel in einer langfristigen Situation. Er ist ausgeschlafen und belastbar, seine Kapazität ist hoch. Option B ist realistisch, weil die Oberärztin laut Text dafür bekannt ist, ihre Assistenten besonders gründlich auszubilden; so lösen sich Scham und Ärger auf. Option A nennt den guten Draht wörtlich, lässt die Gefühle aber bestehen, und Option C widerspricht dem Text, denn die Patientin hat irritiert reagiert.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung nennt den guten Draht nur wörtlich, Scham und Ärger bleiben und belasten das Verhältnis (Schritt 3)

C – Neubewertung ist unrealistisch, die Patientin hat laut Text irritiert reagiert (Schritt 2)

D – Vermeidung ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 32Lösung B (Situationsveränderung)

Pflegerin Marie ist für ihr Organisationstalent bekannt. Ihre Station ist heute stark unterbesetzt, und sie möchte, dass trotzdem alle dringenden Aufgaben erledigt werden.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Maries Handlungsziel ist, dass trotz Unterbesetzung alle dringenden Aufgaben bis Dienstende erledigt werden. Eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Das Katastrophisieren (C) ist maladaptiv, und die Neubewertung (D) lindert nur ihre Überforderung, ohne dass eine Aufgabe erledigt wird. Die Optionen B und A zielen beide auf das Abarbeiten der Aufgaben, daher entscheidet der Tiebreaker: Marie ist für ihr ausgeprägtes Organisationstalent bekannt, und Option B nutzt genau diese Stärke durch Überblick, Priorisierung und klare Aufteilung.

Warum nicht die anderen:

A – Situationsveränderung – zielt ebenfalls auf das Abarbeiten, nutzt aber ihr Organisationstalent nicht (Schritt 4)

C – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Überforderung (Schritt 2)

D – Neubewertung lindert nur ihre Überforderung und erledigt keine Aufgabe (Schritt 3)

Aufgabe 33Lösung A (Situationsveränderung)

Disponentin Pia ist am Ende einer langen Nachtschicht müde und erschöpft, als ein panischer Anrufer einen Atemstillstand meldet. Sie möchte ihn zur sofortigen Herzdruckmassage anleiten.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Pia ist am Ende der Nachtschicht müde und erschöpft (niedrige Kapazität), daher fällt die Neubewertung (B) im Ausschlussfilter weg. Die Vermeidung (C) ist maladaptiv und kostet den Anrufer wertvolle Sekunden. Entscheidend ist System B: Das Handlungsziel, den Anrufer sofort zur Herzdruckmassage anzuleiten, ist ausdrücklich genannt, und nur Option A erreicht es direkt. Die Ablenkung (D) läge laut Matrix bei niedriger Kapazität nahe, doch System B hat Vorrang, und in dieser akuten Lage hilft sie dem Patienten nicht.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Vermeidung ist maladaptiv, der Anrufer verliert durch die Übergabe wertvolle Zeit (Schritt 2)

D – Ablenkung reguliert nur Pias Anspannung und leitet den Anrufer nicht an (Schritt 3)

Aufgabe 34Lösung C (Situationsveränderung)

Eine Projektmanagerin ärgert sich, weil ein Kunde zwei Wochen vor dem Liefertermin die Anforderungen ändert. Sie muss den Termin halten und will, dass der Kunde zufrieden ist und ihr Team nicht überlastet wird.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – mehrere Ziele, nur eine Handlung erfüllt Termin, Kundenzufriedenheit und Teamschutz

Begründung: Viktoria verfolgt drei Ziele: den Liefertermin halten, den Kunden zufriedenstellen und ihr Team nicht überlasten. Mit zwei Wochen bleibt Zeit zum Handeln, und sie ist fit und ausgeschlafen. Option C erfüllt alle drei Ziele, weil eine gemeinsam vereinbarte Priorisierung den Termin sichert, auf die Wünsche des Kunden eingeht und das Team entlastet. Option A hält den Termin, überlastet aber das Team; Option D nennt die Kundenzufriedenheit wörtlich, gefährdet mit der pauschalen Zusage aber Termin und Team.

Warum nicht die anderen:

A – Situationsveränderung hält zwar den Termin, überlastet aber das Team und erfüllt damit weniger Ziele (Schritt 3)

B – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung nennt die Kundenzufriedenheit nur wörtlich, sichert aber weder den Liefertermin noch die Entlastung des Teams (Schritt 3)

Aufgabe 35Lösung B (Akzeptanz)

Gerhard ist nach einer anstrengenden Woche körperlich und geistig erschöpft, als ein Hagelsturm sein Gemüsebeet vollständig zerstört. Für eine neue Aussaat ist es zu spät.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Das Gemüsebeet ist vollständig zerstört, und für eine neue Aussaat ist es zu spät – die Situation ist abgeschlossen. Gerhard ist nach der anstrengenden Woche körperlich und geistig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die humorvolle Neubewertung A im Ausschlussfilter weg. Die Befürchtung, es werde nun jedes Jahr so kommen (C), ist Katastrophisieren und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option B.

Warum nicht die anderen:

A – Humor ist eine Form der Neubewertung, kostet kognitive Ressourcen und ist bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 36Lösung C (Ablenkung)

Ein gut vorbereiteter und ausgeruhter Mann wartet auf sein Vorsingen für eine Musical-Rolle, das in fünf Minuten beginnt. Seine Nervosität steigt.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität

Begründung: Das Vorsingen beginnt in fünf Minuten, und die Nervosität steigt gerade jetzt – die Situation ist akut. Der Mann ist ausgeschlafen und ausgeruht (hohe Kapazität); ein Ziel, nach außen besonders selbstsicher zu wirken, wird nicht genannt. Laut Matrix ist bei akuter Situation und hoher Kapazität deshalb Ablenkung die beste Strategie – Option C. Die Neubewertung D braucht Zeit zum Verarbeiten, und die Unterdrückung A ist ohne Außenwirkungsziel nicht angezeigt.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung – ohne Außenwirkungsziel laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

B – Vermeidung ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 37Lösung C (Situationsveränderung)

Livia fällt Smalltalk mit Unbekannten schwer. Beim Abendempfang eines Kongresses möchte sie Kontakte zu Forschungsgruppen knüpfen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) – fehlende Fähigkeit

Begründung: Livias Handlungsziel ist es, an diesem Abend Kontakte zu relevanten Forschungsgruppen zu knüpfen. Sie ist ausgeruht (hohe Kapazität), doch laut Text fällt ihr lockerer Smalltalk mit Unbekannten sehr schwer. Option D setzt genau diese fehlende Fähigkeit voraus und fällt im Ausschlussfilter weg; die Vermeidung (B) ist maladaptiv und verhindert jeden Kontakt. Die Neubewertung (A) lindert nur ihre Unsicherheit, knüpft aber keine Kontakte. Übrig bleibt Option C: Mit einer konkreten Fachfrage zu einem gehörten Vortrag gelingt der Einstieg ganz ohne Smalltalk.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung lindert nur ihre Unsicherheit, knüpft aber keine Kontakte (Schritt 3)

B – Vermeidung ist maladaptiv und verhindert jeden Kontakt (Schritt 2)

D – Situationsveränderung setzt lockeren Smalltalk voraus, der ihr laut Text sehr schwerfällt (Schritt 2)

Aufgabe 38Lösung D (Akzeptanz)

Simon ist am Ende eines Nachtdienstes völlig erschöpft, als eine Patientin, die er lange betreut hat, verstirbt. Für ihn gibt es nichts mehr zu tun, und er ist sehr traurig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Patientin ist verstorben, und für Simon gibt es nichts mehr zu tun – die Situation ist abgeschlossen. Nach dem langen Nachtdienst ist er völlig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb scheiden Neubewertung C und Unterdrückung B im Ausschlussfilter aus, da beide kognitive Ressourcen kosten. Das Verdrängen A ist maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Verdrängen ist maladaptiv (Schritt 2)

B – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 39Lösung D (Situationsveränderung)

Elenas ehemaliger Vermieter verweigert mit Verweis auf einen angeblichen Parkettschaden die Rückzahlung der Kaution. Sie möchte ihre Kaution zurückbekommen.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Elenas Handlungsziel ist die Rückzahlung ihrer Kaution; sie ist ausgeruht (hohe Kapazität) und hat heute Zeit, die Situation ist also noch veränderbar. Nach System B zählt die Wirkung: Nur Option D bringt sie dem Geld tatsächlich näher, weil sie Beweise vorlegt und eine klare Frist setzt. Option B nennt das Ziel wörtlich, doch durch bloßes Abwarten zahlt ein Vermieter, der sich bereits weigert, nicht – eine Wortlaut-Falle. Die Ablenkung (A) beruhigt sie nur, und mit der Akzeptanz (C) gibt sie ihr Ziel auf.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung reguliert nur ihren Ärger und bringt die Kaution nicht zurück (Schritt 3)

B – Neubewertung nennt das Ziel nur wörtlich, bewirkt aber nichts, da der Vermieter bereits ablehnt (Schritt 3)

C – Akzeptanz – sie gibt das Geld innerlich auf und damit ihr Ziel (Schritt 2)

Aufgabe 40Lösung C (Soziale Unterstützung)

Ein Notfallsanitäter und Teamleiter ist traurig, weil eine Reanimation bei einem Kind erfolglos war; seine beiden jungen Kollegen sind sichtlich mitgenommen.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Mitbetroffene, Verantwortung als Teamleiter

Begründung: Lorenz leitet das Team, und seine beiden jungen Kollegen sind nach dem erfolglosen Einsatz sichtlich mitgenommen; das Ziel ergibt sich implizit aus den Mitbetroffenen. Der Einsatz ist abgeschlossen, und Lorenz ist belastbar. Eine gemeinsame Nachbesprechung (C) gibt allen Raum, das Erlebte zu verarbeiten, und wird damit seiner Verantwortung für das Team gerecht. Die Neubewertung (D) wäre zwar realistisch, entlastet aber nur ihn selbst; Unterdrückung (A) nimmt den Kollegen den Austausch.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung – die mitbetroffenen Kollegen bekommen keinen Raum für ihre Trauer (Schritt 3)

B – Verdrängen ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung entlastet nur ihn selbst, die mitbetroffenen Kollegen bleiben mit ihrer Trauer allein (Schritt 3)

Aufgabe 41Lösung A (Ablenkung)

Majas Katze wird gerade operiert, und Maja muss etwa zwanzig Minuten im Wartezimmer ausharren, ohne etwas tun zu können. Ihre Sorge und Angst wachsen mit jeder Minute.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität

Begründung: Die Operation läuft gerade, Maja kann nichts tun, und ihre Angst steigt von Minute zu Minute – die Situation ist akut. Zur Kapazität gibt es keine Angaben, sie gilt daher als hoch; ein Ziel, nach außen gefasst zu wirken, wird nicht genannt. Laut Matrix ist bei akuter Situation und hoher Kapazität Ablenkung die beste Strategie – Option A, bei der sie ihre Aufmerksamkeit ganz auf ein anderes Thema lenkt. Die Neubewertung D braucht Zeit zum Verarbeiten, die in der akuten Lage fehlt.

Warum nicht die anderen:

B – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Unterdrückung – ohne Außenwirkungsziel laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Neubewertung – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 42Lösung D (Ablenkung)

Johanna ist nach einem 24-Stunden-Dienst völlig erschöpft und ärgert sich auf der 30-minütigen Heimfahrt über die Beschwerde eines Angehörigen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Tiebreaker (Schritt 4) – Aufwand

Begründung: Johanna ist nach dem 24-Stunden-Dienst völlig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung B im Ausschlussfilter weg, weil sie kognitive Ressourcen erfordert. Während der Fahrt kann sie an der Beschwerde nichts ändern; bei niedriger Kapazität ist laut Matrix Ablenkung die geeignete Strategie. Mit D und C bleiben zwei Ablenkungen übrig. Den Ausschlag gibt der Aufwand: Das schwierigste Sudoku verlangt viel Konzentration, während ruhige Musik und der Blick aus dem Fenster kaum Kraft kosten – daher Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Ablenkung, aber kognitiv sehr aufwendig und daher bei niedriger Kapazität weniger geeignet (Schritt 4)

Aufgabe 43Lösung C (Ablenkung)

Erik ist nach einem Kreuzbandriss seit Monaten in einer langwierigen Reha und dabei müde und ausgelaugt. Er ist frustriert, weil er nicht spielen kann, und möchte nicht den Mut verlieren.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Erik ist durch Reha und Vollzeitjob müde und ausgelaugt, seine Kapazität ist also niedrig. Damit fallen Neubewertung (D) und Unterdrückung (A) im Ausschlussfilter weg, weil beide kognitive Ressourcen kosten. Sein Ziel, nicht den Mut zu verlieren, betrifft seine eigene Stimmung und wird durch keine konkrete Handlung direkt erreicht, daher entscheidet die Matrix. Die Reha dauert noch ein halbes Jahr (langfristig), und bei niedriger Kapazität ist Ablenkung die geeignete Strategie – Option C. Akzeptanz (B) ist laut Matrix für abgeschlossene Situationen vorgesehen und hier nur Fallback.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Akzeptanz – bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor, Akzeptanz erst im Fallback danach (Schritt 5)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 44Lösung D (Ablenkung)

Die Ärztin Miriam ärgert sich über einen Patienten, der sie beschimpft hat und gegangen ist. Nach dem Streit gelingt es ihr nicht mehr, die Situation aus seiner Sicht zu sehen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Fallback: abgeschlossen + hohe Kapazität, Neubewertung gestrichen → Ablenkung

Begründung: Der Streit ist vorbei und der Patient kommt nicht wieder, die Situation ist also abgeschlossen. Zur Kapazität steht nichts im Text, daher gilt hoch – laut Matrix wäre Neubewertung die erste Wahl. Doch laut Text gelingt es Miriam nicht mehr, die Situation aus der Sicht des Patienten zu sehen, daher scheidet Option C aus; die lautstarke Beschwerde ist Ausagieren. Im Fallback bei hoher Kapazität folgt auf die Neubewertung die Situationsveränderung (nicht angeboten) und dann die Ablenkung: Option D lenkt ihre Aufmerksamkeit auf den wartenden Patienten und geht damit der Akzeptanz vor.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz – im Fallback bei hoher Kapazität erst nach der Ablenkung vorgesehen (Schritt 5)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Neubewertung aus Sicht des Patienten gelingt ihr laut Text nicht mehr (Schritt 2)

Aufgabe 45Lösung A (Neubewertung)

Eine Lehrerin ärgert sich, weil eine Mutter in der Sprechstunde heftig die Note ihres Sohnes kritisiert; der Sohn braucht die Note für die Aufnahme an eine weiterführende Schule. Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist ihr sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Martina ist eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig, ein Beziehungsziel, und das Schuljahr läuft noch einige Monate. Sie ist ausgeruht und fit, die Kapazität ist hoch. Option A ist eine realistische Neubewertung, denn laut Text braucht der Sohn die Note für die Aufnahme an eine weiterführende Schule – die heftige Kritik entspringt der Sorge der Mutter. Option B nennt die Zusammenarbeit wörtlich, doch der unterdrückte Ärger bleibt und belastet das Verhältnis. Akzeptanz (C) gibt die Zusammenarbeit vorschnell auf.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung nennt die Zusammenarbeit nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet das Verhältnis zur Mutter (Schritt 3)

C – Akzeptanz passt nicht, die Situation ist nicht abgeschlossen und das Abfinden mit fehlendem Verständnis schadet der Zusammenarbeit (Schritt 3)

D – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 46Lösung B (Akzeptanz)

Eine erschöpfte Physiotherapeutin erfährt am Ende eines langen Arbeitstages, dass ein monatelang betreuter Patient die Therapie abgebrochen hat und ins Ausland gezogen ist. Sie ist enttäuscht.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Der Patient hat die Therapie abgebrochen und ist ins Ausland gezogen, an seiner Entscheidung lässt sich nichts mehr ändern – die Situation ist abgeschlossen. Die Physiotherapeutin ist nach dem langen Arbeitstag erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb scheiden Neubewertung A und Unterdrückung D im Ausschlussfilter aus, weil beide kognitive Ressourcen kosten. Das lange Überlegen, ob sie etwas falsch gemacht hat (C), ist Grübeln und damit maladaptiv. Laut Matrix bleibt bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz – Option B.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 47Lösung C (Situationsveränderung)

Jan ist für sein hervorragendes Improvisieren bekannt. Beim Konzert fallen ihm mitten im Stück die Noten herunter, und er möchte das Stück ohne Unterbrechung beenden.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Jans Handlungsziel ist es, das Stück ohne Unterbrechung zu Ende zu bringen; die Situation ist akut, eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Die Unterdrückung (A) scheidet aus, weil er das Stück unterbricht und neu beginnt, was dem Ziel direkt schadet, und die Neubewertung (B) beruhigt ihn nur innerlich. Die Optionen C und D ermöglichen beide ein Weiterspielen, daher entscheidet der Tiebreaker. Jan ist für sein hervorragendes Improvisieren bekannt – Option C nutzt genau diese Stärke und führt das Stück rund zu Ende.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung – er unterbricht das Stück und schadet damit direkt dem Ziel (Schritt 2)

B – Neubewertung beruhigt ihn nur innerlich und hält das Stück nicht am Laufen (Schritt 3)

D – Situationsveränderung – ermöglicht ebenfalls ein Weiterspielen, nutzt aber sein Improvisationstalent nicht (Schritt 4)

Aufgabe 48Lösung B (Akzeptanz)

Noemi ist nach einer langen Prüfungsphase kognitiv ausgelaugt, als sie durch einen Wasserschaden am Handy alle Fotos ihrer letzten Reise unwiederbringlich verliert. Sie ist traurig und verärgert.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Fotos sind ohne Sicherung unwiederbringlich verloren – die Situation ist abgeschlossen und nicht mehr änderbar. Noemi ist nach der Prüfungsphase kognitiv völlig ausgelaugt (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung D im Ausschlussfilter weg. Die Selbstvorwürfe C sind maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option B; die Ablenkung A ist hier nicht die beste Wahl.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

C – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 49Lösung B (Soziale Unterstützung)

Der Familienhund wurde überfahren, die ganze Familie ist traurig. Der Vater fühlt sich für seine Familie verantwortlich.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Mitbetroffene, Verantwortung als Vater, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Die ganze Familie trauert um den Hund, und der Vater trägt Verantwortung für seine Kinder; das Ziel ergibt sich implizit aus den Mitbetroffenen. Der Verlust ist abgeschlossen, zur Kapazität gibt es keine Angabe. Gemeinsames Erinnern und Trauern (B) hilft allen, den Verlust zu verarbeiten. Option A nennt das Verkraften des Verlusts wörtlich, zeigt den Kindern aber, dass Trauer versteckt werden muss, und lässt sie damit allein; Ablenkung (C) übergeht die Trauer nur.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, die mitbetroffene Familie bekommt keinen gemeinsamen Raum für ihre Trauer (Schritt 3)

C – Ablenkung übergeht die Trauer der Mitbetroffenen, statt sie gemeinsam zu verarbeiten (Schritt 3)

D – Verdrängen ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 50Lösung A (Situationsveränderung)

Hebamme Frida betreut eine Gebärende, die in der letzten Geburtsphase in Panik gerät, während die Herztöne des Kindes abfallen. Sie möchte die Frau wieder zur Mitarbeit anleiten, damit das Kind rasch und sicher geboren wird.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Fridas Handlungsziel ist es, die Gebärende wieder zur Mitarbeit anzuleiten, damit das Kind rasch und sicher geboren wird; sie ist ausgeschlafen (hohe Kapazität), die Lage ist akut. Nach System B zählt die Wirkung: Nur Option A leitet die Frau durch Blickkontakt, ruhige Ansprache und konkrete Atemanleitung tatsächlich an. Option B nennt das Ziel zwar wörtlich, doch das bloße Verbergen der eigenen Anspannung leitet die Frau nicht an – eine typische Wortlaut-Falle. Neubewertung (D) und Ablenkung (C) regulieren nur Fridas eigene Anspannung und kosten bei sinkenden Herztönen Zeit.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, bewirkt aber keine Anleitung und damit keine Mitarbeit (Schritt 3)

C – Ablenkung reguliert nur Fridas eigene Anspannung und verändert die Lage der Gebärenden nicht (Schritt 3)

D – Neubewertung reguliert nur Fridas eigene Anspannung und leitet die Frau nicht an (Schritt 3)

Aufgaben 51–100

Aufgabe 51Lösung D (Akzeptanz)

Finn ist nach seinem Umzugstag völlig erschöpft und entdeckt, dass die geerbte Vase seiner Großmutter irreparabel zerbrochen ist. Er ist sehr traurig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Vase ist zerbrochen und nicht mehr zu reparieren – die Situation ist abgeschlossen. Finn ist nach dem Umzugstag völlig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung B im Ausschlussfilter weg. Die Selbstvorwürfe A sind maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option D; das Auspacken der Kisten C ist Ablenkung und hier nicht die beste Wahl.

Warum nicht die anderen:

A – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 52Lösung B (Ablenkung)

Charlotte steckt allein im Aufzug fest, der Techniker kommt in etwa 20 Minuten. Obwohl sie ausgeruht ist, bekommt sie Angst.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität

Begründung: Charlotte steckt jetzt im Aufzug fest, und ihre Angst steigt gerade – die Situation ist akut. Sie ist ausgeschlafen und ausgeruht (hohe Kapazität). Laut Matrix ist bei akuter Situation und hoher Kapazität Ablenkung die beste Strategie: Option B lenkt ihre Aufmerksamkeit vollständig auf ein anderes, angenehmes Thema. Die Neubewertung C braucht Zeit zum Verarbeiten, und die Akzeptanz D ist laut Matrix in dieser Lage nachrangig.

Warum nicht die anderen:

A – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Neubewertung – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Akzeptanz – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nachrangig, Ablenkung geht vor (Schritt 5)

Aufgabe 53Lösung C (Neubewertung)

Einem Mieter wurde wegen Eigenbedarfs gekündigt, in sechs Monaten muss er ausziehen, und er ist wütend. Laufen macht ihn erfahrungsgemäß noch wütender.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Laufen wirkt laut Text nicht, langfristig + hohe Kapazität → Neubewertung

Begründung: Der Mieter ist gut erholt und belastbar (hohe Kapazität), bis zum Auszug bleiben sechs Monate (langfristig). Laut Text macht ihn Laufen noch wütender, weil er dabei weitergrübelt – Option A wirkt also nicht. Die wütende E-Mail ist Ausagieren und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei langfristiger Situation und hoher Kapazität Neubewertung die beste Strategie, Unterdrückung kommt erst zuletzt; Option C ist realistisch, weil ihm die Wohnungssuche laut Text ermöglicht, näher an seinen Arbeitsplatz zu ziehen.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung durch Laufen macht ihn laut Text nur noch wütender (Schritt 2)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung – laut Matrix-Fallback bei hoher Kapazität zuletzt, Neubewertung geht vor (Schritt 5)

Aufgabe 54Lösung A (Neubewertung)

Start-up-Gründerin Laura ist enttäuscht, weil ihr wichtigster Investor kurz vor Vertragsabschluss abspringt. Sie ist belastbar, voller Energie und möchte ihr Unternehmen langfristig zum Erfolg führen.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – langfristig + hohe Kapazität

Begründung: Laura ist ausgeschlafen und belastbar (hohe Kapazität), und ihr Ziel, das Unternehmen zum Erfolg zu führen, ist langfristig. Das Katastrophisieren (D) ist maladaptiv und würde ihre Enttäuschung nur verstärken. Keine Option verändert die Lage durch eine konkrete Handlung, daher entscheidet die Matrix: Bei langfristiger Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Wahl – Option A deutet die Absage realistisch als Lernerfahrung für künftige Verhandlungen. Ablenkung (C) wirkt nur für einen Abend, und Unterdrückung (B) lässt die Enttäuschung bestehen.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung – verbirgt die Enttäuschung nur, laut Matrix bei hoher Kapazität erst die letzte Wahl (Schritt 5)

C – Ablenkung – wirkt nur kurzfristig, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Enttäuschung (Schritt 2)

Aufgabe 55Lösung B (Situationsveränderung)

Severin ist nach einem heftigen Streit über den Dienstplan wütend auf einen Kollegen und kann dessen Sicht nicht nachvollziehen. Eine gute Zusammenarbeit mit ihm ist Severin sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – Perspektivwechsel fehlt, Beziehungsziel → keine Unterdrückung, Gespräch löst den Konflikt

Begründung: Severin ist eine gute Zusammenarbeit mit seinem Kollegen sehr wichtig – ein Beziehungsziel, und die beiden arbeiten noch Jahre zusammen (langfristig). Laut Text kann er die Sicht seines Kollegen gerade überhaupt nicht nachvollziehen, daher scheidet die Neubewertung aus dessen Perspektive in Option A aus. Option D nennt das Ziel zwar wörtlich, doch Unterdrückung lässt den Ärger bestehen und schadet der Beziehung langfristig; die wütende Nachricht ist Ausagieren. Option B löst den eigentlichen Konflikt um den Dienstplan in einem ruhigen Gespräch und erhält so die gute Zusammenarbeit.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung aus Sicht des Kollegen setzt den Perspektivwechsel voraus, den er laut Text gerade nicht leisten kann (Schritt 2)

C – Ausagieren ist maladaptiv und belastet die Zusammenarbeit (Schritt 2)

D – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich – der Ärger bleibt und schadet dem Beziehungsziel (Schritt 3)

Aufgabe 56Lösung D (Ablenkung)

Intensivmedizinerin Patricia ist nach Wochen der Überlastung körperlich und psychisch erschöpft und frustriert. Die Lage wird sich erst in einigen Wochen entspannen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Patricia ist körperlich und psychisch erschöpft (niedrige Kapazität), und die Überlastung wird noch Wochen andauern (langfristig). Neubewertung (B) und Unterdrückung (C) kosten kognitive Ressourcen und scheiden im Ausschlussfilter aus. Ihr Ziel, die Freude am Beruf zu bewahren, wird durch keine konkrete Handlung direkt erreicht, daher entscheidet die Matrix. Bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität ist Ablenkung die geeignete Strategie – Option D; Akzeptanz (A) ist laut Matrix für abgeschlossene Situationen vorgesehen.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz – bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor, Akzeptanz erst danach; sich einfach abzufinden bewahrt zudem die Freude am Beruf nicht (Schritt 5)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen und würde sie zusätzlich Kraft kosten, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 57Lösung A (Ablenkung)

Tamara ist nach zehn Stunden Dienst erschöpft und ärgert sich über eine unfaire Bemerkung einer Kollegin. Für ihre 15-minütige Pause steht ihr ein kleiner Garten mit einem Futterhaus zur Verfügung.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Tamara ist nach zehn Stunden Dienst völlig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung C bereits im Ausschlussfilter weg, weil sie kognitive Ressourcen erfordert. Der Ärger ist akut, und laut Matrix ist in dieser Lage Ablenkung die geeignete Strategie. Mit A und B bleiben zwei Ablenkungen übrig. Den Ausschlag gibt der Text-Anker: Der Garten, in dem sie gern die Vögel am Futterhaus beobachtet, ist eine im Text genannte Ressource – daher Option A.

Warum nicht die anderen:

B – Ablenkung ohne Bezug zur im Text genannten Ressource (Garten mit Futterhaus) (Schritt 4)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 58Lösung B (Akzeptanz)

Ingrid ist nach einer Grippe noch sehr erschöpft, als ihre Enkelkinder den Weihnachtsbesuch endgültig absagen. Sie ist sehr traurig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Enkelkinder haben den Besuch endgültig abgesagt, die Flüge sind gebucht – an der Entscheidung ist nichts mehr zu ändern, die Situation ist abgeschlossen. Ingrid ist nach der Grippe noch sehr erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung D im Ausschlussfilter weg. Weihnachten ganz ausfallen zu lassen (C) ist Vermeidung und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option B; das aufwendige Keksbacken A würde sie zudem noch mehr erschöpfen.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität nicht die beste Wahl, zudem sehr aufwendig (Schritt 5)

C – Vermeidung ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 59Lösung A (Neubewertung)

Eine fitte Hobbyläuferin verpasst beim Stadtlauf knapp den erhofften Podestplatz, läuft dabei aber persönliche Bestzeit. Sie ist sehr enttäuscht.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + hohe Kapazität

Begründung: Das Rennen ist vorbei, das Ergebnis steht fest – die Situation ist abgeschlossen. Die Läuferin ist fit und klar im Kopf (hohe Kapazität). Ein Ziel, das eine der Optionen direkt erreicht, ist nicht genannt, deshalb entscheidet die Matrix: Bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Strategie. Option A ist realistisch, weil sie sich auf eine Tatsache aus dem Text stützt, nämlich ihre persönliche Bestzeit.

Warum nicht die anderen:

B – Akzeptanz – laut Matrix bei abgeschlossener Situation nur bei niedriger Kapazität die beste Wahl (Schritt 5)

C – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 60Lösung B (Situationsveränderung)

Tobias ist als besonders geduldiger Fahrlehrer bekannt. Seine Fahrschülerin würgt beim Anfahren am Berg immer wieder den Motor ab und will aufgeben; er möchte, dass sie weiterübt und die Stunde mit einem Erfolgserlebnis beendet.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Tobias verfolgt ein Handlungsziel: Die Fahrschülerin soll weiterüben und die Stunde mit einem Erfolgserlebnis beenden; eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Die Akzeptanz (C) scheidet aus, weil er die Stunde abbricht und das Ziel damit verfehlt, und die Neubewertung (D) beruhigt nur ihn selbst. Die Optionen B und A führen beide zum Ziel, daher entscheidet der Tiebreaker. Tobias ist für seine außergewöhnliche Geduld bekannt – Option B nutzt genau diese Stärke, indem er ruhig erklärt und sie so lange üben lässt, bis das Anfahren am Berg gelingt.

Warum nicht die anderen:

A – Situationsveränderung – erreicht das Ziel ebenfalls, nutzt aber seine im Text genannte Geduld nicht (Schritt 4)

C – Akzeptanz – er beendet die Stunde vorzeitig und schadet damit direkt dem Ziel (Schritt 2)

D – Neubewertung reguliert nur seinen eigenen Ärger und bringt die Fahrschülerin nicht zum Weiterüben (Schritt 3)

Aufgabe 61Lösung D (Neubewertung)

Ein Kunde storniert die große Küchenbestellung einer Verkaufsberaterin endgültig, kündigt aber an, sie weiterzuempfehlen. Sie ärgert sich und ist enttäuscht.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + hohe Kapazität

Begründung: Der Kunde hat die Bestellung endgültig storniert – die Situation ist abgeschlossen. Zur Kapazität gibt es keine Angaben, sie gilt daher als hoch. Ein Ziel, das eine Option direkt erreicht, ist nicht genannt, deshalb entscheidet die Matrix: Bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Strategie – Option D. Sie ist realistisch, weil sich der Kunde ausdrücklich für die Beratung bedankt und eine Weiterempfehlung angekündigt hat.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

B – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

C – Akzeptanz – laut Matrix bei abgeschlossener Situation nur bei niedriger Kapazität die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 62Lösung B (Ablenkung)

Lucia ist kurz vor ihrer praktischen Fahrprüfung sehr nervös und kann sich nur schwer selbst beruhigen. Jeden Morgen löst sie gern ein Worträtsel auf dem Handy.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Selbstberuhigung fällt schwer, akut + hohe Kapazität → Ablenkung

Begründung: Laut Text fällt es Lucia schwer, sich selbst zu beruhigen, daher scheidet die beruhigende Neubewertung in Option C aus. Das Durchgehen möglicher Fehler ist Grübeln und damit maladaptiv. Die Prüfung beginnt in wenigen Minuten, die Situation ist also akut; zur Kapazität steht nichts im Text, daher gilt hoch. Laut Matrix ist bei akuter Situation Ablenkung vor Akzeptanz zu wählen, und Option B nutzt mit dem Worträtsel eine im Text genannte Ressource.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl, Ablenkung geht vor (Schritt 5)

C – Neubewertung als Selbstberuhigung – genau das fällt ihr laut Text schwer (Schritt 2)

D – Grübeln ist maladaptiv und steigert die Nervosität (Schritt 2)

Aufgabe 63Lösung C (Situationsveränderung)

Eine Mutter ist enttäuscht und besorgt, weil ihre 22-jährige Tochter überlegt, das Jusstudium im fünften Semester abzubrechen; entscheiden will die Tochter erst im Sommer. Sie möchte die gute Beziehung erhalten und wünscht sich, dass die Tochter gut informiert entscheidet.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – mehrere Ziele, Handlung erfüllt Beziehungsziel und informierte Entscheidung

Begründung: Die Mutter hat zwei ausdrücklich genannte Ziele: die gute Beziehung zu ihrer Tochter erhalten und eine gut informierte Entscheidung ermöglichen. Die Entscheidung fällt erst im Sommer, es bleibt also Zeit, und zur Kapazität gibt es keine Angabe. Option C erfüllt beide Ziele: Echtes Interesse an den Gründen stärkt die Beziehung, die Studienberatung sorgt für fundierte Informationen. Die Neubewertung (B) schützt zwar die Beziehung, erreicht aber das zweite Ziel nicht und erfüllt damit weniger Ziele.

Warum nicht die anderen:

A – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

B – Neubewertung erfüllt nur das Beziehungsziel, trägt aber nichts zu einer gut informierten Entscheidung bei (Schritt 3)

D – Unterdrückung schadet dem Beziehungsziel und führt zu keiner informierten Entscheidung (Schritt 3)

Aufgabe 64Lösung D (Situationsveränderung)

Oberarzt Clemens entdeckt einen folgenlosen Verordnungsfehler eines Assistenzarztes und ärgert sich. Er möchte den Fehler so besprechen, dass der junge Kollege daraus lernt und weiterhin Fragen stellt.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Clemens verfolgt ein Handlungsziel: Der Assistenzarzt soll aus dem Fehler lernen und sich weiterhin trauen, nachzufragen; eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch), und für das Gespräch bleibt Zeit. Option B nennt das Ziel wörtlich, doch weil Clemens die Verordnung stillschweigend selbst korrigiert, kann der junge Kollege nichts lernen – das untergräbt das Lernziel und ist eine Wortlaut-Falle. Nach System B führt nur Option D direkt zum Ziel: Das sachliche Vier-Augen-Gespräch ermöglicht das Lernen, die Ermutigung senkt die Hemmschwelle für Fragen. Neubewertung (A) und Ablenkung (C) betreffen nur seinen eigenen Ärger.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung reguliert nur seinen Ärger und ersetzt die Besprechung nicht (Schritt 3)

B – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich; wer den Fehler stillschweigend selbst korrigiert, verhindert das Lernen (Schritt 2)

C – Ablenkung reguliert nur seinen Ärger, der Fehler wird nicht besprochen (Schritt 3)

Aufgabe 65Lösung B (Neubewertung)

Eine Medizinstudentin ist zum zweiten Mal bei der Anatomieprüfung durchgefallen und enttäuscht. Der Prüfer hat ihr ihre Lücken bei den Hirnnerven gezeigt, der nächste Antritt ist in zwei Monaten.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – unrealistische Neubewertung raus, langfristig + hohe Kapazität → Neubewertung

Begründung: Die Studentin ist gut erholt und belastbar (hohe Kapazität), der nächste Antritt ist erst in zwei Monaten (langfristig). Option C widerspricht dem Text, denn der Prüfer hat ihr die Lücken bei den Hirnnerven in der Einsichtnahme ausführlich belegt; die Selbstvorwürfe sind maladaptiv. Laut Matrix ist bei langfristiger Situation und hoher Kapazität Neubewertung die beste Strategie, nicht Ablenkung. Option B ist realistisch, weil sie ihre Lücken jetzt genau kennt und die verbleibende Zeit gezielt nutzen kann.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

C – Unrealistische Neubewertung – der Prüfer hat ihr die Lücken laut Text in der Einsichtnahme ausführlich belegt (Schritt 2)

D – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 66Lösung D (Unterdrückung)

Kevin wird bei einer Gruppendiskussion im Assessment-Center von einem Mitbewerber unterbrochen und wird nervös und ärgerlich. Er möchte vor den Beobachtern auf keinen Fall unsicher wirken.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität, Ziel Außenwirkung

Begründung: Die Unterbrechung geschieht mitten in der Gruppendiskussion, Kevin muss sofort reagieren – die Situation ist akut. Er ist ausgeschlafen (hohe Kapazität), und sein Ziel betrifft ausdrücklich die Außenwirkung: Er möchte vor den Beobachtern auf keinen Fall unsicher wirken. In diesem Sonderfall ist laut Matrix Unterdrückung die beste Strategie – Option D, bei der er nach außen ruhig bleibt und seinen Punkt souverän zu Ende bringt. Die Akzeptanz B würde seine Nervosität sichtbar machen und dem Ziel schaden.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – lenkt ihn von der Diskussion ab und sichert die Außenwirkung nicht, hier ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

B – Akzeptanz macht die Nervosität sichtbar und schadet dem Ziel, sicher zu wirken (Schritt 2)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 67Lösung C (Ablenkung)

Eine Studentin wartet nervös auf ihr Prüfungsergebnis, das in zehn Minuten veröffentlicht wird. Auf ihrem Laptop ist eine Comedyserie geöffnet, die sie sehr schätzt.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Am Ergebnis kann die Studentin nichts mehr ändern, und ihre Nervosität steigt gerade jetzt, kurz vor der Veröffentlichung – die Situation ist akut. Zur Kapazität gibt es keine Angaben, sie gilt daher als hoch; laut Matrix ist in dieser Lage Ablenkung am wirksamsten. Sowohl C als auch A sind Ablenkungen. Entscheidend ist der Text-Anker: Die Comedyserie, die sie sehr schätzt, wird ausdrücklich erwähnt und fesselt ihre Aufmerksamkeit am besten – daher Option C.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung ohne Bezug zur im Text genannten Ressource (Comedyserie), daher schwächer (Schritt 4)

B – Neubewertung – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 68Lösung B (Situationsveränderung)

Ein Handwerker kommt drei Stunden zu spät zu Carla, die sich dafür freigenommen hat. Sie möchte, dass die dringende Reparatur heute noch erledigt wird.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Carla verfolgt ein klares Handlungsziel: Die Reparatur soll heute noch erledigt werden, und dafür ist noch Zeit. Sie ist gut ausgeruht (hohe Kapazität), sodass im Ausschlussfilter keine Strategie wegen fehlender Ressourcen wegfällt. Nach System B zählt die Wirkung: Nur Option B sorgt dafür, dass der Handwerker sofort die undichte Stelle sieht und die Dringlichkeit kennt. Option A nennt das Ziel wörtlich, verbirgt aber nur ihren Ärger und bewirkt nichts für die Reparatur – eine Wortlaut-Falle. Die Neubewertung (C) reguliert nur ihren Ärger, und mit der Akzeptanz (D) unternimmt sie gar nichts.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, bewirkt aber nichts für die Reparatur (Schritt 3)

C – Neubewertung reguliert nur den Ärger und trägt nichts zur Reparatur bei (Schritt 3)

D – Akzeptanz – sie nimmt die Verspätung hin und unternimmt nichts, damit die Reparatur heute erledigt wird (Schritt 3)

Aufgabe 69Lösung C (Neubewertung)

Assistenzärztin Paula ist frustriert, weil ihr Oberarzt nie lobt. Sie ist ausgeruht und belastbar und steht am Anfang einer mehrjährigen Ausbildung.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – langfristig + hohe Kapazität

Begründung: Paula ist ausgeruht und belastbar (hohe Kapazität), und die sechsjährige Facharztausbildung ist eine langfristige Herausforderung. Das Grübeln (D) ist maladaptiv und verstärkt ihre Selbstzweifel. Ihr Ziel, motiviert zu bleiben, wird durch keine konkrete Handlung direkt erreicht, daher entscheidet die Matrix: Bei langfristiger Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Wahl – Option C. Diese Neubewertung ist realistisch, denn laut Text äußert sich der Oberarzt nur, wenn etwas nicht passt. Ablenkung (B) wirkt nur kurzfristig, und Unterdrückung (A) lässt den Frust über Jahre bestehen.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung – verbirgt den Frust nur, laut Matrix bei hoher Kapazität erst die letzte Wahl (Schritt 5)

B – Ablenkung – wirkt nur kurzfristig, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Grübeln ist maladaptiv und verstärkt die Selbstzweifel (Schritt 2)

Aufgabe 70Lösung B (Neubewertung)

Antonia erfährt eine Woche vor der Hochzeit ihrer Schwester, bei der sie Trauzeugin ist, dass ihr Ex-Partner als Gast kommt. Man sieht ihr jede Emotion sofort an.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – Unterdrückung ohne Fähigkeit raus, nur Neubewertung sichert das Ziel

Begründung: Antonia möchte, dass die Hochzeit ihrer Schwester ungetrübt bleibt. Da man ihr laut Text jede Emotion sofort ansieht, kann sie ihre Gefühle nicht verbergen – Option C scheidet aus. Die Absage als Trauzeugin ist Vermeidung und damit maladaptiv, und Option A lässt die Traurigkeit bestehen, die man ihr am Hochzeitstag ansehen würde. Bis zur Hochzeit bleibt eine Woche, Antonia ist belastbar, und die realistische Neubewertung in Option B löst ihre Traurigkeit auf, sodass der Tag ungetrübt bleiben kann.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz lässt die sichtbare Traurigkeit bestehen und gefährdet so die ungetrübte Hochzeit (Schritt 3)

C – Unterdrückung setzt voraus, Gefühle verbergen zu können – laut Text sieht man ihr jede Emotion sofort an (Schritt 2)

D – Vermeidung ist maladaptiv und würde die Hochzeit ihrer Schwester zusätzlich belasten (Schritt 2)

Aufgabe 71Lösung D (Akzeptanz)

Ein Mann verpasst nach einem erschöpfenden 12-Stunden-Tag auf der Baustelle um eine Minute den letzten direkten Zug. Er muss eine Stunde auf eine Verbindung mit Umstieg warten und ärgert sich.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Der Zug ist abgefahren, daran lässt sich nichts mehr ändern – die Situation ist abgeschlossen. Nach dem 12-Stunden-Tag ist der Mann körperlich wie geistig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fallen Neubewertung B und Unterdrückung A im Ausschlussfilter weg, weil beide kognitive Ressourcen kosten. Die lautstarke Beschwerde C ist Ausagieren und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 72Lösung C (Ablenkung)

Ein kognitiv ausgelaugter Landwirt macht sich nach einer Dürre-Missernte monatelang finanzielle Sorgen. Sonntags geht er gern mit seinen Kindern fischen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität, langfristig → Ablenkung

Begründung: Der Landwirt ist körperlich und kognitiv völlig ausgelaugt, seine Kapazität ist also niedrig. Neubewertung und Unterdrückung kosten kognitive Ressourcen und scheiden deshalb aus; das nächtliche Durchrechnen des schlimmsten Falls ist Katastrophisieren und maladaptiv. Die Sorgen begleiten ihn noch Monate, die Situation ist langfristig. Laut Matrix ist bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität Ablenkung richtig – Option C nutzt dafür das im Text genannte Fischen mit seinen Kindern.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Sorgen (Schritt 2)

Aufgabe 73Lösung B (Neubewertung)

Sebastian ist topfit, aber frustriert, weil sein Schlaganfallpatient seit Monaten kaum Fortschritte macht. Die Therapie läuft noch mehrere Monate, und er möchte motiviert bleiben.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – langfristig + hohe Kapazität

Begründung: Sebastian ist nach dem Urlaub topfit (hohe Kapazität), eine fehlende Fähigkeit wird nicht genannt. Die Akzeptanz (C) scheidet im Ausschlussfilter aus, weil er damit nichts mehr von der Therapie erwartet und genau die Motivation verliert, die er erhalten möchte. Sein Ziel betrifft die eigene Motivation und wird durch keine konkrete Handlung direkt erreicht, daher entscheidet die Matrix. Die Behandlung läuft noch mehrere Monate (langfristig), und bei hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Strategie – Option B rückt die kleinen Fortschritte in ein realistisches, ermutigendes Licht. Ablenkung (A) wirkt nur kurzfristig, und Unterdrückung (D) lässt den Frust bestehen.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – wirkt nur kurzfristig, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

C – Akzeptanz – er senkt seine Erwartungen und schadet damit dem Ziel, motiviert zu bleiben (Schritt 2)

D – Unterdrückung – verbirgt den Frust nur nach außen, laut Matrix bei hoher Kapazität erst die letzte Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 74Lösung D (Ablenkung)

Julia ist nach einem langen Arbeitstag müde und ausgelaugt und hat vor ihrem Flug starke Flugangst. Das Boarding beginnt in 30 Minuten.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Julia ist nach dem langen Arbeitstag müde und ausgelaugt (niedrige Kapazität). Neubewertung (C) und Unterdrückung (A) fallen deshalb im Ausschlussfilter weg. Ihr Ziel, ruhig zu bleiben, betrifft nur ihre eigene Angst und wird durch keine Handlung direkt erreicht, daher entscheidet die Matrix. Das Boarding beginnt in 30 Minuten (akut), und bei niedriger Kapazität ist Ablenkung angezeigt – Option D. Akzeptanz (B) ist laut Matrix nur für abgeschlossene Situationen vorgesehen.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Akzeptanz – bei akuter Situation und niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor, Akzeptanz erst im Fallback danach (Schritt 5)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 75Lösung B (Situationsveränderung)

Ein Kinderkrankenpfleger, der für seinen Humor bekannt ist, soll einem weinenden Sechsjährigen Blut abnehmen. Er möchte das Kind beruhigen, damit die Blutabnahme gelingt.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Das Ziel ist ausdrücklich genannt: Der Pfleger möchte das Kind beruhigen, damit die Blutabnahme gelingt. Sowohl B als auch A sind konkrete Handlungen, die dieses Ziel erreichen können, während D nur seinen eigenen Ausdruck kontrolliert und das Kind nicht direkt beruhigt. Bei diesem Gleichstand entscheidet die positive Fähigkeit: Laut Text bringt er mit seinem Humor auch ängstliche Kinder zum Lachen. Option B nutzt genau diese Stärke und ist deshalb am wirksamsten.

Warum nicht die anderen:

A – Situationsveränderung erreicht das Ziel ebenfalls, nutzt aber nicht die im Text genannte Stärke (Humor) (Schritt 4)

C – Vermeidung ist maladaptiv und verhindert, dass die Blutabnahme gelingt (Schritt 2)

D – Unterdrückung kontrolliert nur den eigenen Ausdruck und beruhigt das Kind nicht direkt (Schritt 3)

Aufgabe 76Lösung C (Ablenkung)

Eine Mutter hat eine Woche lang wachsende Angst um ihren Sohn auf Schulskikurs, obwohl sie weiß, dass die Sorge unbegründet ist. Diese Woche startet der Keramikkurs, den sie schon lange machen wollte.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Fallback: Neubewertung gescheitert, langfristig + hohe Kapazität → Ablenkung

Begründung: Laut Text weiß die Mutter bereits, dass ihre Sorge unbegründet und die Betreuung sehr gut ist, ihre Angst wächst trotzdem. Eine Neubewertung mit diesem Inhalt ist also schon gescheitert, ebenso der Zuspruch ihres Mannes, der dasselbe Argument wiederholt; den Sohn künftig zu Hause zu lassen ist Vermeidung. Die Situation dauert eine Woche an (langfristig), zur Kapazität steht nichts im Text (hoch). Da die Neubewertung aus der Matrix gestrichen ist, greift der Fallback mit Ablenkung, und Option C nutzt dafür den im Text genannten Keramikkurs.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung – sie weiß bereits, dass die Betreuung sehr gut ist, die Angst steigt trotzdem (Schritt 2)

B – Vermeidung ist maladaptiv und löst die Angst nicht (Schritt 2)

D – Soziale Unterstützung mit demselben Argument wie die gescheiterte Neubewertung, wirkt laut Text ebenso wenig (Schritt 2)

Aufgabe 77Lösung C (Neubewertung)

Eine Mutter zweier kleiner Kinder ärgert sich, weil sich die Nachbarin darunter wiederholt über Lärm beschwert. Die Nachbarin arbeitet im Nachtdienst und schläft tagsüber; ein gutes Verhältnis in der Hausgemeinschaft ist der Mutter wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – unrealistische Neubewertung raus, Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Ein gutes Verhältnis in der Hausgemeinschaft ist der Mutter wichtig, es handelt sich also um ein Beziehungsziel in einer langfristigen Situation. Zur Kapazität gibt es keine Angabe, daher gilt sie als hoch. Option C ist realistisch, denn laut Text arbeitet die Nachbarin im Nachtdienst und schläft tagsüber – der Lärm stört sie tatsächlich, und der Ärger verliert seine Grundlage. Option A nennt das gute Verhältnis wörtlich, doch der Ärger bleibt und belastet die nächste Begegnung. Option D widerspricht dem Text und scheidet deshalb aus.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet das Verhältnis zur Nachbarin (Schritt 3)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung ist unrealistisch, die Nachbarin schläft laut Text tagsüber und ist tatsächlich betroffen (Schritt 2)

Aufgabe 78Lösung A (Situationsveränderung)

Pflegerin Carina ist als ausgezeichnete Zuhörerin bekannt. Die Witwe eines verstorbenen Patienten sitzt weinend auf der Station und möchte über ihren Mann sprechen; Carina möchte ihr Trost spenden.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Carinas Ziel ist es, der Witwe in diesem Moment Trost zu spenden; die Witwe möchte ausdrücklich über ihren Mann sprechen. Eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Das Verdrängen (C) ist maladaptiv, und die Neubewertung (D) lindert nur Carinas eigene Trauer, spendet der Witwe aber keinen Trost. Die Optionen A und B sind beide tröstende Handlungen, daher entscheidet der Tiebreaker: Carina ist als ausgezeichnete Zuhörerin bekannt, und Option A nutzt genau diese Stärke und gibt der Witwe Raum, von ihrem Mann zu erzählen.

Warum nicht die anderen:

B – Situationsveränderung – spendet ebenfalls Trost, nutzt aber ihre Stärke als Zuhörerin nicht (Schritt 4)

C – Verdrängen ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung lindert nur Carinas eigene Trauer und tröstet die Witwe nicht (Schritt 3)

Aufgabe 79Lösung B (Neubewertung)

Ein Bewerber erhält eine endgültige Absage für eine Teamleiterstelle, weil ihm laut Absage Führungserfahrung fehlt. Er ist sehr enttäuscht.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – unrealistische Neubewertung raus, abgeschlossen + hohe Kapazität → Neubewertung

Begründung: Die Absage ist endgültig und die Stelle besetzt – die Situation ist abgeschlossen. Zur Kapazität steht nichts im Text, daher gilt hoch; laut Matrix ist dann Neubewertung die beste Strategie, Akzeptanz nur bei niedriger Kapazität. Option D widerspricht dem Text, denn in der Absage steht klar, dass ihm Führungserfahrung fehlt, und das wiederholte Lesen der Absage ist Grübeln. Option B ist eine realistische Neubewertung, die genau diese Information aus der Absage nutzt.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz – laut Matrix nur bei abgeschlossener Situation mit niedriger Kapazität die beste Wahl (Schritt 5)

C – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unrealistische Neubewertung – laut Absage lag es klar an der fehlenden Führungserfahrung (Schritt 2)

Aufgabe 80Lösung D (Neubewertung)

Eine Frau ist enttäuscht, weil ihre frisch verliebte beste Freundin zum dritten Mal kurzfristig ein Treffen absagt. Sie möchte die langjährige Freundschaft nicht gefährden.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Freundschaft), Unterdrückung nie die beste Option

Begründung: Die Frau möchte die langjährige Freundschaft nicht gefährden, es geht also um ein Beziehungsziel. Die Situation ist langfristig, zur Kapazität gibt es keine Angabe, daher gilt sie als hoch. Option D ist eine realistische Neubewertung, weil die Absagen laut Text mit der frischen Verliebtheit der Freundin zusammenhängen; so löst sich die Enttäuschung auf, ohne die Freundschaft zu belasten. Unterdrückung (A) lässt die Enttäuschung bestehen, und Ablenkung (B) verändert nichts an der Beziehung.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung lässt die Enttäuschung bestehen, bei einem Beziehungsziel nie die beste Option (Schritt 3)

B – Ablenkung hilft nur für den Abend und trägt nichts zum Erhalt der Freundschaft bei (Schritt 3)

C – Vermeidung ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 81Lösung A (Soziale Unterstützung)

Auf einer internistischen Station ist ein junger Patient unerwartet verstorben; das Pflegeteam ist erschüttert, und auch die Stationsleiterin trauert. Sie fühlt sich für ihr Team verantwortlich.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Mitbetroffene, Verantwortung für das Team, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Rosa ist nicht allein betroffen: Ihr ganzes Pflegeteam ist erschüttert, und als Stationsleiterin trägt sie Verantwortung für die Kolleginnen und Kollegen. Das Ziel ergibt sich damit implizit aus den Mitbetroffenen, der Todesfall selbst ist abgeschlossen, und Rosa ist gut erholt. Ein gemeinsames Gespräch (A) erfüllt dieses Ziel am besten, weil es ihr und dem Team ermöglicht, den Verlust gemeinsam zu verarbeiten. Option D nennt das Verkraften des Verlusts wörtlich, nimmt dem Team aber genau den Austausch, den es braucht; Ablenkung (C) lässt die Mitbetroffenen allein.

Warum nicht die anderen:

B – Verdrängen ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Ablenkung hilft höchstens ihr selbst und lässt das mitbetroffene Team allein (Schritt 3)

D – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, das mitbetroffene Team bekommt keinen Austausch über den Verlust (Schritt 3)

Aufgabe 82Lösung B (Situationsveränderung)

Erich kann nach einer schlaflosen Nacht längeren Erzählungen kaum folgen. Eine verärgerte Kundin schildert ausführlich Heizungsausfälle, und er möchte alle Details vollständig erfassen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) – fehlende Fähigkeit

Begründung: Erichs Handlungsziel ist es, alle Details der Beschwerde vollständig zu erfassen. Nach der schlaflosen Nacht ist seine Kapazität niedrig, und er kann laut Text längeren Erzählungen kaum konzentriert folgen. Option D setzt genau diese fehlende Fähigkeit voraus und fällt im Ausschlussfilter weg; auch Neubewertung (A) und Unterdrückung (C) scheiden bei niedriger Kapazität aus und würden ohnehin nur seinen Ärger regulieren. Übrig bleibt Option B: Durch gezielte Fragen und sofortige Notizen erfasst er alle Details, ohne einer langen Erzählung folgen zu müssen.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, nach der schlaflosen Nacht ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, nach der schlaflosen Nacht ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Situationsveränderung setzt voraus, dass er längeren Erzählungen folgen kann, was ihm heute laut Text fehlt (Schritt 2)

Aufgabe 83Lösung A (Situationsveränderung)

Ein Küchenchef ärgert sich, weil sein Lehrling zwanzig Minuten vor dem Abendservice eine Soße versalzen hat. Er möchte, dass die Gäste pünktlich essen und der Lehrling aus dem Fehler lernt und motiviert bleibt.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – mehrere Ziele, nur eine Handlung erfüllt pünktlichen Service und Lernziel

Begründung: Marcel verfolgt zwei ausdrücklich genannte Ziele: Die Gäste sollen pünktlich essen, und der Lehrling soll aus dem Fehler lernen und motiviert bleiben. Mit zwanzig Minuten bleibt Zeit zum Handeln, und Marcel ist fit. Option A erfüllt beide Ziele, weil die Soße rechtzeitig gerettet wird und der Lehrling die Korrektur selbst durchführt. Option B sichert nur den Service und nimmt dem Lehrling die Lernchance; Option C nennt die Motivation wörtlich, rettet aber weder die Soße noch lernt der Lehrling etwas.

Warum nicht die anderen:

B – Situationsveränderung erfüllt nur das Ziel des pünktlichen Service, selbst neu kochen untergräbt das Lernziel (Schritt 2)

C – Unterdrückung nennt die Motivation nur wörtlich, erreicht aber weder das Lernziel noch den pünktlichen Service (Schritt 3)

D – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 84Lösung D (Akzeptanz)

Ein kognitiv ausgelaugter Student erhält nach einer Prüfungswoche die endgültige Absage für ein Auslandssemester. Die Plätze wurden nach Noten und Motivationsschreiben vergeben.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Absage ist endgültig, ein Einspruch ist nicht möglich – die Situation ist abgeschlossen. Der Student ist nach der Prüfungswoche kognitiv ausgelaugt (niedrige Kapazität), deshalb fallen Neubewertung und Unterdrückung C im Ausschlussfilter weg; die Neubewertung B widerspricht zudem dem Text, weil die Plätze nach Noten und Motivationsschreiben vergeben wurden. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option D. Der Videospielabend A ist Ablenkung und laut Matrix hier nicht die beste Wahl.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

B – Unrealistische Neubewertung, widerspricht dem Text (Vergabe nach Noten und Motivationsschreiben) und ist bei niedriger Kapazität ohnehin ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 85Lösung C (Neubewertung)

Eine Krankenpflegerin wird seit Tagen von einem demenzkranken Patienten bei der Morgenpflege beschimpft und ärgert sich. Ein gutes Verhältnis zu ihren Patienten ist ihr wichtig, der Patient bleibt noch mehrere Wochen auf der Station.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Bianca verfolgt ein Beziehungsziel, denn ein gutes Verhältnis zu ihren Patienten ist ihr wichtig. Die Situation ist langfristig, weil der Patient noch mehrere Wochen bleibt; zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option C ist eine realistische Neubewertung, da sich die Beschimpfungen durch die Demenz erklären lassen – der Ärger löst sich auf, und sie kann dem Patienten weiterhin zugewandt begegnen. Option A nennt das Ziel zwar wörtlich, doch Unterdrückung hält nur den Moment: Der Ärger bleibt und belastet die Beziehung auf Dauer.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung nennt das Beziehungsziel nur wörtlich, der Ärger bleibt und schadet dem Verhältnis zum Patienten (Schritt 3)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Ablenkung wirkt nur kurz und trägt nichts zum guten Verhältnis bei, bei langfristiger Situation nicht die beste Wahl (Schritt 3)

Aufgabe 86Lösung D (Ablenkung)

Lisa ist müde und erschöpft und wartet auf eine Blutabnahme, vor der sie große Angst hat. Sie wird in wenigen Minuten aufgerufen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Lisa ist nach einer anstrengenden Woche müde und erschöpft (niedrige Kapazität). Deshalb scheiden Neubewertung (A) und Unterdrückung (C) im Ausschlussfilter aus, und das Katastrophisieren (B) ist maladaptiv und würde ihre Angst noch steigern. Ihr Ziel betrifft nur ihre eigene Angst, eine Handlung, die es direkt erreicht, wird nicht angeboten. Die Blutabnahme steht unmittelbar bevor (akut), und bei niedriger Kapazität empfiehlt die Matrix Ablenkung – Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Angst (Schritt 2)

C – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 87Lösung A (Neubewertung)

Ein Chirurg ärgert sich während einer Routineoperation, weil ihm eine OP-Pflegerin, die erst seit einer Woche im Team ist, mehrmals das falsche Instrument reicht. Eine gute Zusammenarbeit im OP-Team ist ihm sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel im OP-Team, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Raphael legt Wert auf eine gute Zusammenarbeit im OP-Team, ein Beziehungsziel, und er wird mit der neuen Kollegin weiterhin regelmäßig operieren. Er ist ausgeschlafen und konzentriert, seine Kapazität ist hoch. Option A ist eine realistische Neubewertung, gestützt auf die Tatsache, dass die Pflegerin erst seit einer Woche im Team ist; so löst sich der Ärger auf, statt die Zusammenarbeit zu belasten. Option D nennt die Zusammenarbeit wörtlich, doch unterdrückter Ärger bleibt bestehen und schadet der Beziehung. Ablenkung (C) lenkt ihn zudem von der Operation ab und verbessert die Zusammenarbeit nicht.

Warum nicht die anderen:

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Ablenkung lenkt im OP von der Arbeit ab und trägt nichts zur guten Zusammenarbeit bei (Schritt 3)

D – Unterdrückung nennt die Zusammenarbeit nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet das Verhältnis im Team (Schritt 3)

Aufgabe 88Lösung A (Ablenkung)

Der erschöpfte Xaver ärgert sich, als nach einem 14-Stunden-Tag die Kassa direkt vor ihm geschlossen wird. Auf dem Heimweg hat er einen spannenden Podcast begonnen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität, akut → Ablenkung

Begründung: Xaver ist nach dem 14-Stunden-Tag völlig erschöpft, seine Kapazität ist niedrig. Neubewertung und Unterdrückung kosten kognitive Ressourcen und scheiden aus; die lautstarke Beschwerde ist Ausagieren und damit maladaptiv. Die Situation ist akut, laut Matrix ist bei niedriger Kapazität Ablenkung richtig. Option A nutzt dafür den im Text genannten Podcast.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 89Lösung B (Neubewertung)

Ein Projektmitarbeiter ärgert sich, weil der Chef im Meeting nur die Kollegin lobt, die das gemeinsame Projekt präsentiert hat. Der Chef kennt die Vorarbeit nicht, die Kollegin hat ihn als Mitautor genannt; Teamklima und guter Draht zur Kollegin sind ihm wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – unrealistische Neubewertung raus, Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Das Ziel ist als Wert formuliert: ein gutes Teamklima und ein guter Draht zur Kollegin, also ein Beziehungsziel in einer langfristigen Zusammenarbeit. Er ist ausgeruht und belastbar, seine Kapazität ist hoch. Option B ist eine realistische Neubewertung, die sich direkt auf den Text stützt: Der Chef kennt die Vorarbeit nicht, und die Kollegin hat ihn nicht übergangen – damit verliert der Ärger seine Grundlage. Option C nennt das Teamklima wörtlich, doch Unterdrückung lässt den Ärger bestehen und belastet die Beziehung. Option A widerspricht dem Text, weil der Chef die Vorarbeit gerade nicht kennt.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung ist unrealistisch, der Chef kennt die Vorarbeit laut Text nicht (Schritt 2)

C – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet das Verhältnis zur Kollegin (Schritt 3)

D – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 90Lösung A (Neubewertung)

Petra lernt für einen geplanten Umzug nach Italien Italienisch und ist über ihre langsamen Fortschritte frustriert. Sie möchte ihre Motivation langfristig erhalten.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – langfristig + hohe Kapazität

Begründung: Petra möchte ihre Motivation langfristig erhalten; der Umzug ist erst in zwei Jahren, die Situation ist also langfristig. Eine Kapazitätsangabe fehlt, es gilt der Standard hoch. Die Akzeptanz (B) scheidet aus, weil sie damit ihre Erwartungen aufgibt und ihrer Motivation schadet. Da keine Option das Ziel durch eine konkrete Handlung erreicht, entscheidet die Matrix: Bei langfristiger Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Strategie – Option A betrachtet ihre Lage realistisch und ermutigend. Ablenkung (C) wirkt nur kurzfristig, und Unterdrückung (D) lässt den Frust bestehen.

Warum nicht die anderen:

B – Akzeptanz – sie gibt ihre Erwartungen auf und schadet damit dem Ziel, motiviert zu bleiben (Schritt 2)

C – Ablenkung – wirkt nur kurzfristig, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Unterdrückung – verbirgt den Frust nur, laut Matrix bei hoher Kapazität erst die letzte Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 91Lösung D (Soziale Unterstützung)

Nach einem Einbruch in einen Kindergarten sind die gebastelten Laternen der Kinder zerstört; die Kolleginnen sind fassungslos, die Leiterin ist traurig und wütend. In einer Woche soll das Laternenfest stattfinden.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Mitbetroffene, Verantwortung für Team und Kinder

Begründung: Die Leiterin ist nicht allein betroffen: Ihre Kolleginnen sind fassungslos, und bald kommen die Kinder, deren Laternen zerstört sind. Als Leiterin trägt sie Verantwortung, das Ziel ergibt sich implizit aus den Mitbetroffenen; zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Der Einbruch ist abgeschlossen, doch das Laternenfest steht noch an. Option D bezieht das Team ein und bereitet zugleich das Gespräch mit den Kindern vor. Die Neubewertung (C) mag sie selbst beruhigen, bezieht die Mitbetroffenen aber nicht ein und spielt deren Gefühle herunter.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung – das mitbetroffene Team bleibt mit seinen Gefühlen allein (Schritt 3)

B – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Neubewertung beruhigt höchstens sie selbst, bezieht das mitbetroffene Team nicht ein und relativiert dessen Gefühle (Schritt 3)

Aufgabe 92Lösung C (Ablenkung)

Ein Arzt im Nachtdienst wartet besorgt auf einen wichtigen Laborbefund, der erst in 40 Minuten kommt, und kann bis dahin nichts tun. Im Dienstzimmer liegt die Wochenzeitung mit dem Kreuzworträtsel, das er sehr mag.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Der Befund kommt erst in 40 Minuten, der Arzt kann bis dahin nichts tun, und seine Sorge steigt gerade jetzt – die Situation ist akut. Über seine Kapazität wird nichts gesagt, sie gilt daher als hoch, und ein Ziel, nach außen gelassen zu wirken, wird nicht genannt; laut Matrix ist deshalb Ablenkung die beste Strategie. Die Optionen C und D sind beide Ablenkungen. Den Ausschlag gibt der Text-Anker: Das Kreuzworträtsel, das er in jedem Dienst löst und sehr mag, wird ausdrücklich genannt – daher Option C.

Warum nicht die anderen:

A – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

B – Unterdrückung – ohne Außenwirkungsziel laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Ablenkung ohne Bezug zur im Text genannten Ressource (Kreuzworträtsel) (Schritt 4)

Aufgabe 93Lösung D (Ablenkung)

Werner pflegt neben seiner Arbeit seinen Vater und ist dauerhaft müde und ausgelaugt. Die Situation wird noch mindestens ein Jahr andauern.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Werner ist dauerhaft müde und ausgelaugt (niedrige Kapazität), und die Pflegesituation dauert noch mindestens ein Jahr (langfristig). Neubewertung (A) und Unterdrückung (B) kosten kognitive Ressourcen und fallen im Ausschlussfilter weg; das Grübeln (C) ist maladaptiv und zehrt zusätzlich an seiner Kraft. Sein Ziel, durchzuhalten, wird durch keine konkrete Handlung direkt erreicht, daher entscheidet die Matrix. Bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität ist Ablenkung die geeignete Strategie – Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen und würde ihn zusätzlich erschöpfen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Grübeln ist maladaptiv und zehrt zusätzlich an seiner Kraft (Schritt 2)

Aufgabe 94Lösung B (Neubewertung)

Die sehr fähige Pianistin Clara wird drei Wochen vor ihrer Aufnahmeprüfung immer unsicherer, je mehr sie übt. Sie kann ihr Können gut einschätzen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – mehr Üben wirkt laut Text nicht, langfristig + hohe Kapazität → Neubewertung

Begründung: Laut Text wird Clara umso unsicherer, je mehr sie übt – Option D wirkt also nicht und scheidet aus, ebenso die maladaptiven Selbstvorwürfe. Die Prüfung ist erst in drei Wochen, die Situation ist also langfristig, und Clara ist ausgeschlafen und fit (hohe Kapazität). Laut Matrix ist dann Neubewertung die beste Strategie, nicht Ablenkung. Option B ist realistisch, weil sie ihr Programm fehlerfrei spielt, und nutzt ihre Fähigkeit, ihr Können gut einzuschätzen.

Warum nicht die anderen:

A – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

C – Ablenkung – laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Situationsveränderung – mehr Üben macht sie laut Text nur noch unsicherer (Schritt 2)

Aufgabe 95Lösung D (Neubewertung)

Ein Mann ärgert sich, weil sein jüngerer Bruder geliehenes Geld zum zweiten Mal verspätet zurückzahlt; der Bruder hat seinen Job verloren und entschuldigt sich beschämt. Er möchte, dass das enge Verhältnis zum Bruder bestehen bleibt.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Bruder), Unterdrückung nie die beste Option

Begründung: Mehmet möchte, dass das enge Verhältnis zu seinem Bruder bestehen bleibt, ein ausdrücklich genanntes Beziehungsziel in einer langfristigen Situation. Zur Kapazität gibt es keine Angabe, daher gilt sie als hoch. Option D ist eine realistische Neubewertung, gestützt auf den Jobverlust und die beschämte Entschuldigung des Bruders; so löst sich der Ärger auf. Unterdrückung (B) lässt den Ärger bestehen und macht das Geld zum Tabuthema, was die Beziehung auf Dauer belastet. Ablenkung (C) wirkt nur für einen Abend.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

B – Unterdrückung lässt den Ärger bestehen, bei einem Beziehungsziel nie die beste Option (Schritt 3)

C – Ablenkung – laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl, das Verhältnis zum Bruder profitiert nicht (Schritt 5)

Aufgabe 96Lösung D (Ablenkung)

Eine völlig erschöpfte Kellnerin ärgert sich über einen Gast, der sich lautstark über die Wartezeit beschwert. Es ist ihr sehr wichtig, vor den Gästen professionell zu wirken.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) – niedrige Kapazität schließt Unterdrückung und Neubewertung aus, akut → Ablenkung

Begründung: Die Kellnerin ist nach der Doppelschicht völlig erschöpft, ihre Kapazität ist niedrig. Damit scheiden sowohl Neubewertung als auch Unterdrückung aus, weil beide kognitive Ressourcen kosten. Option B ist eine Wortlaut-Falle: Sie nennt das Ziel „professionell wirken“ wörtlich, ist bei dieser Erschöpfung aber nicht durchzuhalten. Die Situation ist akut, laut Matrix ist bei niedriger Kapazität Ablenkung richtig – Option D beruhigt den Gast mit einem kurzen Satz und lenkt ihre Aufmerksamkeit dann auf die Arbeitsabläufe und hilft ihr so, ruhig und professionell weiterzuarbeiten.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv und widerspricht dem professionellen Auftreten (Schritt 2)

B – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen und ist bei niedriger Kapazität ausgeschlossen, auch wenn sie das Ziel wörtlich nennt (Schritt 2)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 97Lösung C (Situationsveränderung)

Rettungssanitäter Vincent versorgt eine verletzte Frau, während Schaulustige filmen. Er möchte die Patientin rasch versorgen und ihre Privatsphäre schützen.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Vincent verfolgt zwei Handlungsziele: die Patientin rasch versorgen und ihre Privatsphäre schützen. Er ist nach dem Urlaub erholt (hohe Kapazität), die Lage ist akut. Nach System B zählt die Wirkung: Nur Option C erfüllt beide Ziele, weil Sichtschutz und klare Ansage die Patientin abschirmen, während die Versorgung weiterläuft. Option B nennt die Privatsphäre wörtlich, doch das Verbergen seines Ärgers hält keine einzige Kamera ab – eine Wortlaut-Falle. Die Ablenkung (A) reguliert nur seinen Ärger, und mit der Akzeptanz (D) bleibt die Patientin ungeschützt.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung reguliert nur seinen Ärger und schützt die Patientin nicht (Schritt 3)

B – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, schützt die Privatsphäre aber nicht (Schritt 3)

D – Akzeptanz – er lässt die Schaulustigen gewähren, die Privatsphäre bleibt ungeschützt (Schritt 3)

Aufgabe 98Lösung A (Unterdrückung)

Stefanie ärgert sich in einer Preisverhandlung, weil der Lieferant dreist 20 Prozent mehr als vereinbart verlangt. Sie möchte sich nichts anmerken lassen, um ihre Verhandlungsposition nicht zu schwächen.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität, Ziel Außenwirkung

Begründung: Die Forderung kommt gleich zu Beginn der Verhandlung, und der Lieferant wartet auf eine Reaktion – die Situation ist akut. Stefanie ist ausgeruht (hohe Kapazität), und ihr Ziel betrifft ausdrücklich die Außenwirkung: Sie möchte sich nichts anmerken lassen, um ihre Verhandlungsposition nicht zu schwächen. Laut Matrix ist in diesem Fall Unterdrückung die beste Strategie – Option A. Die empörte Reaktion C ist Ausagieren und maladaptiv, während Ablenkung D und Neubewertung B ihre Außenwirkung nicht unmittelbar sichern.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung – in der akuten Situation bleibt keine Zeit zum Verarbeiten, bei Außenwirkungsziel ist Unterdrückung vorzuziehen; zudem unrealistisch, denn der Lieferant weicht von einer mündlichen Vereinbarung ab (Schritt 5)

C – Ausagieren ist maladaptiv und schwächt ihre Verhandlungsposition (Schritt 2)

D – Ablenkung – sichert die Außenwirkung nicht, bei Außenwirkungsziel ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

Aufgabe 99Lösung C (Ablenkung)

Marios Tochter wird wegen einer Platzwunde genäht, und er muss etwa 20 Minuten draußen warten. Auf seinem Handy ist ein Hörbuch pausiert, auf dessen Fortsetzung er sich den ganzen Tag gefreut hat.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Marios Tochter wird gerade versorgt, er darf nicht hinein und kann in den nächsten 20 Minuten nichts tun – eine akute Situation. Zur Kapazität gibt es keine Angaben, sie gilt daher als hoch; laut Matrix ist bei akuter Belastung Ablenkung am wirksamsten. C und B sind beide Ablenkungen. Den Ausschlag gibt der Text-Anker: Das Hörbuch, auf dessen Fortsetzung er sich den ganzen Tag gefreut hat, wird ausdrücklich genannt – daher Option C.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

B – Ablenkung ohne Bezug zur im Text genannten Ressource (Hörbuch) (Schritt 4)

D – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 100Lösung D (Situationsveränderung)

Ein Mann ist frustriert, weil er das Formular für seinen Wohnbeihilfe-Antrag kaum versteht. Er muss den Antrag bis Freitag vollständig abgeben, heute ist Montag.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel mit Frist, es bleibt Zeit

Begründung: Der Mann hat ein klares Handlungsziel: Er muss den Antrag bis Freitag vollständig abgeben. Es bleiben vier Tage, und er ist gut erholt, die Kapazität ist also hoch. Option D erreicht das Ziel direkt, weil sie die Aufgabe in machbare Schritte teilt und für die unklaren Punkte fachliche Hilfe organisiert. Ablenkung (C) und Neubewertung (B) lindern zwar den Frust, bringen den Antrag aber nicht voran; das Aufschieben auf das Wochenende (A) verpasst die Frist.

Warum nicht die anderen:

A – Vermeidung ist maladaptiv und verpasst die Frist am Freitag (Schritt 2)

B – Neubewertung beruhigt, bringt den Antrag aber nicht fristgerecht zur Abgabe (Schritt 3)

C – Ablenkung lindert den Frust kurz, bringt den Antrag aber keinen Schritt weiter (Schritt 3)

Aufgaben 101–150

Aufgabe 101Lösung B (Akzeptanz)

Ein Vater verschläft nach einem Nachtdienst die Schulaufführung seiner Tochter, eine Wiederholung gibt es nicht. Die Tochter nimmt es gelassen, er ist aber traurig und fühlt sich schuldig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Aufführung ist vorbei, eine Wiederholung gibt es nicht – die Situation ist abgeschlossen. Der Vater ist nach dem Nachtdienst völlig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung D im Ausschlussfilter weg, obwohl sie inhaltlich zutrifft. Die Selbstvorwürfe C sind maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option B; das Putzen der ganzen Wohnung A ist Ablenkung und würde ihn zudem weiter erschöpfen.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität nicht die beste Wahl, zudem anstrengend (Schritt 5)

C – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 102Lösung B (Ablenkung)

Der Flug von Ines hat zwei Stunden Verspätung, sie kann nur am Gate warten und ärgert sich. In ihrem Rucksack hat sie einen Roman, den sie kaum aus der Hand legen kann.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Die Verspätung wurde gerade durchgesagt, Ines kann nichts daran ändern, und ihr Ärger steigt jetzt – die Situation ist akut; zur Kapazität gibt es keine Angaben, sie gilt daher als hoch. Die Neubewertung D widerspricht dem Text, denn die Verspätung liegt an der verspätet angekommenen Maschine, und die Beschwerde am Schalter (C) ist Ausagieren. Laut Matrix ist bei akuter Situation und hoher Kapazität Ablenkung die beste Strategie, und mit B und A stehen zwei Ablenkungen zur Wahl. Den Ausschlag gibt der Text-Anker: Der Roman, den sie kaum aus der Hand legen kann, wird im Text ausdrücklich genannt – daher Option B.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung ohne Bezug zur im Text genannten Ressource (Roman) (Schritt 4)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung ist unrealistisch – laut Text liegt die Verspätung an der verspätet angekommenen Maschine, nicht an Sicherheitsgründen (Schritt 2)

Aufgabe 103Lösung A (Ablenkung)

Die Pharmazeutin Christina wird von einem Kunden beschimpft, weil sie ein Medikament nur gegen Rezept abgeben darf, und kann seine Sicht nicht nachvollziehen. Der Kunde ist gegangen, mehrere weitere Kunden warten.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Perspektivwechsel fehlt, akut + hohe Kapazität ohne Außenwirkungsziel → Ablenkung

Begründung: Der Kunde hat die Apotheke verlassen, doch es warten weitere Kunden – die Situation ist akut. Laut Text kann Christina seine Sicht gerade überhaupt nicht nachvollziehen, daher scheidet die Neubewertung aus seiner Perspektive in Option C aus; das Schimpfen vor den Kunden ist Ausagieren. Zur Kapazität steht nichts im Text (hoch), und ein Ziel, nach außen besonders professionell zu wirken, wird nicht genannt – laut Matrix ist bei akuter Situation daher Ablenkung statt Unterdrückung richtig. Option A lenkt ihre Aufmerksamkeit auf die Beratung der nächsten Kundin.

Warum nicht die anderen:

B – Ausagieren ist maladaptiv und belastet die wartenden Kunden (Schritt 2)

C – Neubewertung aus Sicht des Kunden setzt den Perspektivwechsel voraus, den sie laut Text gerade nicht leisten kann (Schritt 2)

D – Unterdrückung – laut Matrix bei akuter Situation nur bei einem Außenwirkungsziel vorgesehen, das hier fehlt; Ablenkung geht vor (Schritt 5)

Aufgabe 104Lösung C (Neubewertung)

Christoph sucht seit Monaten erfolglos eine größere Wohnung und ist frustriert. Er möchte bei der Suche dranbleiben, ohne den Mut zu verlieren.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – langfristig + hohe Kapazität

Begründung: Christoph möchte bei der Wohnungssuche dranbleiben, ohne den Mut zu verlieren; die Suche läuft seit Monaten weiter (langfristig), eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Mit der Akzeptanz (D) wartet er passiv ab und schadet damit dem Ziel, dranzubleiben. Da keine Option das Ziel durch eine konkrete Handlung erreicht, entscheidet die Matrix: Bei langfristiger Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Wahl – Option C. Sie ist realistisch, denn laut Text wissen die beiden nach jeder Besichtigung genauer, worauf es ihnen ankommt. Ablenkung (A) wirkt nur für einen Abend, und Unterdrückung (B) lässt den Frust bestehen.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – wirkt nur kurzfristig, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

B – Unterdrückung – verbirgt den Frust nur, laut Matrix bei hoher Kapazität erst die letzte Wahl (Schritt 5)

D – Akzeptanz – er wartet passiv ab und schadet damit dem Ziel, bei der Suche dranzubleiben (Schritt 2)

Aufgabe 105Lösung D (Neubewertung)

Ein Großvater ist enttäuscht, weil sein 15-jähriger Enkel beim Sonntagsbesuch ständig auf sein Handy schaut; der Enkel hat seit Kurzem seine erste Freundin. Er möchte die enge Beziehung zu seinem Enkel behalten.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Enkel), Unterdrückung nie die beste Option

Begründung: Der Großvater verfolgt ein ausdrücklich genanntes Beziehungsziel: Er möchte die enge Beziehung zu seinem Enkel behalten. Die Besuche finden jede Woche statt, die Situation ist langfristig, und zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option D ist eine realistische Neubewertung, denn der Enkel hat ihm selbst von seiner ersten Freundin erzählt – das ständige Schreiben ist typisch für frisch Verliebte und keine Ablehnung des Großvaters. Unterdrückung (A) lässt die Enttäuschung bestehen, und Ablenkung (B) schafft zusätzliche Distanz.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung lässt die Enttäuschung bestehen, bei einem Beziehungsziel nie die beste Option (Schritt 3)

B – Ablenkung – der Großvater zieht sich selbst zurück, das trägt nichts zur engen Beziehung bei (Schritt 3)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 106Lösung B (Situationsveränderung)

Lucas neuer Nachbar blockiert immer wieder seine Garageneinfahrt. Luca möchte eine klare Vereinbarung treffen und dabei ein gutes Nachbarschaftsverhältnis wahren.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – mehrere Ziele

Begründung: Luca verfolgt zwei Ziele: eine klare Vereinbarung, damit die Einfahrt frei bleibt, und ein gutes Nachbarschaftsverhältnis; er ist ausgeruht (hohe Kapazität) und hat am Abend Zeit. Bei mehreren Zielen zählt nach System B die Option, die die meisten Ziele erfüllt: Nur Option B erreicht beide, weil er das Problem freundlich, aber deutlich anspricht und eine konkrete Lösung vereinbart. Option C nennt das Beziehungsziel wörtlich, doch der unterdrückte Ärger belastet das Verhältnis, und eine dauerhafte Regelung entsteht nicht – eine Wortlaut-Falle. Die realistische Neubewertung (A) kann höchstens das Beziehungsziel stützen, schafft aber keine Vereinbarung, und die Ablenkung (D) erfüllt keines der Ziele.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung erfüllt höchstens das Beziehungsziel und schafft keine Vereinbarung über die Einfahrt (Schritt 3)

C – Unterdrückung nennt das Beziehungsziel nur wörtlich, schadet ihm aber und schafft keine Vereinbarung (Schritt 3)

D – Ablenkung reguliert nur seinen Ärger und erfüllt keines der beiden Ziele (Schritt 3)

Aufgabe 107Lösung B (Ablenkung)

Jasmin wartet übermüdet und erschöpft im Krankenhaus, während ihr Mann an der Hüfte operiert wird. Sie macht sich große Sorgen, die Operation dauert noch etwa zwei Stunden.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Jasmin ist übermüdet und erschöpft (niedrige Kapazität), daher fällt die Neubewertung (C) im Ausschlussfilter weg; zudem weiß sie bereits, dass es ein Routineeingriff ist, und sorgt sich trotzdem. Das Katastrophisieren (D) ist maladaptiv und würde ihre Sorgen noch verstärken. Ihr Ziel betrifft nur die eigene Sorge, eine Handlung, die es direkt erreicht, gibt es nicht. Die Operation läuft noch (akut), und bei niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor – Option B; Akzeptanz (A) ist nur Fallback.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz – bei akuter Situation und niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor, Akzeptanz erst im Fallback danach (Schritt 5)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen und ist mit demselben Inhalt bereits gescheitert, daher ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Sorgen (Schritt 2)

Aufgabe 108Lösung C (Neubewertung)

Svenjas beste Freundin sagt ihre Teilnahme an der Geburtstagsfeier ab, weil sie Karten für ein einmaliges Konzert ihrer Lieblingsband bekommen hat, und entschuldigt sich ehrlich. Die Freundschaft ist Svenja sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – unrealistische Neubewertung raus, Beziehungsziel → keine Unterdrückung

Begründung: Die Freundschaft ist Svenja sehr wichtig – ein Beziehungsziel, und die Freundschaft geht über den Geburtstag hinaus weiter (langfristig). Option B widerspricht dem Text, denn die Freundin hat ihr ehrlich geschrieben, sich entschuldigt und ein Nachfeiern vorgeschlagen; von Vergessen kann keine Rede sein. Option A nennt das Ziel zwar wörtlich, doch Unterdrückung lässt die Enttäuschung bestehen und belastet die Freundschaft auf Dauer; die harsche Antwort ist Ausagieren. Zur Kapazität steht nichts im Text (hoch), und Option C ist eine realistische Neubewertung, die die Enttäuschung auflöst und so die Freundschaft schützt.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich – die Enttäuschung bleibt und schadet dem Beziehungsziel (Schritt 3)

B – Unrealistische Neubewertung – laut Text hat die Freundin ehrlich geschrieben und sich entschuldigt, sie hat die Feier nicht vergessen (Schritt 2)

D – Ausagieren ist maladaptiv und gefährdet die Freundschaft (Schritt 2)

Aufgabe 109Lösung A (Neubewertung)

Eine Zahnärztin ärgert sich, weil ein Patient mit starker Zahnarztangst sie bei einer schmerzhaften Stelle beschimpft; er hat als Kind eine traumatische Behandlung erlebt. Weitere Termine sind geplant, eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Patienten ist ihr sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Aylin ist eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Patienten sehr wichtig, es handelt sich also um ein Beziehungsziel. Da noch mehrere Termine geplant sind, ist die Situation langfristig; zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option A ist eine realistische Neubewertung, denn der Patient hat ihr selbst von seiner traumatischen Behandlung als Kind erzählt – seine Beschimpfung wird so als Angstreaktion verständlich, und der Ärger löst sich auf. Option D nennt das Vertrauen zwar wörtlich, doch unterdrückter Ärger bleibt bestehen und belastet die weitere Behandlung.

Warum nicht die anderen:

B – Ablenkung wirkt nur kurz und trägt nichts zur vertrauensvollen Beziehung bei (Schritt 3)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung nennt das Vertrauen nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet die Beziehung zum Patienten (Schritt 3)

Aufgabe 110Lösung B (Ablenkung)

Ein ausgeruhter Vater wartet auf der Tribüne nervös auf den ersten Schwimmwettkampf seiner Tochter, der in fünf Minuten beginnt. Neben ihm sitzen andere Eltern.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität

Begründung: Der Start ist in fünf Minuten, der Vater kann nichts mehr tun, und seine Nervosität steigt gerade – die Situation ist akut. Er ist ausgeruht (hohe Kapazität), und ein Ziel, vor den anderen Eltern gelassen zu wirken, wird nicht genannt. Laut Matrix ist bei akuter Situation und hoher Kapazität deshalb Ablenkung die beste Strategie – Option B. Die Neubewertung A braucht Zeit zum Verarbeiten, und die Unterdrückung D ist ohne Außenwirkungsziel nicht angezeigt.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

C – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung – ohne Außenwirkungsziel laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 111Lösung C (Situationsveränderung)

Medizinstudent Armin soll bei einer Prüfung eine Anamnese erheben, doch die Schauspielpatientin beginnt zu weinen. Er möchte die Anamnese in den verbleibenden vier Minuten vollständig und einfühlsam erheben.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Armin verfolgt ein Handlungsziel: Die Anamnese soll vollständig und zugleich einfühlsam erhoben werden. Es bleiben nur vier Minuten (akut), eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Mit Option A bricht er die Anamnese ab und gibt sein Ziel damit auf. Nach System B erreicht nur Option C beide Teile des Ziels direkt: Er würdigt die Gefühle der Patientin kurz und kehrt dann strukturiert zu seinen Fragen zurück. Neubewertung (D) und Ablenkung (B) regulieren nur seine Unsicherheit und bringen die Anamnese nicht voran.

Warum nicht die anderen:

A – Abbrechen der Anamnese gibt das Ziel auf und schadet ihm direkt (Schritt 2)

B – Ablenkung reguliert nur seine Unsicherheit und bringt die Anamnese nicht voran (Schritt 3)

D – Neubewertung reguliert nur seine Unsicherheit, trägt nichts zur Anamnese bei und gefährdet eher das einfühlsame Vorgehen (Schritt 3)

Aufgabe 112Lösung C (Neubewertung)

Ein Mann ärgert sich nach einem Streit über die Urlaubsplanung über seine gereizte Partnerin, die einen extrem stressigen Arbeitstag hatte. Eine harmonische Beziehung ist ihm sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – sofortiges Ausdiskutieren wirkt laut Text nicht, Beziehungsziel → keine Unterdrückung

Begründung: Eine harmonische Beziehung ist dem Mann sehr wichtig – ein Beziehungsziel. Laut Text eskaliert es erfahrungsgemäß, wenn er sofort weiterdiskutiert, daher wirkt Option A nicht; das Türknallen ist Ausagieren. Option D nennt das Ziel zwar wörtlich, doch Unterdrückung lässt den Ärger bestehen und belastet die Beziehung langfristig. Er ist ausgeruht und fit, und Option C ist eine realistische Neubewertung auf Basis ihres stressigen Arbeitstages, die den Ärger auflöst und so die Harmonie erhält.

Warum nicht die anderen:

A – Situationsveränderung – sofortiges Weiterdiskutieren lässt den Streit laut Text eskalieren (Schritt 2)

B – Ausagieren ist maladaptiv und verschärft den Streit (Schritt 2)

D – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich – der Ärger bleibt und schadet dem Beziehungsziel (Schritt 3)

Aufgabe 113Lösung D (Akzeptanz)

Wegen eines Fehlers der Spedition kam der Messestand von Nina erst nach dem Ende der Messe an; die Transportkosten wurden erstattet. Nina ist kognitiv völlig ausgelaugt und ärgert sich.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Messe ist vorbei, die Spedition hat die Transportkosten erstattet, und mehr ist nicht zu holen – die Situation ist abgeschlossen. Nina ist nach Wochen der Vorbereitung kognitiv völlig ausgelaugt (niedrige Kapazität), deshalb scheiden Neubewertung B und Unterdrückung A im Ausschlussfilter aus, weil beide kognitive Ressourcen kosten. Die wütenden Nachrichten an die Spedition (C) sind Ausagieren und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 114Lösung D (Unterdrückung)

Nora soll auf der Weihnachtsfeier ihrer Firma spontan beim Karaoke auf die Bühne und bekommt starkes Lampenfieber. Sie möchte vor ihren Kollegen auf keinen Fall feige wirken.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität, Ziel Außenwirkung

Begründung: Nora soll gleich auf die Bühne, und alle schauen sie an – die Situation ist akut. Sie ist fit (hohe Kapazität), und ihr Ziel betrifft die Außenwirkung: Sie möchte vor ihren Kollegen auf keinen Fall feige wirken. Laut Matrix ist in genau diesem Fall Unterdrückung die beste Strategie – Option D. Das Verschwinden auf die Toilette B ist Vermeidung und schadet dem Ziel direkt, während Neubewertung C und Ablenkung A ihre Wirkung nach außen nicht unmittelbar sichern.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – sichert die Außenwirkung nicht, bei Außenwirkungsziel ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

B – Vermeidung ist maladaptiv und schadet dem Ziel, nicht feige zu wirken (Schritt 2)

C – Neubewertung – in der akuten Situation bleibt keine Zeit zum Verarbeiten, bei Außenwirkungsziel ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

Aufgabe 115Lösung C (Situationsveränderung)

Notärztin Lena konnte einen Mann trotz Reanimation nicht retten. Sie möchte seiner wartenden Ehefrau die Todesnachricht klar und einfühlsam überbringen.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Lenas Handlungsziel ist es, der Ehefrau die Todesnachricht klar und einfühlsam zu überbringen; eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Der Tod des Patienten ist zwar nicht mehr zu ändern, doch das Gespräch steht unmittelbar bevor, die Situation ist also nicht abgeschlossen. Die Vermeidung (B) ist maladaptiv, denn sie gibt die Aufgabe ab und verfehlt das Ziel. Nach System B erfüllt nur Option C beide Anforderungen: Sie spricht die Nachricht eindeutig aus und bleibt danach für Fragen bei der Frau. Neubewertung (A) und Ablenkung (D) helfen nur Lena selbst.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung lindert nur Lenas eigene Gefühle und überbringt keine Nachricht (Schritt 3)

B – Vermeidung ist maladaptiv, sie gibt das Gespräch ab und verfehlt das Ziel (Schritt 2)

D – Ablenkung lindert nur Lenas eigene Traurigkeit und bringt sie dem Ziel nicht näher (Schritt 3)

Aufgabe 116Lösung D (Akzeptanz)

Ein Mann ist nach einer Nachtschicht erschöpft, als sein Lieblingsfußballverein am letzten Spieltag endgültig absteigt. Er ist tief enttäuscht.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Der Verein ist am letzten Spieltag endgültig abgestiegen, die Saison ist vorbei – die Situation ist abgeschlossen. Der Mann ist nach der Nachtschicht erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die humorvolle Neubewertung A im Ausschlussfilter weg. Das stundenlange Schimpfen im Fanforum (C) ist Ausagieren und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option D; die Siegesvideos B sind Ablenkung und hier nicht die beste Wahl.

Warum nicht die anderen:

A – Humor ist eine Form der Neubewertung, kostet kognitive Ressourcen und ist bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 117Lösung C (Ablenkung)

Hannah ist als Mutter von Zwillingen seit Monaten dauernd erschöpft und frustriert, weil ihre Schwiegereltern nie Hilfe anbieten. Beim abendlichen Stillen schaut sie sehr gern eine Kochshow.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität schließt Neubewertung und Unterdrückung aus, langfristig → Ablenkung

Begründung: Hannah ist seit Monaten dauernd erschöpft, ihre Kapazität ist niedrig. Neubewertung und Unterdrückung kosten kognitive Ressourcen und scheiden deshalb aus; die heftigen Vorwürfe am Telefon sind Ausagieren und maladaptiv. Die Situation wird sich laut Text so bald nicht ändern, sie ist also langfristig. Laut Matrix ist bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität Ablenkung richtig – Option C nutzt dafür die im Text genannte Kochshow.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv und belastet das Verhältnis zu den Schwiegereltern (Schritt 2)

B – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 118Lösung C (Neubewertung)

Eine getrennt lebende Mutter fühlt sich gekränkt, weil ihre achtjährige Tochter nach dem Wochenende beim Vater sagt, dieser sei viel lustiger. Der Vater unternimmt an seinen Wochenenden immer Ausflüge, bei der Mutter findet der Schulalltag statt; eine enge Beziehung zur Tochter ist ihr sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Tochter), Unterdrückung nie die beste Option

Begründung: Eine enge Beziehung zu ihrer Tochter ist Kerstin sehr wichtig, ein Beziehungsziel in einer langfristigen Situation. Zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option C ist eine realistische Neubewertung, gestützt auf den Text: Der Vater sieht die Tochter nur jedes zweite Wochenende und macht dann immer Ausflüge, während bei Kerstin der Alltag stattfindet – der Vergleich sagt deshalb nichts über ihre Beziehung aus, und die Kränkung verliert an Kraft. Unterdrückung (D) lässt die Kränkung bestehen, und Akzeptanz (A) zieht einen Schluss, der dem Text nicht gerecht wird und die Beziehung aufgibt.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz passt nicht, die Situation ist nicht abgeschlossen und das Abfinden mit einer vermeintlich schwächeren Bindung schadet dem Beziehungsziel (Schritt 3)

B – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung lässt die Kränkung bestehen, bei einem Beziehungsziel nie die beste Option (Schritt 3)

Aufgabe 119Lösung D (Situationsveränderung)

Lehrer Nils wird von einem Schüler vor der Klasse wiederholt verspottet, während er sie auf eine Schularbeit vorbereiten muss. Er möchte den Unterricht ruhig fortsetzen und seine Autorität wahren.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Nils verfolgt ein Handlungsziel: Er möchte den Unterricht ruhig fortsetzen und seine Autorität wahren, zumal die Klasse noch auf die morgige Schularbeit vorbereitet werden muss. Eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch), die Situation ist akut. Das Ausagieren (B) ist maladaptiv und würde die Stunde weiter stören. Nach System B führt nur Option D direkt zum Ziel, weil Nils die Störung ruhig, aber bestimmt unterbindet und sofort zum Stoff zurückkehrt. Neubewertung (A) und Ablenkung (C) mildern nur seinen Ärger und beenden die Störung nicht.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung mildert nur seinen Ärger und beendet die Störung nicht (Schritt 3)

B – Ausagieren ist maladaptiv und untergräbt einen ruhigen Unterricht (Schritt 2)

C – Ablenkung wirkt nur innerlich und stellt die Ruhe in der Klasse nicht her (Schritt 3)

Aufgabe 120Lösung D (Ablenkung)

Eine Studentin ist nach einer Nachtschicht völlig erschöpft und ärgert sich über das schmutzige Geschirr ihres Mitbewohners. Zum Entspannen schaut sie am liebsten die Kochvideos ihrer Lieblingsköchin.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Die Studentin ist nach der Nachtschicht völlig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung C im Ausschlussfilter weg, weil sie kognitive Ressourcen erfordert; das Zurechtlegen der Worte für morgen (A) ist Grübeln und damit maladaptiv. Ihr Ärger ist akut, und laut Matrix ist Ablenkung die geeignete Strategie. Mit D und B bleiben zwei Ablenkungen übrig. Den Ausschlag gibt der Text-Anker: Die Kochvideos ihrer Lieblingsköchin, die sie zum Entspannen schaut, werden ausdrücklich genannt und kosten zudem kaum Kraft – daher Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

B – Ablenkung ohne Bezug zur im Text genannten Ressource (Kochvideos) und zudem anstrengender (Schritt 4)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 121Lösung B (Soziale Unterstützung)

In einem Pflegeheim ist eine beliebte Bewohnerin verstorben; die Bewohnerinnen ihrer Wohngruppe und mehrere Pflegekräfte sind traurig, auch die Heimleiterin. Sie fühlt sich für Bewohner und Team verantwortlich.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Mitbetroffene (Bewohner und Team), Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Diana ist nicht allein betroffen: Die Bewohnerinnen der Wohngruppe und das Pflegeteam trauern um die Verstorbene, und als Heimleiterin trägt sie Verantwortung für beide; das Ziel ergibt sich implizit aus den Mitbetroffenen. Der Todesfall ist abgeschlossen, zur Kapazität gibt es keine Angabe. Eine gemeinsame Verabschiedung (B) gibt allen Raum, sich zu erinnern und die Trauer gemeinsam zu verarbeiten. Option A nennt die Rückkehr zur Normalität wörtlich, lässt die Mitbetroffenen aber mit ihrer Trauer allein; der Ausflug (C) übergeht die Trauer nur.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, Bewohner und Team bekommen keinen Raum für ihre Trauer (Schritt 3)

C – Ablenkung übergeht die Trauer der Mitbetroffenen, statt sie gemeinsam zu verarbeiten (Schritt 3)

D – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 122Lösung A (Situationsveränderung)

Der Verkäufer Martin ärgert sich über einen Kunden, der aggressiv einen Staubsauger reklamiert, und kann dessen Sicht nicht nachvollziehen. Er muss die Reklamation heute ordnungsgemäß abwickeln.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – Perspektivwechsel fehlt, Handlungsziel → Reklamation sachlich abwickeln

Begründung: Martin muss die Reklamation heute ordnungsgemäß abwickeln – ein klares Handlungsziel. Laut Text kann er die Sicht des Kunden gerade überhaupt nicht nachvollziehen, daher scheidet die Neubewertung aus dessen Perspektive in Option B aus; die Zurechtweisung des Kunden ist Ausagieren. Die kurze Gedankenreise ins Wochenende in Option C bringt die Reklamation keinen Schritt weiter. Martin ist ausgeruht und konzentriert, und Option A erreicht das Ziel direkt, weil er die Reklamation sachlich bearbeitet und eine Lösung anbietet.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung aus Sicht des Kunden setzt den Perspektivwechsel voraus, den er laut Text gerade nicht leisten kann (Schritt 2)

C – Ablenkung – bringt die Abwicklung der Reklamation nicht voran und erreicht das Handlungsziel nicht (Schritt 3)

D – Ausagieren ist maladaptiv und verhindert eine ordnungsgemäße Abwicklung (Schritt 2)

Aufgabe 123Lösung D (Situationsveränderung)

Jonas ist für seine Kochkünste bekannt. Seine Partnerin ist nach einem beruflichen Rückschlag niedergeschlagen, und er möchte sie heute Abend aufmuntern.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Jonas verfolgt ein Handlungsziel: Er möchte seine Partnerin heute Abend aufmuntern; eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Neubewertung (A) und Unterdrückung (C) regulieren nur seine eigenen Gefühle und muntern die Partnerin nicht auf. Die Optionen D und B führen beide in diese Richtung, daher entscheidet der Tiebreaker. Jonas ist für seine Kochkünste bekannt – Option D nutzt genau diese Stärke und verbindet sie mit Zuwendung.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung reguliert nur seine eigene Bedrücktheit und muntert die Partnerin nicht auf (Schritt 3)

B – Situationsveränderung – ist ebenfalls aufmunternd, nutzt aber seine Kochkünste nicht (Schritt 4)

C – Unterdrückung kontrolliert nur seinen Gefühlsausdruck und muntert die Partnerin nicht auf (Schritt 3)

Aufgabe 124Lösung A (Ablenkung)

Eine Architektin wartet nervös auf die Entscheidung einer Wettbewerbsjury, die in 15 Minuten verkündet wird. In ihrer Tasche hat sie ihr Skizzenbuch, in dem sie gern zeichnet.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Die Entscheidung fällt in 15 Minuten, an ihrem Entwurf kann die Architektin nichts mehr ändern, und ihre Nervosität steigt gerade – die Situation ist akut. Zur Kapazität gibt es keine Angaben, sie gilt daher als hoch, und ein Ziel, vor der Konkurrenz gelassen zu wirken, wird nicht genannt; laut Matrix ist deshalb Ablenkung die beste Strategie. A und B sind beide Ablenkungen. Den Ausschlag gibt der Text-Anker: Das Skizzenbuch, in dem sie in freien Minuten gern zeichnet, wird ausdrücklich erwähnt – daher Option A.

Warum nicht die anderen:

B – Ablenkung ohne Bezug zur im Text genannten Ressource (Skizzenbuch) (Schritt 4)

C – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung – ohne Außenwirkungsziel laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 125Lösung A (Neubewertung)

Eine Oberärztin fühlt sich gekränkt und ärgert sich, weil ihr ein Assistenzarzt in der Fallbesprechung vor dem Team höflich widerspricht; in ihrer Abteilung ist das ausdrücklich erwünscht. Offene Teamkultur und Vertrauen im Team sind ihr sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – unrealistische Neubewertung raus, Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Theresa sind eine offene Teamkultur und Vertrauen im Team sehr wichtig, ein Beziehungsziel in einer täglichen, also langfristigen Zusammenarbeit. Sie ist ausgeschlafen und belastbar, ihre Kapazität ist hoch. Option A ist eine realistische Neubewertung, denn laut Text ist es in ihrer Abteilung ausdrücklich erwünscht, dass Assistenzärzte Bedenken äußern, und er hat höflich formuliert; Kränkung und Ärger verlieren damit ihre Grundlage. Option C nennt das Vertrauen wörtlich, doch die unterdrückten Gefühle bleiben und belasten den Umgang im Team, und Option B widerspricht dem Text.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung ist unrealistisch, er hat laut Text höflich formuliert und tut, was die Abteilung ausdrücklich wünscht (Schritt 2)

C – Unterdrückung nennt das Vertrauen nur wörtlich, Kränkung und Ärger bleiben und belasten die Teamkultur (Schritt 3)

D – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 126Lösung C (Situationsveränderung)

Die Teamleiterin einer IT-Firma spürt Ärger und Stress, weil der Server eines wichtigen Kunden ausgefallen ist und dessen Geschäftsführer wütend anruft; die Reparatur dauert etwa zwei Stunden. Sie möchte das Problem lösen, den Kunden halten und ihr Team nicht unter Druck setzen.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – mehrere Ziele, nur eine Handlung erfüllt Problemlösung, Kundenbindung und Teamschutz

Begründung: Die Teamleiterin verfolgt drei ausdrücklich genannte Ziele: das Problem lösen, den Kunden halten und ihr Team nicht unter Druck setzen. Die Situation ist akut, doch sie kann handeln, und ausgeschlafen und belastbar hat sie eine hohe Kapazität. Option C erfüllt alle drei Ziele, weil der Kunde ehrlich informiert wird und das Team in Ruhe an der Reparatur arbeiten kann. Option D verspricht Unrealistisches und setzt das Team unter Druck; Option A nennt die Kundenzufriedenheit wörtlich, trägt aber weder zur Lösung noch zur Information des Kunden bei.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung nennt die Kundenzufriedenheit nur wörtlich, löst aber weder das Problem noch informiert sie den Kunden (Schritt 3)

B – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Situationsveränderung mit unrealistischem Versprechen setzt das Team unter Druck und gefährdet das Vertrauen des Kunden, erfüllt also weniger Ziele (Schritt 3)

Aufgabe 127Lösung A (Neubewertung)

Pflegerin Josefine ist nach mehreren Todesfällen auf ihrer onkologischen Station traurig und zweifelt, ob sie die Arbeit auf Dauer machen kann. Sie ist gut erholt und belastbar und möchte langfristig auf der Station bleiben.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – langfristig + hohe Kapazität

Begründung: Josefine ist gut erholt und sehr belastbar (hohe Kapazität), und ihr Ziel, auf der Station zu bleiben, ist langfristig. Keine Option erreicht dieses Ziel durch eine konkrete Handlung, daher entscheidet die Matrix: Bei langfristiger Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Strategie – Option A. Diese Sichtweise ist realistisch, denn die Angehörigen haben sich ausdrücklich für ihre einfühlsame Begleitung bedankt. Ablenkung (C) hilft nur vorübergehend, Unterdrückung (B) lässt die Trauer bestehen, und Akzeptanz (D) ist bei hoher Kapazität nicht die erste Wahl.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung – verbirgt die Trauer nur, laut Matrix bei hoher Kapazität erst die letzte Wahl (Schritt 5)

C – Ablenkung – wirkt nur kurzfristig, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Akzeptanz – nimmt die Todesfälle nur hin, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 128Lösung A (Neubewertung)

Ein Abteilungsleiter ärgert sich, weil eine Mitarbeiterin gereizt auf sein Feedback reagiert; sie hat ihm anvertraut, dass sie ihren kranken Vater pflegt und kaum schläft. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist ihm sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Mitarbeiterin), Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Konstantin ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sehr wichtig, ein Beziehungsziel in einer langfristigen Situation. Er ist ausgeschlafen und fit, seine Kapazität ist hoch. Option A ist eine realistische Neubewertung, denn die Mitarbeiterin hat ihm laut Text anvertraut, dass sie ihren kranken Vater pflegt und kaum schläft – ihre Gereiztheit wird so verständlich, und der Ärger löst sich auf. Option D nennt das Ziel wörtlich, doch unterdrückter Ärger bleibt bestehen und belastet das Vertrauen.

Warum nicht die anderen:

B – Ablenkung wirkt nur kurz und trägt nichts zur vertrauensvollen Zusammenarbeit bei (Schritt 3)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung nennt die vertrauensvolle Zusammenarbeit nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet das Verhältnis zur Mitarbeiterin (Schritt 3)

Aufgabe 129Lösung C (Neubewertung)

Der Nachbar einer Frau hat den Nussbaum gefällt, der ihrer Terrasse Schatten gab; dafür bekommt ihr Gemüsebeet nun die lang ersehnte Sonne. Ärger ins Tagebuch zu schreiben, lässt sie erfahrungsgemäß nur weitergrübeln.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Tagebuchschreiben wirkt laut Text nicht, abgeschlossen + hohe Kapazität → Neubewertung

Begründung: Der Baum ist gefällt, daran lässt sich nichts mehr ändern – die Situation ist abgeschlossen. Die Frau ist gut erholt und belastbar (hohe Kapazität). Laut Text lässt sie das Schreiben ins Tagebuch nur weitergrübeln, daher wirkt Option B nicht; das wütende Zur-Rede-Stellen ist Ausagieren. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität Neubewertung die beste Strategie, Akzeptanz nur bei niedriger Kapazität. Option C ist realistisch, weil ihr Gemüsebeet laut Text jetzt die lang ersehnte Sonne bekommt.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz – laut Matrix nur bei abgeschlossener Situation mit niedriger Kapazität die beste Wahl (Schritt 5)

B – Tagebuchschreiben – lässt sie laut Text nur weitergrübeln und wirkt daher nicht (Schritt 2)

D – Ausagieren ist maladaptiv und belastet das Verhältnis zum Nachbarn (Schritt 2)

Aufgabe 130Lösung B (Ablenkung)

Silvia ist nach einem Nachtdienst völlig erschöpft und ärgert sich über einen unfreundlichen Brief vom Finanzamt. Erst nächste Woche kann sie die Sache mit ihrer Steuerberaterin klären.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Tiebreaker (Schritt 4) – Aufwand

Begründung: Silvia ist nach dem Nachtdienst völlig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung D im Ausschlussfilter weg, weil sie kognitive Ressourcen erfordert; das Vorformulieren des Antwortbriefs (C) ist Grübeln und damit maladaptiv. Bis zum Termin mit der Steuerberaterin kann sie nichts tun, und laut Matrix ist bei niedriger Kapazität Ablenkung die geeignete Strategie. Mit B und A bleiben zwei Ablenkungen übrig. Den Ausschlag gibt der Aufwand: Das neue Rezept mit fünfzehn Zutaten verlangt viel Planung und Konzentration, während Tee und Lieblingsmusik kaum Kraft kosten – daher Option B.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung, aber sehr aufwendig und daher bei niedriger Kapazität weniger geeignet (Schritt 4)

C – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 131Lösung D (Situationsveränderung)

Zorans Bassist hat die Songs für den großen Auftritt am Samstag nicht geübt. Zoran ist wütend und möchte, dass der Auftritt trotzdem gelingt.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Zorans Handlungsziel ist ein gelungener Auftritt am Samstag; bis dahin bleiben noch drei Tage, die Lage ist also veränderbar. Eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Nach System B führt nur Option D direkt zum Ziel, weil er mit zusätzlichen Proben und gezieltem Üben dafür sorgt, dass der Bassist die Songs bis Samstag beherrscht. Option C nennt das Ziel wörtlich, doch das Verbergen seines Ärgers ändert nichts daran, dass die Songs nicht sitzen – eine Wortlaut-Falle. Neubewertung (B) und Ablenkung (A) betreffen nur Zorans Ärger.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung reguliert nur seinen Ärger und bereitet die Band nicht auf den Auftritt vor (Schritt 3)

B – Neubewertung reguliert nur seinen Ärger und verbessert den Auftritt nicht (Schritt 3)

C – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, bringt dem Bassisten aber keinen einzigen Song bei (Schritt 3)

Aufgabe 132Lösung B (Unterdrückung)

Ein junger Stationsarzt wird bei seiner ersten Visite vom Primar vor einem Patienten nach einer seltenen Nebenwirkung gefragt und wird unsicher. Er möchte vor dem Patienten souverän wirken.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität, Ziel Außenwirkung

Begründung: Der Primar wartet am Krankenbett auf eine sofortige Antwort – die Situation ist akut. Der Arzt ist ausgeschlafen (hohe Kapazität), und sein Ziel betrifft ausdrücklich die Außenwirkung: Er möchte vor dem Patienten souverän wirken. Laut Matrix ist in diesem Sonderfall Unterdrückung die beste Strategie – Option B, bei der er nach außen ruhig bleibt und sachlich antwortet. Neubewertung D und Ablenkung A sichern seine Wirkung vor dem Patienten nicht unmittelbar.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – lenkt ihn von der Frage ab und sichert die Außenwirkung nicht, hier ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

C – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung – in der akuten Situation bleibt keine Zeit zum Verarbeiten, bei Außenwirkungsziel ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

Aufgabe 133Lösung A (Neubewertung)

Paul ist gut erholt, als sein Wein bei der Landesweinprämierung endgültig nur Silber bekommt. Zugleich hat kein anderer Jungwinzer so viele Punkte erreicht wie er.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + hohe Kapazität

Begründung: Das Ergebnis der Prämierung ist endgültig – die Situation ist abgeschlossen. Paul ist gut erholt (hohe Kapazität). Da kein Ziel genannt ist, das eine der Optionen direkt erreicht, entscheidet die Matrix: Bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Strategie. Option A ist realistisch, weil sie sich auf eine Tatsache aus dem Text stützt: Kein anderer Jungwinzer hat so viele Punkte erreicht wie er.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung – laut Matrix bei hoher Kapazität die letzte Wahl, die Enttäuschung bleibt innerlich bestehen (Schritt 5)

C – Akzeptanz – laut Matrix bei abgeschlossener Situation nur bei niedriger Kapazität die beste Wahl (Schritt 5)

D – Vermeidung ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 134Lösung A (Akzeptanz)

Emma ist nach einem Halbmarathon völlig erschöpft und erfährt, dass die Zeitmessung ausgefallen ist und sie trotz Bestzeit keine offizielle Zeit bekommt. Sie ist enttäuscht und ärgert sich.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Das Rennen ist vorbei, und der Veranstalter hat mitgeteilt, dass keine Zeiten nachgetragen werden können – die Situation ist abgeschlossen. Emma ist nach dem Halbmarathon körperlich wie geistig völlig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung C im Ausschlussfilter weg, auch wenn sie inhaltlich zutrifft. Die lautstarke Beschwerde B ist Ausagieren und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option A.

Warum nicht die anderen:

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Planen am selben Thema, bei niedriger Kapazität zu aufwendig; laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation Akzeptanz vorgesehen (Schritt 5)

Aufgabe 135Lösung D (Situationsveränderung)

Rezeptionist Otto wird von einem Gast beschimpft, dessen Zimmer überbucht ist. Er möchte dem Gast noch am selben Abend ein gleichwertiges Zimmer in einem Partnerhotel organisieren.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Otto verfolgt ein klares Handlungsziel: Der Gast soll noch heute Abend ein gleichwertiges Zimmer in einem Partnerhotel bekommen. Er ist gut erholt (hohe Kapazität), die Lage ist akut. Nach System B zählt die Wirkung: Nur Option D führt direkt zum Ziel, weil Otto sofort die Partnerhotels anruft und das Zimmer reserviert. Option B nennt das Ziel wörtlich, doch das Verbergen seiner Kränkung organisiert kein einziges Zimmer – eine Wortlaut-Falle. Neubewertung (A) und Ablenkung (C) verringern nur seinen eigenen Stress.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung reguliert nur seinen Stress und organisiert kein Ersatzzimmer (Schritt 3)

B – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, organisiert aber kein Zimmer (Schritt 3)

C – Ablenkung reguliert nur seinen Stress und löst das Problem des Gastes nicht (Schritt 3)

Aufgabe 136Lösung A (Neubewertung)

Eine fitte Turniertänzerin scheidet mit ihrem Partner im Viertelfinale der Staatsmeisterschaften aus, erreicht damit aber ihr bisher bestes Ergebnis. Sie ist sehr enttäuscht.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + hohe Kapazität

Begründung: Das Paar ist im Viertelfinale ausgeschieden, das Turnier ist vorbei – die Situation ist abgeschlossen. Die Tänzerin ist fit und klar im Kopf (hohe Kapazität). Da kein Ziel genannt ist, das eine Option direkt erreicht, entscheidet die Matrix: Bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Strategie. Option A ist realistisch, weil sie sich auf eine Tatsache aus dem Text stützt: Es ist das beste Ergebnis, das die beiden bei einer Staatsmeisterschaft je erreicht haben.

Warum nicht die anderen:

B – Akzeptanz – laut Matrix bei abgeschlossener Situation nur bei niedriger Kapazität die beste Wahl (Schritt 5)

C – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

D – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 137Lösung A (Situationsveränderung)

Ein kognitiv ausgelaugter Student verliert durch einen Laptop-Absturz zwei Tage Arbeit an seiner Seminararbeit, die er in einer Woche abgeben muss. In der Cloud liegt eine Sicherung vom Stand davor.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – niedrige Kapazität schließt Neubewertung aus, Handlungsziel → Situationsveränderung

Begründung: Der Student ist nach der Prüfungswoche kognitiv völlig ausgelaugt, seine Kapazität ist niedrig – die Neubewertung in Option D kostet zu viele Ressourcen und scheidet aus; die Selbstvorwürfe sind maladaptiv. Sein Ziel ist konkret: Er muss die Seminararbeit in einer Woche fristgerecht abgeben, es bleibt also Zeit zum Handeln. Ein Serienabend in Option B bringt die Arbeit nicht voran. Option A erreicht das Handlungsziel direkt, weil er mit der Cloud-Sicherung eine im Text genannte Ressource nutzt und das Neuschreiben auf eine Zeit verlegt, in der er wieder ausgeruht ist.

Warum nicht die anderen:

B – Ablenkung – bringt die Seminararbeit nicht voran und erreicht das Handlungsziel nicht (Schritt 3)

C – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 138Lösung B (Situationsveränderung)

Notfallsanitäterin Renate ist für ihr strukturiertes, systematisches Vorgehen bekannt. Sie trifft als Erste an einer Massenkarambolage ein und möchte bis zum Eintreffen des Notarztes alle Verletzten nach Dringlichkeit einteilen.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Renates Handlungsziel ist es, alle Verletzten bis zum Eintreffen des Notarztes nach Dringlichkeit einzuteilen; die Lage ist akut, eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Neubewertung (A) und Unterdrückung (C) regulieren nur ihre Angst und bringen die Sichtung nicht voran. Die Optionen B und D zielen beide auf die Sichtung, daher entscheidet der Tiebreaker. Renate ist für ihr strukturiertes, systematisches Vorgehen auch unter großem Stress bekannt – Option B nutzt genau diese Stärke und koordiniert zugleich die nachkommenden Teams.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung reguliert nur ihre Angst und bringt die Sichtung nicht voran (Schritt 3)

C – Unterdrückung kontrolliert nur den Ausdruck ihrer Angst und teilt keinen Verletzten ein (Schritt 3)

D – Situationsveränderung – zielt ebenfalls auf die Sichtung, nutzt aber ihr systematisches Vorgehen nicht und kostet über ungeschulte Laien wertvolle Zeit (Schritt 4)

Aufgabe 139Lösung C (Ablenkung)

Die völlig erschöpfte Nadine sorgt sich am Flughafen um ihren Partner, dessen Flug wegen eines Unwetters Verspätung hat. Es fällt ihr schwer, sich selbst zu beruhigen, in der Tasche hat sie ihr Strickzeug.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Selbstberuhigung fällt schwer und niedrige Kapazität, akut → Ablenkung

Begründung: Nadine ist nach dem Nachtdienst völlig erschöpft, ihre Kapazität ist niedrig, und laut Text fällt es ihr schwer, sich selbst zu beruhigen – die beruhigende Neubewertung in Option B scheidet damit doppelt aus. Auch Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen und ist bei niedriger Kapazität ausgeschlossen; das Ausmalen eines Unglücks ist Katastrophisieren. Die Landung wird in etwa 40 Minuten erwartet, die Situation ist akut. Laut Matrix ist Ablenkung richtig, und Option C nutzt dafür das im Text genannte Strickzeug.

Warum nicht die anderen:

A – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Sorge (Schritt 2)

B – Neubewertung als Selbstberuhigung – genau das fällt ihr laut Text schwer; zudem niedrige Kapazität (Schritt 2)

D – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 140Lösung D (Akzeptanz)

Zeynep ist nach einem 12-Stunden-Dienst völlig ausgelaugt, als sie erfährt, dass die Wohnung, die sie unbedingt wollte, endgültig an jemand anderen vergeben wurde. Sie ist sehr enttäuscht.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Wohnung ist endgültig vergeben, der Mietvertrag ist unterschrieben – die Situation ist abgeschlossen. Zeynep ist nach dem 12-Stunden-Dienst völlig ausgelaugt (niedrige Kapazität), deshalb scheiden Neubewertung B und Unterdrückung A im Ausschlussfilter aus, weil beide kognitive Ressourcen kosten. Das stundenlange Fragen, was sie falsch gemacht hat (C), ist Grübeln und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 141Lösung C (Situationsveränderung)

Eine völlig erschöpfte Krankenpflegerin wird nach dem Nachtdienst von einer Kollegin scharf für ihre Dokumentation kritisiert. Eine gute Zusammenarbeit mit der Kollegin ist ihr sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – niedrige Kapazität schließt Neubewertung und Unterdrückung aus, Beziehungsziel → Gespräch vertagen

Begründung: Die Pflegerin ist nach dem Nachtdienst völlig erschöpft, ihre Kapazität ist niedrig – Neubewertung und Unterdrückung kosten kognitive Ressourcen und scheiden aus. Option B ist zudem eine Wortlaut-Falle: Sie nennt die gute Zusammenarbeit wörtlich, doch der Ärger bleibt bestehen und belastet die Beziehung. Die spitze Bemerkung zum Nachtdienst ist Ausagieren. Da die Zusammenarbeit weitergeht (langfristig) und ihr sehr wichtig ist, erreicht Option C das Ziel direkt: Sie klärt das Dringende sofort und verlegt das ausführliche Gespräch auf einen Zeitpunkt, an dem sie wieder ausgeruht ist.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen; nennt das Ziel nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet die Zusammenarbeit (Schritt 2)

D – Ausagieren ist maladaptiv und schadet der Zusammenarbeit (Schritt 2)

Aufgabe 142Lösung A (Ablenkung)

Regina ist mitten in einer intensiven Prüfungsphase körperlich und psychisch erschöpft und am Vorabend ihres Referats sehr nervös. Das Referat ist bereits fertig vorbereitet.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Regina ist körperlich und psychisch erschöpft (niedrige Kapazität), daher scheiden Neubewertung (C) und Unterdrückung (B) im Ausschlussfilter aus. Ihr Ziel betrifft nur die eigene Nervosität, und da das Referat fertig vorbereitet ist, gibt es keine Handlung, die es direkt erreicht – es entscheidet die Matrix. Das Referat ist erst morgen früh, bis dahin bleibt Zeit (langfristig); bei niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor – Option A. Akzeptanz (D) ist laut Matrix für abgeschlossene Situationen vorgesehen und hier nur Fallback.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Akzeptanz – bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor, Akzeptanz erst im Fallback danach (Schritt 5)

Aufgabe 143Lösung D (Akzeptanz)

Eine Pensionistin ist nach einer Reha noch sehr erschöpft, als sie erfährt, dass ihr Lieblingswanderweg nach einem Felssturz dauerhaft gesperrt bleibt. Sie ist sehr traurig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Der Weg bleibt nach dem Felssturz dauerhaft gesperrt, eine Sanierung ist ausgeschlossen – die Situation ist abgeschlossen. Die Pensionistin ist nach der Reha noch sehr erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung B im Ausschlussfilter weg. Die Befürchtung, bald würden alle Wege gesperrt (C), ist Katastrophisieren und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option D; das Planen einer anspruchsvollen neuen Route (A) ist aufwendiges Planen am selben Thema und bei niedriger Kapazität nicht die beste Wahl.

Warum nicht die anderen:

A – Planen am selben Thema, bei niedriger Kapazität zu aufwendig; laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation Akzeptanz vorgesehen (Schritt 5)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 144Lösung B (Ablenkung)

Ein Mann sorgt sich im Kino, ob er den Herd ausgeschaltet hat, obwohl er es weiß und sogar ein Foto davon gemacht hat. Auf den Film freut er sich seit Wochen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Wissen hilft laut Text nicht, Bestätigung mit gleichem Inhalt ebenso wenig; akut + hohe Kapazität → Ablenkung

Begründung: Laut Text weiß der Mann, dass er den Herd ausgeschaltet hat, und hat sogar ein Foto davon – seine Sorge wird trotzdem größer. Eine Neubewertung mit genau diesem Inhalt ist also schon gescheitert, ebenso die Bestätigung durch seine Frau in Option A, die nur dasselbe Argument wiederholt. Das Kino zu verlassen ist Vermeidung und damit maladaptiv. Die Situation ist akut, zur Kapazität steht nichts im Text (hoch); laut Matrix ist Ablenkung richtig, und Option B nutzt dafür den Film, auf den er sich laut Text seit Wochen freut.

Warum nicht die anderen:

A – Soziale Unterstützung mit demselben Argument wie die gescheiterte Neubewertung, wirkt laut Text ebenso wenig (Schritt 2)

C – Neubewertung – er weiß bereits, dass er den Herd ausgeschaltet hat, die Sorge wird trotzdem größer (Schritt 2)

D – Vermeidung ist maladaptiv und bestätigt die Sorge nur (Schritt 2)

Aufgabe 145Lösung B (Situationsveränderung)

Eine Schülerin erzählt Klassenvorständin Birgit unter Tränen von der Trennung ihrer Eltern und von Schlafproblemen. Birgit möchte, dass die Schülerin rasch professionelle Unterstützung bekommt.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Birgits Handlungsziel ist es, der Schülerin rasch professionelle Unterstützung zu vermitteln; eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Das Verdrängen (D) ist maladaptiv und hilft der Schülerin nicht. Nach System B führt nur Option B direkt zum Ziel: Birgit nimmt die Schülerin ernst und organisiert noch am selben Tag einen begleiteten Termin bei der Schulpsychologin. Die Neubewertung (C) lindert nur Birgits eigene Betroffenheit, und mit der Akzeptanz (A) bleibt die Schülerin ohne professionelle Hilfe.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz – sie tröstet nur kurz, die Schülerin bleibt ohne professionelle Unterstützung (Schritt 3)

C – Neubewertung lindert nur Birgits eigene Betroffenheit und vermittelt keine Hilfe (Schritt 3)

D – Verdrängen ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 146Lösung A (Soziale Unterstützung)

Nach dem letzten Saisonspiel steht der Abstieg einer Hobby-Volleyballmannschaft fest, sie hat fast alle Spiele deutlich verloren. Das Team ist enttäuscht, auch der Kapitän, der sich für die Mannschaft verantwortlich fühlt.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – unrealistische Neubewertung raus, Mitbetroffene

Begründung: Arne ist nicht allein betroffen: Die ganze Mannschaft ist nach dem Abstieg enttäuscht, und als Kapitän fühlt er sich für sie verantwortlich; das Ziel ergibt sich implizit aus den Mitbetroffenen. Der Abstieg steht fest, die Situation ist abgeschlossen, und Arne ist belastbar. Ein gemeinsamer Abend (A) gibt allen Raum, die Enttäuschung auszusprechen und die Saison gemeinsam aufzuarbeiten. Option D widerspricht dem Text, denn die Mannschaft hat fast alle Spiele deutlich verloren; Unterdrückung (B) lässt das Team mit seiner Enttäuschung allein.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung – die mitbetroffene Mannschaft bleibt mit ihrer Enttäuschung allein (Schritt 3)

C – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Neubewertung ist unrealistisch, die Mannschaft hat laut Text fast alle Spiele deutlich verloren (Schritt 2)

Aufgabe 147Lösung D (Ablenkung)

Stefan steckt auf dem Weg zum Flughafen in einem Stau, der noch mindestens zwanzig Minuten dauert. Eine Umfahrung gibt es nicht, und Stress und Ärger steigen in ihm auf.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität

Begründung: Stefan steckt gerade im Stau, er kann in den nächsten zwanzig Minuten nichts daran ändern, und Stress und Ärger steigen jetzt – die Situation ist akut. Zur Kapazität gibt es keine Angaben, sie gilt daher als hoch. Laut Matrix ist bei akuter Situation und hoher Kapazität Ablenkung die beste Strategie – Option D. Die Neubewertung C braucht Zeit zum Verarbeiten, und die Akzeptanz A kommt laut Matrix in dieser Lage erst nach der Ablenkung.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nachrangig, Ablenkung geht vor (Schritt 5)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Neubewertung – laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 148Lösung D (Neubewertung)

Eine Buchhalterin ärgert sich, weil ein neuer Kollege in der Probezeit ungefragt Aufgaben aus ihrem Bereich übernimmt; er will sich beweisen und lobt ihre Arbeit vor dem Chef. Ein guter Draht zu ihren Kollegen ist ihr wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – unrealistische Neubewertung raus, Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Simone legt Wert auf einen guten Draht zu ihren Kollegen, ein Beziehungsziel in einer langfristigen Zusammenarbeit. Sie ist ausgeruht und belastbar, ihre Kapazität ist hoch. Option D ist eine realistische Neubewertung, weil der Kollege laut Text selbst erzählt hat, dass er sich in der Probezeit beweisen möchte; sein Eifer richtet sich nicht gegen sie, und der Ärger verliert seine Grundlage. Option A nennt den guten Draht wörtlich, lässt den Ärger aber bestehen, und Option B widerspricht dem Text, denn er lobt ihre Arbeit sogar vor dem Chef.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung nennt den guten Draht nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet das Verhältnis zum Kollegen (Schritt 3)

B – Neubewertung ist unrealistisch, er will sich laut Text nur beweisen und lobt ihre Arbeit vor dem Chef (Schritt 2)

C – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 149Lösung B (Situationsveränderung)

Vertriebsleiter Dominik ist erschöpft, und freies Sprechen fällt ihm heute schwer. Er möchte das Messepublikum mit seinem Vortrag von einem neuen Produkt überzeugen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – fehlende Fähigkeit, Handlungsziel

Begründung: Dominiks Handlungsziel ist es, das Publikum vom neuen Produkt zu überzeugen; der Vortrag steht kurz bevor (akut). Er ist erschöpft (niedrige Kapazität) und merkt, dass ihm freies, spontanes Sprechen heute schwerfällt. Option A setzt genau diese fehlende Fähigkeit voraus und fällt im Ausschlussfilter weg; auch die Neubewertung (D) scheidet bei niedriger Kapazität aus. Die Ablenkung (C) läge laut Matrix nahe, doch System B hat Vorrang: Nur Option B führt mit vorbereiteten Hilfsmitteln trotz Erschöpfung zu einem klaren, überzeugenden Vortrag.

Warum nicht die anderen:

A – Situationsveränderung setzt freies, spontanes Sprechen voraus, das ihm heute laut Text schwerfällt (Schritt 2)

C – Ablenkung reguliert nur seine Nervosität und trägt nichts zur Überzeugungskraft des Vortrags bei (Schritt 3)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 150Lösung C (Neubewertung)

Eine Sozialarbeiterin ist frustriert, weil eine alleinerziehende Klientin mit drei kleinen Kindern und ohne Auto zum dritten Mal kurzfristig einen Termin absagt. Sie möchte eine tragfähige Arbeitsbeziehung zu ihr aufbauen.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Arbeitsbeziehung), Unterdrückung nie die beste Option

Begründung: Die Sozialarbeiterin verfolgt ein ausdrücklich genanntes Beziehungsziel: eine tragfähige Arbeitsbeziehung zur Klientin. Die Betreuung dauert noch mindestens ein Jahr, die Situation ist also langfristig, und gut erholt hat sie eine hohe Kapazität. Option C ist eine realistische Neubewertung, weil die Klientin laut Text alleinerziehend mit drei kleinen Kindern ist und ohne Auto lange Wege hat; der Frust verliert damit seine Grundlage. Unterdrückung (D) lässt den Frust bestehen, und Akzeptanz (A) gibt den Aufbau der Beziehung vorschnell auf.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz passt nicht, die Betreuung läuft noch und das Abfinden mit geringen Erwartungen schadet dem Aufbau der Arbeitsbeziehung (Schritt 3)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung lässt den Frust bestehen, bei einem Beziehungsziel nie die beste Option (Schritt 3)

Aufgaben 151–200

Aufgabe 151Lösung B (Ablenkung)

Felix wartet zehn Minuten vor seiner Trauung im Vorraum des Standesamts und wird immer nervöser. Auf seinem Handy hat er die Playlist, die er mit seiner Braut für die Hochzeitsreise zusammengestellt hat.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Die Trauung beginnt in zehn Minuten, Felix kann bis dahin nichts tun, und seine Nervosität steigt gerade – die Situation ist akut. Zur Kapazität gibt es keine Angaben, sie gilt daher als hoch, und ein Ziel, vor den Gästen souverän zu wirken, wird nicht genannt; laut Matrix ist deshalb Ablenkung die beste Strategie. B und C sind beide Ablenkungen. Den Ausschlag gibt der Text-Anker: Die gemeinsame Playlist für die Hochzeitsreise wird im Text ausdrücklich genannt – daher Option B.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung – ohne Außenwirkungsziel laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

C – Ablenkung ohne Bezug zur im Text genannten Ressource (gemeinsame Playlist) (Schritt 4)

D – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 152Lösung D (Ablenkung)

Andreas Zug steht wegen einer Signalstörung auf freier Strecke, und es dauert noch mindestens zwanzig Minuten. Sie kann nichts tun und ärgert sich.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Wissen hilft laut Text nicht, akut + hohe Kapazität

Begründung: Andrea weiß laut Text bereits, dass der Zug aus Sicherheitsgründen nicht weiterfahren darf, ihr Ärger steigt trotzdem – eine Neubewertung mit diesem Inhalt (C) ist also schon gescheitert. Der Zug steht gerade still und sie kann nichts tun (akut); zur Kapazität gibt es keine Angaben, sie gilt daher als hoch, und ein Außenwirkungsziel wird nicht genannt. Laut Matrix ist in dieser Lage Ablenkung die beste Strategie – Option D. Die Unterdrückung A ist ohne Außenwirkungsziel nicht angezeigt, und die lautstarke Beschwerde (B) ist Ausagieren.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung – ohne Außenwirkungsziel laut Matrix bei akuter Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Neubewertung – sie weiß das bereits, der Ärger steigt trotzdem (Schritt 2)

Aufgabe 153Lösung A (Neubewertung)

Lea ist zwei Monate nach dem Ende einer langen Beziehung noch traurig. Sie ist gut erholt und belastbar und möchte sich langfristig wieder für eine neue Partnerschaft öffnen.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – langfristig + hohe Kapazität

Begründung: Lea ist gut erholt und belastbar (hohe Kapazität), und die Offenheit für eine neue Partnerschaft ist ein langfristiges Ziel. Das Grübeln (B) ist maladaptiv und hält die Trauer aufrecht. Keine Option erreicht das Ziel durch eine konkrete Handlung, daher entscheidet die Matrix: Bei langfristiger Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Wahl – Option A. Sie ist realistisch, denn laut Text ist Lea heute viel klarer, was sie sich von einer Partnerschaft wünscht. Ablenkung (C) hilft nur vorübergehend, und Unterdrückung (D) verarbeitet die Trauer nicht.

Warum nicht die anderen:

B – Grübeln ist maladaptiv und hält die Trauer aufrecht (Schritt 2)

C – Ablenkung – wirkt nur kurzfristig, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Unterdrückung – verbirgt die Trauer nur, laut Matrix bei hoher Kapazität erst die letzte Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 154Lösung D (Neubewertung)

Eine Frau ärgert sich, weil ihr 82-jähriger Vater bei den wöchentlichen Fahrten zum Arzt ständig ihren Fahrstil kritisiert; er musste vor Kurzem seinen Führerschein abgeben. Ein gutes Verhältnis zu ihm ist ihr sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Vater), Unterdrückung nie die beste Option

Begründung: Ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater ist der Frau sehr wichtig, es handelt sich um ein Beziehungsziel. Da sie ihn jede Woche fährt, ist die Situation langfristig; zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option D stützt sich auf den Text: Der Vater musste gerade seinen Führerschein abgeben und vermisst seine Selbstständigkeit – so verliert die Kritik ihren persönlichen Stachel, und der Ärger löst sich auf. Unterdrückung (C) lässt den Ärger bestehen und belastet jede weitere Fahrt, Ablenkung (B) verändert am Verhältnis nichts.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

B – Ablenkung wirkt nur für die Dauer der Fahrt und trägt nichts zum guten Verhältnis zum Vater bei (Schritt 3)

C – Unterdrückung lässt den Ärger bestehen, bei einem Beziehungsziel nie die beste Option (Schritt 3)

Aufgabe 155Lösung B (Neubewertung)

Eine ausgeruhte Hobbyfotografin gewinnt einen Fotowettbewerb nicht, die Jury lobt aber ausdrücklich ihre originelle Bildidee. Sie ist enttäuscht.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + hohe Kapazität

Begründung: Der Wettbewerb ist endgültig entschieden – die Situation ist abgeschlossen. Die Fotografin ist ausgeruht und gut gelaunt (hohe Kapazität). Ein Ziel, das eine Option direkt erreicht, wird nicht genannt, deshalb entscheidet die Matrix: Bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Strategie. Option B ist realistisch, weil sie sich auf eine Tatsache aus dem Text stützt: Die Jury hat ihre Bildidee ausdrücklich gelobt.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz – laut Matrix bei abgeschlossener Situation nur bei niedriger Kapazität die beste Wahl (Schritt 5)

C – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 156Lösung D (Neubewertung)

Die Schulleitung hat das Schulgartenprojekt eines Lehrers endgültig gestrichen, dafür soll er die neue Umwelt-AG leiten. Mit Kollegen über seinen Ärger zu reden, macht ihn erfahrungsgemäß nur wütender.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Reden mit Kollegen wirkt laut Text nicht, abgeschlossen + hohe Kapazität → Neubewertung

Begründung: Die Schulleitung hat das Projekt endgültig gestrichen, die Situation ist abgeschlossen; der Lehrer ist gut erholt und belastbar (hohe Kapazität). Laut Text macht ihn das Reden mit Kollegen über seinen Ärger nur noch wütender, daher wirkt Option C nicht; die lautstarke Beschwerde ist Ausagieren. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und hoher Kapazität Neubewertung die beste Strategie, Akzeptanz nur bei niedriger Kapazität. Option D ist realistisch, weil er laut Text die neue Umwelt-AG leiten und dort eigene Themen setzen kann.

Warum nicht die anderen:

A – Akzeptanz – laut Matrix nur bei abgeschlossener Situation mit niedriger Kapazität die beste Wahl (Schritt 5)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Soziale Unterstützung – das Reden mit Kollegen macht ihn laut Text nur noch wütender (Schritt 2)

Aufgabe 157Lösung A (Ablenkung)

Paketzusteller Helmut ist nach einer langen Tour erschöpft und nach einem Beinahe-Unfall mit einem Kind aufgewühlt. Nach einer kurzen Pause muss er noch die letzten fünf Pakete ausliefern.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Helmut ist nach zehn Stunden Tour müde und erschöpft (niedrige Kapazität), daher fallen Neubewertung (C) und Unterdrückung (D) im Ausschlussfilter weg. Das Grübeln (B) ist maladaptiv und hält die Aufregung aufrecht. Der Beinahe-Unfall ist zwar vorbei, doch nach der kurzen Pause stehen noch die letzten Zustellungen an – die Situation ist also nicht abgeschlossen, sondern akut. Laut Matrix ist bei akuter Situation und niedriger Kapazität Ablenkung die geeignete Strategie – Option A.

Warum nicht die anderen:

B – Grübeln ist maladaptiv und hält die Aufregung aufrecht (Schritt 2)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 158Lösung A (Situationsveränderung)

Stationsärztin Vanessa ist für ihr diplomatisches Geschick bekannt. Zwei Pflegerinnen streiten heftig vor den Patientinnen und Patienten, und Vanessa möchte, dass die beiden wieder konstruktiv zusammenarbeiten.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Vanessas Handlungsziel ist, dass die beiden Pflegerinnen wieder konstruktiv zusammenarbeiten; eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Das Grübeln (D) ist maladaptiv, und die Neubewertung (B) mildert nur ihren eigenen Ärger, ohne den Konflikt zu lösen. Die Optionen A und C greifen beide in den Streit ein, daher entscheidet der Tiebreaker. Vanessa ist für ihr diplomatisches Geschick bekannt – Option A nutzt genau diese Stärke, indem sie vermittelt und mit beiden eine gemeinsame Lösung erarbeitet.

Warum nicht die anderen:

B – Neubewertung mildert nur ihren Ärger und lässt den Konflikt ungelöst (Schritt 3)

C – Situationsveränderung – beendet den Streit zwar, nutzt aber ihr diplomatisches Geschick nicht und fördert die Zusammenarbeit kaum (Schritt 4)

D – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 159Lösung C (Neubewertung)

Ein Friseur ärgert sich, weil eine Stammkundin wiederholt zwanzig Minuten zu spät kommt; sie ist Krankenpflegerin und kommt immer direkt nach dem Nachtdienst. Eine gute Beziehung zu seinen Stammkunden liegt ihm sehr am Herzen.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Stammkundin), Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Dem Friseur liegt eine gute Beziehung zu seinen Stammkunden sehr am Herzen, ein Beziehungsziel; da die Kundin regelmäßig kommt, ist die Situation langfristig. Zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option C ist eine realistische Neubewertung, denn laut Text kommt die Kundin immer direkt nach dem Nachtdienst im Spital – die Verspätung ist keine Respektlosigkeit, und der Ärger verliert seine Grundlage. Option D nennt den Erhalt der Stammkundin wörtlich, doch der unterdrückte Ärger bleibt bestehen und belastet die Beziehung.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung wirkt nur während des Termins und trägt nichts zur guten Beziehung bei (Schritt 3)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet die Beziehung zur Stammkundin (Schritt 3)

Aufgabe 160Lösung C (Neubewertung)

Jana hilft ihrer Mutter beim Umzug ins betreute Wohnen und ärgert sich, weil die Mutter alles kritisiert. Jana kann ihren Ärger nicht gut verbergen, ein gutes Verhältnis zur Mutter ist ihr sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – Unterdrückung ohne Fähigkeit raus, Beziehungsziel → Neubewertung

Begründung: Ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter ist Jana sehr wichtig – ein Beziehungsziel, und der Umzug zieht sich noch über mehrere Wochenenden (langfristig). Laut Text kann Jana ihren Ärger nicht gut verbergen, daher setzt Option B eine fehlende Fähigkeit voraus; zudem nennt sie das Ziel nur wörtlich, denn Unterdrückung lässt den Ärger bestehen. Die gereizte Bemerkung ist Ausagieren, und das schweigende Kistenschleppen in Option D lässt den Ärger ebenfalls bestehen und belastet das Verhältnis. Option C ist eine realistische Neubewertung, die sich auf die im Text genannte Angst der Mutter stützt und den Ärger auflöst.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv und schadet dem Verhältnis zur Mutter (Schritt 2)

B – Unterdrückung setzt voraus, den Ärger verbergen zu können – das kann sie laut Text nicht; nennt das Ziel nur wörtlich (Schritt 2)

D – Ablenkung – das Schweigen lässt den Ärger bestehen und hilft dem Verhältnis zur Mutter nicht (Schritt 3)

Aufgabe 161Lösung A (Soziale Unterstützung)

Der Klassenhamster einer Volksschulklasse ist am Wochenende gestorben; die Kinder sind sehr traurig, auch die Lehrerin trauert. Sie fühlt sich als Klassenlehrerin für die Kinder verantwortlich.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Mitbetroffene, Verantwortung für die Klasse, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Fiona ist nicht allein betroffen: Die ganze Klasse trauert um den Hamster, und als Klassenlehrerin trägt sie Verantwortung für die Kinder; das Ziel ergibt sich implizit aus den Mitbetroffenen. Der Verlust ist abgeschlossen, zur Kapazität gibt es keine Angabe. Der Sesselkreis (A) gibt allen Kindern Raum, ihre Trauer auszudrücken und gemeinsam zu verarbeiten. Option B nennt das Wohl der Kinder wörtlich, zeigt ihnen aber, dass Trauer versteckt werden muss; Ablenkung (C) übergeht die Gefühle der Kinder nur.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, die mitbetroffenen Kinder bekommen keinen Raum für ihre Trauer (Schritt 3)

C – Ablenkung übergeht die Trauer der mitbetroffenen Kinder, statt sie gemeinsam zu verarbeiten (Schritt 3)

D – Verdrängen ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 162Lösung D (Ablenkung)

Matthias ist nach einer Nachtschicht müde und ausgelaugt und hat wegen seiner Platzangst Angst vor der MRT-Untersuchung. Er wird in zehn Minuten aufgerufen.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Matthias ist nach der Nachtschicht müde und ausgelaugt (niedrige Kapazität). Deshalb fallen Neubewertung (B) und Unterdrückung (C) im Ausschlussfilter weg, und das Katastrophisieren (A) ist maladaptiv und würde seine Angst weiter steigern. Sein Ziel betrifft nur die eigene Angst, eine Handlung, die es direkt erreicht, wird nicht angeboten. Die Untersuchung steht in zehn Minuten bevor (akut), und bei niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor – Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Angst (Schritt 2)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 163Lösung C (Ablenkung)

Eine Lehrerin ärgert sich nach einem hitzigen, inzwischen abgeschlossenen Elternabend und kann die Sicht der Eltern nicht nachvollziehen. In einer Stunde beginnt ihre Chorprobe, auf die sie sich die ganze Woche freut.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Fallback: Perspektivwechsel fehlt, abgeschlossen + hohe Kapazität, Neubewertung gestrichen → Ablenkung

Begründung: Der Elternabend ist vorbei und es gibt nichts mehr zu klären, die Situation ist also abgeschlossen. Zur Kapazität steht nichts im Text, daher gilt hoch – laut Matrix wäre Neubewertung die erste Wahl. Doch laut Text kann die Lehrerin die Sicht der Eltern gerade überhaupt nicht nachvollziehen, daher scheidet die Neubewertung aus deren Perspektive in Option D aus; die scharfe E-Mail ist Ausagieren. Im Fallback bei hoher Kapazität folgt auf die Neubewertung die Situationsveränderung (nicht angeboten) und dann die Ablenkung: Option C nutzt die im Text genannte Chorprobe und geht damit der Akzeptanz vor.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv und verschärft den Konflikt mit den Eltern (Schritt 2)

B – Akzeptanz – im Fallback bei hoher Kapazität erst nach der Ablenkung vorgesehen (Schritt 5)

D – Neubewertung aus Sicht der Eltern setzt den Perspektivwechsel voraus, den sie laut Text gerade nicht leisten kann (Schritt 2)

Aufgabe 164Lösung B (Situationsveränderung)

Eine Mutter sorgt sich, weil ihr 16-jähriger Sohn im nächsten Monat mit Freunden allein auf ein großes Musikfestival fahren möchte. Sie möchte, dass er sicher ist, das Vertrauen erhalten bleibt und er selbstständiger wird.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – mehrere Ziele, nur eine Handlung erfüllt Sicherheit, Vertrauen und Selbstständigkeit

Begründung: Nicole verfolgt drei ausdrücklich genannte Ziele: die Sicherheit ihres Sohnes, das Vertrauen zwischen ihnen und seine Selbstständigkeit. Das Festival ist erst in einem Monat, es bleibt also Zeit, und zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option B erfüllt alle drei Ziele: Die Erlaubnis zeigt Vertrauen und fördert die Selbstständigkeit, die klaren Absprachen sorgen für Sicherheit. Das Verbot (D) erfüllt nur das Sicherheitsziel, und die Neubewertung (C) lässt gerade die Sicherheit außer Acht.

Warum nicht die anderen:

A – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Neubewertung passt zu Vertrauen und Selbstständigkeit, trägt aber nichts zur Sicherheit des Sohnes bei (Schritt 3)

D – Situationsveränderung sichert nur das Sicherheitsziel, schadet aber Vertrauen und Selbstständigkeit, erfüllt also weniger Ziele (Schritt 3)

Aufgabe 165Lösung B (Neubewertung)

Ein sehr guter Pilotenanwärter wird zwei Wochen vor dem entscheidenden Simulator-Check zunehmend unsicher. Zusätzliche Simulatorstunden machen ihn erfahrungsgemäß nur noch unsicherer.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – zusätzliches Training wirkt laut Text nicht, langfristig + hohe Kapazität → Neubewertung

Begründung: Laut Text machen zusätzliche Simulatorstunden den Anwärter nur noch unsicherer – Option D wirkt also nicht und scheidet aus, ebenso das maladaptive Katastrophisieren. Der Check ist erst in zwei Wochen (langfristig), und er ist ausgeschlafen und fit (hohe Kapazität). Laut Matrix ist dann Neubewertung die beste Strategie, nicht Ablenkung. Option B ist realistisch, weil er alle Übungsflüge sicher bestanden hat, und nutzt seine Fähigkeit, sein Können gut einzuschätzen.

Warum nicht die anderen:

A – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Unsicherheit (Schritt 2)

C – Ablenkung – laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Situationsveränderung – zusätzliche Simulatorstunden machen ihn laut Text nur noch unsicherer (Schritt 2)

Aufgabe 166Lösung D (Situationsveränderung)

Bei Zoes Eigentümerversammlung eskaliert die Diskussion über eine dringende Dachsanierung, die schon zweimal vertagt wurde. Sie möchte, dass heute ein Beschluss gefasst wird.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Zoes Handlungsziel ist ein Beschluss über die Dachsanierung noch am heutigen Abend; sie ist ausgeschlafen (hohe Kapazität), die Lage ist akut. Mit der Akzeptanz (C) vertagt sie den Punkt ein drittes Mal und schadet damit direkt dem Ziel. Nach System B führt nur Option D zum Beschluss, weil sie die Diskussion strukturiert, die Argumente bündelt und die Abstimmung herbeiführt. Option A nennt den Beschluss wörtlich, doch durch bloßes Hoffen kommt bei einer eskalierenden Diskussion keine Abstimmung zustande – eine Wortlaut-Falle. Die Ablenkung (B) betrifft nur ihren Ärger.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung nennt das Ziel nur wörtlich, bewirkt aber keinen Beschluss (Schritt 3)

B – Ablenkung reguliert nur ihren Ärger und führt keinen Beschluss herbei (Schritt 3)

C – Akzeptanz – sie vertagt den Punkt erneut und schadet damit direkt dem Ziel (Schritt 2)

Aufgabe 167Lösung A (Ablenkung)

Die völlig erschöpfte Radiomoderatorin Amelie ärgert sich im Live-Interview über einen arroganten Gast. Es ist ihr sehr wichtig, vor den Hörerinnen und Hörern professionell zu wirken.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität schließt Unterdrückung und Neubewertung aus, akut → Ablenkung

Begründung: Amelie ist nach dem Nachtflug völlig erschöpft, ihre Kapazität ist niedrig. Damit scheiden Neubewertung und Unterdrückung aus, weil beide kognitive Ressourcen kosten. Option B ist eine Wortlaut-Falle: Sie nennt das Ziel, professionell zu wirken, wörtlich, ist bei dieser Erschöpfung aber nicht durchzuhalten; der spitze Konter ist Ausagieren. Die Situation ist akut, laut Matrix ist bei niedriger Kapazität Ablenkung richtig – Option A lenkt ihre Aufmerksamkeit auf die im Text genannten Moderationskarten und hilft ihr so, professionell weiterzumoderieren.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen und ist bei niedriger Kapazität ausgeschlossen, auch wenn sie das Ziel wörtlich nennt (Schritt 2)

C – Ausagieren ist maladaptiv und widerspricht dem professionellen Auftreten (Schritt 2)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 168Lösung A (Situationsveränderung)

Ein Geschichtelehrer, der für sein fesselndes Erzählen bekannt ist, ärgert sich am letzten Schultag über seine unruhige Klasse. Er möchte ihre Aufmerksamkeit für die letzte Stunde gewinnen.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Das Ziel ist ausdrücklich genannt: Der Lehrer möchte die Aufmerksamkeit der Klasse für die letzte Stunde gewinnen. Sowohl A als auch B sind konkrete Handlungen, die dieses Ziel erreichen können, während D nur seinen eigenen Ärger verbirgt und an der Unruhe nichts ändert. Bei diesem Gleichstand entscheidet die positive Fähigkeit: Laut Text ist er dafür bekannt, fesselnd Geschichten erzählen zu können. Option A nutzt genau diese Stärke und ist deshalb am wirksamsten.

Warum nicht die anderen:

B – Situationsveränderung erreicht das Ziel ebenfalls, nutzt aber nicht die im Text genannte Stärke (fesselndes Erzählen) (Schritt 4)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung kontrolliert nur den eigenen Ausdruck und gewinnt die Aufmerksamkeit der Klasse nicht (Schritt 3)

Aufgabe 169Lösung C (Soziale Unterstützung)

Der lang geplante Familienurlaub fällt wegen eines Streiks endgültig aus; die ganze Familie ist enttäuscht, auch der Vater. Er fühlt sich für seine Familie verantwortlich.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Mitbetroffene, Verantwortung als Vater

Begründung: Der Vater ist nicht allein betroffen: Seine Frau und die beiden Kinder sind ebenso enttäuscht, und er fühlt sich für die Familie verantwortlich; das Ziel ergibt sich implizit aus den Mitbetroffenen. Der Urlaub fällt endgültig aus, die Situation ist abgeschlossen, zur Kapazität gibt es keine Angabe. Option C lässt alle ihre Enttäuschung aussprechen und richtet den Blick gemeinsam nach vorne. Die Neubewertung (D) ist zwar realistisch, entlastet aber nur ihn selbst; Unterdrückung (B) lässt die Familie mit ihrer Enttäuschung allein.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

B – Unterdrückung – die mitbetroffene Familie bleibt mit ihrer Enttäuschung allein (Schritt 3)

D – Neubewertung entlastet nur ihn selbst, die mitbetroffene Familie wird nicht einbezogen (Schritt 3)

Aufgabe 170Lösung D (Situationsveränderung)

Bankberaterin Luisa muss einem jungen Paar mitteilen, dass sein Kredit abgelehnt wurde. Sie möchte die Ablehnung verständlich erklären und Alternativen aufzeigen, damit das Paar Kunde der Bank bleibt.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Luisas Handlungsziel ist es, die Ablehnung verständlich zu erklären und realistische Alternativen aufzuzeigen; sie ist gut erholt (hohe Kapazität), und das Gespräch steht noch bevor. Die Vermeidung (C) ist maladaptiv, denn sie gibt das Gespräch und damit ihr Ziel ab. Nach System B erfüllt nur Option D beide Teile direkt, weil sie die Gründe offenlegt und konkrete Finanzierungsmöglichkeiten durchrechnet. Die Unterdrückung (B) mit knapper Mitteilung lässt Erklärung und Alternativen weg, und die Neubewertung (A) betrifft nur ihr eigenes Unwohlsein.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung reguliert nur ihr Unwohlsein und zeigt dem Paar keine Alternativen auf (Schritt 3)

B – Unterdrückung – die knappe Mitteilung lässt Erklärung und Alternativen weg und gefährdet die Kundenbeziehung (Schritt 3)

C – Vermeidung ist maladaptiv, sie gibt das Gespräch und damit ihr Ziel ab (Schritt 2)

Aufgabe 171Lösung A (Situationsveränderung)

Melanie hat eine Jobabsage erhalten und kann sich heute über nichts richtig freuen. Ihre Schwester verkündet ihre Verlobung, und Melanie möchte ihr zeigen, dass sie sich für sie freut und für sie da ist.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – fehlende Fähigkeit, Handlungsziel

Begründung: Melanies Handlungsziel ist es, ihrer Schwester Freude und Unterstützung zu zeigen; eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Laut Text kann sie sich heute über nichts richtig freuen – Option D setzt ausgelassene Freude voraus, würde aufgesetzt wirken und fällt deshalb im Ausschlussfilter weg. Die Selbstvorwürfe (B) sind maladaptiv, und die Neubewertung (C) betrifft nur ihre eigene Enttäuschung. Übrig bleibt Option A: Herzliche Gratulation und echtes Interesse zeigen Zuneigung, ohne überschwängliche Freude vorauszusetzen.

Warum nicht die anderen:

B – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

C – Neubewertung reguliert nur ihre eigene Enttäuschung und zeigt der Schwester keine Anteilnahme (Schritt 3)

D – Situationsveränderung setzt ausgelassene Freude voraus, die ihr heute laut Text fehlt (Schritt 2)

Aufgabe 172Lösung A (Situationsveränderung)

Ein Zahnarzt ärgert sich, weil eine langjährige Patientin, die für zwei Füllungen eingeplant ist und an einem Zahn starke Schmerzen hat, 25 Minuten zu spät kommt; das Wartezimmer ist voll. Er möchte den Zeitplan einhalten, die Patientin gut versorgen und die gute Beziehung erhalten.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – mehrere Ziele, nur eine Handlung erfüllt Zeitplan, Versorgung und Beziehung

Begründung: Philipp verfolgt drei ausdrücklich genannte Ziele: den Zeitplan einhalten, die Patientin gut versorgen und die gute Beziehung zu ihr erhalten. Er ist ausgeruht und fit, seine Kapazität ist hoch, und er kann noch handeln. Option A erfüllt alle drei Ziele, weil der schmerzende Zahn sofort behandelt wird, der neue Termin den Zeitplan entlastet und die freundliche Vereinbarung die Beziehung schützt. Option C versorgt die Patientin vollständig, bringt aber den Zeitplan durcheinander; Option D nennt die Beziehung wörtlich, löst aber weder das Zeit- noch das Versorgungsproblem.

Warum nicht die anderen:

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Situationsveränderung versorgt die Patientin, verletzt aber den Zeitplan und erfüllt damit weniger Ziele (Schritt 3)

D – Unterdrückung nennt die gute Beziehung nur wörtlich, sichert aber weder den Zeitplan noch die Versorgung der Patientin (Schritt 3)

Aufgabe 173Lösung D (Ablenkung)

Die Partnerin von Lars bekommt gerade einen geplanten Kaiserschnitt, und er muss etwa 30 Minuten im Warteraum ausharren. Auf seinem Handy spielt er gerade ein spannendes Online-Schachturnier.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Tiebreaker (Schritt 4) – Text-Anker

Begründung: Lars weiß laut Text bereits, dass ein geplanter Kaiserschnitt ein Routineeingriff ist – seine Sorge steigt trotzdem, die Neubewertung B ist also schon gescheitert. Der Eingriff läuft gerade, er kann nichts tun (akut); zur Kapazität gibt es keine Angaben, sie gilt daher als hoch, und laut Matrix ist Ablenkung die beste Strategie. Sowohl D als auch A sind Ablenkungen. Den Ausschlag gibt der Text-Anker: Das spannende Online-Turnier in seiner Schach-App wird im Text ausdrücklich genannt – daher Option D.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung ohne Bezug zur im Text genannten Ressource (Schachturnier) (Schritt 4)

B – Neubewertung – er weiß bereits, dass es ein Routineeingriff ist, die Sorge steigt trotzdem (Schritt 2)

C – Katastrophisieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 174Lösung D (Ablenkung)

Die Medizinstudentin Leonie wird kurz vor ihrer ersten Blutabnahme an einer Patientin immer nervöser, obwohl sie weiß, dass sie die Technik sicher beherrscht. Vor ihr steht das Tablett, das sie noch herrichten muss.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Wissen um das eigene Können hilft laut Text nicht, Zuspruch mit gleichem Inhalt ebenso wenig; akut + hohe Kapazität → Ablenkung

Begründung: Laut Text weiß Leonie bereits, dass sie die Technik sicher beherrscht, und wird trotzdem immer nervöser – eine Neubewertung mit genau diesem Inhalt ist also schon gescheitert und scheidet aus. Der Zuspruch der Stationsärztin in Option A wiederholt nur dasselbe Argument und wirkt ebenso wenig; das Ausmalen einer misslungenen Blutabnahme ist Katastrophisieren. Die Blutabnahme beginnt in fünf Minuten (akut), zur Kapazität steht nichts im Text (hoch). Laut Matrix ist Ablenkung richtig, und Option D lenkt ihre Aufmerksamkeit auf das im Text genannte Tablett, das sie ohnehin herrichten muss.

Warum nicht die anderen:

A – Soziale Unterstützung mit demselben Argument wie die gescheiterte Neubewertung, wirkt laut Text ebenso wenig (Schritt 2)

B – Katastrophisieren ist maladaptiv und steigert die Nervosität (Schritt 2)

C – Neubewertung – sie weiß bereits, dass sie die Technik sicher beherrscht, die Nervosität steigt trotzdem (Schritt 2)

Aufgabe 175Lösung B (Situationsveränderung)

Biologielehrerin Alina ist für ihre kreativen Unterrichtsideen bekannt. Ihre Klasse zeigt kein Interesse an der Zellbiologie, und sie möchte die Schülerinnen und Schüler dafür begeistern.

Entscheidender Schritt: Tiebreaker (Schritt 4) – positive Fähigkeit

Begründung: Alinas Handlungsziel ist es, die Klasse für die Zellbiologie zu begeistern; eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Mit der Akzeptanz (C) gibt sie dieses Ziel auf, und die Neubewertung (D) lindert nur ihren Frust, ohne die Klasse zu erreichen. Die Optionen B und A zielen beide darauf, die Aufmerksamkeit der Klasse zurückzugewinnen, daher entscheidet der Tiebreaker. Alina ist für ihre kreativen Unterrichtsideen bekannt – Option B nutzt genau diese Stärke und macht das Thema durch eigenes Gestalten erlebbar.

Warum nicht die anderen:

A – Situationsveränderung – setzt auf Prüfungsdruck statt Begeisterung und nutzt ihre Kreativität nicht (Schritt 4)

C – Akzeptanz – sie gibt das Ziel auf und zieht den Stoff unverändert durch (Schritt 2)

D – Neubewertung lindert nur ihren Frust und begeistert die Klasse nicht (Schritt 3)

Aufgabe 176Lösung B (Situationsveränderung)

Eine Werkstattleiterin ärgert sich, weil ihr Lehrling die Radmuttern eines Kundenautos nicht mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen hat; der Kunde kommt erst in einer Stunde. Sie möchte, dass der Lehrling diesen Arbeitsschritt wirklich lernt.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – selbst erledigen untergräbt Lernziel, Handlungsziel mit Zeit

Begründung: Die Werkstattleiterin verfolgt ein klares Handlungsziel: Der Lehrling soll den Arbeitsschritt wirklich lernen. Bis zur Abholung bleibt eine Stunde, und sie ist ausgeruht und fit, die Kapazität ist also hoch. Option B erreicht das Ziel direkt, weil der Lehrling den richtigen Umgang mit dem Drehmomentschlüssel gezeigt bekommt und ihn sofort selbst anwendet. Option C behebt nur den Fehler und untergräbt das Lernziel; die Neubewertung (A) dämpft ihren Ärger, bewirkt aber nicht, dass der Lehrling etwas lernt.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung beruhigt sie zwar, bewirkt aber nicht, dass der Lehrling den Arbeitsschritt lernt (Schritt 3)

C – Situationsveränderung – selbst nachziehen untergräbt das Lernziel, der Lehrling lernt dabei nichts (Schritt 2)

D – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 177Lösung A (Neubewertung)

Eine Pflegerin ärgert sich, weil die Tochter einer neuen Bewohnerin jeden ihrer Handgriffe misstrauisch kontrolliert; die Mutter wurde im vorigen Heim schlecht versorgt. Eine gute Zusammenarbeit mit den Angehörigen ist ihr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Angehörige), Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Der Pflegerin ist eine gute Zusammenarbeit mit den Angehörigen wichtig, ein Beziehungsziel; die Bewohnerin ist neu eingezogen, die Situation ist also langfristig. Sie ist ausgeruht und fit, ihre Kapazität ist hoch. Option A ist eine realistische Neubewertung, weil die Mutter laut Text im vorigen Heim schlecht versorgt wurde und ein Druckgeschwür hatte – das Misstrauen der Tochter ist verständlich, und der Ärger löst sich auf. Option D nennt die Zusammenarbeit wörtlich, doch der unterdrückte Ärger bleibt bestehen und belastet jede weitere Begegnung.

Warum nicht die anderen:

B – Ablenkung wirkt nur kurz und trägt nichts zur guten Zusammenarbeit mit der Tochter bei (Schritt 3)

C – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung nennt die Zusammenarbeit nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet das Verhältnis zur Tochter (Schritt 3)

Aufgabe 178Lösung C (Akzeptanz)

Magdalena ist nach einem langen Nachtdienst völlig ausgelaugt, als ein Pferd trotz Kolik-Operation eingeschläfert werden muss. Für sie gibt es nichts mehr zu tun, und sie ist sehr traurig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Das Pferd wurde eingeschläfert, für Magdalena gibt es nichts mehr zu tun – die Situation ist abgeschlossen. Nach dem langen Nachtdienst ist sie völlig ausgelaugt (niedrige Kapazität), deshalb scheiden Neubewertung A und Unterdrückung D im Ausschlussfilter aus, weil beide kognitive Ressourcen kosten. Das Verdrängen B ist maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option C.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Verdrängen ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 179Lösung B (Neubewertung)

Stationsleiterin Karin ist frustriert über einen monatelangen Personalmangel, der noch bis ins nächste Jahr anhält. Ihr Team ist trotz der Belastung enger zusammengerückt; sie ist gut erholt und möchte selbst motiviert bleiben.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – langfristig + hohe Kapazität

Begründung: Karin ist gut erholt und sehr belastbar (hohe Kapazität), und der Personalmangel dauert noch bis ins nächste Jahr (langfristig). Das Katastrophisieren (A) ist maladaptiv und verstärkt ihren Frust. Ihr Ziel, selbst motiviert zu bleiben, wird durch keine konkrete Handlung direkt erreicht, daher entscheidet die Matrix: Bei langfristiger Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Wahl – Option B. Diese Sichtweise ist realistisch, denn laut Text ist das Team enger zusammengerückt, und bisher konnte jeder Dienst besetzt werden. Unterdrückung (C) lässt den Frust bestehen, und Akzeptanz (D) dämpft eher ihre Motivation.

Warum nicht die anderen:

A – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt den Frust (Schritt 2)

C – Unterdrückung – verbirgt den Frust nur, laut Matrix bei hoher Kapazität erst die letzte Wahl (Schritt 5)

D – Akzeptanz – nimmt die Lage nur hin, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 180Lösung C (Unterdrückung)

Ein ausgeruhter Mann bekommt bei der Pokerrunde mit Freunden zum dritten Mal ein schlechtes Blatt und ärgert sich. Er möchte sich nichts anmerken lassen, damit die anderen seine Karten nicht erraten.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität, Ziel Außenwirkung

Begründung: Die Karten sind gerade ausgeteilt, und die anderen beobachten ihn genau – die Situation ist akut. Der Mann ist ausgeruht (hohe Kapazität), und sein Ziel betrifft ausdrücklich die Außenwirkung: Er möchte sich nichts anmerken lassen, damit die anderen seine Karten nicht erraten. Laut Matrix ist in diesem Fall Unterdrückung die beste Strategie – Option C. Das Hinwerfen der Karten A ist Ausagieren und verrät sein Blatt, während Ablenkung D und Neubewertung B seine Miene am Tisch nicht unmittelbar kontrollieren.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv und verrät sein Blatt (Schritt 2)

B – Neubewertung – in der akuten Situation bleibt keine Zeit zum Verarbeiten, bei Außenwirkungsziel ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

D – Ablenkung – sichert die Außenwirkung nicht, bei Außenwirkungsziel ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

Aufgabe 181Lösung A (Neubewertung)

Eine Mutter ist über den Mathematik-Vierer im Zeugnis ihrer Tochter enttäuscht, obwohl sich die Tochter verbessert hat und in Sport einen Einser hat. Man sieht ihr jede Enttäuschung immer sofort an, und sie möchte, dass sich ihre Tochter freuen kann.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – Unterdrückung ohne Fähigkeit raus, nur Neubewertung ermöglicht echte Mitfreude

Begründung: Die Mutter möchte, dass sich ihre Tochter über ihre Erfolge freuen kann. Laut Text sieht man ihr jede Enttäuschung immer sofort an – Option D setzt genau die Fähigkeit voraus, die ihr fehlt, und scheidet aus. Option B lässt die sichtbare Enttäuschung bestehen, die der Tochter die Freude nehmen würde, und die abwertende Bemerkung ist Ausagieren. Option A ist eine realistische Neubewertung, denn die Tochter hat sich in Mathematik laut Text vom Fünfer auf einen Vierer verbessert; so löst sich die Enttäuschung auf, und die Mutter kann sich ehrlich mitfreuen.

Warum nicht die anderen:

B – Akzeptanz lässt die sichtbare Enttäuschung bestehen und nimmt der Tochter die Freude (Schritt 3)

C – Ausagieren ist maladaptiv und verdirbt der Tochter die Freude am Zeugnis (Schritt 2)

D – Unterdrückung setzt voraus, die Enttäuschung verbergen zu können – laut Text sieht man sie ihr immer sofort an (Schritt 2)

Aufgabe 182Lösung C (Neubewertung)

Ein Student ärgert sich, weil sein Mitbewohner jeden Abend laut Gitarre übt; dieser hat nächste Woche die Aufnahmeprüfung am Konservatorium. Ein friedliches Zusammenleben in der WG ist ihm sehr wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (WG), Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Milan ist ein friedliches Zusammenleben in der WG sehr wichtig, ein Beziehungsziel, und da er noch lange dort wohnen will, ist die Situation langfristig. Zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option C ist eine realistische Neubewertung, denn laut Text steht die Aufnahmeprüfung schon nächste Woche an – das viele Üben hat ein absehbares Ende, und der Ärger verliert an Kraft. Option D nennt den WG-Frieden wörtlich, doch der unterdrückte Ärger bleibt und belastet das Zusammenleben; Ablenkung (A) hilft nur für den einen Abend.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung hilft nur für den Abend und trägt nichts zum friedlichen WG-Leben bei, bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 3)

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

D – Unterdrückung nennt den WG-Frieden nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet das Zusammenleben (Schritt 3)

Aufgabe 183Lösung D (Situationsveränderung)

Busfahrer Thomas hat einen betrunkenen, pöbelnden Fahrgast an Bord. Er möchte die anderen Fahrgäste schützen und die Fahrt sicher fortsetzen.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel

Begründung: Thomas verfolgt ein Handlungsziel: Er möchte die anderen Fahrgäste schützen und eine sichere Weiterfahrt ermöglichen. Er ist ausgeruht (hohe Kapazität), die Lage ist akut. Das Katastrophisieren (A) ist maladaptiv und steigert nur seine Angst. Nach System B führt allein Option D direkt zum Ziel, weil Thomas sicher anhält und professionelle Unterstützung anfordert. Neubewertung (B) und Ablenkung (C) beruhigen nur ihn selbst und lassen die Fahrgäste ungeschützt.

Warum nicht die anderen:

A – Katastrophisieren ist maladaptiv und verstärkt die Angst (Schritt 2)

B – Neubewertung beruhigt nur ihn selbst und schützt die Fahrgäste nicht (Schritt 3)

C – Ablenkung reguliert nur seine Angst und lässt die Fahrgäste ungeschützt (Schritt 3)

Aufgabe 184Lösung C (Ablenkung)

Wolfgang hat Angst, weil seine 14-jährige Tochter zum ersten Mal allein mit dem Zug nach Graz fährt, obwohl er weiß, dass Zugfahren sehr sicher ist. Zu Hause baut er gerade mit Begeisterung an einem Vogelhaus.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – Wissen um die Sicherheit hilft laut Text nicht, Zuspruch mit gleichem Inhalt ebenso wenig; akut + hohe Kapazität → Ablenkung

Begründung: Laut Text weiß Wolfgang bereits, dass Zugfahren sehr sicher ist und die Tante seine Tochter abholt – seine Angst steigt trotzdem. Eine Neubewertung mit genau diesem Inhalt ist also schon gescheitert und scheidet aus; dasselbe gilt für den Zuspruch seiner Frau in Option A, der nur dasselbe Argument wiederholt. Das Ausmalen eines falschen Zuges ist Katastrophisieren und damit maladaptiv. Zur Kapazität steht nichts im Text, daher gilt hoch; da die Neubewertung gestrichen ist, führt die Matrix (akut) ebenso wie der Fallback (langfristig) zur Ablenkung, und Option C nutzt dafür das im Text genannte Vogelhaus.

Warum nicht die anderen:

A – Soziale Unterstützung mit demselben Argument wie die gescheiterte Neubewertung, wirkt laut Text ebenso wenig (Schritt 2)

B – Neubewertung – er weiß bereits, dass Zugfahren sehr sicher ist, die Angst steigt trotzdem (Schritt 2)

D – Katastrophisieren ist maladaptiv und steigert die Angst weiter (Schritt 2)

Aufgabe 185Lösung D (Ablenkung)

Isabella kommt mit ihrer Dissertation seit Monaten kaum voran und ist durch die Doppelbelastung müde und ausgelaugt. Bis zur Abgabe bleiben noch eineinhalb Jahre.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Isabella ist durch die Doppelbelastung müde und ausgelaugt (niedrige Kapazität), daher fallen Neubewertung (B) und Unterdrückung (A) im Ausschlussfilter weg. Ihr Ziel, durchzuhalten, betrifft ihre eigene Motivation und wird durch keine konkrete Handlung direkt erreicht, deshalb entscheidet die Matrix. Bis zur Abgabe bleiben eineinhalb Jahre (langfristig), und bei niedriger Kapazität ist Ablenkung die geeignete Strategie – Option D. Akzeptanz (C) kommt laut Matrix erst im Fallback in Frage.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Akzeptanz – bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor, Akzeptanz erst im Fallback danach (Schritt 5)

Aufgabe 186Lösung A (Neubewertung)

Ein Taxifahrer ärgert sich, weil eine Stammkundin bei jeder Fahrt seinen Fahrstil kritisiert; sie hatte vor einigen Jahren einen schweren Autounfall. Eine gute Beziehung zu seinen Stammkunden ist ihm wichtig.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Beziehungsziel (Stammkundin), Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Dem Taxifahrer ist eine gute Beziehung zu seinen Stammkunden wichtig, ein Beziehungsziel; da er die Kundin zweimal pro Woche fährt, ist die Situation langfristig. Zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option A ist eine realistische Neubewertung, weil ihm die Kundin selbst von ihrem schweren Autounfall erzählt hat – ihre Kritik wird als Angst verständlich, und der Ärger löst sich auf. Option D nennt den Erhalt der Stammkundin wörtlich, doch der unterdrückte Ärger bleibt und belastet jede weitere Fahrt.

Warum nicht die anderen:

B – Ausagieren ist maladaptiv (Schritt 2)

C – Ablenkung wirkt nur für die Dauer der Fahrt und trägt nichts zur guten Beziehung bei (Schritt 3)

D – Unterdrückung nennt das Ziel nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet die Beziehung zur Stammkundin (Schritt 3)

Aufgabe 187Lösung B (Ablenkung)

Selina studiert neben ihrem Vollzeitjob, fühlt sich einsam und ist müde und ausgelaugt. Das Studium dauert noch zwei Jahre.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Selina ist durch die Doppelbelastung müde und ausgelaugt (niedrige Kapazität), daher scheiden Neubewertung (A) und Unterdrückung (D) im Ausschlussfilter aus. Ihr Ziel, die Studienzeit gut durchzustehen, wird durch keine konkrete Handlung direkt erreicht, daher entscheidet die Matrix. Das Studium dauert noch zwei Jahre (langfristig), und bei niedriger Kapazität ist Ablenkung die geeignete Strategie – Option B. Akzeptanz (C) ist laut Matrix erst im Fallback vorgesehen.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

C – Akzeptanz – bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität sieht die Matrix Ablenkung vor, Akzeptanz erst im Fallback danach (Schritt 5)

D – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 188Lösung C (Akzeptanz)

Ein Hobbymusiker ist nach einer langen Arbeitswoche völlig erschöpft und entdeckt, dass seine Gitarre beim Flug irreparabel beschädigt wurde. Er ist traurig und verärgert.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Gitarre ist laut Gitarrenbauer nicht mehr zu reparieren, und die Entschädigung ist bereits überwiesen – die Situation ist abgeschlossen. Der Mann ist nach der langen Arbeitswoche völlig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung D im Ausschlussfilter weg. Die Selbstvorwürfe A sind maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option C; das Stöbern nach einer neuen Gitarre (B) ist aufwendiges Problemlösen am selben Thema und bei niedriger Kapazität nicht die beste Wahl.

Warum nicht die anderen:

A – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

B – Problemlösen am selben Thema, kognitiv aufwendig; laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz vorgesehen (Schritt 5)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 189Lösung B (Situationsveränderung)

Ein Mann ist frustriert und ärgert sich, weil er beim Packen bemerkt, dass sein Reisepass abgelaufen ist; der Flug geht in fünf Tagen, ein Expresspass wird innerhalb von drei Werktagen ausgestellt. Er möchte die Reise wie geplant antreten.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Handlungsziel, es bleibt Zeit

Begründung: Roman verfolgt ein klares Handlungsziel: Er möchte die Reise wie geplant antreten. Bis zum Abflug bleiben fünf Tage, und laut Text wird ein Expresspass innerhalb von drei Werktagen ausgestellt – es bleibt also Zeit zum Handeln; zur Kapazität gibt es keine Angabe. Option B erreicht das Ziel direkt, weil sie den schnellsten Weg zu einem gültigen Pass einschlägt. Ablenkung (D) und Neubewertung (C) lindern zwar den Frust, bringen ihn aber keinem gültigen Pass näher; die Absage der Reise (A) gibt das Ziel auf.

Warum nicht die anderen:

A – Vermeidung ist maladaptiv und gibt das Ziel, die Reise anzutreten, auf (Schritt 2)

C – Neubewertung beruhigt, bringt ihn aber keinem gültigen Pass näher (Schritt 3)

D – Ablenkung lindert den Frust kurz, bringt ihn aber keinem gültigen Reisepass näher (Schritt 3)

Aufgabe 190Lösung C (Ablenkung)

Ein völlig erschöpfter Altenpfleger ärgert sich über eine Dienstplanänderung, die ihn noch Monate belasten wird. Im Keller steht seine Modelleisenbahn, an der er leidenschaftlich gern baut.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität schließt Neubewertung und Unterdrückung aus, langfristig → Ablenkung

Begründung: Der Altenpfleger ist nach der Nachtdienstwoche völlig erschöpft, seine Kapazität ist niedrig. Neubewertung und Unterdrückung kosten kognitive Ressourcen und scheiden deshalb aus; das abendliche Nachrechnen der Wochenenddienste ist Grübeln und maladaptiv. Die Dienstplanänderung belastet ihn noch Monate, die Situation ist langfristig. Laut Matrix ist bei langfristiger Situation und niedriger Kapazität Ablenkung richtig – Option C nutzt dafür die im Text genannte Modelleisenbahn.

Warum nicht die anderen:

A – Grübeln ist maladaptiv und verstärkt den Ärger (Schritt 2)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 191Lösung B (Neubewertung)

Journalistin Anna ist gekränkt, weil ihre Recherche-Serie heftig kritisiert wird, obwohl sie die meistgelesene Serie des Jahres ist. Sie möchte sich langfristig als investigative Journalistin etablieren.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – langfristig + hohe Kapazität

Begründung: Anna möchte sich langfristig als investigative Journalistin etablieren, die Situation ist also langfristig; eine Kapazitätsangabe fehlt (Standard: hoch). Keine Option erreicht dieses Ziel durch eine konkrete Handlung, daher entscheidet die Matrix: Bei langfristiger Situation und hoher Kapazität ist Neubewertung die beste Wahl – Option B. Diese Sichtweise ist realistisch, denn laut Text ist die Serie die meistgelesene des Jahres und wird von anderen Medien aufgegriffen. Ablenkung (D) hilft nur für einen Abend, Unterdrückung (A) lässt die Kränkung bestehen, und Akzeptanz (C) stärkt ihre Motivation nicht.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung – verbirgt die Kränkung nur, laut Matrix bei hoher Kapazität erst die letzte Wahl (Schritt 5)

C – Akzeptanz – nimmt die Kritik nur hin, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

D – Ablenkung – wirkt nur kurzfristig, laut Matrix bei langfristiger Situation und hoher Kapazität nicht die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 192Lösung B (Akzeptanz)

Ein Pensionist ist nach einer Woche Renovierungsarbeit völlig erschöpft, als er erfährt, dass sein Stammlokal endgültig zugesperrt hat. Er ist sehr traurig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Das Lokal ist endgültig zugesperrt, das Haus wird abgerissen – die Situation ist abgeschlossen. Der Pensionist ist nach der Woche des Renovierens völlig erschöpft (niedrige Kapazität), deshalb fällt die Neubewertung C im Ausschlussfilter weg. Der Vorsatz, gar nicht mehr Karten zu spielen (D), ist Vermeidung und damit maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option B; der lange Spaziergang A ist Ablenkung und würde ihn zudem weiter erschöpfen.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – laut Matrix bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität nicht die beste Wahl, zudem anstrengend (Schritt 5)

C – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Vermeidung ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 193Lösung C (Neubewertung)

Timos Freundin hat sich nach einem Jahr endgültig von ihm getrennt und ihm klar gesagt, dass sie ihn nicht mehr liebt. Er ist sehr traurig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – unrealistische Neubewertung raus, abgeschlossen + hohe Kapazität → Neubewertung

Begründung: Die Trennung ist endgültig, die Situation ist also abgeschlossen. Timo ist ausgeschlafen und belastbar (hohe Kapazität), laut Matrix ist dann Neubewertung die beste Strategie, Akzeptanz nur bei niedriger Kapazität. Option B widerspricht dem Text, denn seine Freundin hat ihm klar gesagt, dass sie ihn nicht mehr liebt, und ihre Entscheidung ist endgültig; das Durchlesen alter Nachrichten ist Grübeln. Option C ist eine realistische Neubewertung, weil sie ehrlich war und sich die beiden laut Text schon länger immer weniger zu sagen hatten.

Warum nicht die anderen:

A – Grübeln ist maladaptiv und verstärkt die Traurigkeit (Schritt 2)

B – Unrealistische Neubewertung – laut Text hat sie klar gesagt, dass sie ihn nicht mehr liebt, und die Entscheidung ist endgültig (Schritt 2)

D – Akzeptanz – laut Matrix nur bei abgeschlossener Situation mit niedriger Kapazität die beste Wahl (Schritt 5)

Aufgabe 194Lösung A (Soziale Unterstützung)

Ein Feuerwehrkommandant ist enttäuscht und traurig, weil seine Mannschaft ein brennendes Bauernhaus trotz stundenlangen Einsatzes nicht retten konnte; verletzt wurde niemand. Seine Kameraden sind niedergeschlagen.

Entscheidender Schritt: System B (Schritt 3) – Mitbetroffene, Verantwortung als Kommandant

Begründung: Der Kommandant ist nicht allein betroffen: Seine ganze Mannschaft ist nach dem Einsatz niedergeschlagen, und er fühlt sich für seine Leute verantwortlich; das Ziel ergibt sich implizit aus den Mitbetroffenen. Der Brand ist vorbei, die Situation abgeschlossen, und der Kommandant ist belastbar. Ein gemeinsames Gespräch (A) gibt allen Raum, den Einsatz zu verarbeiten. Die Neubewertung (C) ist zwar realistisch, entlastet aber nur ihn selbst; Unterdrückung (B) nimmt der Mannschaft den Austausch.

Warum nicht die anderen:

B – Unterdrückung – die mitbetroffene Mannschaft bekommt keinen Raum, über den Einsatz zu sprechen (Schritt 3)

C – Neubewertung entlastet nur ihn selbst, die mitbetroffene Mannschaft bleibt mit ihrer Enttäuschung allein (Schritt 3)

D – Verdrängen ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 195Lösung C (Ablenkung)

Hebamme Barbara ist wegen des monatelangen Personalmangels körperlich und psychisch am Ende ihrer Kräfte. Die Lage bessert sich erst im nächsten Jahr.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität

Begründung: Barbara ist körperlich und psychisch am Ende ihrer Kräfte (niedrige Kapazität), daher fallen Neubewertung (D) und Unterdrückung (A) im Ausschlussfilter weg. Die Selbstvorwürfe (B) sind maladaptiv und würden sie zusätzlich belasten. Ihr Ziel, die kommenden Monate gut zu überstehen, wird durch keine konkrete Handlung direkt erreicht, daher entscheidet die Matrix. Die Belastung dauert noch bis ins nächste Jahr (langfristig), und bei niedriger Kapazität ist Ablenkung die geeignete Strategie – Option C.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

B – Selbstvorwürfe sind maladaptiv und belasten sie zusätzlich (Schritt 2)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 196Lösung B (Ablenkung)

Der Koch Fabian ist nach einer Doppelschicht völlig erschöpft und ärgert sich im Stau über einen Drängler. Im Radio läuft gerade eine neue Folge seines Lieblings-Hörspielkrimis.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – niedrige Kapazität schließt Neubewertung und Unterdrückung aus, akut → Ablenkung

Begründung: Fabian ist nach der Doppelschicht völlig erschöpft, seine Kapazität ist niedrig. Neubewertung und Unterdrückung kosten kognitive Ressourcen und scheiden deshalb aus; zudem nennt der Text kein Ziel, nach außen gelassen zu wirken. Hupen und Schimpfen ist Ausagieren und damit maladaptiv. Die Situation ist akut, laut Matrix ist bei niedriger Kapazität Ablenkung richtig – Option B nutzt dafür den im Text genannten Hörspielkrimi.

Warum nicht die anderen:

A – Ausagieren ist maladaptiv und verschärft die Situation im Straßenverkehr (Schritt 2)

C – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen; zudem kein Außenwirkungsziel (Schritt 2)

D – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

Aufgabe 197Lösung D (Unterdrückung)

Irene erfährt mitten in der Live-Sendung von einem schweren Busunglück und muss die Eilmeldung in wenigen Sekunden vorlesen. Sie möchte vor der Kamera professionell und gefasst wirken.

Entscheidender Schritt: Matrix (Schritt 5) – akut + hohe Kapazität, Ziel Außenwirkung

Begründung: Die Eilmeldung muss in wenigen Sekunden live vorgelesen werden – die Situation ist akut. Irene ist ausgeruht und konzentriert (hohe Kapazität), und ihr Ziel betrifft ausdrücklich die Außenwirkung: Sie möchte vor der Kamera professionell und gefasst wirken. Laut Matrix ist in genau diesem Fall Unterdrückung die beste Strategie – Option D. Die Neubewertung C braucht Zeit, die in der Live-Sendung fehlt, und die Ablenkung A lenkt sie von der Meldung ab, ohne ihre Wirkung vor der Kamera zu sichern.

Warum nicht die anderen:

A – Ablenkung – sichert bei akutem Außenwirkungsziel den äußeren Eindruck nicht, hier ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

B – Vermeidung ist maladaptiv und schadet dem Ziel, professionell zu wirken (Schritt 2)

C – Neubewertung – in der akuten Situation bleibt keine Zeit zum Verarbeiten, bei Außenwirkungsziel ist Unterdrückung vorzuziehen (Schritt 5)

Aufgabe 198Lösung B (Neubewertung)

Ein Fußballtrainer ärgert sich, weil sich ein Vater lautstark über die geringe Einsatzzeit seines Sohnes beschwert; der Sohn war monatelang verletzt, und der Vater fürchtet, dass er den Anschluss verliert. Ein gutes Verhältnis zu den Eltern ist dem Trainer wichtig.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – unrealistische Neubewertung raus, Beziehungsziel, Unterdrückung als Wortlaut-Falle

Begründung: Gregor ist ein gutes Verhältnis zu den Eltern wichtig, ein Beziehungsziel, und die Saison läuft noch bis Juni, die Situation ist also langfristig. Zur Kapazität gibt es keine Angabe, sie gilt daher als hoch. Option B ist eine realistische Neubewertung, weil der Vater ihm laut Text selbst seine Angst anvertraut hat, sein Sohn könnte nach der Verletzung den Anschluss verlieren; so löst sich der Ärger auf. Option A nennt das Ziel wörtlich, lässt den Ärger aber bestehen, und Option C widerspricht der im Text geschilderten Sorge des Vaters.

Warum nicht die anderen:

A – Unterdrückung nennt das gute Verhältnis nur wörtlich, der Ärger bleibt und belastet den Kontakt zu den Eltern (Schritt 3)

C – Neubewertung ist unrealistisch, der Vater hat ihm laut Text seine Sorge um den Sohn anvertraut (Schritt 2)

D – Grübeln ist maladaptiv (Schritt 2)

Aufgabe 199Lösung D (Situationsveränderung)

Benjamin bringt seinem Sohn das Radfahren bei, verliert aber bekanntermaßen schnell die Geduld. Er möchte, dass sein Sohn heute die ersten Meter allein fährt und die Freude daran behält.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + System B (Schritt 3) – fehlende Fähigkeit, Handlungsziel

Begründung: Benjamins Handlungsziel ist, dass sein Sohn heute die ersten Meter allein fährt und die Freude am Radfahren behält; er ist ausgeschlafen (hohe Kapazität). Laut Text verliert er schnell die Geduld, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt – Option C setzt stundenlanges geduldiges Üben ohne Pause voraus und fällt deshalb im Ausschlussfilter weg. Neubewertung (A) und Ablenkung (B) regulieren nur seine Gereiztheit und bringen den Sohn nicht aufs Rad. Übrig bleibt Option D: Kurze Einheiten mit Pausen und viel Lob führen zum Ziel und stellen deutlich geringere Anforderungen an seine Geduld.

Warum nicht die anderen:

A – Neubewertung reguliert nur seine Gereiztheit und bringt den Sohn dem Ziel nicht näher (Schritt 3)

B – Ablenkung reguliert nur seine Gereiztheit und hilft dem Sohn nicht beim Radfahren (Schritt 3)

C – Situationsveränderung setzt langes geduldiges Üben voraus, woran es ihm laut Text fehlt (Schritt 2)

Aufgabe 200Lösung C (Akzeptanz)

Die Hochzeitstorte, die Ronja für ihre beste Freundin gebacken hatte, wurde beim Transport zerdrückt; die Hochzeit ist vorbei. Ronja ist kognitiv völlig ausgelaugt, enttäuscht und schämt sich.

Entscheidender Schritt: Ausschluss (Schritt 2) + Matrix (Schritt 5) – abgeschlossen + niedrige Kapazität

Begründung: Die Hochzeit ist vorbei, an der zerdrückten Torte lässt sich nichts mehr ändern – die Situation ist abgeschlossen. Ronja ist nach der langen Arbeitswoche und der Feier kognitiv völlig ausgelaugt (niedrige Kapazität), deshalb scheiden Neubewertung B und Unterdrückung D im Ausschlussfilter aus, weil beide kognitive Ressourcen kosten. Die Selbstvorwürfe A sind maladaptiv. Laut Matrix ist bei abgeschlossener Situation und niedriger Kapazität Akzeptanz die geeignete Strategie – Option C.

Warum nicht die anderen:

A – Selbstvorwürfe sind maladaptiv (Schritt 2)

B – Neubewertung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)

D – Unterdrückung kostet kognitive Ressourcen, bei niedriger Kapazität ausgeschlossen (Schritt 2)