KFF-Übungsbuch · Teil 3

Emotionen erkennen

Lösungen 1–200 · Begründung je Aussage

Stand: 14. Oktober 2026 · Fehler entdeckt? Melde ihn uns.

W = eher wahrscheinlich, U = eher unwahrscheinlich. Das gefüllte Kästchen zeigt die richtige Spalte.

Aufgaben 1–50

Aufgabe 1W U W W U

Lena wurde bei der Beförderung zur Stationsleitung zugunsten ihres weniger engagierten Kollegen Markus übergangen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist enttäuscht. (A)
Sie ist eifersüchtig. (B)
Sie verachtet Markus. (C)
Sie ist neidisch. (D)
Sie ist zuversichtlich. (E)

Begründung

(A) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Lena hatte „fest damit gerechnet“, die Stelle zu bekommen – es bestand also eine aktive Erwartungshaltung. Diese Erwartung hat sich nicht erfüllt, da Markus befördert wurde. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bedeutet, jemandem eine Person bzw. die Beziehung zu einer Drittperson nicht zu gönnen. Im Text geht es jedoch um eine Position und eine Gehaltserhöhung, also um einen Vorteil. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie verachtet Markus. – eher wahrscheinlich: Lena und Markus haben eine gemeinsame Geschichte auf der Station. Markus leistet weniger – er geht früher und überlässt anderen seine Aufgaben –, bekommt aber trotzdem die Beförderung. Genau diese Konstellation (bekannte Person, weniger Leistung, mehr Belohnung) spricht für Verachtung.

(D) Sie ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Im Text steht ausdrücklich, dass Lena Markus die Position und die Gehaltserhöhung nicht gönnt. Dabei handelt es sich um einen Vorteil bzw. eine Ressource und nicht um eine Person. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht bezieht sich auf eine offene Zukunft, die positiv eingeschätzt wird. Die Entscheidung über die Stationsleitung ist bereits gefallen, und der Text enthält keinen Hinweis auf positive Zukunftserwartungen. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 2U W W U W

Jakob erhält mit Unterstützung seiner Lehrerin völlig unerwartet ein Stipendium für sein Medizinstudium.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er ist überrascht. (B)
Er freut sich. (C)
Er ist ausgeglichen. (D)
Er ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Schuldgefühl setzt voraus, dass sich Jakob für etwas Negatives verantwortlich fühlt. Im Text ist kein negatives Ereignis beschrieben, das Jakob hätte verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Jakob „rechnete … nicht damit, ausgewählt zu werden“, da es über 300 Bewerbungen gab. Die Zusage ist für ihn also ein unerwartetes Ereignis. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Freude ist die positive Reaktion auf ein positives Ereignis. Jakob erhält das Stipendium, wodurch seine Kosten für die ersten beiden Studienjahre gedeckt sind. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist ein neutraler Zustand und nur dann wahrscheinlich, wenn keine andere Emotion klar passt. Hier liegt ein deutlich positives Ereignis vor, auf das mehrere Emotionen klar zutreffen. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Jakob hat von der Unterstützung einer anderen Person profitiert: Frau Berger hat ihm mehrere Nachmittage lang bei der Bewerbung geholfen und ein Empfehlungsschreiben verfasst. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 3U U U W W

Theresa hat einem Patienten ein Antibiotikum verabreicht, ohne die Allergieliste zu prüfen, woraufhin er eine vorübergehende allergische Reaktion bekam.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Angst. (A)
Sie schämt sich. (B)
Sie ist entmutigt. (C)
Sie fühlt sich schuldig. (D)
Sie empfindet Reue. (E)

Begründung

(A) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein zukünftiges Ereignis mit offenem Ausgang. Die Reaktion ist bereits vollständig abgeklungen, der Patient ist wohlauf, und der Text beschreibt keine drohenden Konsequenzen. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt voraus, dass Theresa befürchtet, Achtung in der Gesellschaft bzw. im sozialen Umfeld zu verlieren. Laut Text hat niemand sonst von dem Vorfall erfahren, und es gibt keinen Hinweis auf eine Bloßstellung. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist entmutigt. – eher unwahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer anderen, geschätzten Person. Im Text wird Theresa von niemandem kritisiert. Entmutigung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Theresa sieht sich als verantwortlich für den Hautausschlag des Patienten. Ihr Gedanke „Hätte ich nur in die Kurve geschaut“ entspricht genau dem Kernkriterium: Ich hätte es verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Theresa ist objektiv verantwortlich, da die Kontrolle der Allergieliste zu ihren Aufgaben gehört und sie diese unterlassen hat. Sie fühlt sich auch subjektiv verantwortlich, wie ihr wiederkehrender Gedanke zeigt. Da beide Bedingungen erfüllt sind, ist Reue eher wahrscheinlich.

Aufgabe 4W W U U U

Florian bereitet sich mit einem anspruchsvollen, aber machbaren Plan auf eine neue Bestzeit beim Marathon in sechs Wochen vor.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (A)
Er ist zuversichtlich. (B)
Er ist stolz. (C)
Er hat Angst. (D)
Er ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Florian ist „leidenschaftlicher“ Läufer (Interesse/Passion), das Ziel ist laut Trainer realistisch (machbar), und es gibt eine klare Challenge mit Zielzeit und Termin in sechs Wochen. Herausgefordert und motiviert ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Der Marathon liegt in der Zukunft, der Ausgang ist also offen. Florian „ist überzeugt, dass er seine Zielzeit schaffen wird“, und auch sein Trainer hält das Ziel für realistisch. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz bezieht sich auf eine bereits erbrachte Leistung. Die Zielzeit ist noch nicht erreicht, und der Text beschreibt keine abgeschlossene Leistung, auf die Florian gerade zurückblickt. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Zukunft ohne Erwartung voraus. Florian hat jedoch eine klar positive Erwartung – er ist überzeugt, seine Zielzeit zu schaffen. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt voraus, dass ein erwünschtes Ereignis nicht eingetreten ist. Im Text ist nichts Derartiges beschrieben – der Marathon steht noch bevor. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 5U U W W W

Die verwitwete Ingrid bekommt unangekündigt Besuch von ihrer Enkelin, mit der sie Erinnerungen an ihren verstorbenen Mann teilt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie liebt ihre Enkelin Lisa. (A)
Sie fühlt sich schuldig. (B)
Sie ist traurig. (C)
Sie freut sich. (D)
Sie ist überrascht. (E)

Begründung

(A) Sie liebt ihre Enkelin Lisa. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt (z. B. „innige Beziehung“, „hängt sehr an ihr“). Über die Beziehung zwischen Ingrid und Lisa wird im Text nichts Derartiges gesagt. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Ingrid sich für ein negatives Ereignis – etwa den Tod ihres Mannes – verantwortlich fühlt. Das Kriterium „Ich hätte es verhindern können“ wird nicht angesprochen. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist traurig. – eher wahrscheinlich: Trauer ist eine negative Emotion nach einem negativen Ereignis wie einem Todesfall. Ingrids Mann ist vor drei Monaten verstorben, und sie „vermisst ihn jeden Tag“. Trauer ist daher eher wahrscheinlich – auch wenn heute gleichzeitig ein schönes Ereignis stattfindet.

(D) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Besuch der Enkelin ist ein positives Ereignis: Lisa bringt einen Kuchen mit und bleibt den ganzen Nachmittag. Trauer und Freude schließen einander nicht aus. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Lisa kommt „unangekündigt“, obwohl sie eigentlich in Graz studiert. Der Besuch ist für Ingrid also ein unerwartetes Ereignis. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 6W W U U U

Moritz muss kurzfristig und unerwartet morgen vor dem Vorstand präsentieren, ohne einschätzen zu können, wie es laufen wird.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist überrascht. (A)
Er hat Angst. (B)
Er ist zuversichtlich. (C)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (D)
Er ist stolz. (E)

Begründung

(A) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Der Vorgesetzte teilt Moritz die Aufgabe „völlig unerwartet“ mit. Es handelt sich also um ein Ereignis, mit dem Moritz nicht gerechnet hat. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Die Präsentation ist ein zukünftiges Ereignis, dessen Ausgang Moritz „überhaupt nicht einschätzen“ kann. Es liegt also eine offene Situation ohne positive Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht erfordert eine positive Erwartung an die Zukunft. Moritz kann die Reaktion des Vorstands jedoch nicht einschätzen, und der Text enthält keinen Hinweis auf eine positive Grundhaltung. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Zwar gibt es eine Challenge (Präsentation bereits morgen), doch im Text fehlt jeder Hinweis auf Interesse oder Leidenschaft für die Aufgabe sowie auf die Einschätzung, dass sie gut machbar ist. Da nicht alle drei Kriterien erfüllt sind, ist diese Emotion eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz bezieht sich auf eine bereits erbrachte Leistung. Moritz hat die Präsentation noch nicht gehalten, und der Text stellt die Auswahl nicht als persönliche Anerkennung seiner Leistung dar. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 7U U W U W

Sophies beste Freundin Carina verbringt ihre Wochenenden inzwischen mit einer neuen Freundin, Vanessa.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie verachtet Vanessa. (A)
Sie ist dankbar. (B)
Sie liebt Carina. (C)
Sie ist neidisch. (D)
Sie ist eifersüchtig. (E)

Begründung

(A) Sie verachtet Vanessa. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt eine gemeinsame Geschichte mit der anderen Person voraus, die weniger leistet, aber mehr bekommt. Vanessa kennt Sophie jedoch „kaum“, es gibt also keine gemeinsame Vorgeschichte. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Sophie von einer anderen Person profitiert hat, etwa durch ein Geschenk oder eine Hilfeleistung. Davon ist im Text keine Rede. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie liebt Carina. – eher wahrscheinlich: Der Text beschreibt die Beziehung ausdrücklich näher: Die beiden sind seit dem Kindergarten beste Freundinnen, und Sophie „hängt sehr an Carina“. Damit ist das Kriterium eines beschreibenden Adjektivs zur Beziehung erfüllt. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz, Vorteile oder Ressourcen. Sophie gönnt Vanessa jedoch nicht einen Gegenstand oder Vorteil, sondern die Freundschaft zu einer Person. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Sophie gönnt Vanessa laut Text „die enge Freundschaft zu Carina nicht“ – sie gönnt also einer anderen Person die Beziehung zu einer Drittperson nicht. Genau das entspricht der Definition von Eifersucht. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 8W W U U U

Matthias hat eine große Prüfung, auf die er sich intensiv vorbereitet hatte, knapp nicht bestanden.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist überrascht. (A)
Er ist enttäuscht. (B)
Er ist entmutigt. (C)
Er ist zuversichtlich. (D)
Er fühlt sich schuldig. (E)

Begründung

(A) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Matthias „war sich nach der Prüfung sicher, bestanden zu haben“. Das negative Ergebnis steht im Widerspruch zu dieser Annahme und ist für ihn somit unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Matthias hatte die aktive Erwartung, die Prüfung zu bestehen, und sich fest vorgenommen, das Jahr ohne Wiederholung abzuschließen. Diese Erwartung wurde durch das negative Ergebnis nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist entmutigt. – eher unwahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer anderen, geschätzten Person. Matthias erfährt das Ergebnis über ein Online-Portal – eine kritisierende Person kommt im Text nicht vor. Entmutigung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an ein zukünftiges Ereignis voraus. Der Text sagt nichts darüber, wie Matthias einen möglichen Wiederholungsantritt einschätzt. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Schuldgefühl erfordert, dass Matthias denkt, er hätte das Ergebnis verhindern können. Der Text beschreibt jedoch eine intensive Vorbereitung und enthält keine Selbstvorwürfe. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 9U U U W W

Paula besucht ihre langjährige Nachbarin Frau Huber, die nach einem Sturz mit Schmerzen im Krankenhaus liegt und morgen operiert wird.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie fühlt sich schuldig. (A)
Sie schämt sich. (B)
Sie freut sich. (C)
Sie hat Mitleid mit Frau Huber. (D)
Sie hat Angst. (E)

Begründung

(A) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Der Text erwähnt zwar, dass Paula zum Zeitpunkt des Sturzes auf Urlaub war, sagt aber nichts darüber, dass sie glaubt, sie hätte den Sturz verhindern können. Ohne diesen Hinweis ist Schuldgefühl eher unwahrscheinlich.

(B) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt voraus, dass Paula oder eine nahestehende Person Ansehen in der Gesellschaft verliert. Im Text gibt es keinerlei Bloßstellung oder soziale Bewertung. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Situation ist ausschließlich negativ: Frau Huber ist gestürzt, hat Schmerzen und muss operiert werden. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie hat Mitleid mit Frau Huber. – eher wahrscheinlich: Mitleid erfordert eine negative Emotion bzw. ein Leid der anderen Person sowie eine Beziehung zu ihr. Frau Huber hat starke Schmerzen und weint, und Paula ist seit zwanzig Jahren ihre Nachbarin und besucht sie jede Woche. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Die Operation findet morgen statt, und „niemand kann sagen, wie die Operation verlaufen wird“. Es handelt sich also um ein zukünftiges Ereignis mit offenem Ausgang, das eine nahestehende Person betrifft. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 10W U U W U

Stefans Tischlerei ist erstmals profitabel, und auch privat läuft in allen Bereichen alles gut.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist stolz. (A)
Er hat Angst. (B)
Er ist neidisch. (C)
Er ist zufrieden. (D)
Er ist ausgeglichen. (E)

Begründung

(A) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz bezieht sich auf eine eigene Leistung. Der Betrieb schreibt erstmals schwarze Zahlen – „ein Erfolg, den er sich selbst erarbeitet hat“. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein zukünftiges Ereignis mit offenem Ausgang. Der Text beschreibt keine bevorstehende, ungewisse Situation. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Stefan jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Im Text kommt keine andere Person vor, der er etwas missgönnen könnte. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist zufrieden. – eher wahrscheinlich: Der Text nennt mehrere Lebensbereiche, die gut laufen (Betrieb, Ehe, Kinder, Freizeit), und Stefan denkt ausdrücklich: „Im Moment passt einfach alles.“ Damit sind die Kriterien für Zufriedenheit erfüllt. Zufriedenheit ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist ein neutraler Zustand und nur dann wahrscheinlich, wenn keine andere Emotion klar passt. Hier liegt eine deutlich positive Situation vor, auf die Zufriedenheit und Stolz klar zutreffen. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 11U W W U U

Katharinas Tochter Mia spielt beim Schulkonzert ein schwieriges Klavierstück fehlerfrei und erhält viel Applaus.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist überrascht. (A)
Sie freut sich. (B)
Sie ist stolz. (C)
Sie ist eifersüchtig. (D)
Sie schämt sich. (E)

Begründung

(A) Sie ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Überraschung setzt ein unerwartetes Ereignis voraus. Mia spielt jedoch „genau so, wie sie es in den letzten Wochen zu Hause jedes Mal gespielt hat“ – das Ergebnis entspricht also Katharinas Erfahrung. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Das gelungene Konzert, der lange Applaus und die Gratulationen der anderen Eltern sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz kann sich auch auf die Leistung einer nahestehenden Person beziehen. Katharinas Tochter spielt vor großem Publikum fehlerfrei ein schwieriges Stück, und Katharina hat sie jahrelang unterstützt. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bedeutet, einer anderen Person die Beziehung zu einer Drittperson nicht zu gönnen. Im Text gibt es keinen Hinweis auf eine solche Konstellation. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Zwar ist die Öffentlichkeit beteiligt, doch Scham setzt einen drohenden Verlust an Ansehen voraus. Hier geschieht das Gegenteil: Katharina erhält Anerkennung. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 12W U U W U

Felix' Kollege Tim präsentiert Felix' Marktanalyse als eigene Arbeit und erhält dafür Lob.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist überrascht. (A)
Er fühlt sich schuldig. (B)
Er ist zuversichtlich. (C)
Er ist verärgert. (D)
Er ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Felix „hätte Tim so etwas niemals zugetraut“. Das Verhalten seines Kollegen ist für ihn also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Felix sich selbst für die Situation verantwortlich fühlt oder glaubt, er hätte sie verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an eine offene Zukunft voraus. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, wie Felix die weitere Entwicklung einschätzt. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Ärger bedeutet enorme Unzufriedenheit mit einer Situation, deren Ausgang man sich anders gewünscht hätte. Felix ist „mit der Situation überhaupt nicht einverstanden“ und hätte sich gewünscht, dass seine Arbeit anerkannt wird. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Felix von einer anderen Person profitiert hat. Im Gegenteil: Tim hat von Felix' Arbeit profitiert. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 13U W W U W

Johanna findet nach dem Tod ihrer Mutter einen Brief, der zeigt, wie sehr sich diese nach den Besuchen gesehnt hat, die Johanna abgesagt hatte.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zuversichtlich. (A)
Sie empfindet Reue. (B)
Sie fühlt sich schuldig. (C)
Sie ist verärgert. (D)
Sie ist traurig. (E)

Begründung

(A) Sie ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht bezieht sich auf eine offene, positiv eingeschätzte Zukunft. Die Situation ist rein rückblickend und negativ. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Johanna hat die Besuche selbst abgesagt, obwohl ihre Mutter sie darum gebeten hatte – sie ist also objektiv verantwortlich. Mit „Ich hätte mir die Zeit nehmen müssen“ bedauert sie ihr Verhalten auch subjektiv. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Johanna fühlt sich subjektiv dafür verantwortlich, dass sie ihre Mutter in deren letzten Lebensmonaten kaum besucht hat. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine enorme Unzufriedenheit bzw. Empörung über eine Situation voraus. Der Text beschreibt bei Johanna keine solche Reaktion, sondern Bedauern über ihr eigenes Verhalten. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist traurig. – eher wahrscheinlich: Johannas Mutter ist verstorben – ein klar negatives Ereignis. Beim Ausräumen der Wohnung und beim Lesen des Briefes wird dieser Verlust unmittelbar präsent. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 14W U U U U

Herbert verbringt einen gewöhnlichen, ereignislosen Sonntag nach seiner üblichen Routine.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist ausgeglichen. (A)
Er freut sich. (B)
Er ist traurig. (C)
Er ist überrascht. (D)
Er ist zufrieden. (E)

Begründung

(A) Er ist ausgeglichen. – eher wahrscheinlich: Die Situation ist weder positiv noch negativ, und keine andere Emotion wird durch den Text klar gestützt. In genau diesem Fall – neutrale Situation, keine andere passende Emotion – ist Ausgeglichenheit eher wahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Laut Text ist es „ein Tag wie viele andere, und nichts Besonderes passiert“ – es gibt kein Ereignis, auf das Herbert mit Freude reagieren könnte. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist traurig. – eher unwahrscheinlich: Trauer folgt auf ein negatives Ereignis wie einen Verlust. Im Text wird kein solches Ereignis beschrieben. Trauer ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Überraschung setzt ein unerwartetes Ereignis voraus. Der Tag verläuft wie jeden Sonntag – nichts Unerwartetes geschieht. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit ist nur dann wahrscheinlich, wenn mehrere Lebensbereiche erwähnt werden und allgemein festgehalten wird, dass gerade alles passt. Der Text beschreibt lediglich einen routinemäßigen Tagesablauf ohne eine solche Bewertung. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 15U U U W W

Elenas bewunderte Praxisanleiterin kritisiert ihre erste eigenständige Behandlung unter vier Augen scharf.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie verachtet Frau Kern. (A)
Sie empfindet Reue. (B)
Sie schämt sich. (C)
Sie ist entmutigt. (D)
Sie ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Sie verachtet Frau Kern. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Elena bewundert Frau Kern, die in der Klinik hoch angesehen ist – nichts im Text spricht für Verachtung. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue bedeutet, eine eigene Tat im Nachhinein zu bedauern. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Elena ihr Vorgehen bei der Behandlung bereut. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt voraus, dass Elena befürchtet, Ansehen in der Gesellschaft zu verlieren. Die Kritik erfolgt jedoch „unter vier Augen“, es sind also keine weiteren Personen beteiligt. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist entmutigt. – eher wahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer anderen Person, die man wertschätzt. Frau Kern, die Elena sehr bewundert, bezeichnet ihre Technik als „völlig unbrauchbar“ und stellt ihre Berufswahl infrage. Entmutigung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Elena „hatte … auf eine positive Rückmeldung gehofft“ – es bestand also eine aktive Erwartung. Diese Erwartung wurde durch die harte Kritik nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 16U W W U U

Tobias' jüngerer Bruder bekommt von den Großeltern ein Auto zur Matura, während Tobias damals nur einen Gutschein erhielt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist eifersüchtig. (A)
Er ist neidisch. (B)
Er ist verärgert. (C)
Er ist dankbar. (D)
Er ist stolz auf seinen Bruder. (E)

Begründung

(A) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Tobias missgönnt Nico jedoch ein Auto, also einen Besitz. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Tobias „gönnt Nico das Auto nicht“ – es geht also um einen materiellen Besitz, den er seinem Bruder missgönnt. Genau das entspricht der Definition von Neid. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Tobias findet die ungleiche Behandlung „zutiefst ungerecht“ und bleibt beim Familienessen sehr schweigsam. Das zeigt eine enorme Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Das aktuelle Geschenk geht an Nico, nicht an Tobias. Den Gutschein, den Tobias selbst vor zwei Jahren bekommen hat, wertet er ab („lediglich“) – er wird nicht als Anlass zur Dankbarkeit beschrieben. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist stolz auf seinen Bruder. – eher unwahrscheinlich: Stolz kann sich zwar auf die Leistung einer nahestehenden Person beziehen, doch Tobias interessiert sich laut Text „kaum“ für Nicos Maturazeugnis. Der Fokus liegt ausschließlich auf der ungleichen Behandlung. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 17W U W W U

Ein Patient, dessen Herzinfarkt Anna als Einzige erkannt hatte, besucht sie überraschend, um sich für seine Lebensrettung zu bedanken.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist überrascht. (A)
Sie schämt sich. (B)
Sie freut sich. (C)
Sie ist stolz. (D)
Sie ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Anna „hatte nicht damit gerechnet, ihn je wiederzusehen“. Der Besuch ist für sie also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Verlust an Ansehen voraus. Anna erhält im Gegenteil Anerkennung. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Besuch des Patienten und seine Nachricht, dass Annas Diagnose ihm das Leben gerettet hat, sind ein klar positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz bezieht sich auf eine eigene Leistung. Anna hat „als Einzige“ den Herzinfarkt erkannt und damit laut Kardiologen ein Leben gerettet. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit empfindet die Person, die von einer anderen profitiert hat. Hier hat der Patient von Annas Leistung profitiert, nicht umgekehrt – er ist dankbar, nicht Anna. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 18U W W U W

Simon erfährt, dass er nach 25 Jahren seinen Arbeitsplatz durch eine Werksschließung verliert, und weiß nicht, ob er eine neue Stelle findet.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er ist traurig. (B)
Er ist enttäuscht. (C)
Er ist zuversichtlich. (D)
Er hat Angst. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Die Schließung wurde vom Mutterkonzern beschlossen – Simon hatte keinen Einfluss darauf, und der Text enthält keine Selbstvorwürfe. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Trauer ist eine negative Emotion nach einem negativen Ereignis wie einem Jobverlust. Simon verliert nach 25 Jahren seinen Arbeitsplatz. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Simon „hatte fest damit gerechnet“, bis zur Pension im Werk bleiben zu können – eine aktive Erwartung. Diese Erwartung wird durch die Schließung nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an die Zukunft voraus. Simon kann jedoch „nicht abschätzen“, ob er eine neue Stelle findet, und es fehlt jeder Hinweis auf eine positive Einschätzung. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Die berufliche Zukunft ist offen, und Simon kann ihren Ausgang nicht einschätzen. Zusätzlich hat er Verpflichtungen durch Kinder und Kredit. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 19U W U W U

Clara muss kurzfristig einen Bericht übernehmen, den sie als eintönig und unfair verteilt empfindet, aber sicher rechtzeitig schaffen wird.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie freut sich. (A)
Sie ist zuversichtlich. (B)
Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. (C)
Sie ist verärgert. (D)
Sie hat Angst. (E)

Begründung

(A) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die zusätzliche, als eintönig empfundene Arbeit ist für Clara kein positives Ereignis. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Die Fertigstellung des Berichts liegt in der Zukunft, und laut Text weiß Clara, „dass sie ihn rechtzeitig fertigstellen wird“. Sie hat also eine klar positive Erwartung. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Es gibt zwar eine Challenge (Deadline Freitag) und die Aufgabe ist machbar, doch Clara hat „keinerlei Interesse“ an der Aufgabe. Da das Kriterium Interesse/Passion fehlt, sind nicht alle drei Bedingungen erfüllt. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Clara findet es „unfair“, dass ausgerechnet sie die Zusatzarbeit übernehmen muss, und hätte sich eine andere Lösung gewünscht. Das entspricht der Unzufriedenheit mit einer Situation, deren Ausgang man sich anders gewünscht hätte. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt einen offenen, nicht einschätzbaren Ausgang voraus. Clara weiß jedoch, dass sie den Bericht rechtzeitig fertigstellen wird. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 20W U W U W

Philipps Freundin Nora schreibt seit Wochen regelmäßig mit ihrem Ex-Freund.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er liebt Nora. (A)
Er verachtet Noras Ex-Freund. (B)
Er hat Angst. (C)
Er fühlt sich schuldig. (D)
Er ist eifersüchtig. (E)

Begründung

(A) Er liebt Nora. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Philipp ist seit drei Jahren mit Nora zusammen und „hängt sehr an ihr“. Damit ist das Kriterium erfüllt. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er verachtet Noras Ex-Freund. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt eine gemeinsame Geschichte mit der anderen Person voraus. Philipp hat den Ex-Freund jedoch „nie persönlich kennengelernt“. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Ob die Beziehung die Situation übersteht, ist offen, und Philipp „kann … nicht einschätzen“, wie es ausgehen wird. Es handelt sich um eine ungewisse Zukunft ohne Erwartung. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Philipp sich für etwas Negatives verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Philipp gönnt dem Ex-Freund Noras Aufmerksamkeit nicht – er gönnt einer anderen Person also die Beziehung zu einer Drittperson nicht. Das entspricht der Definition von Eifersucht. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 21W U U W W

Marlenes Sohn wurde im Dorfsupermarkt beim Stehlen erwischt, und nun wird im ganzen Dorf darüber getuschelt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie fühlt sich schuldig. (A)
Sie empfindet Reue. (B)
Sie ist stolz. (C)
Sie ist überrascht. (D)
Sie schämt sich. (E)

Begründung

(A) Sie fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Für Schuldgefühl reicht die subjektive Verantwortung. Marlene macht sich Vorwürfe: „Hätte ich … besser auf ihn geachtet, hätte ich das verhindern können.“ Das ist genau das Kernkriterium. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue setzt objektive und subjektive Verantwortung voraus. Den Diebstahl hat Jonas begangen; dass Marlene ihre Aufsicht tatsächlich vernachlässigt hat, geht aus dem Text nicht hervor – belegt ist nur ihr subjektives Empfinden. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positive Leistung voraus. Das Verhalten ihres Sohnes ist negativ. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Marlene „hätte so etwas von Jonas niemals erwartet“. Der Diebstahl ist für sie also ein unerwartetes Ereignis. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Scham setzt voraus, dass die Person selbst oder eine nahestehende Person in der Gesellschaft an Ansehen verliert. Marlenes Sohn wurde beim Stehlen erwischt, und im Dorf „tuscheln“ die Leute über sie. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 22W W U W U

Ein unvorhergesehener Hagelsturm hat die Hälfte von Leopolds Trauben zerstört, doch er erwartet vom Rest einen ausgezeichneten Wein.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist überrascht. (A)
Er ist zuversichtlich. (B)
Er ist neidisch. (C)
Er ist enttäuscht. (D)
Er fühlt sich schuldig. (E)

Begründung

(A) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Der Hagelsturm wurde von keinem Wetterdienst vorhergesagt – er kam also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Die Qualität des Weins ist noch offen und liegt in der Zukunft. Leopold ist „überzeugt“, dass die verbliebenen Trauben einen hervorragenden Wein ergeben werden. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bedeutet, jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht zu gönnen. Der Text sagt ausdrücklich, dass Leopold seinem Nachbarn die verschonten Weingärten „von Herzen gönnt“. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Leopold „hatte … fest mit einer Rekordernte gerechnet“ – eine aktive Erwartung. Da der Hagel fast die Hälfte seiner Trauben zerstört hat, wurde diese Erwartung nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Der Hagel ist ein Naturereignis, das Leopold nicht beeinflussen konnte, und der Text enthält keine Selbstvorwürfe. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 23U U W U W

Ein fremder Mann hilft Nina nachts auf der Autobahn beim Reifenwechsel und lehnt jede Bezahlung ab.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist stolz. (A)
Sie fühlt sich schuldig. (B)
Sie ist überrascht. (C)
Sie hat Angst. (D)
Sie ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz bezieht sich auf eine eigene Leistung oder die einer nahestehenden Person. Den Reifen hat Nina mit fremder Hilfe gewechselt, und der Text betont keine eigene Leistung. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Nina sich für die Panne verantwortlich fühlt oder glaubt, sie hätte sie verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Nina „hätte nicht damit gerechnet, dass um diese Uhrzeit jemand stehen bleibt“. Die Hilfe kam also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein zukünftiges Ereignis mit offenem Ausgang. Die Panne ist behoben, und Nina ist bereits sicher zu Hause. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Nina hat von der Hilfeleistung einer anderen Person profitiert: Der Mann hat ihr beim Reifenwechsel geholfen und dafür kein Geld genommen. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 24U W W W U

Rudolf hat seine Mutter jahrelang gepflegt, doch das Elternhaus erbt allein sein Bruder, der sich kaum gekümmert hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er verachtet Erwin. (B)
Er ist überrascht. (C)
Er ist traurig. (D)
Er freut sich. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Rudolf hat seine Mutter fünf Jahre lang gepflegt; im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass er sich für etwas Negatives verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er verachtet Erwin. – eher wahrscheinlich: Rudolf und Erwin haben als Brüder eine lange gemeinsame Geschichte. Erwin hat sich „jeder Verantwortung entzogen“, also weniger geleistet, bekommt aber das Haus – also mehr. Diese Konstellation spricht für Verachtung.

(C) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Damit, dass Erwin das Haus erbt, hatte Rudolf „nicht im Geringsten gerechnet“. Das Testament ist für ihn also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Rudolfs Mutter ist vor zwei Monaten verstorben, und er „vermisst sie sehr“. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Testamentseröffnung ist für Rudolf ein negatives Ereignis. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 25U W U U W

Aylins wochenlang vorbereitete Fallpräsentation wird vom Professor vor dem ganzen Hörsaal als die beste seit Jahren gelobt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist ausgeglichen. (A)
Sie freut sich. (B)
Sie ist neidisch. (C)
Sie schämt sich. (D)
Sie ist stolz. (E)

Begründung

(A) Sie ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist nur dann wahrscheinlich, wenn die Situation neutral ist und keine andere Emotion klar passt. Hier liegt eine klar positive Situation vor, auf die Stolz und Freude zutreffen. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Das öffentliche Lob und die Einladung zum Fachkongress sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Aylin jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Eine solche Person kommt im Text nicht vor. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Zwar ist ein großes Publikum anwesend, doch Scham setzt einen Verlust an Ansehen voraus. Aylin erhält im Gegenteil öffentliche Anerkennung. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz bezieht sich auf eine eigene Leistung. Aylin hat die Präsentation wochenlang vorbereitet, und der Professor lobt sie als „die beste, die er seit Jahren gehört habe“. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 26W U W U U

Die Therapie des kleinen Patienten Emil, den Valentina seit Monaten betreut, hat nicht angeschlagen, und die weitere Behandlung ist ungewiss.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Mitleid mit Emil. (A)
Sie ist entmutigt. (B)
Sie hat Angst. (C)
Sie ist zufrieden. (D)
Sie schämt sich. (E)

Begründung

(A) Sie hat Mitleid mit Emil. – eher wahrscheinlich: Mitleid erfordert ein Leid der anderen Person und eine Beziehung zu ihr. Emil liegt weinend im Bett, und Valentina betreut ihn seit Monaten fast täglich. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist entmutigt. – eher unwahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person zu einer eigenen Tätigkeit. Valentina wird von niemandem kritisiert. Entmutigung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Emils weitere Behandlung ist ein zukünftiges Ereignis, dessen Ausgang „derzeit noch niemand sagen“ kann. Es liegt also eine offene Situation vor, die eine Person betrifft, zu der Valentina eine Beziehung hat. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass mehrere Lebensbereiche positiv beschrieben werden und gerade alles passt. Die Situation ist jedoch klar negativ. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Verlust an Ansehen in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 27W W U U U

Maximilian startet in einen 48-Stunden-Programmierwettbewerb, während seine Freundin ihm den Rücken freihält.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (A)
Er ist dankbar. (B)
Er ist eifersüchtig. (C)
Er hat Angst. (D)
Er fühlt sich schuldig. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Maximilian programmiert „leidenschaftlich gern“ (Passion), er weiß aus Erfahrung, dass er es schaffen kann (machbar), und es gibt ein striktes Zeitlimit von 48 Stunden (Challenge). Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Maximilian profitiert von einer Dienstleistung einer anderen Person: Ronja hat für das ganze Wochenende vorgekocht und ihm den Haushalt abgenommen, damit er sich konzentrieren kann. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bedeutet, einer anderen Person die Beziehung zu einer Drittperson nicht zu gönnen. Im Text gibt es keine solche Konstellation. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Zukunft ohne Erwartung voraus. Maximilian „weiß“ jedoch, dass er ein spielbares Spiel schaffen kann – er hat also eine positive Erwartung. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Maximilian sich für etwas Negatives verantwortlich fühlt – etwa dafür, dass Ronja den Haushalt übernimmt. Sie hat das von sich aus übernommen. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 28U U U W W

Ein neuer Patient beschimpft Gerhard vor dem vollen Wartezimmer als „unfähig“, obwohl dieser wegen eines Notfalls durchgearbeitet hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist entmutigt. (A)
Er ist stolz. (B)
Er ist dankbar. (C)
Er schämt sich. (D)
Er ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Er ist entmutigt. – eher unwahrscheinlich: Entmutigung setzt negatives Feedback einer Person voraus, die man wertschätzt. Der Patient ist Gerhard jedoch neu, er sieht ihn „zum ersten Mal“. Entmutigung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz bezieht sich auf eine eigene Leistung. Zwar hat Gerhard durchgearbeitet, doch der Text stellt keine Leistung in den Vordergrund, auf die er positiv zurückblickt. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Gerhard von einer anderen Person profitiert hat. Davon ist im Text nicht die Rede. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er schämt sich. – eher wahrscheinlich: Die Beschimpfung geschieht „vor allen Wartenden“, und Gerhard befürchtet, dass diese nun „schlecht über ihn denken“. Damit ist das Kriterium des drohenden Ansehensverlusts in der Gesellschaft erfüllt. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Gerhard findet den Vorwurf „völlig ungerechtfertigt“, zumal er wegen eines Notfalls durchgearbeitet hat. Das zeigt eine deutliche Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 29U W W U W

Luisa bekommt ihre Traumstelle, kurz nachdem sich ihr langjähriger Freund von ihr getrennt hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist ausgeglichen. (A)
Sie ist traurig. (B)
Sie liebt Adrian. (C)
Sie ist zufrieden. (D)
Sie freut sich. (E)

Begründung

(A) Sie ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist ein neutraler Zustand, der nur dann wahrscheinlich ist, wenn keine andere Emotion klar passt. Hier treffen sowohl positive als auch negative Emotionen deutlich zu. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist traurig. – eher wahrscheinlich: Die Trennung nach vier Jahren ist ein negatives Ereignis, und Luisa „vermisst ihn“. Freude über die Stelle und Trauer über die Trennung schließen einander nicht aus. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie liebt Adrian. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Luisa „hängt noch immer sehr an ihm“. Die Emotion kann auch nach einer Trennung bestehen. Sie ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass in mehreren Lebensbereichen gerade alles passt. Luisas Privatleben ist jedoch durch die Trennung und den Auszug stark belastet. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Zusage für ihre „Traumstelle“ ist ein klar positives Ereignis, auf das sie am Abend sogar anstößt. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 30W U W W U

Christophs bester Freund hatte mit dessen geliehenem Auto einen Unfall, weil er zu schnell fuhr, und liegt nun verletzt im Krankenhaus.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist zuversichtlich. (A)
Er freut sich. (B)
Er fühlt sich schuldig. (C)
Er hat Mitleid mit Sebastian. (D)
Er empfindet Reue. (E)

Begründung

(A) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Sebastians Heilung liegt in der Zukunft, und Christoph „ist überzeugt“, dass sein Freund bald wieder gesund sein wird. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Der Unfall und die Verletzung sind negative Ereignisse. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Christoph denkt: „Hätte ich ihm bloß nicht das Auto gegeben, dann wäre das nie passiert.“ Er fühlt sich also subjektiv verantwortlich und glaubt, er hätte den Unfall verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er hat Mitleid mit Sebastian. – eher wahrscheinlich: Sebastian hat sich den Arm gebrochen und „starke Schmerzen“, und die beiden sind seit der Volksschule beste Freunde. Leid der anderen Person und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue erfordert neben der subjektiven auch eine objektive Verantwortung. Den Unfall hat jedoch Sebastian verursacht, weil er zu schnell gefahren ist – das Verleihen des Autos war kein Fehlverhalten Christophs. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 31U U U W W

Emilia bereitet für den Hochzeitstag ihrer Eltern ein anspruchsvolles Fünf-Gänge-Menü vor.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist neidisch. (A)
Sie ist traurig. (B)
Sie empfindet Reue. (C)
Sie liebt ihre Eltern. (D)
Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. (E)

Begründung

(A) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Emilia jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist traurig. – eher unwahrscheinlich: Trauer folgt auf ein negatives Ereignis wie einen Verlust. Der Anlass – der Hochzeitstag der Eltern – ist positiv. Trauer ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue bedeutet, eine eigene Tat im Nachhinein zu bedauern. Im Text gibt es keine Handlung Emilias, die sie bereuen könnte. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie liebt ihre Eltern. – eher wahrscheinlich: Der Text beschreibt die Beziehung mit einem Adjektiv näher: Emilia hat „eine sehr innige Beziehung“ zu ihren Eltern. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Emilia kocht „leidenschaftlich gern“ (Passion), sie hat jedes Gericht bereits erfolgreich ausprobiert (machbar), und ein so aufwendiges Menü bis Samstag ist eine echte Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 32W W U W U

Andreas hat auf der Weihnachtsfeier betrunken eine peinliche Rede gehalten, deren Video nun im Unternehmen kursiert.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er schämt sich. (A)
Er empfindet Reue. (B)
Er ist stolz. (C)
Er hat Angst. (D)
Er ist zufrieden. (E)

Begründung

(A) Er schämt sich. – eher wahrscheinlich: Das Video kursiert in der Firmengruppe, und im Büro wird hinter seinem Rücken gelacht. Andreas verliert also Ansehen in seinem sozialen Umfeld. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Andreas hat selbst zu viel getrunken und die Rede gehalten – er ist also objektiv verantwortlich. Er „bedauert zutiefst“ sein Verhalten, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Die Rede wird als „peinlich“ beschrieben. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Der Termin mit der Filialleiterin liegt in der Zukunft, und Andreas kann „nicht einschätzen“, wie sie reagieren wird. Es handelt sich um eine offene Situation ohne Erwartung. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass in mehreren Lebensbereichen gerade alles passt. Die Situation ist für Andreas jedoch klar negativ. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 33W U U U W

Verenas korrekt geparktes Auto wurde wegen eines nachträglich aufgestellten Halteverbots abgeschleppt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist überrascht. (A)
Sie ist enttäuscht. (B)
Sie fühlt sich schuldig. (C)
Sie ist ausgeglichen. (D)
Sie ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Als Verena zurückkommt, ist ihr Auto „weg“ – das Halteverbot wurde erst nachträglich aufgestellt. Damit konnte sie nicht rechnen. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt eine aktive Erwartung oder Hoffnung auf ein bestimmtes Ereignis voraus. Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Verena auf etwas Bestimmtes gehofft hatte – sie wurde lediglich von der Situation getroffen. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Verena ist sicher, korrekt geparkt zu haben, und sieht die Verantwortung nicht bei sich. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist bei negativen Situationen unwahrscheinlich. Hier liegt eine klar negative Situation vor, auf die mehrere Emotionen zutreffen. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Verena findet die Situation „äußerst unfair“ und muss 250 Euro zahlen, obwohl sie korrekt geparkt hat. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 34W W W U U

Benjamin hat die Führerscheinprüfung, die seine Großmutter finanziert hat, beim ersten Versuch bestanden.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist dankbar. (A)
Er freut sich. (B)
Er ist stolz. (C)
Er ist enttäuscht. (D)
Er liebt seine Großmutter. (E)

Begründung

(A) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Benjamin hat von einer anderen Person profitiert: Seine Großmutter hat die gesamten Kosten der Fahrschule übernommen, die er sich selbst nicht hätte leisten können. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Die bestandene Führerscheinprüfung ist ein positives Ereignis, das heute eingetreten ist. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Benjamin hat die Prüfung beim ersten Versuch bestanden und wurde vom Prüfer gelobt – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt voraus, dass ein erwünschtes Ereignis nicht eingetreten ist. Benjamin hat die Prüfung jedoch bestanden. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er liebt seine Großmutter. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt. Über die Qualität der Beziehung zwischen Benjamin und seiner Großmutter sagt der Text jedoch nichts aus. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 35U W W U W

Magdalena hat im Handballfinale durch einen Fehler in der letzten Sekunde den Titel verspielt, und die Lokalzeitung berichtet darüber.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zuversichtlich. (A)
Sie fühlt sich schuldig. (B)
Sie ist enttäuscht. (C)
Sie verachtet ihre Mitspielerinnen. (D)
Sie schämt sich. (E)

Begründung

(A) Sie ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an eine offene Zukunft voraus. Der Text blickt ausschließlich auf das verlorene Finale zurück. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Magdalena denkt: „Hätte ich diesen Ball gehalten, wären wir jetzt Meister.“ Sie fühlt sich also verantwortlich für die Niederlage und glaubt, sie hätte sie verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Das ganze Team – also auch Magdalena – „hatte fest damit gerechnet“, den Meistertitel zu holen. Diese aktive Erwartung hat sich durch die Niederlage nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie verachtet ihre Mitspielerinnen. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass andere Personen weniger leisten, aber mehr bekommen. Der Text beschreibt nichts dergleichen – die Niederlage wird mit Magdalenas eigenem Fehler erklärt. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Die Lokalzeitung zeigt ein großes Foto ihres Fehlers, und in ihrem Heimatort „wird überall darüber gesprochen“. Magdalena verliert also Ansehen in der Gesellschaft. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 36W U U W U

Konstantin ist gestern Großvater geworden, und auch beruflich, gesundheitlich und privat läuft alles bestens.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er ist traurig. (B)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (C)
Er ist zufrieden. (D)
Er ist eifersüchtig. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Geburt seiner Enkelin, bei der Mutter und Kind wohlauf sind, ist ein klar positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist traurig. – eher unwahrscheinlich: Trauer folgt auf ein negatives Ereignis. Im Text werden ausschließlich positive Ereignisse beschrieben. Trauer ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Für diese Emotion müssen Interesse, Machbarkeit und eine konkrete Challenge (z. B. eine Deadline) vorliegen. Der Text beschreibt jedoch keine bevorstehende Herausforderung. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist zufrieden. – eher wahrscheinlich: Der Text nennt mehrere Lebensbereiche, die gut laufen (Beruf, Familie, Gesundheit, Finanzen, Freizeit), und Konstantin denkt, dass er sich „im Moment nichts mehr wünschen könnte“. Damit sind die Kriterien für Zufriedenheit erfüllt.

(E) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Konstantin jemandem die Beziehung zu einer Drittperson nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 37U U W W W

Julias bewunderter Chefredakteur kritisiert ihren Artikel vor dem gesamten Redaktionsteam scharf.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie verachtet ihren Chefredakteur. (A)
Sie ist dankbar. (B)
Sie ist entmutigt. (C)
Sie schämt sich. (D)
Sie ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Sie verachtet ihren Chefredakteur. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Julia bewundert ihren Chefredakteur jedoch als einen der besten Journalisten des Landes. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Julia von einer anderen Person profitiert hat. Der Text stellt die Kritik nicht als hilfreich oder als Unterstützung dar. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist entmutigt. – eher wahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person. Julia „bewundert“ ihren Chefredakteur sehr, und er kritisiert ihre Arbeit scharf und spricht ihr das Gespür ab. Entmutigung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Die Kritik erfolgt „vor dem gesamten Team“, und Kolleginnen und Kollegen werfen sich vielsagende Blicke zu. Julia verliert also Ansehen in ihrem sozialen Umfeld. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Julia „hatte gehofft“, dass ihr Artikel auf der Titelseite erscheint. Stattdessen wird er gar nicht gedruckt – die aktive Erwartung hat sich nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 38W W U U U

Elias wartet vor dem OP, während bei seiner Frau wegen Komplikationen ein Notkaiserschnitt durchgeführt wird.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er liebt Hanna. (A)
Er hat Angst. (B)
Er fühlt sich schuldig. (C)
Er ist zuversichtlich. (D)
Er freut sich. (E)

Begründung

(A) Er liebt Hanna. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text durch ein Adjektiv näher beschrieben: Elias führt mit Hanna eine „sehr liebevolle Ehe“. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Der Ausgang des Notkaiserschnitts ist offen, und „niemand“ konnte Elias bisher etwas sagen. Es handelt sich um eine ungewisse Zukunft ohne Erwartung. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Elias sich für die Komplikationen verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht erfordert eine positive Erwartung an die Zukunft. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Elias einen guten Ausgang erwartet. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude ist eine Reaktion auf ein bereits eingetretenes positives Ereignis. Ob Hanna und das Baby wohlauf sind, weiß Elias noch nicht, und die Situation ist durch Komplikationen geprägt. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 39U U W U W

Dank der vereinbarten Hilfe ihres Nachbarn konnte Barbara zu einem Vorstellungsgespräch, das sehr gut verlaufen ist.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist neidisch. (A)
Sie hat Angst. (B)
Sie ist dankbar. (C)
Sie ist überrascht. (D)
Sie ist zuversichtlich. (E)

Begründung

(A) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Barbara jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Davon ist im Text keine Rede. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Situation ohne Erwartung voraus. Barbara hat jedoch eine klar positive Erwartung. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Barbara hat von einer Dienstleistung einer anderen Person profitiert: Herr Novak hat während des Gesprächs auf ihre Kinder aufgepasst. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Überraschung setzt ein unerwartetes Ereignis voraus. Herr Novak hat die Kinder „wie vereinbart“ betreut, und auch sonst beschreibt der Text nichts Unerwartetes. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Die Entscheidung liegt noch in der Zukunft, und Barbara „ist sich sicher“, die Stelle zu bekommen. Sie hat also eine positive Erwartung an eine offene Situation. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 40U W U W U

Lorenz' alter Familienhund wurde nach absehbarem Krankheitsverlauf gestorben, und seine Tochter ist untröstlich.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er empfindet Reue. (A)
Er ist traurig. (B)
Er fühlt sich schuldig. (C)
Er hat Mitleid mit Frida. (D)
Er ist überrascht. (E)

Begründung

(A) Er empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue setzt voraus, dass Lorenz eine eigene Tat bedauert, für die er objektiv verantwortlich ist. Der Text beschreibt keine solche Handlung. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Trauer ist eine negative Emotion nach einem Verlust. Lorenz' Hund, mit dem er „jeden Tag“ verbracht hat, ist heute gestorben. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Bello ist aufgrund seines Alters gestorben. Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Lorenz glaubt, er hätte den Tod verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er hat Mitleid mit Frida. – eher wahrscheinlich: Frida sitzt weinend im Garten – sie leidet also. Als ihr Vater hat Lorenz eine enge Beziehung zu ihr. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Der Tierarzt hatte Lorenz „bereits vor zwei Wochen darauf vorbereitet“. Der Tod des Hundes kam also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 41U W U U W

Sabines Freundin hat im Lotto gewonnen und lädt Sabine auf ein Wellness-Wochenende ein.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist traurig. (A)
Sie ist dankbar. (B)
Sie ist eifersüchtig. (C)
Sie hat Angst. (D)
Sie ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Sie ist traurig. – eher unwahrscheinlich: Trauer folgt auf ein negatives Ereignis wie einen Verlust. Ein solches Ereignis wird im Text nicht beschrieben. Trauer ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Sabine profitiert von einem Geschenk einer anderen Person: Petra lädt sie auf ein Wellness-Wochenende ein und übernimmt alle Kosten. Neid und Dankbarkeit können gleichzeitig auftreten. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Sabine missgönnt Petra jedoch Geld, also einen Besitz. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein zukünftiges Ereignis mit offenem Ausgang. Der Text beschreibt keine solche ungewisse Situation. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Sabine „gönnt … ihr das Geld nicht“ – es geht um einen materiellen Besitz. Das entspricht der Definition von Neid. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 42U U W U U

Dominik arbeitet ohne Zeitdruck in aller Ruhe an seiner Modelleisenbahn.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist enttäuscht. (A)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (B)
Er ist ausgeglichen. (C)
Er ist zufrieden. (D)
Er hat Angst. (E)

Begründung

(A) Er ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt voraus, dass ein erhofftes Ereignis nicht eingetreten ist. Dominik hatte keine bestimmte Erwartung, und es gibt keine Probleme. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Zwar ist Dominik „begeistert“ (Passion) und die Arbeit ist machbar, doch es fehlt die Challenge: „Es gibt keinen Termin“, und er arbeitet nur, wenn er Lust hat. Da nicht alle drei Kriterien erfüllt sind, ist die Emotion eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist ausgeglichen. – eher wahrscheinlich: Die Situation ist neutral: Dominik arbeitet „in aller Ruhe“, und es gibt weder besondere Fortschritte noch Probleme. Keine andere Emotion wird durch den Text klar gestützt. Ausgeglichenheit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass mehrere Lebensbereiche beschrieben werden und allgemein festgestellt wird, dass alles passt. Der Text beschränkt sich auf Dominiks Hobby. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Im Text steht nichts Ungewisses bevor. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 43W U U W U

Hannah hat den erhofften Erasmus-Platz in Barcelona nicht bekommen, bewirbt sich aber mit guten Aussichten für Lissabon.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zuversichtlich. (A)
Sie ist verärgert. (B)
Sie fühlt sich schuldig. (C)
Sie ist enttäuscht. (D)
Sie ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Sie ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Die Bewerbung für Lissabon ist noch offen, und Hannah „ist überzeugt“, einen Platz zu bekommen. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation voraus. Hannah findet das Auswahlverfahren jedoch „fair“. Enttäuschung ohne Ärger ist hier also am wahrscheinlichsten – Ärger ist eher unwahrscheinlich.

(C) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Hannah sich selbst die Schuld gibt oder glaubt, sie hätte das Ergebnis verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Hannah hatte „fest gehofft“, einen Platz zu bekommen – eine aktive Erwartung. Diese hat sich nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bedeutet, jemandem einen Vorteil nicht zu gönnen. Der Text sagt ausdrücklich, dass Hannah den ausgewählten Studierenden ihre Plätze „gönnt“. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 44W U U W W

Thomas hat seinen kleinen Sohn wegen eines verschütteten Glases angeschrien, der nun weinend in seinem Zimmer sitzt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er hat Mitleid mit Leo. (A)
Er ist stolz. (B)
Er schämt sich. (C)
Er empfindet Reue. (D)
Er liebt Leo. (E)

Begründung

(A) Er hat Mitleid mit Leo. – eher wahrscheinlich: Leo weint und schluchzt in seinem Zimmer, und Thomas hat eine enge Beziehung zu ihm. Beide Kriterien – Leid der anderen Person und Beziehung – sind erfüllt. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz bezieht sich auf eine positiv bewertete Leistung. Thomas' Verhalten wird im Text negativ bewertet. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt voraus, dass Thomas Ansehen in der Gesellschaft verliert. Die Situation spielt sich jedoch nur innerhalb der Familie ab, ohne Beobachtung durch andere. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Thomas hat Leo selbst angeschrien – er ist objektiv verantwortlich. Er „bedauert zutiefst“, so heftig reagiert zu haben, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er liebt Leo. – eher wahrscheinlich: Der Text beschreibt die Beziehung ausdrücklich als „sehr innig“. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 45U W W U U

Martina wartet auf die völlig offene Entscheidung über einen Förderantrag, den ihr Team in Wochenendarbeit fertiggestellt hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist ausgeglichen. (A)
Sie hat Angst. (B)
Sie ist dankbar. (C)
Sie ist zuversichtlich. (D)
Sie ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Sie ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist nur dann wahrscheinlich, wenn keine andere Emotion klar passt. Hier werden Angst und Dankbarkeit deutlich durch den Text gestützt. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Die Entscheidung liegt in der Zukunft, und ihr Ausgang ist für Martina „völlig offen“ – es gibt dreimal so viele Bewerbungen wie im Vorjahr. Es liegt also eine offene Situation ohne Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Martina hat von einer Leistung anderer profitiert: Ihr Team hat „mehrere Wochenenden freiwillig durchgearbeitet“, damit der Antrag rechtzeitig fertig wurde. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an die Zukunft voraus. Für Martina ist jedoch „völlig offen“, ob die Förderung bewilligt wird – eine positive Erwartung wird im Text nicht beschrieben. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt voraus, dass ein erhofftes Ereignis nicht eingetreten ist. Die Entscheidung ist noch gar nicht gefallen. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 46U U W W W

Eine von Oliver betreute Mutter wurde trotz eingehaltenen Ratenplans mit ihrer Tochter delogiert.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er schämt sich. (A)
Er freut sich. (B)
Er hat Mitleid mit der Mutter und ihrer Tochter. (C)
Er ist verärgert. (D)
Er ist zuversichtlich. (E)

Begründung

(A) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt voraus, dass Oliver oder eine ihm nahestehende Person Ansehen in der Gesellschaft verliert. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Räumung ist ein klar negatives Ereignis. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er hat Mitleid mit der Mutter und ihrer Tochter. – eher wahrscheinlich: Die Mutter und ihre Tochter stehen „verzweifelt auf der Straße“, und Oliver betreut die beiden seit einem Jahr. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Oliver findet das Vorgehen des Vermieters „empörend“, da der Ratenplan eingehalten wurde. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Die Suche nach einem Schlafplatz liegt in der Zukunft, und Oliver ist „sicher“, bis zum Abend einen zu finden. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 47W W W U U

Leonies Freund hat zum dritten Mal in Folge ihren Jahrestag vergessen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie liebt Max. (A)
Sie ist enttäuscht. (B)
Sie ist verärgert. (C)
Sie verachtet Max. (D)
Sie ist überrascht. (E)

Begründung

(A) Sie liebt Max. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Leonie fühlt sich Max „sehr eng verbunden“. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Leonie „hatte gehofft“, dass Max diesmal an den Jahrestag denkt – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt hat. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Dass der Tag Max so wenig bedeutet, „stört sie enorm“. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie verachtet Max. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Eine solche Konstellation beschreibt der Text nicht, und Leonie hängt sehr an Max. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Leonie „hatte … schon geahnt, dass es wieder so kommen würde“, da Max den Tag bereits zweimal vergessen hat. Das Ereignis ist also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 48U U U W W

Wolfgangs U14-Mannschaft gewinnt die Landesmeisterschaft, unterstützt von den Eltern, die ihm organisatorisch den Rücken freigehalten haben.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist neidisch. (A)
Er schämt sich. (B)
Er ist zufrieden. (C)
Er ist dankbar. (D)
Er ist stolz. (E)

Begründung

(A) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Wolfgang jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust voraus. Wolfgang erlebt im Gegenteil einen großen Erfolg. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass mehrere Lebensbereiche genannt werden und festgehalten wird, dass allgemein alles passt. Der Text beschränkt sich auf den Fußballerfolg. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Wolfgang hat von den Leistungen anderer profitiert: Die Eltern haben Fahrgemeinschaften und Verpflegung organisiert, „sodass sich Wolfgang ganz auf das Training konzentrieren konnte“. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz kann sich auf eigene Leistungen oder die Leistungen nahestehender Personen beziehen. Wolfgang trainiert das Team seit drei Jahren, und es hat die Landesmeisterschaft gewonnen. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 49W W U U W

Sarah ist bei ihrer ersten OP-Hospitation vor dem Team in Ohnmacht gefallen und soll morgen erneut in den OP.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Angst. (A)
Sie schämt sich. (B)
Sie fühlt sich schuldig. (C)
Sie empfindet Reue. (D)
Sie ist entmutigt. (E)

Begründung

(A) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Der morgige OP-Termin ist ein zukünftiges Ereignis, dessen Ausgang Sarah „nicht einschätzen“ kann. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Die Ohnmacht ereignete sich „vor dem gesamten OP-Team und zwei Studienkollegen“, und Sarah befürchtet, dass alle sie nun für ungeeignet halten. Sie verliert also Ansehen in ihrem sozialen Umfeld. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Schuldgefühl bezieht sich darauf, für etwas Negatives verantwortlich zu sein, das man hätte verhindern können. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Sarah sich Vorwürfe macht, sie hätte die Ohnmacht verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue setzt eine Tat voraus, für die Sarah objektiv verantwortlich ist. Eine Ohnmacht ist jedoch keine bewusste Handlung, die man bereuen könnte. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist entmutigt. – eher wahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person. Der Oberarzt, den Sarah „sehr bewundert“, rät ihr, sich eine andere Fachrichtung zu überlegen. Entmutigung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 50W W W U U

Manuels Maturaklasse hat vollständig bestanden und schenkt ihm zum Abschied ein Fotobuch mit persönlichen Nachrichten.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er ist stolz. (B)
Er ist dankbar. (C)
Er ist eifersüchtig. (D)
Er empfindet Reue. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Die bestandene Matura aller Schülerinnen und Schüler und das persönliche Geschenk sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz kann sich auch auf die Leistungen von Personen beziehen, zu denen man eine Beziehung hat. Manuel hat die Klasse vier Jahre lang begleitet, und alle haben bestanden, drei sogar mit Auszeichnung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Manuel erhält von seiner Klasse ein Geschenk – ein Fotobuch mit persönlichen Nachrichten. Er profitiert also von einer Leistung anderer. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Manuel jemandem die Beziehung zu einer Drittperson nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue bedeutet, eine eigene Tat im Nachhinein zu bedauern. Im Text gibt es keine solche Handlung. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgaben 51–100

Aufgabe 51U U U W W

Ferdinand darf nächste Woche seine erste Blinddarmoperation durchführen, auf die ihn sein Oberarzt intensiv vorbereitet hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er empfindet Reue. (A)
Er ist neidisch. (B)
Er hat Angst. (C)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (D)
Er ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Er empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue bedeutet, eine eigene Tat im Nachhinein zu bedauern. Der Text beschreibt keine solche Handlung. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Ferdinand jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Situation ohne Erwartung voraus. Ferdinand „ist sich sicher“, den Eingriff gut zu meistern – er hat also eine positive Erwartung. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Das Operieren ist Ferdinands „große Leidenschaft“ (Passion), er hat jeden Schritt fehlerfrei beherrscht (machbar), und die erste eigene Operation nächste Woche ist eine konkrete Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Ferdinand hat von der Unterstützung einer anderen Person profitiert: Sein Oberarzt hat mehrere Abende nach Dienstschluss mit ihm trainiert. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 52W U W U U

Isabellas langjährige Mentorin verbringt ihre Zeit inzwischen mit einer neuen Assistenzärztin.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist eifersüchtig. (A)
Sie ist neidisch. (B)
Sie ist dankbar. (C)
Sie ist entmutigt. (D)
Sie verachtet Selina. (E)

Begründung

(A) Sie ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Isabella „gönnt ihr die enge Beziehung zu Frau Dr. Lang nicht“ – sie missgönnt Selina also die Beziehung zu einer Drittperson. Das entspricht der Definition von Eifersucht. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz oder Vorteile. Isabella missgönnt Selina jedoch keine Sache, sondern die Beziehung zu einer Person. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Isabella hat von Frau Dr. Lang profitiert: Diese hat ihr „alles beigebracht“ und sich für ihre Beförderung eingesetzt, und Isabella „weiß, wie viel sie Frau Dr. Lang zu verdanken hat“. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich – auch wenn die aktuelle Situation negativ ist.

(D) Sie ist entmutigt. – eher unwahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person. Frau Dr. Lang kritisiert Isabella im Text nicht. Entmutigung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie verachtet Selina. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Selina wird jedoch als „fleißig und kompetent“ beschrieben, und eine gemeinsame Vorgeschichte gibt es kaum. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 53U W U W W

Gregors unzuverlässiger Mitbewohner bekommt aufgrund von Beziehungen die bessere Wohnung.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist eifersüchtig. (A)
Er verachtet Fabian. (B)
Er hat Mitleid mit Fabian. (C)
Er ist neidisch. (D)
Er ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Hier geht es um eine Wohnung. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er verachtet Fabian. – eher wahrscheinlich: Gregor und Fabian leben seit drei Jahren zusammen, haben also eine gemeinsame Geschichte. Fabian leistet weniger (putzt kaum, zahlt unzuverlässig), bekommt aber mehr (die größere Wohnung). Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er hat Mitleid mit Fabian. – eher unwahrscheinlich: Mitleid setzt ein Leid der anderen Person voraus. Fabian leidet nicht – er profitiert im Gegenteil von der Situation. Mitleid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Gregor „gönnt Fabian die größere Wohnung nicht“ – es geht um einen Besitz bzw. Vorteil. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Gregor findet die Situation „unerträglich“ – er ist also enorm unzufrieden und hätte sich einen anderen Ausgang gewünscht. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 54W U W U U

Rosas beste Freundin hat ihren Job verloren und sucht bei Rosa Trost.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Mitleid mit Tanja. (A)
Sie ist neidisch. (B)
Sie ist zuversichtlich. (C)
Sie fühlt sich schuldig. (D)
Sie ist stolz. (E)

Begründung

(A) Sie hat Mitleid mit Tanja. – eher wahrscheinlich: Tanja sitzt „weinend“ auf der Couch, und die beiden sind beste Freundinnen. Leid der anderen Person und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Rosa jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Tanjas Jobsuche liegt in der Zukunft, und Rosa ist „überzeugt“, dass Tanja schnell eine neue Stelle finden wird. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Rosa hat mit dem Jobverlust nichts zu tun, und der Text enthält keinen Hinweis auf Selbstvorwürfe. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Der Text beschreibt keine solche Leistung – weder von Rosa noch von Tanja. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 55U W U W U

Patricks neuer Song ist sein bisher erfolgreichster, doch ein anonymer Nutzer beschimpft ihn in den Kommentaren.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist dankbar. (A)
Er ist verärgert. (B)
Er ist entmutigt. (C)
Er ist stolz. (D)
Er schämt sich. (E)

Begründung

(A) Er ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Patrick von einer Leistung oder einem Geschenk einer anderen Person profitiert hat. Der Erfolg geht im Text auf seine eigene Arbeit zurück. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Patrick findet den Kommentar „respektlos und völlig daneben“. Das zeigt eine deutliche Unzufriedenheit mit dem Verhalten des Nutzers. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist entmutigt. – eher unwahrscheinlich: Entmutigung setzt negatives Feedback einer Person voraus, die man wertschätzt. Der Kommentar stammt von einem anonymen Nutzer, zu dem Patrick keine Beziehung hat. Entmutigung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Patrick hat monatelang an dem Lied gearbeitet, und es ist mit über 50.000 Aufrufen sein bisher erfolgreichstes. Das ist eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Verlust an Ansehen voraus. Der Text betont, dass die übrigen Kommentare „durchwegs begeistert“ sind – Patricks Ansehen leidet also nicht. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 56U W W U U

Waltrauds Enkel verbringt seine Ferien inzwischen lieber bei den anderen Großeltern am See.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zufrieden. (A)
Sie liebt Paul. (B)
Sie ist eifersüchtig. (C)
Sie ist neidisch. (D)
Sie ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass mehrere Lebensbereiche genannt werden und gerade alles passt. Die Situation ist für Waltraud jedoch belastend. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie liebt Paul. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Waltraud „hängt sehr“ an ihrem Enkel. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Waltraud gönnt den anderen Großeltern „die Zeit und die Zuneigung ihres Enkels nicht“ – es geht also um die Beziehung zu einer Person. Das entspricht der Definition von Eifersucht. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz oder Vorteile. Das Seehaus ist Waltraud laut Text jedoch „egal“. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Waltraud von einer anderen Person profitiert hat. Davon ist im Text keine Rede. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 57U U U W W

Julian ist mit allen Bereichen seines neuen Lebens in Innsbruck rundum im Reinen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist neidisch. (A)
Er freut sich. (B)
Er ist ausgeglichen. (C)
Er ist zufrieden. (D)
Er liebt Marie. (E)

Begründung

(A) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Julian jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude ist die Reaktion auf ein konkretes positives Ereignis. Der Abend wird jedoch als „gewöhnlich“ beschrieben, und es geschieht nichts Besonderes. Hier passt Zufriedenheit, nicht Freude. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist nur dann wahrscheinlich, wenn die Situation neutral ist und keine andere Emotion klar passt. Hier wird Zufriedenheit eindeutig durch den Text gestützt. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist zufrieden. – eher wahrscheinlich: Der Text beschreibt mehrere Lebensbereiche, die gut laufen (Arbeit, Freunde, Beziehung, Gesundheit, Finanzen), und Julian denkt, dass sich sein Leben „gerade genau richtig anfühlt“. Damit sind die Kriterien für Zufriedenheit erfüllt.

(E) Er liebt Marie. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird ausdrücklich als „sehr liebevoll“ und „innig“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 58W U U W W

Beim Begräbnis ihrer Großmutter muss Tamara feststellen, dass ihr Onkel wegen eines Fußballspiels fernbleibt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist traurig. (A)
Sie verachtet Werner. (B)
Sie ist überrascht. (C)
Sie ist verärgert. (D)
Sie hat Mitleid mit ihrer Mutter. (E)

Begründung

(A) Sie ist traurig. – eher wahrscheinlich: Tamaras Großmutter ist verstorben – ein klar negatives Ereignis. Beim Begräbnis denkt sie an die gemeinsame Zeit. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie verachtet Werner. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber dafür mehr bekommt. Der Text beschreibt zwar Werners Fehlverhalten, aber keinen Vorteil, den er daraus zieht. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Der Tod der Großmutter war erwartet, und Tamara „hatte von ihm nichts anderes erwartet“. Nichts in der Situation kommt für sie unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Tamara findet das Verhalten ihres Onkels „unverzeihlich“. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich – auch wenn Tamara nichts anderes erwartet hatte.

(E) Sie hat Mitleid mit ihrer Mutter. – eher wahrscheinlich: Tamaras Mutter weint während der gesamten Zeremonie – sie leidet also. Tamara ist ihre Tochter, eine Beziehung ist also gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 59W W U U U

Raphael bereitet in fünf Tagen einen wichtigen Investorenpitch für sein Start-up vor, das gerade seinen ersten Großkunden gewonnen hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist stolz. (A)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (B)
Er ist traurig. (C)
Er schämt sich. (D)
Er ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Raphael hat den ersten Großkunden gewonnen – einen Vertrag, „den er selbst ausgehandelt hat“. Das ist eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Das Start-up ist sein „Herzensprojekt“ (Passion), er weiß, dass er es schaffen kann (machbar), und der Pitch in fünf Tagen mit neuem Finanzmodell ist eine klare Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist traurig. – eher unwahrscheinlich: Trauer folgt auf ein negatives Ereignis. Im Text werden nur positive Entwicklungen beschrieben. Trauer ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Raphael jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 60U U W U W

Gabrieles Mutter, deren Meinung ihr sehr wichtig ist, prophezeit dem neuen Café ihrer Tochter das Scheitern.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist eifersüchtig. (A)
Sie ist dankbar. (B)
Sie hat Angst. (C)
Sie ist stolz. (D)
Sie ist entmutigt. (E)

Begründung

(A) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem die Beziehung zu einer Drittperson nicht zu gönnen. Eine solche Konstellation beschreibt der Text nicht. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Gabriele von einer anderen Person profitiert hat. Die Mutter unterstützt sie im Text nicht. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Die Eröffnung liegt in der Zukunft, und Gabriele „kann … nicht abschätzen“, ob genügend Gäste kommen. Es liegt also eine offene Situation ohne Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine bereits erbrachte, positiv bewertete Leistung voraus. Das Café ist noch nicht eröffnet, und der Text betont keine Leistung, auf die Gabriele zurückblickt. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist entmutigt. – eher wahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person zu einer eigenen Tätigkeit. Die Meinung ihrer Mutter ist Gabriele „sehr wichtig“, und diese sagt ihrem Projekt das Scheitern voraus. Entmutigung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 61U W U W U

Kurts Kollege hat einen lukrativen Hotelvertrag bekommen, Kurt hofft auf einen ähnlichen Vertrag im Frühjahr.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er verachtet Erich. (A)
Er ist zuversichtlich. (B)
Er ist eifersüchtig. (C)
Er ist neidisch. (D)
Er schämt sich. (E)

Begründung

(A) Er verachtet Erich. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Erich ist jedoch „für seine Zuverlässigkeit und Freundlichkeit bekannt“ – er leistet also nicht weniger. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Die Vergabe des Vertrags mit dem Kongresszentrum liegt in der Zukunft, und Kurt „ist überzeugt“, ihn zu bekommen. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Kurt missgönnt Erich jedoch einen Vertrag. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Kurt „gönnt Erich die regelmäßigen, gut bezahlten Fahrten nicht“ – es geht um einen materiellen Vorteil. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 62W U W U U

Irenes Bruder hat eine Knieoperation gut überstanden und ist bester Laune.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie liebt Georg. (A)
Sie hat Mitleid mit Georg. (B)
Sie freut sich. (C)
Sie hat Angst. (D)
Sie fühlt sich schuldig. (E)

Begründung

(A) Sie liebt Georg. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Irene hat ein „sehr enges Verhältnis“ zu ihrem Bruder. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie hat Mitleid mit Georg. – eher unwahrscheinlich: Mitleid setzt ein Leid der anderen Person voraus. Georg ist jedoch „bester Laune“ und hat „keine Schmerzen“. Trotz der engen Beziehung ist Mitleid daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die komplikationslose Operation und Georgs gute Verfassung sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Die Operation ist gut verlaufen, und Georg wird morgen entlassen – nichts ist mehr offen. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Irene sich für etwas Negatives verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 63W U W U W

Nach einem Zeitungsbericht über Hygienemängel in Jürgens Gasthaus, die er selbst verschuldet hat, bleiben die Gäste aus.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er hat Angst. (A)
Er freut sich. (B)
Er schämt sich. (C)
Er ist dankbar. (D)
Er empfindet Reue. (E)

Begründung

(A) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Die Zukunft des Gasthauses ist offen, und Jürgen „kann … nicht abschätzen“, ob es sich erholen wird. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Situation ist ausschließlich negativ. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er schämt sich. – eher wahrscheinlich: Der Bericht erscheint in der Lokalzeitung, und laut Text spricht die ganze Stadt darüber. Jürgen verliert also Ansehen in der Gesellschaft. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Jürgen von einer anderen Person profitiert hat. Davon ist im Text keine Rede. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Jürgen hat den Reinigungsplan selbst vernachlässigt – er ist objektiv verantwortlich. Er „bedauert sehr“, die Reinigung schleifen gelassen zu haben, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 64U W U W U

Agnes soll ab morgen nachts zusätzlich allein eine zweite Station betreuen, was sie für nicht machbar hält.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. (A)
Sie ist verärgert. (B)
Sie ist dankbar. (C)
Sie hat Angst. (D)
Sie ist stolz. (E)

Begründung

(A) Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Zwar liegen Passion („Hebamme aus Leidenschaft“) und eine Challenge vor, doch nichts deutet darauf hin, dass Agnes die Aufgabe für machbar hält – sie kann nicht einschätzen, wie sie die Nächte bewältigen soll. Da das Kriterium der Machbarkeit fehlt, ist die Emotion eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Agnes findet die Anordnung „unverantwortlich“ und hätte sich eine andere Lösung gewünscht. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Agnes von einer anderen Person profitiert hat. Die Anordnung der Klinikleitung ist für sie jedoch eine Belastung. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Die kommenden Nachtdienste liegen in der Zukunft, und Agnes „kann … nicht einschätzen“, wie sie diese bewältigen soll. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Der Text beschreibt keine solche Leistung. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 65W W U U U

Nach dem Tod seines Vaters wird Bernhard von den Nachbarn eine Woche lang tatkräftig unterstützt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist traurig. (A)
Er ist dankbar. (B)
Er ist verärgert. (C)
Er liebt seinen Vater. (D)
Er fühlt sich schuldig. (E)

Begründung

(A) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Bernhards Vater ist verstorben – ein klar negatives Ereignis. Am Abend sitzt er allein in der Stube seines Vaters. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Bernhard hat von den Leistungen anderer profitiert: Die Nachbarn haben täglich Essen gebracht und sich um den Hof gekümmert. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit dem Verhalten anderer oder mit der Situation voraus. Der Text beschreibt nur Unterstützung und Anteilnahme. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er liebt seinen Vater. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn die Beziehung im Text durch ein Adjektiv näher beschrieben wird. Über die Qualität der Beziehung zwischen Bernhard und seinem Vater sagt der Text nichts aus. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Bernhard glaubt, er hätte den Tod seines Vaters verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 66U U U W W

Jelenas Ex-Mann, der sich kaum um die Kinder gekümmert hat, und seine neue Partnerin werden von den Kindern nun bewundert.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zuversichtlich. (A)
Sie freut sich. (B)
Sie ist neidisch. (C)
Sie verachtet Rainer. (D)
Sie ist eifersüchtig. (E)

Begründung

(A) Sie ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an die Zukunft voraus. Der Text enthält keinen Hinweis auf eine solche Erwartung. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Situation wird aus Jelenas Sicht ausschließlich negativ beschrieben. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz, Vorteile oder Ressourcen. Jelena missgönnt der Partnerin jedoch keine Sache, sondern die Zuneigung ihrer Kinder. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie verachtet Rainer. – eher wahrscheinlich: Jelena und Rainer haben eine lange gemeinsame Geschichte. Rainer hat sich „kaum um die beiden gemeinsamen Kinder gekümmert“ (weniger geleistet), wird aber nun von ihnen als „der coole Papa“ gefeiert (mehr bekommen). Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Jelena „gönnt der neuen Partnerin die Zuneigung ihrer Kinder nicht“ – es geht um die Beziehung zu Personen. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 67U W W U U

Oskars MRT-Befund ist unauffällig, und auch sonst läuft in seinem Leben alles gut.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist überrascht. (A)
Er freut sich. (B)
Er ist zufrieden. (C)
Er ist traurig. (D)
Er hat Angst. (E)

Begründung

(A) Er ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Der Arzt hatte Oskar das Ergebnis „bereits bei der ersten Untersuchung angekündigt“. Es handelt sich also nicht um ein unerwartetes Ereignis. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Der harmlose Befund ist ein positives Ereignis, das heute eingetreten ist. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist zufrieden. – eher wahrscheinlich: Der Text nennt mehrere Lebensbereiche, die gut laufen (Gesundheit, Beruf, Ehe, Freundeskreis), und Oskar denkt: „Jetzt passt wirklich alles.“ Zufriedenheit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist traurig. – eher unwahrscheinlich: Trauer folgt auf ein negatives Ereignis. Der Text beschreibt ausschließlich positive Entwicklungen. Trauer ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein offenes zukünftiges Ereignis. Das Ergebnis liegt jedoch vor und ist harmlos – es gibt nichts Ungewisses mehr. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 68W U U U W

Denises Studienkollegin bekommt das begehrte Praktikum in New York, auf das Denise fest gehofft hatte.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist neidisch. (A)
Sie ist stolz. (B)
Sie ist eifersüchtig. (C)
Sie ist zuversichtlich. (D)
Sie ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Sie ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Denise „kann … ihr den begehrten Platz in New York nicht gönnen“ – es geht um einen Vorteil. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Denise hat das Praktikum nicht bekommen, und der Text hebt keine Leistung hervor, auf die sie positiv zurückblickt. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Hier geht es jedoch um eine Praktikumsstelle. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an eine offene Zukunft voraus. Die Entscheidung ist gefallen, und der Text erwähnt keine neuen Perspektiven. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Denise „hatte sich große Hoffnungen auf eine Zusage gemacht“ – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt hat. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 69U W W W U

Nikolaus bringt seine Tochter, die den MedAT geschafft hat, zum Studienbeginn nach Innsbruck.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er schämt sich. (A)
Er liebt Ella. (B)
Er ist stolz. (C)
Er hat Angst. (D)
Er ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede – im Gegenteil, Ella hat einen großen Erfolg erzielt. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er liebt Ella. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text ausdrücklich als „sehr innig“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz kann sich auf die Leistung einer nahestehenden Person beziehen. Nikolaus' Tochter hat den MedAT nach monatelanger Vorbereitung beim ersten Antritt geschafft. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Ob sich Ella in Innsbruck wohlfühlen wird, ist eine offene Frage, deren Ausgang Nikolaus „nicht einschätzen“ kann. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Nikolaus jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 70U U U W W

Ein neuer Vater wirft Ursula per E-Mail Inkompetenz vor, doch sie erwartet Rückendeckung von der Direktorin.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie verachtet den Vater. (A)
Sie ist dankbar. (B)
Sie ist entmutigt. (C)
Sie ist verärgert. (D)
Sie ist zuversichtlich. (E)

Begründung

(A) Sie verachtet den Vater. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt eine gemeinsame Geschichte und die Konstellation „weniger leisten, mehr bekommen“ voraus. Ursula kennt den Vater kaum, und er zieht keinen Vorteil aus der Situation. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Ursula bereits von einer anderen Person profitiert hat. Die Unterstützung durch die Direktorin steht noch aus. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist entmutigt. – eher unwahrscheinlich: Entmutigung setzt negatives Feedback einer Person voraus, die man wertschätzt. Der Vater ist für Ursula praktisch ein Fremder – sein Sohn ist erst seit einer Woche in ihrer Klasse –, und sie hält seine Vorwürfe für „haltlos“. Entmutigung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Ursula findet die Vorwürfe „haltlos und respektlos“. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Das Gespräch mit der Direktorin liegt in der Zukunft, und Ursula „ist sich sicher“, dass diese sie unterstützen wird. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 71W W W W U

Vincents Freundin überrascht ihn zum 30. Geburtstag mit einem geheim geplanten Wochenende in Rom.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist dankbar. (A)
Er freut sich. (B)
Er ist überrascht. (C)
Er liebt Amelie. (D)
Er schämt sich. (E)

Begründung

(A) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Vincent profitiert von einem Geschenk einer anderen Person: Amelie hat die Reise organisiert und bezahlt. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Das Geschenk – ein Wochenende in Rom, wohin er „schon immer einmal“ wollte – ist ein klar positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Vincent „hatte keine Ahnung“, dass Amelie etwas geplant hatte. Das Geschenk kommt also völlig unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er liebt Amelie. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr eng“ und „liebevoll“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Die Situation ist rein positiv und privat. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 72U U W U W

Das lang ersehnte Konzert von Theos Lieblingsband wird wegen Krankheit des Sängers kurzfristig abgesagt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er hat Mitleid mit dem Sänger. (A)
Er ist verärgert. (B)
Er ist überrascht. (C)
Er ist neidisch. (D)
Er ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Er hat Mitleid mit dem Sänger. – eher unwahrscheinlich: Mitleid erfordert neben dem Leid der anderen Person auch eine Beziehung zu ihr. Den Sänger kennt Theo jedoch „nur von der Bühne“ – eine persönliche Beziehung besteht nicht. Mitleid ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation voraus. Theo hat für die Absage jedoch „vollstes Verständnis“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Das Konzert wird „völlig unerwartet“ einen Tag vorher abgesagt. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Theo jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Theo hatte „fest damit gerechnet“, die Band endlich live zu sehen – eine aktive Erwartung, die sich nun nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 73W W U U W

Monika hat wegen eines falsch eingetragenen Datums den 50. Geburtstag ihrer engen Freundin verpasst.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Mitleid mit Doris. (A)
Sie empfindet Reue. (B)
Sie schämt sich. (C)
Sie ist zufrieden. (D)
Sie fühlt sich schuldig. (E)

Begründung

(A) Sie hat Mitleid mit Doris. – eher wahrscheinlich: Doris erzählt „mit zitternder Stimme“, wie traurig sie war, und die beiden sind eng befreundet. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Monika hat das falsche Datum selbst eingetragen und nicht überprüft – sie ist objektiv verantwortlich. Sie „bedauert zutiefst“ ihr Versäumnis, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Der Text beschreibt nur ein privates Gespräch zwischen den beiden, ohne dass andere Personen darüber urteilen. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass in mehreren Lebensbereichen gerade alles passt. Die Situation ist für Monika jedoch belastend. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Monika hätte ihr Fernbleiben durch eine einfache Überprüfung des Datums verhindern können. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 74U U W W U

Ernst muss aus gesundheitlichen Gründen das Autofahren aufgeben, sein Nachbar bietet ihm Fahrdienste an.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er schämt sich. (A)
Er ist ausgeglichen. (B)
Er ist dankbar. (C)
Er ist enttäuscht. (D)
Er ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist nur in neutralen Situationen wahrscheinlich, in denen keine andere Emotion klar passt. Hier werden Enttäuschung und Dankbarkeit eindeutig gestützt. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Ernst profitiert von einer Dienstleistung einer anderen Person: Sein Nachbar fährt ihn noch am selben Nachmittag zum Einkaufen und will das künftig regelmäßig übernehmen. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Ernst „hatte gehofft“, dass ihm die Fahrtauglichkeit erneut bestätigt wird – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt hat. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation voraus. Ernst „sieht ein, dass die Entscheidung vernünftig ist“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 75W U W U U

Samuel wurde zum Kapitän seines Moot-Court-Teams gewählt und bereitet sich auf die Einreichung in drei Wochen vor.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er verachtet sein Team. (B)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (C)
Er hat Mitleid mit seinen Teamkollegen. (D)
Er ist eifersüchtig. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Samuel wurde letzte Woche zum Teamkapitän gewählt – etwas, das „er sich lange gewünscht hatte“. Das ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er verachtet sein Team. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass andere Personen weniger leisten, aber mehr bekommen. Eine solche Konstellation beschreibt der Text nicht. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Samuel „begeistert sich“ für Völkerrecht (Interesse), er weiß, dass das Team es schaffen kann (machbar), und es gibt eine Deadline in drei Wochen (Challenge). Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er hat Mitleid mit seinen Teamkollegen. – eher unwahrscheinlich: Mitleid setzt ein Leid der anderen Personen voraus. Im Text leidet niemand. Mitleid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Samuel jemandem die Beziehung zu einer Drittperson nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 76W W U U W

Carla hat trotz des Rats ihrer Physiotherapeutin weitertrainiert, sich verletzt, und ihr Auftritt bei der Premiere ist nun ungewiss.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie empfindet Reue. (A)
Sie fühlt sich schuldig. (B)
Sie ist neidisch. (C)
Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. (D)
Sie hat Angst. (E)

Begründung

(A) Sie empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Carla hat sich selbst entschieden, trotz des dringenden Rats ihrer Physiotherapeutin weiterzutrainieren – sie ist also objektiv verantwortlich. Sie „bereut sehr“, nicht auf sie gehört zu haben, und ist damit auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Carla sieht sich selbst als verantwortlich für ihre Verletzung, die sie durch eine Trainingspause hätte verhindern können. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Carla jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Zwar liegen Interesse (sie möchte die Rolle „unbedingt tanzen“) und ein Termin vor, doch es ist völlig offen, ob Carla überhaupt wieder rechtzeitig tanzen kann. Das Kriterium der Machbarkeit fehlt. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Ob Carla bis zur Premiere wieder tanzen kann, ist „völlig offen“. Es handelt sich um eine ungewisse Zukunft ohne Erwartung. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 77W U U W U

Helmut muss einen Rohbau in vier Wochen fertigstellen, als der Bauherr kurzfristig die Pläne ändert.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (A)
Er hat Mitleid mit dem Bauherrn. (B)
Er ist eifersüchtig. (C)
Er ist verärgert. (D)
Er schämt sich. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Helmut „liebt seinen Beruf“ (Passion), er weiß, dass sein Team den Termin auch mit den neuen Plänen halten kann (machbar), und die Frist von vier Wochen ist eine klare Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er hat Mitleid mit dem Bauherrn. – eher unwahrscheinlich: Mitleid setzt ein Leid der anderen Person voraus. Der Bauherr leidet im Text nicht. Mitleid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Helmut jemandem die Beziehung zu einer Drittperson nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Helmut ist über die kurzfristige Planänderung „sehr unzufrieden“ und hätte sich gewünscht, früher informiert zu werden. Das entspricht der Definition von Ärger. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 78U W W U U

Mira muss den Kater einer langjährigen Kundin einschläfern, die ihr zum Abschied einen Kuchen schenkt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist neidisch. (A)
Sie hat Mitleid mit Frau Brunner. (B)
Sie ist dankbar. (C)
Sie fühlt sich schuldig. (D)
Sie ist überrascht. (E)

Begründung

(A) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Mira jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie hat Mitleid mit Frau Brunner. – eher wahrscheinlich: Frau Brunner hält ihren Kater „weinend im Arm“, und Mira kennt sie seit zwölf Jahren. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Mira erhält ein Geschenk von einer anderen Person – einen selbstgebackenen Kuchen. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Die Erkrankung war „nicht mehr behandelbar“, und der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Mira glaubt, sie hätte etwas verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Überraschung setzt ein unerwartetes Ereignis voraus. Mira kannte die Erkrankung des Katers, und auch der Dank von Frau Brunner wird im Text nicht als unerwartet beschrieben. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 79U U U W W

Brunos langjähriger Kollege Roland, der sich mit Brunos Rezepten geschmückt hat, wird zum Küchenchef ernannt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist enttäuscht. (A)
Er ist eifersüchtig. (B)
Er hat Angst. (C)
Er verachtet Roland. (D)
Er ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Er ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt eine aktive Erwartung voraus. Bruno „hatte sich keine Hoffnungen auf den Posten gemacht“. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Hier geht es um eine berufliche Position. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Der Text beschreibt keine offene Situation, deren Ausgang Bruno nicht einschätzen kann. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er verachtet Roland. – eher wahrscheinlich: Bruno und Roland haben eine zehnjährige gemeinsame Geschichte. Roland hat weniger geleistet (Brunos Rezepte übernommen, kaum eigene Ideen), bekommt aber mehr (die Beförderung zum Küchenchef). Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Bruno findet es „empörend“, dass Roland belohnt wird. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation – und zwar ohne Erwartungshaltung. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 80U W U W U

Nadines Mann beleidigt betrunken ihren Vorgesetzten vor den Kolleginnen und Kollegen auf dem Firmenfest.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie freut sich. (A)
Sie schämt sich. (B)
Sie ist dankbar. (C)
Sie ist verärgert. (D)
Sie empfindet Reue. (E)

Begründung

(A) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Der Vorfall ist für Nadine klar negativ. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Eine nahestehende Person – ihr Mann – benimmt sich vor zahlreichen Kolleginnen und Kollegen daneben, und laut Text richten sich alle Blicke auf Nadine. Das Kriterium (nahestehende Person + Gesellschaft) ist erfüllt. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Nadine von einer anderen Person profitiert hat. Davon ist im Text keine Rede. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Nadine ist „äußerst verstimmt“ und hätte sich ein anderes Verhalten gewünscht. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue setzt eine eigene Tat voraus, für die Nadine objektiv verantwortlich ist. Beleidigt hat jedoch Gernot, nicht Nadine. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 81W U W U U

Haralds arbeitsscheuer Schwager hat geerbt und sich eine Villa gekauft, während Harald jahrzehntelang hart arbeiten musste.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er verachtet Dieter. (A)
Er ist eifersüchtig. (B)
Er ist neidisch. (C)
Er ist zuversichtlich. (D)
Er hat Mitleid mit Dieter. (E)

Begründung

(A) Er verachtet Dieter. – eher wahrscheinlich: Harald kennt Dieter seit über 20 Jahren. Dieter hat kaum gearbeitet (weniger geleistet), besitzt nun aber eine Villa (mehr bekommen). Diese Konstellation spricht für Verachtung. Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Harald missgönnt Dieter jedoch eine Villa, also einen Besitz. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Harald „gönnt ihm die Villa nicht“ – es geht um einen materiellen Besitz. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an die Zukunft voraus. Der Text enthält keinen Hinweis darauf. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er hat Mitleid mit Dieter. – eher unwahrscheinlich: Mitleid setzt ein Leid der anderen Person voraus. Dieter geht es gut – er zeigt stolz Fotos seiner Villa. Mitleid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 82U U U W W

Emirs Freundin lernt lieber mit einem Studienkollegen als mit Emir für eine wichtige Prüfung.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er verachtet Can. (A)
Er liebt Zeynep. (B)
Er ist neidisch. (C)
Er ist eifersüchtig. (D)
Er ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Er verachtet Can. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt eine gemeinsame Geschichte und die Konstellation „weniger leisten, mehr bekommen“ voraus. Beides beschreibt der Text nicht. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er liebt Zeynep. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn die Beziehung im Text durch ein Adjektiv näher beschrieben wird. Der Text sagt lediglich, dass die beiden seit einem Jahr zusammen sind. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz, Vorteile oder Ressourcen. Emir missgönnt Can jedoch keine Sache, sondern die Zeit mit einer Person. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Emir „gönnt Can die viele Zeit mit Zeynep nicht“ – er missgönnt einer anderen Person also die Beziehung zu einer Drittperson. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Emir „hatte gehofft“, mit Zeynep gemeinsam zu lernen – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt hat. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 83W W W U U

Pascal gewinnt seinen ersten eigenen Prozess, obwohl der Fall als nahezu aussichtslos galt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist überrascht. (A)
Er freut sich. (B)
Er ist stolz. (C)
Er hat Angst. (D)
Er ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Der Fall galt als „nahezu aussichtslos“, und Pascal „hatte mit einer Niederlage gerechnet“. Der Sieg ist für ihn also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Der gewonnene Prozess ist ein positives Ereignis, sowohl für Pascal als auch für seine Mandantin. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Pascal hat den Prozess mit einer Argumentation gewonnen, „an der er wochenlang gefeilt hatte“ – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein offenes zukünftiges Ereignis. Der Prozess ist entschieden, und der Text beschreibt keine neue ungewisse Situation. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt voraus, dass ein erhofftes Ereignis nicht eingetreten ist. Pascal hatte eine Niederlage erwartet und stattdessen gewonnen – das Ergebnis ist besser als erwartet. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 84W W U U W

Christinas Tochter ist nach der Trennung von ihrem ersten Freund völlig aufgelöst.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie liebt Lina. (A)
Sie ist verärgert. (B)
Sie ist stolz. (C)
Sie ist dankbar. (D)
Sie hat Mitleid mit Lina. (E)

Begründung

(A) Sie liebt Lina. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text ausdrücklich als „sehr innig“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Christina findet das Verhalten des Freundes „respektlos und völlig inakzeptabel“. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Eine solche wird im Text nicht beschrieben. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Christina von einer anderen Person profitiert hat. Davon ist im Text keine Rede. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie hat Mitleid mit Lina. – eher wahrscheinlich: Lina ist „völlig aufgelöst“ und weint die halbe Nacht, und Christina hat eine sehr innige Beziehung zu ihr. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 85U U W W U

Mehmets Meisterprüfung wurde verschoben, nun bereitet er sich acht Wochen lang gezielt darauf vor.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er schämt sich. (A)
Er verachtet die Prüfer. (B)
Er ist enttäuscht. (C)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (D)
Er ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er verachtet die Prüfer. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt eine gemeinsame Geschichte und die Konstellation „weniger leisten, mehr bekommen“ voraus. Beides wird im Text nicht beschrieben. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Mehmet „hatte gehofft“, die Prüfung schon im Frühjahr ablegen zu können – eine aktive Erwartung, die sich durch die Verschiebung nicht erfüllt hat. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Mehmet schraubt „mit Leidenschaft“ (Passion), er weiß, dass er es schaffen kann (machbar), und die Prüfung in acht Wochen ist eine klare Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Mehmet jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 86U U U U W

Elisabeth erlebt einen völlig gewöhnlichen, ereignislosen Arbeitstag in der Apotheke.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist verärgert. (A)
Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. (B)
Sie freut sich. (C)
Sie ist zufrieden. (D)
Sie ist ausgeglichen. (E)

Begründung

(A) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit einer Situation voraus. Es gibt laut Text keine Beschwerden und keine negativen Vorkommnisse. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Für diese Emotion braucht es Interesse, Machbarkeit und eine konkrete Challenge. Der Text beschreibt Routinetätigkeiten ohne Herausforderung oder Deadline. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Laut Text gibt es „weder Beschwerden noch besondere Vorkommnisse“. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass mehrere Lebensbereiche beschrieben werden und allgemein festgehalten wird, dass gerade alles passt. Der Text beschreibt nur einen Arbeitstag ohne eine solche Bewertung. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist ausgeglichen. – eher wahrscheinlich: Die Situation ist neutral: ein „gewöhnlicher Dienstag“ ohne Beschwerden oder besondere Vorkommnisse. Keine andere Emotion wird durch den Text klar gestützt. Genau in diesem Fall ist Ausgeglichenheit eher wahrscheinlich.

Aufgabe 87W U W W U

Robert sieht das geerbte Motorrad, das er vor Jahren überstürzt verkauft hat, preisgekrönt beim neuen Besitzer wieder.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er ist überrascht. (B)
Er ist neidisch. (C)
Er empfindet Reue. (D)
Er ist stolz. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Robert sieht sich als verantwortlich dafür, dass das Erbstück seines Großvaters nicht mehr in der Familie ist. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Robert „wusste bereits“, dass Gerald das restaurierte und prämierte Motorrad heute ausstellen würde. Das Wiedersehen kommt für ihn also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Robert „gönnt Gerald das Motorrad nicht“ – es geht um einen Besitz. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Robert hat das Motorrad selbst verkauft – er ist objektiv verantwortlich. Er „bedauert zutiefst“ diese Entscheidung, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine eigene Leistung oder die einer nahestehenden Person voraus. Die Restaurierung hat Gerald, ein Bekannter, durchgeführt. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 88W W U U W

Silvias langjährige Kollegin ist völlig unerwartet bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist verärgert. (A)
Sie ist überrascht. (B)
Sie fühlt sich schuldig. (C)
Sie verachtet Brigitte. (D)
Sie ist traurig. (E)

Begründung

(A) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Silvia findet es „unerträglich“, dass ein betrunkener Autofahrer Brigittes Leben so sinnlos beendet hat. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Brigitte ist „völlig unerwartet“ ums Leben gekommen – sie war erst 48 und kerngesund. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Den Unfall hat ein betrunkener Autofahrer verursacht. Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Silvia glaubt, sie hätte ihn verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie verachtet Brigitte. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Im Text gibt es dafür keinen Hinweis – die beiden aßen täglich gemeinsam zu Mittag. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist traurig. – eher wahrscheinlich: Der Tod ihrer langjährigen Kollegin, mit der sie täglich zu Mittag gegessen hat, ist für Silvia ein schwerwiegend negatives Ereignis. Sie kann sich kaum konzentrieren. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 89U U W W U

Clemens findet seinen Schüler Timo, der seit Wochen gemobbt wird, weinend auf dem Schulhof.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er schämt sich. (B)
Er ist verärgert. (C)
Er hat Mitleid mit Timo. (D)
Er ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Situation ist ausschließlich negativ. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt voraus, dass Clemens oder eine ihm nahestehende Person Ansehen in der Gesellschaft verliert. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Clemens findet das Verhalten der Mitschüler „vollkommen inakzeptabel“. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er hat Mitleid mit Timo. – eher wahrscheinlich: Timo sitzt „weinend in einer Ecke“, und Clemens hat ein gutes Verhältnis zu ihm. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Clemens jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 90U W U U W

Alexander wird unerwartet in eine neue Abteilung mit besseren Arbeitsbedingungen versetzt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er hat Angst. (A)
Er freut sich. (B)
Er ist verärgert. (C)
Er ist enttäuscht. (D)
Er ist überrascht. (E)

Begründung

(A) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Situation voraus, deren Ausgang die Person nicht einschätzen kann. Der Text beschreibt keine Unsicherheit in Bezug auf die neue Abteilung. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Wechsel bringt ein höheres Gehalt und keine Wochenenddienste mehr – ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation voraus. Die Veränderung bringt Alexander ausschließlich Vorteile. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt voraus, dass ein erhofftes Ereignis nicht eingetreten ist. Alexander hatte keine Erwartung, und die Veränderung bringt ihm Vorteile. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Die Versetzung erfolgt „ohne Vorankündigung“, und Alexander hatte nicht mit einer Veränderung gerechnet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 91U W U W U

Birgits Kollegin und Freundin, die sie selbst eingearbeitet hat, wird zur Mitarbeiterin des Jahres gekürt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist eifersüchtig. (A)
Sie ist stolz. (B)
Sie ist neidisch. (C)
Sie freut sich. (D)
Sie verachtet Anja. (E)

Begründung

(A) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem die Beziehung zu einer Drittperson nicht zu gönnen. Eine solche Konstellation beschreibt der Text nicht. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz kann sich auf eigene Leistungen oder die Leistungen nahestehender Personen beziehen. Birgit hat Anja eingearbeitet, die beiden sind befreundet, und Anja hebt Birgits „hervorragende Einarbeitung“ öffentlich hervor. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bedeutet, jemandem einen Vorteil nicht zu gönnen. Der Text sagt ausdrücklich, dass Birgit Anja die Auszeichnung und die Prämie „von Herzen“ gönnt. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Auszeichnung ihrer Freundin und der öffentliche Dank an Birgit sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie verachtet Anja. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Anja hat die Auszeichnung jedoch für ihre Arbeit erhalten, und die beiden sind befreundet. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 92W U W U U

Kilian muss übermorgen einen ungeliebten Konferenzvortrag auf Englisch halten, eine Kollegin hat ihm bei der Vorbereitung geholfen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist dankbar. (A)
Er ist eifersüchtig. (B)
Er hat Angst. (C)
Er ist zuversichtlich. (D)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (E)

Begründung

(A) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Kilian hat von der Hilfe einer anderen Person profitiert: Lea hat sich drei Stunden Zeit genommen, um mit ihm zu üben. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Kilian jemandem die Beziehung zu einer Drittperson nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Der Vortrag liegt in der Zukunft, und Kilian „kann … nicht einschätzen“, wie das Publikum reagieren wird. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung voraus. Kilian kann die Reaktion des Publikums jedoch nicht einschätzen. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Zwar gibt es eine Challenge (Vortrag übermorgen), doch das Nebenprojekt interessiert Kilian laut Text nicht. Das Kriterium Interesse/Passion fehlt. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 93W U U U W

Yvonnes Schwiegermutter dankt wie jedes Jahr der untätigen Schwägerin statt Yvonne, die das ganze Fest organisiert hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie verachtet Sandra. (A)
Sie ist eifersüchtig. (B)
Sie ist überrascht. (C)
Sie ist dankbar. (D)
Sie ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Sie verachtet Sandra. – eher wahrscheinlich: Yvonne und Sandra haben eine zehnjährige gemeinsame Geschichte. Sandra leistet weniger (hilft nie mit), bekommt aber mehr (den Dank der Schwiegermutter). Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Yvonne Sandra die Beziehung zu einer Person nicht gönnt. Der Text stellt jedoch klar, dass es Yvonne nicht um die Zuneigung der Schwiegermutter geht, sondern um die Anerkennung ihrer Arbeit. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Die Schwiegermutter bedankt sich „wie jedes Jahr“ bei Sandra. Das Ereignis ist für Yvonne also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Yvonne von einer anderen Person profitiert hat. Im Gegenteil: Andere profitieren von Yvonnes Arbeit. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Yvonne findet die Situation „unerträglich“ – eine starke Unzufriedenheit. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 94U W W U W

Walters Frau ist nach langer Krankheit verstorben, nachdem er sie mit Unterstützung eines Hospizteams gepflegt hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er ist dankbar. (B)
Er liebt Gerda. (C)
Er empfindet Reue. (D)
Er ist traurig. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Walter „weiß, dass er alles für sie getan hat, was möglich war“. Das spricht klar gegen den Gedanken, er hätte etwas verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Walter hat von der Unterstützung anderer profitiert: Das Hospizteam hat ihn täglich bei der Pflege entlastet. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er liebt Gerda. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Walter „hing sehr an ihr“. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue setzt voraus, dass Walter eine eigene Tat bedauert, für die er objektiv verantwortlich ist. Der Text beschreibt keine solche Handlung – im Gegenteil, er hat alles Mögliche getan. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Walters Frau ist verstorben – ein schwerwiegend negatives Ereignis. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 95U W U W U

Sven gewinnt bei einer Vereinstombola völlig unverhofft den Hauptpreis.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist neidisch. (A)
Er ist überrascht. (B)
Er ist stolz. (C)
Er freut sich. (D)
Er ist zufrieden. (E)

Begründung

(A) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Sven jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Im Gegenteil: Er selbst hat gewonnen. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Svens Losnummer wird zu seiner großen Verwunderung aufgerufen, und er hat „noch nie etwas gewonnen“. Der Gewinn ist also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine eigene Leistung voraus. Der Gewinn ist jedoch reines Glück bei einer Verlosung, keine Leistung. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Gewinn eines Wellness-Wochenendes ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass mehrere Lebensbereiche genannt werden und festgehalten wird, dass allgemein alles passt. Der Text beschreibt nur ein einzelnes Ereignis. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 96U U W U W

Nicoles Zwillingsschwester bekommt eine Wohnung von den Eltern und verbringt zudem viel Zeit mit Nicoles bester Freundin.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zuversichtlich. (A)
Sie verachtet Sonja. (B)
Sie ist eifersüchtig. (C)
Sie ist stolz. (D)
Sie ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Sie ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an die Zukunft voraus. Der Text enthält keinen Hinweis darauf. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie verachtet Sonja. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Der Text beschreibt Sonja jedoch als Krankenpflegerin mit regelmäßigen Nachtdiensten – nichts deutet darauf hin, dass sie weniger leistet. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Nicole „gönnt Sonja auch die Freundschaft mit Katrin nicht“ – sie missgönnt ihr also die Beziehung zu einer Person. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich. Neid und Eifersucht können gleichzeitig auftreten, weil sie sich auf verschiedene Dinge beziehen.

(D) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete eigene Leistung oder die Leistung einer nahestehenden Person voraus. Der Text beschreibt keine solche Leistung. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Nicole „gönnt Sonja die Wohnung nicht“ – es geht um einen materiellen Besitz. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 97W U U W W

Ein Monat nach dem Tod ihres Mannes wird eine Kinderstation zu Ehren seines Lebenswerks nach ihm benannt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist traurig. (A)
Sie ist neidisch. (B)
Sie schämt sich. (C)
Sie liebt Friedrich. (D)
Sie ist stolz. (E)

Begründung

(A) Sie ist traurig. – eher wahrscheinlich: Hermines Mann ist vor einem Monat verstorben – ein schwerwiegend negatives Ereignis, das bei der Zeremonie präsent ist. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Hermine jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust voraus. Friedrich und damit auch seine Familie werden öffentlich geehrt. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie liebt Friedrich. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Hermine „hing sehr an ihm“. Die Emotion bleibt auch nach dem Tod bestehen. Sie ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz kann sich auf die Leistungen einer nahestehenden Person beziehen. Friedrichs Lebenswerk wird öffentlich gewürdigt – er hat durch seine Forschung viele Kinderleben gerettet. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 98U W U W U

Aaron hat eine Buchungsplattform fast allein entwickelt und zwei Wochen vor der Deadline erfolgreich abgeschlossen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er hat Angst. (A)
Er freut sich. (B)
Er ist zufrieden. (C)
Er ist stolz. (D)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (E)

Begründung

(A) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Das Projekt ist erfolgreich abgeschlossen, nichts ist mehr offen. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Der erfolgreiche Abschluss und das Lob der Kundin sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass mehrere Lebensbereiche beschrieben werden und allgemein alles passt. Der Text beschränkt sich auf ein berufliches Projekt. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Aaron hat die Plattform „fast allein“ programmiert und vorzeitig fehlerfrei in Betrieb genommen – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Diese Emotion ist prospektiv und setzt eine bevorstehende Challenge voraus. Das Projekt ist jedoch „vollständig abgeschlossen“ – es gibt keine offene Herausforderung mehr. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 99W U W U U

Kerstins Lehrling hat während Kerstins Urlaub einen Kassenfehler gemacht, und Kerstin macht sich trotzdem Vorwürfe.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie fühlt sich schuldig. (A)
Sie ist stolz. (B)
Sie hat Mitleid mit Selin. (C)
Sie empfindet Reue. (D)
Sie ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Sie fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Kerstin denkt: „Hätte ich das Wechselgeld noch öfter mit ihr geübt, wäre das nicht passiert.“ Sie fühlt sich also subjektiv verantwortlich und glaubt, sie hätte den Fehler verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Der Text beschreibt einen Fehler, keine Leistung. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie hat Mitleid mit Selin. – eher wahrscheinlich: Selin erzählt „unter Tränen“ von ihrem Fehler – sie leidet also. Kerstin bildet sie seit einem Jahr aus, eine Beziehung ist gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue erfordert auch eine objektive Verantwortung. Den Fehler hat jedoch Selin gemacht, während Kerstin auf Urlaub war, und die Ausbildung erfolgte „genau nach dem Einschulungsplan der Zentrale“. Kerstin ist also nur subjektiv, nicht objektiv verantwortlich. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Der Text sagt ausdrücklich, dass Kerstin Selin „keineswegs böse“ ist. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 100W W W U W

Richard begleitet seine Tochter bei ihrer Hochzeit, die die Familie des Bräutigams ausgerichtet hat, und vermisst dabei seine verstorbene Frau.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er liebt Melanie. (B)
Er ist dankbar. (C)
Er ist eifersüchtig. (D)
Er ist traurig. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Hochzeit seiner Tochter ist ein positives Ereignis, und Melanie schreitet „strahlend“ zum Altar. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er liebt Melanie. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr innig“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Richard profitiert von der Leistung anderer: Die Familie des Bräutigams hat die gesamte Hochzeit organisiert und bezahlt, was er sich allein nicht hätte leisten können. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht würde bedeuten, dass Richard dem Bräutigam die Beziehung zu seiner Tochter nicht gönnt. Der Text sagt das Gegenteil: Richard findet, dass Melanie „einen wunderbaren Partner gefunden hat“, und gönnt ihr ihr Glück „von Herzen“. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Richards Frau ist verstorben, und „gerade heute vermisst er sie besonders“. Trauer und Freude schließen einander nicht aus. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgaben 101–150

Aufgabe 101W W W U U

Antonia hat einen Weckruf vergessen, wodurch ein Gast seinen Flug verpasst hat; er beschwert sich öffentlich in der Lobby.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie schämt sich. (A)
Sie empfindet Reue. (B)
Sie fühlt sich schuldig. (C)
Sie ist entmutigt. (D)
Sie ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Der Gast beschwert sich „in der vollen Lobby“, und mehrere Gäste drehen sich nach Antonia um. Sie verliert also Ansehen vor anderen Menschen. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Antonia hat vergessen, den Weckruf einzutragen – sie ist objektiv verantwortlich. Sie „bedauert zutiefst“ ihren Fehler, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Antonia hätte den verpassten Flug verhindern können, wenn sie den Weckruf eingetragen hätte. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist entmutigt. – eher unwahrscheinlich: Entmutigung setzt negatives Feedback einer Person voraus, die man wertschätzt. Der Gast ist Antonia fremd, eine besondere Wertschätzung wird im Text nicht beschrieben. Entmutigung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation oder dem Verhalten anderer voraus. Antonia kann den Ärger des Gastes jedoch „gut verstehen“ und sieht den Fehler bei sich. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 102U U U W W

Leons Vater sagt Leons Geburtstagsessen wegen eines Fußballturniers seines Stiefsohns ab.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist überrascht. (A)
Er liebt seinen Vater. (B)
Er ist neidisch. (C)
Er ist enttäuscht. (D)
Er ist eifersüchtig. (E)

Begründung

(A) Er ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Der Vater hat „wie schon mehrmals zuvor“ abgesagt. Die Absage kommt für Leon also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er liebt seinen Vater. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt. Über die Qualität der Beziehung zwischen Leon und seinem Vater sagt der Text nichts aus. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz, Vorteile oder Ressourcen. Leon missgönnt Jonathan jedoch keine Sache, sondern die Zeit mit einer Person. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Leon „hatte gehofft“, dass sein Vater zum Geburtstagsessen kommt – eine aktive Erwartung, die sich durch die Absage nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Leon „missgönnt Jonathan die viele Zeit mit seinem Vater“ – er gönnt einer anderen Person also die Beziehung zu einer Drittperson nicht. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 103W U W W W

Charlotte hat mit ihrem Entwurf einen Architekturpreis gewonnen, und auch privat und beruflich passt alles.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zufrieden. (A)
Sie ist neidisch. (B)
Sie liebt Lorenzo. (C)
Sie freut sich. (D)
Sie ist stolz. (E)

Begründung

(A) Sie ist zufrieden. – eher wahrscheinlich: Der Text beschreibt mehrere Lebensbereiche, die gut laufen (Büro, Aufträge, Team, Partnerschaft), und Charlotte denkt, dass „gerade alles zusammenpasst“. Zufriedenheit ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Charlotte jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie liebt Lorenzo. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr eng“ und „liebevoll“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Gewinn des Preises ist ein positives Ereignis, das gestern eingetreten ist. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Charlottes Entwurf, an dem sie „monatelang gearbeitet hat“, hat einen Preis gewonnen – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 104W W W U U

Lukas bekommt eine erhoffte Theaterrolle nicht, erhält aber ausführliches Feedback und eine neue Einladung.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist enttäuscht. (A)
Er ist dankbar. (B)
Er ist zuversichtlich. (C)
Er ist verärgert. (D)
Er hat Angst. (E)

Begründung

(A) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Lukas hatte sich „große Hoffnungen gemacht“ – eine aktive Erwartung, die sich durch die Absage nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Lukas profitiert von der Leistung einer anderen Person: Der Regisseur nimmt sich eine halbe Stunde Zeit für ausführliches Feedback und lädt ihn erneut ein. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Das nächste Vorsprechen liegt in der Zukunft, und Lukas „ist überzeugt“, dann eine Rolle zu bekommen. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation voraus. Lukas findet die Entscheidung jedoch „nachvollziehbar“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Zukunft ohne Erwartung voraus. Die heutige Entscheidung ist gefallen, und für das nächste Vorsprechen hat Lukas eine positive Erwartung. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 105U U U W U

Helene erfährt aus der Zeitung, dass ihr unscheinbarer Nachbar ein bekannter Krimiautor ist.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Angst. (A)
Sie freut sich. (B)
Sie ist stolz. (C)
Sie ist überrascht. (D)
Sie ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Der Text beschreibt keine solche Situation. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein Ereignis voraus, das für die Person positiv ist. Helene hat zu Herrn Weninger keine besondere Beziehung und liest keine Krimis – die Nachricht ist für sie weder positiv noch negativ. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz bezieht sich auf eine eigene Leistung oder die einer nahestehenden Person. Herr Weninger ist für Helene keine nahestehende Person. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Helene „hätte nie gedacht“, dass ihr unscheinbarer Nachbar ein bekannter Schriftsteller ist. Die Nachricht ist für sie also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Helene jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 106U W U U W

Noah hat seinen langjährigen Nachbarn aus dessen brennendem Haus gerettet, das nun völlig zerstört ist.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er schämt sich. (A)
Er hat Mitleid mit Herrn Pichler. (B)
Er verachtet Herrn Pichler. (C)
Er hat Angst. (D)
Er ist stolz. (E)

Begründung

(A) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Noahs Einsatz war im Gegenteil erfolgreich. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er hat Mitleid mit Herrn Pichler. – eher wahrscheinlich: Herr Pichler sitzt „verzweifelt“ in der Küche und weint, und Noah kennt ihn seit seiner Kindheit. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er verachtet Herrn Pichler. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Im Text gibt es dafür keinen Hinweis. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Der Einsatz ist vorbei, und Herr Pichler ist unverletzt. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Noah hat Herrn Pichler aus dem brennenden Haus gerettet – eine eigene Leistung, für die er „all sein Können brauchte“. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 107W W U U U

Josefines Kollegin hat sich ein Haus am See gekauft, während Josefine selbst dringend eine Wohnung sucht.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist neidisch. (A)
Sie hat Angst. (B)
Sie verachtet Hilde. (C)
Sie ist eifersüchtig. (D)
Sie ist zufrieden. (E)

Begründung

(A) Sie ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Josefine „missgönnt“ Hilde das Haus – es geht um einen materiellen Besitz. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Ob Josefine rechtzeitig eine leistbare Wohnung findet, „ist völlig ungewiss“. Es liegt eine offene Situation ohne Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie verachtet Hilde. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Hilde hat jedoch „jahrelang eisern gespart und viele Überstunden gemacht“. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Hier geht es um ein Haus, also um Besitz. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass in mehreren Lebensbereichen gerade alles passt. Josefines Wohnsituation ist jedoch ungeklärt. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 108U U W U W

Bens Großvater erkennt ihn im Pflegeheim nicht mehr; eine Pflegerin nimmt sich Zeit, Ben zu beraten.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist überrascht. (A)
Er liebt seinen Großvater. (B)
Er ist dankbar. (C)
Er fühlt sich schuldig. (D)
Er hat Mitleid mit seinem Großvater. (E)

Begründung

(A) Er ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Die Pflegerin hatte Ben „bereits am Telefon darauf vorbereitet“, dass sein Großvater ihn wahrscheinlich nicht mehr erkennen wird. Die Situation kommt für ihn also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er liebt seinen Großvater. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt. Der Text sagt über die Qualität der Beziehung nichts aus. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Ben profitiert von der Leistung einer anderen Person: Die Pflegerin nimmt sich ausführlich Zeit, um ihn zu beraten. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Ben sich für den Zustand seines Großvaters verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er hat Mitleid mit seinem Großvater. – eher wahrscheinlich: Der Großvater fragt „ängstlich“ nach seiner verstorbenen Frau – er leidet also. Ben ist sein Enkel, eine Beziehung ist gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 109U U W W U

Viktorias Studienkollege, der kaum mitgearbeitet hat, bekommt nach der Projektpräsentation ein Jobangebot.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist überrascht. (A)
Sie ist dankbar. (B)
Sie verachtet Bastian. (C)
Sie ist neidisch. (D)
Sie ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Sie ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Dass das Unternehmen dem Vortragenden eine Stelle anbieten würde, „hatte sie schon geahnt“. Das Angebot an Bastian kommt für Viktoria also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Viktoria von einer anderen Person profitiert hat. Im Gegenteil: Bastian hat von ihrer Arbeit profitiert. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie verachtet Bastian. – eher wahrscheinlich: Viktoria und Bastian studieren seit drei Jahren gemeinsam. Bastian hat „kaum etwas beigetragen“ (weniger geleistet), bekommt aber das Jobangebot (mehr bekommen). Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Viktoria „missgönnt Bastian das Angebot“ – es geht um einen beruflichen Vorteil. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt eine aktive Erwartung oder Hoffnung voraus. Viktoria hatte sich jedoch „nie um eine solche Stelle beworben und auch nicht auf eine gehofft“. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 110U W U W W

Einen Monat nach dem Tod seines Hundes suchen Luis' Kinder mit ihm einen neuen Hund aus dem Tierheim aus und schenken ihm diesen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er ist traurig. (B)
Er ist überrascht. (C)
Er ist dankbar. (D)
Er freut sich. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Luis sich für den Tod seines Hundes oder für etwas anderes Negatives verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Luis' Hund ist vor einem Monat gestorben, und er „vermisst ihn noch immer jeden Tag“. Trauer ist daher eher wahrscheinlich – auch wenn heute ein schönes Ereignis stattfindet.

(C) Er ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Der Besuch im Tierheim war „vor zwei Wochen vereinbart“. Das Ereignis kommt für Luis also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Luis profitiert von einem Geschenk anderer Personen: Seine Kinder bezahlen die Vermittlungsgebühr für den neuen Hund. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Der neue Hund ist ein positives Ereignis, das heute eintritt. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 111W W U U U

Rebekkas geschätzter Trainer teilt ihr mit, dass sie nicht nominiert wird und nie nationales Niveau erreichen werde.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist entmutigt. (A)
Sie ist enttäuscht. (B)
Sie ist verärgert. (C)
Sie ist zuversichtlich. (D)
Sie schämt sich. (E)

Begründung

(A) Sie ist entmutigt. – eher wahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person. Rebekka schätzt ihren Trainer sehr, und er spricht ihr ab, jemals nationales Niveau zu erreichen. Entmutigung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Rebekka „hatte gehofft“, nominiert zu werden – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Rebekka empfindet die Einschätzung jedoch als „ehrlich und fair“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an die Zukunft voraus. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Rebekka ihre sportliche Zukunft positiv einschätzt. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust vor anderen voraus. Das Gespräch findet jedoch „unter vier Augen“ statt. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 112W U W U W

Erik hat entgegen dem Rat seines Bruders ein ungeprüftes Auto gekauft, dessen Motor nach einer Woche ausfällt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er schämt sich. (B)
Er empfindet Reue. (C)
Er ist dankbar. (D)
Er ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Erik hätte den Schaden durch eine Überprüfung verhindern können, wie sein Bruder geraten hatte. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Erik hat sich selbst entschieden, das Auto ohne Überprüfung zu kaufen – er ist objektiv verantwortlich. Er „bedauert sehr“, nicht auf seinen Bruder gehört zu haben, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Erik von einer anderen Person profitiert hat. Den Rat seines Bruders hat er nicht befolgt, und der Verkäufer hat ihn belogen. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Erik findet es „dreist“, dass der Verkäufer ihn belogen hat. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 113U W U W W

Der schüchterne Samir, mit dem Ida wochenlang geübt hat, spricht im Morgenkreis zum ersten Mal vor der ganzen Gruppe.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist neidisch. (A)
Sie ist stolz. (B)
Sie schämt sich. (C)
Sie freut sich. (D)
Sie ist überrascht. (E)

Begründung

(A) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Ida jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz kann sich auf eigene Leistungen oder die Leistungen von Personen beziehen, zu denen man eine Beziehung hat. Ida hat wochenlang mit Samir geübt, und er spricht nun zum ersten Mal vor der ganzen Gruppe. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust voraus. Samirs Erzählung ist im Gegenteil ein Erfolg. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Dass Samir zum ersten Mal vor der Gruppe erzählt, ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Ida „hatte nicht damit gerechnet“, dass Samir sich schon so bald trauen würde. Das Ereignis ist für sie also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 114W U U W U

Gretas Sohn ist mitten in der Nacht nicht wie vereinbart nach Hause gekommen und nicht erreichbar.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist verärgert. (A)
Sie freut sich. (B)
Sie fühlt sich schuldig. (C)
Sie hat Angst. (D)
Sie ist zuversichtlich. (E)

Begründung

(A) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Greta findet es „völlig unverantwortlich“, dass Florentin sich nicht an die Abmachung hält. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit seinem Verhalten. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Situation ist ausschließlich belastend. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Greta sich für die Situation verantwortlich fühlt – Florentin hat die Abmachung gebrochen. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Wo Florentin ist und was passiert ist, weiß Greta nicht – der Ausgang der Situation ist völlig offen. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung voraus. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Greta mit einem guten Ausgang rechnet. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 115U U W U U

Anton fährt zu einer routinemäßigen Zahnkontrolle, bei der wie jedes Jahr alles in Ordnung ist.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist zufrieden. (A)
Er freut sich. (B)
Er ist ausgeglichen. (C)
Er ist verärgert. (D)
Er hat Angst. (E)

Begründung

(A) Er ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass mehrere Lebensbereiche beschrieben werden und festgehalten wird, dass allgemein alles passt. Der Text beschreibt nur einen Routinetermin. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Dass bei der Routinekontrolle „wie jedes Jahr“ alles in Ordnung ist, ist das Erwartete und kein besonderes Ereignis. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist ausgeglichen. – eher wahrscheinlich: Die Situation ist vollkommen neutral: Der Zug ist pünktlich, und die Kontrolle verläuft „wie jedes Jahr“ ohne Befund. Keine andere Emotion wird durch den Text klar gestützt. Ausgeglichenheit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit einer Situation voraus. Alles verläuft reibungslos. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene, ungewisse Situation voraus. Die Kontrolle ist Routine, und der Text beschreibt keinerlei Sorgen. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 116U U W W W

Emmas Karte wird beim Teamessen vor allen Kolleginnen und Kollegen abgelehnt, und ein Kollege zahlt für sie.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist neidisch. (A)
Sie hat Angst. (B)
Sie ist überrascht. (C)
Sie schämt sich. (D)
Sie ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Emma jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene, ungewisse Situation voraus. Der Anruf bei der Bank klärt jedoch, dass ein technischer Fehler vorlag, der „bereits behoben ist“, und die Rechnung ist bezahlt. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Emma „hatte keine Ahnung“, dass ihre Karte gesperrt war. Die Ablehnung kommt für sie also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Der Kellner sagt „laut vor allen Kolleginnen und Kollegen“, dass die Karte abgelehnt wurde, und einige schauen betreten weg. Emma befürchtet also, Ansehen in ihrem sozialen Umfeld zu verlieren. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Emma profitiert von der Hilfe einer anderen Person: Ruben übernimmt ihre Rechnung. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 117W W U U U

Konrad erhält den lang ersehnten Auftrag, einen Roman seiner Lieblingsautorin in knapper Zeit zu übersetzen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (B)
Er hat Angst. (C)
Er ist neidisch. (D)
Er ist traurig. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Konrad bekommt heute einen Auftrag, den er sich seit Jahren wünscht – ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Konrad „liebt seine Arbeit“ (Passion), er weiß, dass er es schaffen kann (machbar), und zehn Wochen sind „sehr knapp“ (Challenge). Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Situation ohne Erwartung voraus. Konrad „weiß“ jedoch, dass er die Übersetzung schaffen kann. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Konrad jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Er selbst hat den Auftrag bekommen. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist traurig. – eher unwahrscheinlich: Trauer folgt auf ein negatives Ereignis. Im Text wird ausschließlich ein positives Ereignis beschrieben. Trauer ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 118U U W W W

Pias Tochter vertraut sich inzwischen lieber ihrer Tante an als ihrer Mutter.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie verachtet Marianne. (A)
Sie ist neidisch. (B)
Sie ist eifersüchtig. (C)
Sie hat Mitleid mit Valerie. (D)
Sie liebt Valerie. (E)

Begründung

(A) Sie verachtet Marianne. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Marianne wird jedoch als „herzlich“ beschrieben und hilft Valerie oft. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz, Vorteile oder Ressourcen. Pia missgönnt ihrer Schwester jedoch keine Sache, sondern das Vertrauen einer Person. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Pia missgönnt ihrer Schwester laut Text „das Vertrauen ihrer Tochter“ – es geht um die Beziehung zu einer Person. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie hat Mitleid mit Valerie. – eher wahrscheinlich: Valerie ist wegen ihres Liebeskummers „seit Tagen niedergeschlagen und weint oft“, und Pia hat eine sehr innige Beziehung zu ihr. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie liebt Valerie. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr innig“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 119W W W U U

Valentins ehemaliger Geschäftspartner, der ihn mit Schulden zurückließ, erhält für seine neue Bäckerei einen Preis samt Förderung.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist verärgert. (A)
Er verachtet Rupert. (B)
Er hat Angst. (C)
Er freut sich. (D)
Er ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Valentin findet die Situation „an Dreistigkeit kaum zu überbieten“ – eine starke Unzufriedenheit. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er verachtet Rupert. – eher wahrscheinlich: Valentin und Rupert haben eine lange gemeinsame Geschichte. Rupert hat ihn mit Schulden sitzen lassen und die besten Bäcker mitgenommen (weniger geleistet), erhält aber nun Preis und Förderung (mehr bekommen). Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Ob seine Bäckerei die Konkurrenz übersteht, „weiß er nicht“. Es liegt eine offene Zukunft ohne Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Situation ist für Valentin ausschließlich negativ. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Valentin von einer anderen Person profitiert hat. Im Gegenteil: Rupert hat von Valentin profitiert. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 120W U U U W

Alina bekommt die Schlüssel für ihre lang ersparte Eigentumswohnung, während Beruf und Familie sie belasten.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie freut sich. (A)
Sie ist zufrieden. (B)
Sie ist eifersüchtig. (C)
Sie ist ausgeglichen. (D)
Sie ist stolz. (E)

Begründung

(A) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Schlüsselübergabe für die erste eigene Wohnung ist ein positives Ereignis, das heute eintritt. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass in mehreren Lebensbereichen gerade alles passt. Alina ist jedoch beruflich überlastet und mit ihrer Schwester zerstritten. Trotz des positiven Ereignisses ist Zufriedenheit daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Alina jemandem die Beziehung zu einer Drittperson nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist nur in neutralen Situationen wahrscheinlich, in denen keine andere Emotion klar passt. Hier werden Freude und Stolz deutlich gestützt. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Alina hat „zehn Jahre lang gespart“, um sich die Wohnung leisten zu können – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 121U W W W U

Wegen eines Zugausfalls kam David zu spät, um seine Nachbarin abzuholen, die nun krank im Bett liegt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist stolz. (A)
Er hat Mitleid mit Frau Kaiser. (B)
Er ist verärgert. (C)
Er fühlt sich schuldig. (D)
Er empfindet Reue. (E)

Begründung

(A) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Der Text beschreibt keine solche Leistung. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er hat Mitleid mit Frau Kaiser. – eher wahrscheinlich: Frau Kaiser liegt mit Fieber im Bett und „fühlt sich elend“, und David unterstützt sie seit Jahren. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: David findet es „unzumutbar“, dass der Zug ohne Information gestrichen wurde. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: David denkt: „Hätte ich doch das Auto genommen.“ Er fühlt sich also subjektiv verantwortlich und glaubt, er hätte das lange Warten verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue erfordert neben der subjektiven auch eine objektive Verantwortung. Die Verspätung wurde jedoch durch den Zugausfall verursacht – David hat kein Fehlverhalten begangen. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 122W W U W U

Fiona steht vor ihrem ersten Alleinflug, nachdem ihr Fluglehrer sie als beste Schülerin des Jahrgangs gelobt hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zuversichtlich. (A)
Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. (B)
Sie verachtet ihren Fluglehrer. (C)
Sie ist stolz. (D)
Sie hat Angst. (E)

Begründung

(A) Sie ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Der Flug liegt in der Zukunft, und Fiona „ist überzeugt“, ihn souverän zu meistern. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Das Fliegen ist Fionas „große Leidenschaft“ (Passion), sie hat alle Manöver fehlerfrei beherrscht (machbar), und der erste Alleinflug morgen ist eine klare Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie verachtet ihren Fluglehrer. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Fiona wurde als beste Flugschülerin ihres Jahrgangs gelobt und hat alle Manöver fehlerfrei beherrscht – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Situation ohne Erwartung voraus. Fiona hat jedoch eine klar positive Erwartung. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 123U U W U W

Marcos Flug wird gestrichen, doch er bekommt ein Hotelzimmer und ein kostenloses Upgrade in die Businessclass.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er hat Angst. (A)
Er ist enttäuscht. (B)
Er ist überrascht. (C)
Er ist verärgert. (D)
Er freut sich. (E)

Begründung

(A) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Die Umbuchung und die Unterkunft sind geregelt. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt voraus, dass eine aktive Erwartung nicht erfüllt wurde. Ob Marco heute oder morgen ankommt, „ist ihm egal“, und die Situation hat sich für ihn sogar verbessert. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Mit einem Upgrade „hatte er nicht im Traum gerechnet“. Das Ereignis ist für ihn also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Marco nimmt die Verschiebung jedoch „gelassen hin“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Das kostenlose Upgrade in die Businessclass ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 124W U U W U

Selmas Mann ist seit dem Verlust seiner Stelle niedergeschlagen, während ihre Schwiegermutter die Familie unterstützt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Mitleid mit ihrem Mann. (A)
Sie ist zufrieden. (B)
Sie ist neidisch. (C)
Sie ist dankbar. (D)
Sie ist ausgeglichen. (E)

Begründung

(A) Sie hat Mitleid mit ihrem Mann. – eher wahrscheinlich: Selmas Mann ist seit dem Jobverlust „sehr niedergeschlagen“ und sitzt schweigend am Tisch – er leidet. Selma ist mit ihm verheiratet. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass in mehreren Lebensbereichen gerade alles passt. Zwar läuft Selmas Praxis gut, doch ihr Mann ist nach dem Jobverlust „sehr niedergeschlagen“. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Selma jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Selma profitiert von der Hilfe einer anderen Person: Ihre Schwiegermutter hat die Kinder abgeholt und für die ganze Familie gekocht. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist nur in neutralen Situationen wahrscheinlich, in denen keine andere Emotion klar passt. Hier werden Dankbarkeit und Mitleid deutlich gestützt, und die Situation ist belastend. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 125U W U U W

Adams Flugzeug muss wegen eines technischen Problems notlanden, und der Ausgang ist ungewiss.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist verärgert. (A)
Er liebt Rosalie. (B)
Er ist zuversichtlich. (C)
Er ist ausgeglichen. (D)
Er hat Angst. (E)

Begründung

(A) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine im Text beschriebene starke Unzufriedenheit voraus, etwa mit dem Verhalten anderer. Der Text enthält keinen solchen Hinweis. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er liebt Rosalie. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr innige Ehe“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an die Zukunft voraus. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Adam mit einem guten Ausgang rechnet. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist in negativen, bedrohlichen Situationen unwahrscheinlich. Hier liegt eine klar belastende Situation vor. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Wie die Notlandung verlaufen wird, „kann niemand an Bord sagen“. Es handelt sich um ein unmittelbar bevorstehendes Ereignis mit offenem Ausgang. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 126W U U U W

Marion ist bei ihrem ersten Solo in der vollen Kirche steckengeblieben, und ihr geschätzter Chorleiter rät ihr von weiteren Soli ab.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie schämt sich. (A)
Sie empfindet Reue. (B)
Sie ist stolz. (C)
Sie ist verärgert. (D)
Sie ist entmutigt. (E)

Begründung

(A) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Marion brach „vor der vollen Kirche“ ab – ihr Fehler geschah vor der gesamten Gemeinde. Sie verliert also Ansehen in der Gesellschaft. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue setzt eine eigene Tat voraus, die Marion im Nachhinein bedauert. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Marion ein eigenes Verhalten bedauert oder sich Vorwürfe macht – sie hatte „wochenlang dafür geübt“. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Das Solo ist misslungen. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus, etwa mit dem Verhalten anderer. Marion findet die Bemerkung des Chorleiters jedoch „berechtigt“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist entmutigt. – eher wahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person. Der Chorleiter, dessen Urteil Marion „sehr schätzt“, rät ihr, keine Soli mehr zu übernehmen. Entmutigung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 127U W W W U

Gabriel muss sein Blumengeschäft nach 30 Jahren wegen einer Mieterhöhung schließen, und seine Stammkunden verabschieden ihn mit einem Geschenk.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er ist verärgert. (B)
Er ist dankbar. (C)
Er ist traurig. (D)
Er schämt sich. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Die Schließung wurde durch die Mieterhöhung des Eigentümers verursacht. Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Gabriel sich selbst verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Gabriel findet es „empörend“, dass der Eigentümer ihm kein Entgegenkommen gezeigt hat. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Gabriel profitiert von einem Geschenk anderer Personen: Seine Stammkundschaft schenkt ihm eine Reise und organisiert ein Abschiedsfest. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Gabriel muss sein Geschäft nach 30 Jahren schließen und verliert seine „Existenzgrundlage“ – vergleichbar mit einem Jobverlust. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Gabriel erfährt im Gegenteil große Wertschätzung durch seine Kundschaft. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 128U W W U W

Stefanies Nachbarin, die ihren Garten von einem Gärtner pflegen lässt, gewinnt den Gartenwettbewerb, auf den Stefanie gehofft hatte.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist eifersüchtig. (A)
Sie ist neidisch. (B)
Sie ist enttäuscht. (C)
Sie hat Mitleid mit Gudrun. (D)
Sie verachtet Gudrun. (E)

Begründung

(A) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Hier geht es um einen Preis und Geld. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Stefanie „missgönnt ihr das Preisgeld“ – es geht um einen materiellen Vorteil. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Stefanie „hatte fest gehofft“, den Wettbewerb zu gewinnen – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie hat Mitleid mit Gudrun. – eher unwahrscheinlich: Mitleid setzt ein Leid der anderen Person voraus. Gudrun hat gewonnen und leidet nicht. Mitleid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie verachtet Gudrun. – eher wahrscheinlich: Die beiden kennen sich seit fünfzehn Jahren. Gudrun „rührt selbst keinen Finger“ (weniger geleistet), gewinnt aber den Preis (mehr bekommen). Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 129W U W W U

Hubert findet beim Umgraben seines Gartens zufällig eine wertvolle Goldmünze.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er ist stolz. (B)
Er ist überrascht. (C)
Er ist dankbar. (D)
Er schämt sich. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Fund einer Münze im Wert von rund 5.000 Euro ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine eigene Leistung voraus. Hubert ist jedoch „zufällig“ auf die Münze gestoßen – der Fund ist Glück, keine Leistung. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Mit einem solchen Fund „hätte Hubert niemals gerechnet“. Das Ereignis ist für ihn also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Hubert profitiert von einer anderen Person: Sein Nachbar hat ihm beim Umgraben geholfen und verzichtet „ausdrücklich auf jeden Anteil“ am Erlös. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 130U W U U W

Natalie übernimmt nächste Woche erstmals den Vorsitz in einem großen Prozess, bestens vorbereitet durch die Unterlagen ihres Vorgängers.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie liebt ihren Vorgänger. (A)
Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. (B)
Sie hat Angst. (C)
Sie schämt sich. (D)
Sie ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Sie liebt ihren Vorgänger. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ setzt eine enge Beziehung voraus, die im Text durch ein Adjektiv beschrieben wird. Über die Beziehung zu ihrem Vorgänger sagt der Text nichts dergleichen. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Natalie „liebt ihren Beruf“ (Passion), sie traut sich die Vorbereitung „ohne Weiteres zu“ (machbar), und der erste Vorsitz nächste Woche mit hunderten Seiten Akten ist eine klare Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Situation ohne Erwartung voraus. Natalie traut sich die Vorbereitung jedoch „ohne Weiteres zu“. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Natalie profitiert von der Leistung einer anderen Person: Ihr Vorgänger hat ihr alle Unterlagen sorgfältig geordnet und mit Notizen übergeben. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 131W W U W U

Michael hat den Herd angelassen, wodurch ein Brand die Masterarbeit seines Mitbewohners zerstört hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er empfindet Reue. (A)
Er fühlt sich schuldig. (B)
Er freut sich. (C)
Er hat Mitleid mit Jan. (D)
Er schämt sich. (E)

Begründung

(A) Er empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Michael hat vergessen, den Herd auszuschalten – er ist objektiv verantwortlich. Er „bedauert zutiefst“ seine Unachtsamkeit, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Michael hätte den Brand verhindern können, wenn er den Herd ausgeschaltet hätte. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Situation ist ausschließlich negativ. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er hat Mitleid mit Jan. – eher wahrscheinlich: Jan sitzt „verzweifelt und mit Tränen in den Augen“ in der Küche, und die beiden sind Studienfreunde. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Der Text beschreibt nur die Situation zwischen Michael und Jan, ohne dass andere darüber urteilen. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 132W U U W U

Romanas langjähriger Tanzpartner tanzt nun mit einer anderen Partnerin.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist eifersüchtig. (A)
Sie ist dankbar. (B)
Sie verachtet Livia. (C)
Sie hat Angst. (D)
Sie ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Sie ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Romana gönnt Livia „die enge Partnerschaft mit Florin nicht“ – es geht um die Beziehung zu einer Person. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Romana von einer anderen Person profitiert hat. Davon ist im Text keine Rede. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie verachtet Livia. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt eine gemeinsame Geschichte und die Konstellation „weniger leisten, mehr bekommen“ voraus. Der Text beschreibt nichts dergleichen über Livia. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Ob Romana bis zu den Staatsmeisterschaften einen neuen Partner findet, „ist völlig offen“. Es liegt eine ungewisse Zukunft ohne Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz, Vorteile oder Ressourcen. Romana missgönnt Livia jedoch die enge Partnerschaft mit einer Person. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 133U U W U W

Laurenz' Sohn wurde an Laurenz' eigener Schule bei der Matura beim Schummeln erwischt, und die ganze Stadt spricht darüber.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er ist überrascht. (B)
Er schämt sich. (C)
Er ist stolz. (D)
Er hat Mitleid mit Tristan. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Situation ist für Laurenz ausschließlich negativ. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Tristan war „schon im Vorjahr“ erwischt worden, und Laurenz „hatte befürchtet, dass so etwas wieder passiert“. Das Ereignis kommt für ihn also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er schämt sich. – eher wahrscheinlich: Eine nahestehende Person – sein Sohn – wurde beim Schummeln erwischt, und die Nachricht hat sich „in der ganzen Stadt herumgesprochen“. Das Kriterium (nahestehende Person + Gesellschaft) ist erfüllt. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Das Verhalten seines Sohnes ist negativ. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er hat Mitleid mit Tristan. – eher wahrscheinlich: Tristan sitzt „verzweifelt“ im Büro und weint – er leidet. Laurenz ist sein Vater. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 134U W U W U

Cornelias Schwester lässt sich scheiden, und ihr Ex-Mann, der sich nie gekümmert hat, behält das gemeinsame Haus.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie fühlt sich schuldig. (A)
Sie verachtet Egon. (B)
Sie liebt Ines. (C)
Sie hat Mitleid mit Ines. (D)
Sie freut sich. (E)

Begründung

(A) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Cornelia sich für die Scheidung oder ihre Folgen verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie verachtet Egon. – eher wahrscheinlich: Cornelia kennt Egon seit fünfzehn Jahren. Er hat sich „nie um Haushalt oder Kinder gekümmert“ (weniger geleistet), behält aber das gemeinsame Haus (mehr bekommen). Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie liebt Ines. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt. Der Text sagt nur, dass Ines Cornelias jüngere Schwester ist. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie hat Mitleid mit Ines. – eher wahrscheinlich: Ines sitzt „weinend inmitten von Umzugskartons“, und Cornelia ist ihre Schwester. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Situation ist ausschließlich negativ. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 135W U U U W

Christians IT-Projekt wird wegen Budgetkürzungen eingestellt, doch seine Chefin hat ihm bereits ein neues Projekt verschafft.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist enttäuscht. (A)
Er ist neidisch. (B)
Er schämt sich. (C)
Er ist verärgert. (D)
Er ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Christian „hatte bis zuletzt fest gehofft“, das System im Sommer in Betrieb zu nehmen – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Christian jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust voraus. Das Projekt wurde aus Budgetgründen eingestellt, und der Text beschreibt keine Bloßstellung Christians. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Christian hält die Entscheidung jedoch „für wirtschaftlich nachvollziehbar“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Christian profitiert vom Einsatz einer anderen Person: Seine Chefin hat „bereits durchgesetzt“, dass er ein begehrtes neues Projekt leiten darf. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 136W U W W W

Evas Sohn schließt sein Medizinstudium mit Auszeichnung ab und dankt ihr in seiner Rede überraschend öffentlich.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie freut sich. (A)
Sie ist neidisch. (B)
Sie ist überrascht. (C)
Sie ist stolz. (D)
Sie liebt Elia. (E)

Begründung

(A) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Studienabschluss ihres Sohnes und seine Dankesworte sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Eva jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Der Dank kommt „völlig unerwartet“, und Eva „hatte keine Ahnung“, dass Elia sie erwähnen würde. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz kann sich auf die Leistung einer nahestehenden Person beziehen. Evas Sohn schließt sein Studium „mit Auszeichnung“ und als Jahrgangsbester ab. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie liebt Elia. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr innig“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 137U W W U W

Ulrikes bewunderter früherer Lehrmeister kritisiert ihr Schaustück am Vortag eines Wettbewerbs scharf.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zuversichtlich. (A)
Sie ist dankbar. (B)
Sie hat Angst. (C)
Sie schämt sich. (D)
Sie ist entmutigt. (E)

Begründung

(A) Sie ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung voraus. Das Urteil der Jury ist jedoch nicht vorhersagbar, und der Text beschreibt keine positive Einschätzung. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Ulrike profitiert von der Hilfe einer anderen Person: Ihr früherer Lehrmeister nimmt sich „den ganzen Nachmittag Zeit“ und zeigt ihr, wie sie die Figur verfeinern kann. Dankbarkeit und Entmutigung können gleichzeitig auftreten. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Der Wettbewerb findet morgen statt, und wie die Jury urteilen wird, „lässt sich … nicht vorhersagen“. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust vor anderen voraus. Das Gespräch findet jedoch „allein in ihrer Backstube“ statt. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist entmutigt. – eher wahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person. Ulrike bewundert ihren früheren Lehrmeister, und dieser nennt ihr Schaustück „provinziell und ohne jede Eleganz“. Entmutigung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 138U W W W U

Martins bester Freund ist völlig unerwartet gestorben, und Martin besucht dessen verzweifelte Frau.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er ist überrascht. (B)
Er ist traurig. (C)
Er hat Mitleid mit Bertrams Frau. (D)
Er ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text heißt es: „niemand hätte das vorhersehen können“. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Martin glaubt, er hätte den Tod verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Bertram ist „völlig unerwartet“ gestorben – er war stets gesund, und die beiden hatten am Vortag noch telefoniert. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Der Tod seines besten Freundes ist ein schwerwiegend negatives Ereignis. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er hat Mitleid mit Bertrams Frau. – eher wahrscheinlich: Bertrams Frau ist „völlig verzweifelt“, und Martin kennt sie seit vielen Jahren. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine im Text beschriebene starke Unzufriedenheit oder Empörung voraus. Der Text enthält keinen solchen Hinweis. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 139W U U W U

Heidis Nachbarn helfen ihr unaufgefordert, das Heu vor einem angekündigten Unwetter einzubringen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist dankbar. (A)
Sie ist stolz. (B)
Sie fühlt sich schuldig. (C)
Sie hat Angst. (D)
Sie ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Heidi profitiert von der Hilfe anderer: Ihre Nachbarn kommen „unaufgefordert“ mit zwei Traktoren und helfen ihr. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete, bereits erbrachte Leistung voraus. Der Text beschreibt keine solche Leistung. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Das Unwetter ist ein Naturereignis, und der Text enthält keinen Hinweis auf Selbstvorwürfe. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Auch mit der Hilfe der Nachbarn „ist völlig ungewiss“, ob das Heu noch vor dem Gewitter eingebracht werden kann. Es liegt also eine offene Situation ohne Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine im Text beschriebene starke Unzufriedenheit voraus. Das Unwetter ist ein Naturereignis, und der Text enthält keinen Hinweis auf Empörung. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 140U W U U W

Peter verliert einen Prozess, weil ihn sein eigener Mandant belogen und Unterlagen verschwiegen hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er empfindet Reue. (A)
Er ist enttäuscht. (B)
Er schämt sich. (C)
Er fühlt sich schuldig. (D)
Er ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Er empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue setzt eine eigene Tat voraus, die Peter bedauert und für die er objektiv verantwortlich ist. Der Prozess ging jedoch durch das Verhalten des Mandanten verloren. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Peter „hatte gehofft“, den Prozess zu gewinnen – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Peter „weiß, dass er selbst alles richtig gemacht hat“. Er sieht sich also nicht als verantwortlich. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Peter findet das Verhalten seines Mandanten „unverschämt“. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 141W U W U U

Andrea ist Trauzeugin, als ihre beste Freundin einen Mann heiratet, mit dem Andrea früher selbst zusammen war.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie freut sich. (A)
Sie ist eifersüchtig. (B)
Sie liebt Carmen. (C)
Sie ist überrascht. (D)
Sie ist traurig. (E)

Begründung

(A) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Hochzeit ihrer engen Freundin und der Applaus für ihre Rede sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht würde bedeuten, dass Andrea Carmen die Beziehung zu Arno nicht gönnt. Der Text sagt jedoch ausdrücklich, dass sie den beiden „ihr Glück von Herzen“ gönnt. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie liebt Carmen. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Andrea ist „eng“ mit Carmen befreundet und „hängt sehr an ihr“. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Andrea „weiß schon seit über einem Jahr“ von der Beziehung. Die Hochzeit kommt für sie also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist traurig. – eher unwahrscheinlich: Trauer folgt auf ein negatives Ereignis wie einen Verlust. Der Text beschreibt nur positive Ereignisse, und die Trennung liegt acht Jahre zurück. Trauer ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 142W W U U U

Reinhards erste Einzelausstellung ist restlos ausverkauft; eine einzelne negative Kritik lässt ihn kalt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er ist stolz. (B)
Er ist verärgert. (C)
Er ist entmutigt. (D)
Er schämt sich. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Die erfolgreiche Eröffnung und der Verkauf aller Bilder sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Reinhard hat zwei Jahre für die Ausstellung gearbeitet, und alle Bilder sind am ersten Abend verkauft – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Die negative Kritik „lässt Reinhard völlig kalt“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist entmutigt. – eher unwahrscheinlich: Entmutigung setzt negatives Feedback einer Person voraus, die man wertschätzt. Das Urteil des Kritikers ist Reinhard laut Text gleichgültig – es „bedeutet“ ihm nichts. Entmutigung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Zwar ist die Kritik öffentlich, doch die übrigen Kritiken sind „durchwegs begeistert“ und alle Bilder verkauft – ein Ansehensverlust droht nicht. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 143U W W W W

Nadja hat eine abfällige Sprachnachricht versehentlich in die Elterngruppe geschickt, und eine Mutter verbreitet sie absichtlich weiter.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist stolz. (A)
Sie schämt sich. (B)
Sie ist verärgert. (C)
Sie fühlt sich schuldig. (D)
Sie empfindet Reue. (E)

Begründung

(A) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Nadjas Verhalten wird im Text negativ bewertet. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Die Nachricht „kursiert … in der ganzen Gemeinde“. Nadja verliert also Ansehen in der Gesellschaft. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Nadja findet es „niederträchtig“, dass eine Mutter die Nachricht absichtlich weitergeleitet hat. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit deren Verhalten. Ärger ist daher eher wahrscheinlich – auch wenn der Fehler ursprünglich bei Nadja lag.

(D) Sie fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Nadja hätte den Vorfall verhindern können. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Nadja hat die abfällige Nachricht selbst aufgenommen und verschickt – sie ist objektiv verantwortlich. Sie „bedauert zutiefst“, sich so geäußert zu haben, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 144U U U W W

In Alois' neuem Haus tritt wegen eines Baufehlers Wasser ein; die Firma wird den Schaden kostenlos beheben.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er hat Angst. (A)
Er ist zufrieden. (B)
Er ist dankbar. (C)
Er ist überrascht. (D)
Er ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Situation voraus, deren Ausgang nicht absehbar ist. Die Firma hat jedoch bereits zugesagt, den Schaden nächste Woche auf eigene Kosten zu beheben. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass in mehreren Lebensbereichen gerade alles passt. Der Text beschreibt jedoch ein aktuelles Problem mit dem neuen Haus. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Alois bereits von einem Geschenk oder einer Hilfe profitiert hat. Die Reparatur ist erst für nächste Woche zugesagt, und die Firma behebt lediglich ihren eigenen Fehler. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Dass so etwas bei einem Neubau passiert, „hätte Alois nicht erwartet“. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Alois findet die „Schlamperei der Baufirma inakzeptabel“. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 145W U W U W

Simone schafft mit Unterstützung ihres Kletterpartners zum ersten Mal eine schwierige Kletterroute.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie freut sich. (A)
Sie liebt Leonhard. (B)
Sie ist dankbar. (C)
Sie hat Angst. (D)
Sie ist stolz. (E)

Begründung

(A) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Das erfolgreiche Klettern der Route ist ein positives Ereignis, über das Simone laut jubelt. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie liebt Leonhard. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt. Leonhard wird nur als Kletterpartner beschrieben. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Simone profitiert von der Unterstützung einer anderen Person: Leonhard hat sie gesichert und ihr in jedem Training Tipps gegeben. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Die Route ist bereits geschafft. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Simone hat die Route nach wochenlangem Training ohne Sturz bewältigt – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 146U W U W U

Johanns Kollege bekommt den neuen Dienstwagen, obwohl Johann mehr Kilometer fährt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er verachtet Arnold. (A)
Er ist neidisch. (B)
Er hat Mitleid mit Arnold. (C)
Er ist verärgert. (D)
Er ist eifersüchtig. (E)

Begründung

(A) Er verachtet Arnold. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Arnold erzielt jedoch „seit Jahren die höchsten Umsätze“ – er leistet also nicht weniger. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Johann „wünscht sich insgeheim, Arnold hätte den Wagen nie bekommen“ – er missgönnt ihm also einen Besitz bzw. Vorteil. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er hat Mitleid mit Arnold. – eher unwahrscheinlich: Mitleid setzt ein Leid der anderen Person voraus. Arnold hat den Wagen bekommen und leidet nicht. Mitleid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Johann findet die Vergabe „unfair“ – er ist unzufrieden mit der Situation und hätte sich einen anderen Ausgang gewünscht. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Hier geht es um einen Dienstwagen. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 147W W W U U

Larissa schließt ihr Studium mit Auszeichnung ab, stürzt aber bei der Sponsion vor 500 Gästen, und das Video wird geteilt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist stolz. (A)
Sie freut sich. (B)
Sie schämt sich. (C)
Sie empfindet Reue. (D)
Sie ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Larissa hat ihr Studium mit Auszeichnung abgeschlossen – ein Ziel, für das sie „jahrelang hart gearbeitet hat“. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Studienabschluss mit Auszeichnung ist ein positives Ereignis. Freude und Scham können gleichzeitig auftreten. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Larissa ist „vor rund 500 Gästen“ hingefallen, und das Video wird in mehreren Gruppen geteilt. Sie verliert also Ansehen vor vielen Menschen. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue setzt eine eigene Tat voraus, für die Larissa objektiv verantwortlich ist und die sie bedauert. Der Text beschreibt kein Fehlverhalten, das Larissa bedauert – sie ist lediglich gestolpert. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine im Text beschriebene starke Unzufriedenheit voraus. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Larissa sich etwa über die Person ärgert, die gefilmt hat. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 148U U W U W

Heinz betreut ab morgen drei Monate lang allein seinen kleinen Enkel.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist verärgert. (A)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (B)
Er liebt Kasimir. (C)
Er ist stolz. (D)
Er hat Angst. (E)

Begründung

(A) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine im Text beschriebene starke Unzufriedenheit voraus. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Heinz mit der Situation unzufrieden ist. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Zwar liegt eine Challenge vor, doch der Text enthält keinen Hinweis darauf, dass Heinz die Aufgabe für machbar hält – er weiß nicht, wie er sie bewältigen wird. Da nicht alle Kriterien erfüllt sind, ist die Emotion eher unwahrscheinlich.

(C) Er liebt Kasimir. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Heinz „hängt sehr“ an seinem Enkel. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine bereits erbrachte, positiv bewertete Leistung voraus. Die Betreuung beginnt erst morgen. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Wie Heinz den Alltag bewältigen wird, „weiß er nicht“ – es handelt sich um eine offene Zukunft ohne Erwartung. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 149W W U W U

Miriams Forschungsartikel wird in einer Top-Fachzeitschrift veröffentlicht, wobei ihr Kolleginnen am Ende geholfen haben.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie freut sich. (A)
Sie ist stolz. (B)
Sie ist verärgert. (C)
Sie ist dankbar. (D)
Sie ist überrascht. (E)

Begründung

(A) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Zusage einer der renommiertesten Fachzeitschriften ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Die Veröffentlichung ist „das Ergebnis von drei Jahren eigener Forschung“ – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Die Situation ist für Miriam ausschließlich positiv. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Miriam profitiert von der Hilfe anderer: Ihre Kolleginnen haben freiwillig am Wochenende die letzten Versuche für sie durchgeführt. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Nach den positiven Gutachten „hatte sie bereits fest mit der Zusage gerechnet“. Die Nachricht ist also nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 150W U W W U

Milans Ex-Freundin, an der er noch hängt, ist nun mit einem früheren Schulfreund zusammen, der Milan oft ausgenutzt hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist eifersüchtig. (A)
Er ist neidisch. (B)
Er verachtet Sascha. (C)
Er liebt Lejla. (D)
Er freut sich. (E)

Begründung

(A) Er ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Milan gönnt Sascha laut Text „die Beziehung mit Lejla nicht“ – es geht um die Beziehung zu einer Person. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz, Vorteile oder Ressourcen. Milan missgönnt Sascha jedoch die Beziehung zu einer Person. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er verachtet Sascha. – eher wahrscheinlich: Milan und Sascha haben eine gemeinsame Geschichte. Sascha hat Milans Hausaufgaben abgeschrieben und damit bessere Noten bekommen, sich Geld geliehen und nie zurückgezahlt – er hat weniger geleistet und mehr bekommen, und nun ist er auch noch mit Lejla zusammen. Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er liebt Lejla. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Milan „hängt noch immer sehr an ihr“. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich – auch nach der Trennung.

(E) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Der Anblick der beiden ist für Milan negativ. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgaben 151–200

Aufgabe 151U W W U W

Susanne hat nach 20 Jahren ihren Job verloren, doch ihr früherer Chef hat ihr ein vielversprechendes Vorstellungsgespräch vermittelt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Angst. (A)
Sie ist zuversichtlich. (B)
Sie ist dankbar. (C)
Sie ist verärgert. (D)
Sie ist traurig. (E)

Begründung

(A) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Zukunft ohne Erwartung voraus. Susanne hat jedoch eine klar positive Erwartung an das Vorstellungsgespräch. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Das Vorstellungsgespräch liegt in der Zukunft, und Susanne „ist überzeugt“, die Stelle zu bekommen. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Susanne profitiert von der Hilfe einer anderen Person: Ihr ehemaliger Filialleiter hat ihr ein Empfehlungsschreiben verfasst und ein Vorstellungsgespräch vermittelt. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Susanne hält die Schließung jedoch „für nachvollziehbar“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist traurig. – eher wahrscheinlich: Susanne hat nach 20 Jahren ihren Arbeitsplatz verloren – ein negatives Ereignis wie ein Jobverlust. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 152W U U W W

Marcel bereitet sich auf die Barista-Meisterschaften vor, während sein langjähriger Freund und Coach seine Zeit lieber mit einem anderen verbringt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist zuversichtlich. (A)
Er hat Angst. (B)
Er ist neidisch. (C)
Er ist eifersüchtig. (D)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (E)

Begründung

(A) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Die Meisterschaft liegt in der Zukunft, und Marcel „ist überzeugt, das Finale zu erreichen“. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Situation ohne Erwartung voraus. Marcel hat jedoch eine klar positive Erwartung. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz, Vorteile oder Ressourcen. Marcel missgönnt Quentin jedoch die Freundschaft mit einer Person. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Marcel gönnt Quentin „diese Freundschaft nicht“ – es geht um die Beziehung zu einer Person. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Marcel „brennt für guten Kaffee“ (Passion), er weiß, dass er den Wettbewerb bewältigen kann (machbar), und die Meisterschaft in vier Wochen ist eine klare Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 153U W W U U

Manuelas übermüdeter Sohn hat an der Supermarktkassa einen Weinkrampf, und andere Kunden kommentieren das laut.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie fühlt sich schuldig. (A)
Sie schämt sich. (B)
Sie hat Mitleid mit Theodor. (C)
Sie liebt Theodor. (D)
Sie ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Manuela glaubt, sie hätte die Situation verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Mehrere Kundinnen und Kunden bleiben stehen, und eine Dame kritisiert laut Manuelas Erziehung. Manuela und ihr Sohn stehen also vor anderen Menschen schlecht da. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie hat Mitleid mit Theodor. – eher wahrscheinlich: Theodor ist „völlig übermüdet“ und „weint bitterlich“ – er leidet. Manuela ist seine Mutter. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie liebt Theodor. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt. Der Text sagt nichts über die Qualität der Beziehung aus. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Der Text sagt ausdrücklich, dass Manuela „weder ihrem Sohn noch der Dame böse“ ist. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 154W U U U W

Benedikts verehrter Küchenchef lehnt sein Gericht als ideenlos ab und nimmt stattdessen das eines Kollegen auf die Karte.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist entmutigt. (A)
Er ist verärgert. (B)
Er verachtet Fritz. (C)
Er schämt sich. (D)
Er ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Er ist entmutigt. – eher wahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person. Benedikt verehrt den Küchenchef, dessen Urteil ihm alles bedeutet, und dieser nennt sein Gericht „ideenlos“. Entmutigung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation voraus. Benedikt hält die Entscheidung jedoch „für fair“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er verachtet Fritz. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Fritz wird jedoch als „fleißig“ beschrieben. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust vor anderen voraus. Das Gespräch findet jedoch „unter vier Augen“ statt. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Benedikt gönnt Fritz „den Platz auf der Karte nicht“ – es geht um einen beruflichen Vorteil. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 155W W U W U

Angelika erfährt, dass ihre Pension höher ausfällt als erwartet, und auch sonst passt in ihrem Leben alles.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zufrieden. (A)
Sie ist überrascht. (B)
Sie hat Angst. (C)
Sie freut sich. (D)
Sie ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Sie ist zufrieden. – eher wahrscheinlich: Der Text nennt mehrere Lebensbereiche, die gut laufen (Gesundheit, Familie, Reisen, Finanzen), und Angelika denkt, dass „gerade einfach alles passt“. Zufriedenheit ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: „Damit hatte Angelika nicht gerechnet“ – die Nachricht ist für sie unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Der Text beschreibt keine solche Situation. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die höhere Pension ist ein positives Ereignis, das heute eintritt. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Angelika jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 156U U W W W

Eine von Kevin vorschriftsmäßig gestapelte Palette ist umgekippt und hat seinen Freund und Kollegen schwer verletzt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist verärgert. (A)
Er empfindet Reue. (B)
Er hat Mitleid mit Ömer. (C)
Er fühlt sich schuldig. (D)
Er hat Angst. (E)

Begründung

(A) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine im Text beschriebene starke Unzufriedenheit oder Empörung voraus. Der Text enthält keinen solchen Hinweis – Kevins Gedanken richten sich auf sein eigenes Verhalten. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue erfordert auch eine objektive Verantwortung. Kevin hat jedoch „genau nach der Anweisung“ gestapelt, und laut Gutachter hat ein Materialfehler den Unfall verursacht – Kevin trifft objektiv keine Schuld. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er hat Mitleid mit Ömer. – eher wahrscheinlich: Ömer hat „starke Schmerzen“, und die beiden sind seit Jahren befreundet. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Kevin denkt: „Hätte ich den Stapel nur noch einmal kontrolliert.“ Er fühlt sich also subjektiv verantwortlich und glaubt, er hätte den Unfall verhindern können. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Ob Ömers Hand wieder vollständig beweglich wird, „ist noch offen“. Es handelt sich um eine ungewisse Zukunft, die einen Freund betrifft. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 157U W W U U

Daniela bekommt in der Hochsaison keinen Urlaub und arbeitet an eintönigen, aber sicher machbaren Jahresabschlüssen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. (A)
Sie ist zuversichtlich. (B)
Sie ist enttäuscht. (C)
Sie ist verärgert. (D)
Sie hat Angst. (E)

Begründung

(A) Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Zwar gibt es eine Challenge (Hochsaison) und die Arbeit ist machbar, doch Daniela findet sie „eintönig und uninteressant“. Das Kriterium Interesse/Passion fehlt. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Die Fertigstellung liegt in der Zukunft, und laut Text weiß Daniela, „dass sie alles rechtzeitig fertigstellen wird“. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Daniela „hatte gehofft“, Urlaub nehmen zu können – eine aktive Erwartung, die sich durch die Ablehnung nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Daniela „versteht“ jedoch, warum niemand fehlen darf. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Situation ohne Erwartung voraus. Daniela weiß, dass sie alles rechtzeitig schaffen wird. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 158U U U W U

Lars verlängert ohne Zwischenfälle seinen Reisepass im Bezirksamt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist verärgert. (A)
Er hat Angst. (B)
Er ist überrascht. (C)
Er ist ausgeglichen. (D)
Er freut sich. (E)

Begründung

(A) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Die Wartezeit ist kurz, und alles verläuft reibungslos. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Der Ablauf ist klar geregelt, nichts ist offen. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Überraschung setzt ein unerwartetes Ereignis voraus. Alles läuft wie geplant. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist ausgeglichen. – eher wahrscheinlich: Die Situation ist vollkommen neutral: Alles läuft wie erwartet, ohne positive oder negative Ereignisse. Keine andere Emotion wird durch den Text gestützt. Ausgeglichenheit ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Die Passverlängerung ist ein neutraler Behördenweg. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 159W U U U W

Ein Skirennläufer, mit dem Bianca befreundet ist und den sie seit Jahren betreut, wechselt zu ihrer jüngeren Kollegin und verbringt auch seine Freizeit mit ihr.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist eifersüchtig. (A)
Sie schämt sich. (B)
Sie ist neidisch. (C)
Sie verachtet Nele. (D)
Sie ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Sie ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Bianca gönnt Nele „die Nähe zu ihm nicht“ – es geht um die Beziehung zu einer Person. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bezieht sich auf Besitz, Vorteile oder Ressourcen. Bianca missgönnt Nele jedoch keinen beruflichen Vorteil, sondern die persönliche Nähe zu einem Menschen. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie verachtet Nele. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Nele ist jedoch „sehr kompetent“ und hat sich ihren Ruf „hart erarbeitet“. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Bianca „hatte gehofft“, den Sportler bis zu den Olympischen Spielen zu begleiten – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 160W W U W W

Severins verstorbene Großmutter hat ihm überraschend ihren Flügel und einen Brief hinterlassen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist traurig. (A)
Er liebt seine Großmutter. (B)
Er fühlt sich schuldig. (C)
Er ist überrascht. (D)
Er ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Severins Großmutter ist verstorben – ein schwerwiegend negatives Ereignis. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er liebt seine Großmutter. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr innig“ beschrieben. Die Emotion bleibt auch nach dem Tod bestehen. Sie ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Severin sich für etwas Negatives verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Severin „hatte keine Ahnung“, dass seine Großmutter ihm etwas vererben wollte. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Severin profitiert von einem Geschenk einer anderen Person: Seine Großmutter hat ihm ihren Flügel und einen Brief hinterlassen. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 161U W W U W

Veronika hat einer langjährigen Kundin am Hochzeitsmorgen aus Unachtsamkeit viel zu viel Haar abgeschnitten.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie schämt sich. (A)
Sie empfindet Reue. (B)
Sie fühlt sich schuldig. (C)
Sie ist stolz. (D)
Sie hat Mitleid mit Sabrina. (E)

Begründung

(A) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust vor anderen voraus. Außer Veronika und Sabrina ist jedoch „niemand im Salon“. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Veronika hat sich vom Handy ablenken lassen – sie ist objektiv verantwortlich. Sie „bedauert zutiefst“, nicht konzentriert gewesen zu sein, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Veronika hätte den Fehler verhindern können, wenn sie konzentriert gearbeitet hätte. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Veronikas Arbeit ist misslungen. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie hat Mitleid mit Sabrina. – eher wahrscheinlich: Sabrina „bricht in Tränen aus“, und Veronika frisiert sie seit fünf Jahren regelmäßig. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 162W U W U U

Luka hat den nationalen Lehrlingswettbewerb gewonnen und bereitet sich auf die Europameisterschaft in drei Wochen vor.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist stolz. (A)
Er ist traurig. (B)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (C)
Er ist neidisch. (D)
Er ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Luka hat den österreichischen Lehrlingswettbewerb gewonnen, für den er „ein halbes Jahr lang trainiert hatte“ – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist traurig. – eher unwahrscheinlich: Trauer folgt auf ein negatives Ereignis. Der Text beschreibt ausschließlich positive Entwicklungen – den gewonnenen Wettbewerb und die Teilnahme an den europäischen Berufsmeisterschaften. Trauer ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Luka „liebt sein Handwerk“ (Passion), er weiß, dass er die Aufgaben bewältigen kann (machbar), und die Teilnahme an den europäischen Berufsmeisterschaften in drei Wochen ist eine klare Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Luka jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt voraus, dass ein erhofftes Ereignis nicht eingetreten ist. Luka hat im Gegenteil gewonnen. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 163U U W W U

Jasmins Freundin sagt die lange geplante gemeinsame Japanreise ab, weil ihr Vater schwer gestürzt ist.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist verärgert. (A)
Sie fühlt sich schuldig. (B)
Sie ist enttäuscht. (C)
Sie hat Mitleid mit Tara. (D)
Sie ist stolz. (E)

Begründung

(A) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Jasmin hat jedoch „vollstes Verständnis“ für die Absage. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Jasmin sich für den Sturz oder die Absage verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Jasmin hatte sich seit einem Jahr „sehr darauf gefreut“ – eine aktive Erwartung, die sich durch die Absage nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie hat Mitleid mit Tara. – eher wahrscheinlich: Tara ruft „weinend“ an, weil ihr Vater schwer gestürzt ist, und die beiden sind seit dem Studium befreundet. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Eine solche wird im Text nicht beschrieben. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 164W U U W W

Norbert hat den Turnsaal fast allein renoviert, wird bei der Eröffnung von der neuen Direktorin aber nicht erwähnt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist verärgert. (A)
Er verachtet die Direktorin. (B)
Er ist dankbar. (C)
Er ist enttäuscht. (D)
Er ist stolz. (E)

Begründung

(A) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Norbert findet es „ungerecht“, dass seine Leistung übergangen wird. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er verachtet die Direktorin. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt eine gemeinsame Geschichte mit der anderen Person voraus. Die Direktorin ist jedoch „erst seit einer Woche“ an der Schule. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Norbert von einer anderen Person profitiert hat. Im Text profitieren vielmehr andere von seiner Arbeit. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Norbert „hatte gehofft“, gewürdigt zu werden – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Norbert hat den Turnsaal „in wochenlanger Arbeit fast allein“ renoviert – eine eigene Leistung, auch wenn sie nicht erwähnt wird. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 165W W W U U

Elif erhält mit Hilfe eines Empfehlungsschreibens die begehrte Ausbildungsstelle zur Kinderärztin.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie freut sich. (A)
Sie ist dankbar. (B)
Sie ist zuversichtlich. (C)
Sie ist neidisch. (D)
Sie schämt sich. (E)

Begründung

(A) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Zusage für eine „der begehrten Ausbildungsstellen“ ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Elif profitiert von der Unterstützung einer anderen Person: Ihre Oberärztin hat ihr ein ausgezeichnetes Empfehlungsschreiben verfasst. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Die Ausbildung liegt in der Zukunft, und Elif „ist überzeugt“, dass sie ihr sehr gut liegen wird. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Elif jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Sie selbst hat die Stelle bekommen. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust voraus. Die Situation ist ausschließlich positiv. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 166U W U W W

Dietmar hat den Familienhof verkauft, der nun abgerissen wird, und wird dafür im Dorf geächtet.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist stolz. (A)
Er fühlt sich schuldig. (B)
Er freut sich. (C)
Er empfindet Reue. (D)
Er schämt sich. (E)

Begründung

(A) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Dietmar bereut den Verkauf. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Dietmar sieht sich als verantwortlich dafür, dass das Familienerbe verloren ist. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Der Abriss und die Ablehnung im Dorf sind negative Ereignisse. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Dietmar hat den Hof selbst verkauft – er ist objektiv verantwortlich. Er „bedauert inzwischen sehr“ diese Entscheidung, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er schämt sich. – eher wahrscheinlich: Im Dorf wird ihm „offen vorgeworfen“, das Familienerbe verscherbelt zu haben, und beim Wirt wird er „kaum noch gegrüßt“. Dietmar verliert also Ansehen in der Gesellschaft. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 167U U W W U

Lydias Freund macht ihr beim Abendessen den erwarteten Heiratsantrag.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Angst. (A)
Sie ist überrascht. (B)
Sie freut sich. (C)
Sie ist dankbar. (D)
Sie liebt Constantin. (E)

Begründung

(A) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Der Text beschreibt keine solche Situation. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist überrascht. – eher unwahrscheinlich: Lydia „erwartet … bereits einen Antrag“, da die beiden schon öfter darüber gesprochen haben. Das Ereignis kommt für sie nicht unerwartet. Überraschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Heiratsantrag, den Lydia annimmt, ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Lydia erhält ein Geschenk von einer anderen Person: den Ring, der früher Constantins Großmutter gehört hat. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie liebt Constantin. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt. Der Text sagt nur, dass die beiden seit zwei Jahren zusammen sind – auch ein Antrag allein ersetzt diese Beschreibung nicht. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 168W W U U W

Ivans Vater, dessen Meinung ihm sehr wichtig ist, bezeichnet Ivans Werkstatt vor allen Verwandten als kindisches Hobby.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er schämt sich. (A)
Er ist verärgert. (B)
Er ist zuversichtlich. (C)
Er verachtet seinen Vater. (D)
Er ist entmutigt. (E)

Begründung

(A) Er schämt sich. – eher wahrscheinlich: Der Vater kritisiert Ivan „vor allen Verwandten“, und einige Cousins lachen. Ivan verliert also Ansehen in seinem sozialen Umfeld. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Ivan findet es „respektlos“, dass sein Vater ihn vor allen bloßstellt. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit mit dessen Verhalten. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung an die Zukunft voraus. Der Text enthält keinen Hinweis darauf, wie Ivan die Zukunft seiner Werkstatt einschätzt. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er verachtet seinen Vater. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis, und Ivan schätzt die Meinung seines Vaters sehr. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist entmutigt. – eher wahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person. Die Meinung seines Vaters ist Ivan „enorm wichtig“, und dieser bezeichnet die Werkstatt als „kindisches Hobby“. Entmutigung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 169W W U W W

Renate wird nach 40 Jahren als Lehrerin mit einer Feier verabschiedet, zu der viele ehemalige Schüler kommen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist stolz. (A)
Sie ist dankbar. (B)
Sie ist eifersüchtig. (C)
Sie hat Angst. (D)
Sie freut sich. (E)

Begründung

(A) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Ehemalige Schülerinnen und Schüler erzählen, wie sehr Renates Unterricht „ihr Leben geprägt hat“. Das ist eine Würdigung ihrer eigenen Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Renate profitiert von einem Geschenk anderer Personen: Das Kollegium schenkt ihr einen lang ersehnten Kursgutschein und hat die Feier organisiert. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Renate jemandem die Beziehung zu einer Person nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Wie Renate die viele freie Zeit füllen wird, „weiß“ sie „noch nicht“. Es liegt eine offene Zukunft ohne Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich – auch neben den positiven Emotionen des Tages.

(E) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Abschiedsfeier und die Worte der ehemaligen Schülerinnen und Schüler sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 170W U W U U

Yusuf bringt einer Fahrgästin ihre verlorene Geldbörse zurück und bekommt als Dankeschön 100 Euro geschenkt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er ist neidisch. (B)
Er ist dankbar. (C)
Er hat Mitleid mit der Frau. (D)
Er schämt sich. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Das Geldgeschenk und die Erleichterung der Besitzerin sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Yusuf jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Yusuf erhält ein Geschenk von einer anderen Person: 100 Euro als Dankeschön. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er hat Mitleid mit der Frau. – eher unwahrscheinlich: Mitleid setzt ein Leid der anderen Person voraus. Die Frau ist jedoch „erleichtert“, da sie ihre Geldbörse zurückbekommt. Mitleid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust voraus. Yusuf hat sich vorbildlich verhalten. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 171U W W U U

Ediths Jugendfreundin wird überraschend als Einzige aus dem Chor für ein Solo im Stephansdom ausgewählt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie freut sich. (A)
Sie ist neidisch. (B)
Sie ist überrascht. (C)
Sie ist eifersüchtig. (D)
Sie verachtet Gisela. (E)

Begründung

(A) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein Ereignis voraus, das für Edith positiv ist. Der Text beschreibt jedoch, dass Edith Gisela das Solo missgönnt. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Edith „missgönnt ihr das Solo“ – es geht um einen Vorteil bzw. eine Auszeichnung. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Edith „hatte keine Ahnung“, dass Gisela sich beworben hatte. Die Nachricht ist für sie also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Hier geht es um ein Solo, also um einen Vorteil. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie verachtet Gisela. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Gisela „singt hervorragend“ – sie hat das Solo also verdient. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 172U U W W W

Mario wurde absichtlich gefoult, hat sich das Kreuzband gerissen und verpasst das Cupfinale.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er ist zuversichtlich. (B)
Er ist verärgert. (C)
Er hat Angst. (D)
Er ist enttäuscht. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Die Verletzung wurde durch das absichtliche Foul eines Gegenspielers verursacht. Im Text gibt es keinen Hinweis auf Selbstvorwürfe. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung voraus. Ob Mario wieder sein Niveau erreicht, ist jedoch völlig offen. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Mario findet das absichtliche Foul „unentschuldbar“. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Ob Mario jemals wieder auf seinem früheren Niveau spielen kann, „weiß niemand“. Es liegt eine offene Zukunft ohne Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Mario hatte sich „sehr darauf gefreut“, im Cupfinale zu spielen – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 173U W U W U

Gertruds Torte ist beim Pfarrbasar versalzen, weil ihr Enkel Salz und Zucker vertauscht hat.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie fühlt sich schuldig. (A)
Sie schämt sich. (B)
Sie ist stolz. (C)
Sie ist überrascht. (D)
Sie empfindet Reue. (E)

Begründung

(A) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Gertrud „weiß, dass sie selbst nichts dafür kann“. Sie fühlt sich also auch subjektiv nicht verantwortlich. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie schämt sich. – eher wahrscheinlich: Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verziehen das Gesicht, und der Pfarrer scherzt „vor allen Anwesenden“ darüber. Gertrud verliert also Ansehen in ihrer Gemeinde. Scham ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine positiv bewertete Leistung voraus. Die Torte ist misslungen. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: „Mit so einem Missgeschick hätte sie nie gerechnet“ – das Ereignis ist für Gertrud unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue setzt eine eigene Tat voraus, für die Gertrud objektiv verantwortlich ist. Salz und Zucker hat jedoch ihr Enkel vertauscht. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 174W U U U W

Gustav verabschiedet seinen Enkel, der für ein Jahr nach Australien geht.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er liebt Pius. (A)
Er hat Angst. (B)
Er schämt sich. (C)
Er ist eifersüchtig. (D)
Er ist zuversichtlich. (E)

Begründung

(A) Er liebt Pius. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Gustav „hängt sehr“ an seinem Enkel. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Zukunft ohne Erwartung voraus. Gustav hat jedoch eine klar positive Erwartung. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Gustav jemandem – etwa der Gastfamilie – die Beziehung zu Pius nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Pius' Aufenthalt liegt in der Zukunft, und Gustav „ist überzeugt“, dass er eine großartige Zeit haben wird. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 175W U U W U

Eine langjährige Patientin, die Hildegard ins Herz geschlossen hatte, ist gestorben, und der verzweifelte Witwer bedankt sich bei ihr.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist traurig. (A)
Sie fühlt sich schuldig. (B)
Sie ist dankbar. (C)
Sie hat Mitleid mit Herrn Pölzl. (D)
Sie freut sich. (E)

Begründung

(A) Sie ist traurig. – eher wahrscheinlich: Frau Pölzl, die Hildegard „ins Herz geschlossen“ hat, ist gestorben – ein schwerwiegend negatives Ereignis. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Hildegard „weiß, dass sie alles getan hat, was medizinisch möglich war“. Sie sieht sich also nicht als verantwortlich. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit empfindet die Person, die von einer anderen profitiert hat. Hier bedankt sich Herr Pölzl bei Hildegard – er ist der Dankbare, nicht sie. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie hat Mitleid mit Herrn Pölzl. – eher wahrscheinlich: Herr Pölzl ist „völlig verzweifelt“ und bedankt sich unter Tränen, und Hildegard kennt ihn „seit vielen Jahren“. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Der Text beschreibt den Tod einer Patientin und die Verzweiflung ihres Mannes. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 176U W W U W

Bei einer Überschwemmung, die die Hausverwaltung hätte verhindern können, wurden Majas Erinnerungsstücke an ihren verstorbenen Vater zerstört.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie fühlt sich schuldig. (A)
Sie hat Angst. (B)
Sie ist traurig. (C)
Sie ist dankbar. (D)
Sie ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Maja glaubt, sie hätte den Schaden verhindern können – sie hat sich sogar mehrfach beschwert. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie hat Angst. – eher wahrscheinlich: Ob die Versicherung für den Schaden aufkommt, „ist noch völlig offen“. Es liegt eine ungewisse Zukunft ohne Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist traurig. – eher wahrscheinlich: Maja hat durch die Überflutung unwiederbringliche Erinnerungsstücke an ihren verstorbenen Vater verloren – ein schwerwiegend negatives Ereignis. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Maja von einem Geschenk oder der Hilfe einer anderen Person profitiert hat. Davon ist im Text keine Rede – im Gegenteil, die Hausverwaltung hat eine notwendige Reparatur unterlassen. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Maja findet es „unverantwortlich“, dass die Hausverwaltung die defekte Rückstauklappe trotz Beschwerden nie reparieren ließ. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 177U U U W W

Hugo restauriert in sechs Wochen die historische Turmuhr des Rathauses für das Stadtjubiläum.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist ausgeglichen. (A)
Er ist enttäuscht. (B)
Er fühlt sich schuldig. (C)
Er ist zuversichtlich. (D)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (E)

Begründung

(A) Er ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist nur dann wahrscheinlich, wenn keine andere Emotion klar passt. Hier werden Herausforderung und Zuversicht deutlich gestützt. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt voraus, dass ein erhofftes Ereignis nicht eingetreten ist. Die Restaurierung steht erst bevor, und nichts ist schiefgegangen. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es kein negatives Ereignis, für das Hugo sich verantwortlich fühlen könnte. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Die Fertigstellung liegt in der Zukunft, und Hugo „ist überzeugt“, dass die Uhr beim Festakt wieder schlagen wird. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Hugo ist „mit Leib und Seele bei der Sache“ (Passion), er weiß, dass er es schaffen kann (machbar), und das Stadtjubiläum in sechs Wochen ist eine klare Deadline (Challenge). Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 178W W W U U

Laras unkollegiale Kollegin wird völlig unerwartet zur Purserin befördert.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist überrascht. (A)
Sie verachtet Tessa. (B)
Sie ist verärgert. (C)
Sie ist eifersüchtig. (D)
Sie ist dankbar. (E)

Begründung

(A) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Lara „hätte nie gedacht“, dass die Einsatzleitung darauf hereinfällt. Die Beförderung ist für sie also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie verachtet Tessa. – eher wahrscheinlich: Lara und Tessa arbeiten seit fünf Jahren zusammen. Tessa drückt sich vor unbeliebten Diensten und schwerer Arbeit (weniger geleistet), wird aber befördert (mehr bekommen). Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Lara findet die Beförderung „empörend“ – eine starke Unzufriedenheit mit der Situation. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht bezieht sich darauf, jemandem eine Person bzw. eine Beziehung nicht zu gönnen. Hier geht es um eine Beförderung. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Lara von einer anderen Person profitiert hat. Im Gegenteil: Tessa profitiert von der Arbeit der anderen. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 179W W U W W

Josef feiert mit einem von seinen Kindern organisierten Fest die Goldene Hochzeit, während ihm eine riskante Operation bevorsteht.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist dankbar. (A)
Er hat Angst. (B)
Er ist zufrieden. (C)
Er freut sich. (D)
Er liebt Hermi. (E)

Begründung

(A) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Josef profitiert von einem Geschenk anderer Personen: Seine Kinder haben das Fest organisiert und bezahlt. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Wie die Herzoperation verlaufen wird, „kann ihm niemand sagen“. Es handelt sich um eine offene Zukunft ohne Erwartung. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass mehrere Lebensbereiche genannt werden und festgehalten wird, dass gerade alles passt. Der Text formuliert das nirgends, und zudem steht Josef eine schwere Operation bevor. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich – auch wenn der Abend schön ist.

(D) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Das Fest zur Goldenen Hochzeit ist ein positives Ereignis, das Josef „genießt“. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er liebt Hermi. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr liebevolle Ehe“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 180U W W U U

Milenas Partner, dessen Meinung ihr sehr wichtig ist, findet ihren Roman langweilig und rät ihr, das Schreiben aufzugeben.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie schämt sich. (A)
Sie liebt Raoul. (B)
Sie ist entmutigt. (C)
Sie verachtet Raoul. (D)
Sie ist verärgert. (E)

Begründung

(A) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust vor anderen voraus. Das Gespräch findet jedoch unter vier Augen statt. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie liebt Raoul. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr innig“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich – auch wenn seine Rückmeldung verletzend ist.

(C) Sie ist entmutigt. – eher wahrscheinlich: Entmutigung entsteht durch negatives Feedback einer geschätzten Person. Raouls Meinung ist Milena „unglaublich wichtig“, und er rät ihr, das Schreiben aufzugeben. Entmutigung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie verachtet Raoul. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine im Text beschriebene starke Unzufriedenheit voraus. Milena „weiß, dass er es ehrlich meint“, und der Text beschreibt keine Empörung. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 181U U W W W

Franz' Förderantrag wurde wegen eines vergessenen Formulars abgelehnt, während sein Nachbar die Förderung bekommt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist verärgert. (A)
Er verachtet seinen Nachbarn. (B)
Er ist neidisch. (C)
Er empfindet Reue. (D)
Er fühlt sich schuldig. (E)

Begründung

(A) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit mit der Situation voraus. Franz hält die Ablehnung jedoch „für korrekt“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er verachtet seinen Nachbarn. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Dafür, dass der Nachbar weniger leistet, gibt es im Text keinen Hinweis. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Franz „missgönnt“ seinem Nachbarn das Fördergeld – es geht um einen materiellen Vorteil. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Franz hat das Formular selbst vergessen – er ist objektiv verantwortlich. Er „bedauert sehr“, den Antrag nicht sorgfältiger geprüft zu haben, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Franz hätte die Ablehnung verhindern können, wenn er das Formular beigelegt hätte. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 182W U W U U

Das Gasthaus, das Gottfried seinem Sohn übergeben hat, wird unter dessen Führung erstmals ausgezeichnet.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er freut sich. (A)
Er ist dankbar. (B)
Er ist stolz. (C)
Er ist eifersüchtig. (D)
Er liebt Raimund. (E)

Begründung

(A) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Auszeichnung des Familiengasthauses ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist dankbar. – eher unwahrscheinlich: Dankbarkeit setzt voraus, dass Gottfried selbst von einer anderen Person profitiert hat. Die Auszeichnung ist Raimunds Erfolg, nicht ein Geschenk oder eine Leistung für Gottfried. Dankbarkeit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz kann sich auf die Leistung einer nahestehenden Person beziehen. Gottfrieds Sohn hat das Gasthaus mit eigenen Ideen erneuert und erstmals eine Auszeichnung erhalten. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Gottfried jemandem die Beziehung zu einer Person nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er liebt Raimund. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt. Über die Qualität der Beziehung zwischen Gottfried und seinem Sohn sagt der Text nichts aus. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 183U U U W W

Anitas Mutter schwärmt von ihrer Pflegerin und nennt sie ihre zweite Tochter.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie liebt ihre Mutter. (A)
Sie schämt sich. (B)
Sie verachtet Dana. (C)
Sie ist dankbar. (D)
Sie ist eifersüchtig. (E)

Begründung

(A) Sie liebt ihre Mutter. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt. Der Text sagt über die Qualität der Beziehung zwischen Anita und ihrer Mutter nichts aus. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Davon ist im Text keine Rede. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie verachtet Dana. – eher unwahrscheinlich: Verachtung setzt voraus, dass die andere Person weniger leistet, aber mehr bekommt. Dana kümmert sich jedoch „hervorragend“ um die Mutter. Verachtung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Anita profitiert von der Leistung einer anderen Person: Dana betreut ihre Mutter „hervorragend“, sodass Anita wieder Vollzeit arbeiten kann. Dankbarkeit und Eifersucht können gleichzeitig auftreten. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Anita „missgönnt Dana die Zuneigung ihrer Mutter“ – es geht um die Beziehung zu einer Person. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 184W W U U W

Omars Fahrschüler ist zum dritten Mal durch die Prüfung gefallen und sitzt weinend im Auto.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er hat Mitleid mit Julius. (A)
Er ist enttäuscht. (B)
Er ist verärgert. (C)
Er fühlt sich schuldig. (D)
Er ist zuversichtlich. (E)

Begründung

(A) Er hat Mitleid mit Julius. – eher wahrscheinlich: Julius sitzt „weinend im Auto“, und Omar begleitet ihn seit vielen Monaten. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Omar „hatte fest damit gerechnet“, dass Julius diesmal besteht – eine aktive Erwartung, die sich nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine im Text beschriebene starke Unzufriedenheit oder Empörung voraus. Davon ist im Text keine Rede. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Omar „weiß, dass er ihn bestens vorbereitet hat“. Er sieht sich also nicht als verantwortlich für das Nichtbestehen. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Der nächste Antritt liegt in der Zukunft, und Omar „ist überzeugt“, dass Julius es dann schafft. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 185U U W W U

Karin erfährt am Telefon völlig unerwartet, dass sie zum ersten Mal Großmutter wird.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Angst. (A)
Sie ist ausgeglichen. (B)
Sie ist überrascht. (C)
Sie freut sich. (D)
Sie ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene, ungewisse Zukunft voraus. Die Schwangerschaft verläuft laut Ärztin „völlig problemlos“, und der Text beschreibt keine Sorgen. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist nur dann wahrscheinlich, wenn die Situation neutral ist und keine andere Emotion passt. Der ruhige Nachmittag wird durch eine klar positive Nachricht unterbrochen, auf die Freude und Überraschung zutreffen. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Karin „hatte keine Ahnung“, dass ihre Tochter ein Kind plant. Die Nachricht ist für sie also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Nachricht, dass Karin zum ersten Mal Großmutter wird, ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Karin jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 186W W U W W

Tarik hat für seine Freundin ein Jobangebot in Dubai abgelehnt, doch sie hat sich nun von ihm getrennt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er empfindet Reue. (A)
Er liebt Noemi. (B)
Er freut sich. (C)
Er ist traurig. (D)
Er fühlt sich schuldig. (E)

Begründung

(A) Er empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Tarik hat das Angebot selbst abgelehnt – er ist objektiv verantwortlich. Er „bedauert inzwischen zutiefst“ diese Entscheidung, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er liebt Noemi. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Tarik „hängt noch immer sehr an ihr“. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich – auch nach der Trennung.

(C) Er freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Der Text beschreibt ausschließlich negative Ereignisse. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Die Trennung ist ein negatives Ereignis, und Tarik „vermisst sie jeden Tag“. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Tarik sieht sich selbst als verantwortlich dafür, die Chance verpasst zu haben. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 187W W U U U

Marthas Jugendorchester wurde in den Musikverein eingeladen und tritt dort in drei Wochen auf.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie freut sich. (A)
Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. (B)
Sie hat Mitleid mit dem Orchester. (C)
Sie schämt sich. (D)
Sie ist eifersüchtig. (E)

Begründung

(A) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Einladung in den Musikverein ist ein positives Ereignis – „ein Traum, den sie seit Jahren hegt“. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Das Dirigieren ist Marthas „große Leidenschaft“ (Passion), sie weiß, dass das Orchester das Programm beherrschen wird (machbar), und der Auftritt in drei Wochen mit anspruchsvollem Programm ist eine klare Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie hat Mitleid mit dem Orchester. – eher unwahrscheinlich: Mitleid setzt ein Leid der anderen Personen voraus. Die Proben laufen „hervorragend“, niemand leidet. Mitleid ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust voraus. Die Situation ist ausschließlich positiv. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist eifersüchtig. – eher unwahrscheinlich: Eifersucht setzt voraus, dass Martha jemandem die Beziehung zu einer Person nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Eifersucht ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 188U W W U U

Arthurs kleiner Sohn wird auf dem Spielplatz absichtlich von einem älteren Kind gestoßen, dessen Eltern nichts unternehmen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er hat Angst. (A)
Er ist verärgert. (B)
Er hat Mitleid mit Anselm. (C)
Er empfindet Reue. (D)
Er fühlt sich schuldig. (E)

Begründung

(A) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Zukunft voraus. Die Ärztin hat bereits festgestellt, dass es „nur eine harmlose Schürfwunde“ ist – nichts ist mehr ungewiss. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist verärgert. – eher wahrscheinlich: Arthur findet das Verhalten der anderen Eltern „unerhört“. Das zeigt eine starke Unzufriedenheit. Ärger ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er hat Mitleid mit Anselm. – eher wahrscheinlich: Anselm „schluchzt noch immer vor Schmerz“ – er leidet. Arthur ist sein Vater. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er empfindet Reue. – eher unwahrscheinlich: Reue setzt eine eigene Tat voraus, die Arthur bedauert. Der Text beschreibt keine solche Handlung. Reue ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Anselm wurde absichtlich von einem anderen Kind gestoßen. Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Arthur sich selbst Vorwürfe macht. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 189U U W W W

Amiras selbst aufgebaute Bäckerei wird völlig unerwartet zur besten Bäckerei Wiens gewählt.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie hat Angst. (A)
Sie ist zufrieden. (B)
Sie freut sich. (C)
Sie ist überrascht. (D)
Sie ist stolz. (E)

Begründung

(A) Sie hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Der Text beschreibt keine solche Situation. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass mehrere Lebensbereiche beschrieben werden und festgehalten wird, dass allgemein alles passt. Der Text beschreibt nur den beruflichen Erfolg. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Die Wahl zur „besten Bäckerei Wiens“ ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Amira „wusste nicht einmal“, dass ihre Bäckerei nominiert war. Die Auszeichnung ist für sie also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Amira hat die Bäckerei „mit viel Einsatz“ zu einem erfolgreichen Betrieb aufgebaut, der nun ausgezeichnet wurde – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 190W W U W U

Emanuel spielt beim Gedenkkonzert für seinen verstorbenen Vater auf dessen Geige ein gefeiertes Solo.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er liebt seinen Vater. (A)
Er ist traurig. (B)
Er schämt sich. (C)
Er ist stolz. (D)
Er hat Angst. (E)

Begründung

(A) Er liebt seinen Vater. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr eng“ beschrieben. Die Emotion bleibt auch nach dem Tod bestehen. Sie ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Emanuels Vater ist vor zwei Monaten gestorben, und das Gedenkkonzert erinnert unmittelbar an diesen Verlust. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust voraus. Emanuel erhält im Gegenteil großen Applaus. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Emanuel hat das Solo „monatelang einstudiert“, und das Publikum spendet minutenlang stehend Applaus – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst bezieht sich auf ein ungewisses zukünftiges Ereignis. Das Konzert ist vorbei und war ein Erfolg. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 191W U W U W

Leilas jüngere Schwester schafft den MedAT beim ersten Antritt, an dem Leila selbst dreimal gescheitert war.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie liebt Samira. (A)
Sie ist enttäuscht. (B)
Sie freut sich. (C)
Sie ist neidisch. (D)
Sie ist stolz. (E)

Begründung

(A) Sie liebt Samira. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr innig“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Sie ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt voraus, dass ein erhofftes Ereignis nicht eingetreten ist. Das heutige Ereignis – Samiras Erfolg – ist positiv, und Leilas eigene Versuche liegen Jahre zurück. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Erfolg ihrer Schwester ist für Leila ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bedeutet, jemandem einen Vorteil nicht zu gönnen. Der Text sagt ausdrücklich, dass Leila ihrer Schwester den Studienplatz „von Herzen“ gönnt. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie ist stolz. – eher wahrscheinlich: Stolz kann sich auf die Leistung einer nahestehenden Person beziehen. Samira hat den MedAT „nach monatelanger Vorbereitung beim ersten Antritt“ geschafft. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 192W W U U U

Viktor erhält überraschend die Ankündigung einer Steuerprüfung, deren Ausgang offen ist.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist überrascht. (A)
Er hat Angst. (B)
Er ist verärgert. (C)
Er schämt sich. (D)
Er fühlt sich schuldig. (E)

Begründung

(A) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Der Brief kommt „völlig unerwartet“. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Wie die Prüfung ausgehen wird und ob Nachzahlungen anfallen, „weiß er nicht“. Es liegt eine offene Zukunft ohne Erwartung vor. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine im Text beschriebene starke Unzufriedenheit oder Empörung voraus. Der Text enthält keinen solchen Hinweis. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass andere von der Prüfung erfahren. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Viktor glaubt, etwas falsch gemacht zu haben, oder sich für etwas Negatives verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 193U U W U W

Rosemaries langjährige Freundin musste ins Pflegeheim übersiedeln und ist dort unglücklich.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist neidisch. (A)
Sie ist zufrieden. (B)
Sie liebt Hedwig. (C)
Sie fühlt sich schuldig. (D)
Sie hat Mitleid mit Hedwig. (E)

Begründung

(A) Sie ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Rosemarie jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass in mehreren Lebensbereichen gerade alles passt. Die beschriebene Situation ist jedoch belastend. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Sie liebt Hedwig. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text näher beschrieben: Die beiden sind sich „sehr eng verbunden“. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Sie fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Rosemarie sich für Hedwigs Sturz oder Umzug verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Sie hat Mitleid mit Hedwig. – eher wahrscheinlich: Hedwig sitzt „einsam am Fenster und weint“ – sie leidet. Die beiden sind seit über 60 Jahren befreundet. Leid und Beziehung sind gegeben. Mitleid ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 194U U U W U

Johannes wartet im Wartezimmer auf das Ergebnis einer Gewebeprobe, das völlig offen ist.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist ausgeglichen. (A)
Er ist traurig. (B)
Er fühlt sich schuldig. (C)
Er hat Angst. (D)
Er ist zuversichtlich. (E)

Begründung

(A) Er ist ausgeglichen. – eher unwahrscheinlich: Ausgeglichenheit ist in belastenden, ungewissen Situationen unwahrscheinlich. Hier passt Angst klar. Ausgeglichenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist traurig. – eher unwahrscheinlich: Trauer folgt auf ein bereits eingetretenes negatives Ereignis. Das Ergebnis ist noch nicht bekannt. Trauer ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er fühlt sich schuldig. – eher unwahrscheinlich: Im Text gibt es keinen Hinweis darauf, dass Johannes sich für etwas Negatives verantwortlich fühlt. Schuldgefühl ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er hat Angst. – eher wahrscheinlich: Das Ergebnis steht unmittelbar bevor, und Johannes „kann … nicht einschätzen“, wie es ausfallen wird – beide Möglichkeiten sind offen. Angst ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist zuversichtlich. – eher unwahrscheinlich: Zuversicht setzt eine positive Erwartung voraus. Johannes hat jedoch keine Erwartung, da sowohl ein harmloser als auch ein bösartiger Befund möglich ist. Zuversicht ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 195U W U W W

Draganas bequeme Kollegin bekommt die begehrten Tagdienste und die Aufmerksamkeit der Stationsleitung.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Sie ist zufrieden. (A)
Sie verachtet Mirela. (B)
Sie freut sich. (C)
Sie ist eifersüchtig. (D)
Sie ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Sie ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass in mehreren Lebensbereichen gerade alles passt. Die Situation ist für Dragana jedoch belastend. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Sie verachtet Mirela. – eher wahrscheinlich: Dragana und Mirela arbeiten seit sechs Jahren zusammen. Mirela „drückt sich regelmäßig“ vor anstrengenden Aufgaben (weniger geleistet), bekommt aber die besten Dienste (mehr bekommen). Verachtung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Sie freut sich. – eher unwahrscheinlich: Freude setzt ein positives Ereignis voraus. Der neue Dienstplan ist für Dragana negativ. Freude ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Sie ist eifersüchtig. – eher wahrscheinlich: Dragana „missgönnt Mirela auch diese Nähe“ zur Stationsleitung – es geht um die Beziehung zu einer Person. Eifersucht ist daher eher wahrscheinlich. Neid und Eifersucht können gleichzeitig auftreten.

(E) Sie ist neidisch. – eher wahrscheinlich: Dragana gönnt Mirela die begehrten Tagdienste nicht – es geht um einen Vorteil. Neid ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 196W U W W U

Ludwigs Riesenkürbis erreicht einen persönlichen Rekord, aber nur den zweiten Platz beim Landeswettbewerb.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er ist stolz. (A)
Er ist verärgert. (B)
Er ist enttäuscht. (C)
Er ist zuversichtlich. (D)
Er ist neidisch. (E)

Begründung

(A) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Ludwigs Kürbis wiegt so viel wie „noch keiner seiner Kürbisse zuvor“ – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich, auch ohne Sieg.

(B) Er ist verärgert. – eher unwahrscheinlich: Ärger setzt eine starke Unzufriedenheit voraus. Ludwig findet die Wertung jedoch „vollkommen fair“. Ärger ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist enttäuscht. – eher wahrscheinlich: Ludwig „hatte gehofft“, den Wettbewerb zu gewinnen – eine aktive Erwartung, die sich mit dem zweiten Platz nicht erfüllt. Enttäuschung ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist zuversichtlich. – eher wahrscheinlich: Der nächste Wettbewerb liegt in der Zukunft, und Ludwig „ist überzeugt“, dann zu gewinnen. Zuversicht ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid bedeutet, jemandem einen Vorteil nicht zu gönnen. Ludwig gönnt dem Sieger den Titel jedoch. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 197W U U U W

Linus hat versehentlich eine wichtige Sicherungskopie gelöscht; die Daten konnten jedoch vollständig wiederhergestellt werden.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er fühlt sich schuldig. (A)
Er hat Angst. (B)
Er ist entmutigt. (C)
Er schämt sich. (D)
Er empfindet Reue. (E)

Begründung

(A) Er fühlt sich schuldig. – eher wahrscheinlich: Linus hätte den Fehler durch eine Kontrolle verhindern können. Außerdem gilt: Wenn Reue vorliegt, liegt immer auch Schuldgefühl vor. Schuldgefühl ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Zukunft voraus. Die Daten wurden jedoch „vollständig wiederhergestellt“, und die Chefin hat ihm keine Vorwürfe gemacht – nichts ist mehr offen. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist entmutigt. – eher unwahrscheinlich: Entmutigung setzt negatives Feedback einer geschätzten Person voraus. Seine Chefin hat ihm jedoch „keine Vorwürfe gemacht“. Entmutigung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er schämt sich. – eher unwahrscheinlich: Scham setzt einen drohenden Ansehensverlust in der Gesellschaft voraus. Der Vorfall wurde „diskret behandelt“, und Kunden haben nichts bemerkt. Scham ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er empfindet Reue. – eher wahrscheinlich: Linus hat die Befehle „nicht noch einmal kontrolliert“ – er ist objektiv verantwortlich. Er „bedauert seine Unachtsamkeit“, ist also auch subjektiv verantwortlich. Reue ist daher eher wahrscheinlich.

Aufgabe 198U W W U U

Alberts in Kanada lebende Enkel überraschen ihn zu seinem 80. Geburtstag mit einem Besuch.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er liebt seine Enkelkinder. (A)
Er ist überrascht. (B)
Er freut sich. (C)
Er ist neidisch. (D)
Er ist stolz. (E)

Begründung

(A) Er liebt seine Enkelkinder. – eher unwahrscheinlich: „Liebt eine Person“ ist nur dann eher wahrscheinlich, wenn der Text die Beziehung durch ein Adjektiv näher beschreibt. Über die Qualität der Beziehung zwischen Albert und seinen Enkeln sagt der Text nichts aus. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist überrascht. – eher wahrscheinlich: Die Enkel haben die Reise „heimlich geplant, um ihn zu überraschen“. Ihr Besuch kommt für Albert also unerwartet. Überraschung ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Der Besuch seiner Enkelkinder, die er vier Jahre nicht gesehen hat, ist ein positives Ereignis. Freude ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist neidisch. – eher unwahrscheinlich: Neid setzt voraus, dass Albert jemandem einen Besitz oder Vorteil nicht gönnt. Dafür gibt es im Text keinen Hinweis. Neid ist daher eher unwahrscheinlich.

(E) Er ist stolz. – eher unwahrscheinlich: Stolz setzt eine Leistung voraus, auf die Albert zurückblickt. Der Text beschreibt keine solche Leistung. Stolz ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 199U W W W U

Ewald führt nach dem Tod seines Vaters die Tischlerei weiter und muss mit Unterstützung der Belegschaft einen Großauftrag fertigstellen.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er hat Angst. (A)
Er ist traurig. (B)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (C)
Er ist dankbar. (D)
Er ist zufrieden. (E)

Begründung

(A) Er hat Angst. – eher unwahrscheinlich: Angst setzt eine offene Zukunft ohne Erwartung voraus. Ewald „weiß“ jedoch, dass sie den Auftrag rechtzeitig schaffen werden. Angst ist daher eher unwahrscheinlich.

(B) Er ist traurig. – eher wahrscheinlich: Ewalds Vater ist vor drei Monaten gestorben, und Ewald „vermisst ihn sehr“. Trauer ist daher eher wahrscheinlich.

(C) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher wahrscheinlich: Alle drei Kriterien sind erfüllt: Ewald „liebt das Handwerk“ (Passion), er weiß, dass sie es rechtzeitig schaffen werden (machbar), und der Großauftrag in sechs Wochen ist eine klare Challenge. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(D) Er ist dankbar. – eher wahrscheinlich: Ewald profitiert von der Unterstützung anderer: Die Mitarbeiter sagen ihm volle Unterstützung zu und arbeiten freiwillig Überstunden. Dankbarkeit ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er ist zufrieden. – eher unwahrscheinlich: Zufriedenheit setzt voraus, dass in mehreren Lebensbereichen gerade alles passt. Der Tod seines Vaters belastet Ewald jedoch sehr. Zufriedenheit ist daher eher unwahrscheinlich.

Aufgabe 200W U U W W

Nikola beendet mit 60 Jahren seinen ersten Marathon, und seine Frau erwartet ihn im Ziel.

eher
wahrscheinlich
eher
unwahrscheinlich
Er liebt Vesna. (A)
Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. (B)
Er ist enttäuscht. (C)
Er ist stolz. (D)
Er freut sich. (E)

Begründung

(A) Er liebt Vesna. – eher wahrscheinlich: Die Beziehung wird im Text als „sehr liebevolle Ehe“ beschrieben. Die Emotion ist daher eher wahrscheinlich.

(B) Er fühlt sich herausgefordert und motiviert. – eher unwahrscheinlich: Diese Emotion ist prospektiv und setzt eine bevorstehende Challenge voraus. Der Marathon ist jedoch bereits beendet. Die Emotion ist daher eher unwahrscheinlich.

(C) Er ist enttäuscht. – eher unwahrscheinlich: Enttäuschung setzt eine aktive Erwartung voraus, die nicht erfüllt wurde. Eine bestimmte Zeit „hatte er sich nie vorgenommen“ – er wollte „einfach ankommen“, und das hat er geschafft. Enttäuschung ist daher eher unwahrscheinlich.

(D) Er ist stolz. – eher wahrscheinlich: Nikola hat nach zwei Jahren Training seinen ersten Marathon beendet – eine eigene Leistung. Stolz ist daher eher wahrscheinlich.

(E) Er freut sich. – eher wahrscheinlich: Das Erreichen des Ziels und die Umarmung seiner Frau sind positive Ereignisse. Freude ist daher eher wahrscheinlich.